Fenster Planung Teaser
Fokus
Optimale Vorbereitung

Worauf kommt es bei der Fensterplanung an?

Claudia Mühlbauer
14. Juni 2022

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Fensterplanung sollte die Maße, den Rahmen, die Verglasung, die Optik, die Ausstattung sowie die Kosten beinhalten.

  • Bei der Fensterplanung im Neubau sind Sie freier als im Altbau, weil Ihre Wünsche von vornherein berücksichtigt werden können.

  • Wollen Sie neue Fenster einbauen, ist die Beratung durch einen Fachbetrieb zu empfehlen.

Sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung eines Hauses gehört die Fensterplanung zu den wichtigsten Punkten. Vom Aufmaßnehmen bis zur Wahl von Rahmen und Verglasung ist jeder einzelne Schritt mit Sorgfalt durchzuführen. Nur so werden Sie sich viele Jahre auf Ihre neuen Fenster verlassen können. Erfahren Sie bei uns, welche Punkte Sie bei der Planung Ihrer Fenster beachten sollten.

Schritt für Schritt zu neuen Fenstern

Damit Sie die optimalen Fenster für Ihre Ansprüche und für die Gegebenheiten vor Ort finden, müssen Sie sich über einige Punkte Gedanken machen:

Fenster Fensterplanung Schritte
Die wichtigsten Punkte bei der Fensterplanung

Im Folgenden gehen wir näher auf die einzelnen Punkte ein. So können Sie sich einen Überblick verschaffen, welche Möglichkeiten Sie haben und was besonders wichtig bei der Fensterplanung ist.

Die passenden Fenstermaße ermitteln

Nicht nur persönliche Vorlieben spielen bei den Fenstermaßen eine Rolle, auch Gesetze müssen berücksichtigt werden. Zwar gibt es keine DIN für die Maße von Fenstern, aber die Landesbauverordnungen definieren Mindestwerte für die Belichtung von Aufenthaltsräumen. Entscheidend ist außerdem die richtige Positionierung und Anordnung der Fenster. Für Dachfenster gelten dabei andere Regelungen als für Fassadenfenster.

Unser Tipp:

Die Fensterkonstruktion hängt von individuellen Faktoren ab. Schon das Messverfahren für die Ermittlung der passenden Fenstergröße unterscheidet sich im Altbau und im Neubau. Um wirklich passgenaue Fenster zu bekommen, sollten Sie das Aufmaßnehmen einer Fachfirma überlassen.

Die optimale Wärmedämmung

Um eine gute Fensterdämmung zu erreichen, müssen der Rahmen und die Verglasung des Fensters entsprechend aufgebaut sein. Dabei beschreibt der U-Wert, wie viel Wärme nach außen entweichen kann. Je niedriger er ist, desto besser ist die Dämmung.

Wahl des Fensterrahmens

Fensterrahmen werden aus Kunststoff, Aluminium, Holz oder Kombinationen dieser Materialien gefertigt. Die Werkstoffe selbst haben ganz unterschiedliche Dämmeigenschaften. Für eine gute Isolation ist deswegen auch der Rahmenaufbau entscheidend.

  • Kunststofffenster müssen mit mehreren isolierenden Kammern im Profil ausgestattet werden und lassen sich zusätzlich mit Dämmstoffen befüllen.

  • Alufenster brauchen mehrschalige Profile und einen Isolationskern, um eine gute Dämmung zu gewährleisten.

  • Holzfenster haben bereits hervorragende Dämmeigenschaften, weswegen kein spezieller Rahmenaufbau nötig ist.

Daneben gibt es Rahmen aus Holz und Aluminium sowie Fenster mit Kunststoff-Aluminium-Rahmen. Die Kombination mit Aluminium sorgt in diesen Fällen vor allem für eine höhere Witterungsbeständigkeit, denn die Fenster werden auf der Außenseite lediglich mit dem Metall verkleidet.

Unterschiede in der Verglasung

Generell können Sie zwischen Isolier- und Wärmeschutzglas wählen. Beide sind als Zwei- und als Dreifachverglasung erhältlich. Eine Wärmeschutzverglasung lässt allerdings deutlich weniger Raumwärme nach außen. Welche die richtige Verglasungsart ist, hängt auch davon ab, wie gut Ihre Wände gedämmt sind. Ohne die passende Fassadendämmung führen besonders wärmedämmende Fenster nämlich schnell zu Feuchtigkeitsbildung.

Daneben kann die Verglasung je nach Aufbau besondere Funktionen erfüllen. Spezielles Fensterglas kann zum Beispiel folgende Faktoren erhöhen:

  • Schallschutz
  • Bruchsicherheit
  • Sonnenschutz

Funktionelle Bauteile und Zubehör für Fenster

Verschiedenes Fensterzubehör kann die Funktionalität Ihrer Fenster verbessern – sei es bezogen auf die Sicherheit, den Wärme-, Schall- oder Sonnenschutz. Das kann einerseits durch die Fensterbauteile selbst geschehen oder durch eine Zusatzausstattung. Dazu zählen beispielsweise Fenstergitter, Fensterläden, Rollos und Plissees.

Zubehör kann meist problemlos nachgerüstet werden, da es nicht unmittelbar mit dem Fenster verbunden ist. Es gibt allerdings Ausnahmen, die unbedingt schon bei der Fensterplanung berücksichtigt werden sollten:

  • Beschläge: Statt klassischer Beschläge können Sie solche wählen, die verdeckt liegen und damit nicht mehr sichtbar sind. Neben der optischen Verbesserung sind die Bauteile dann auch weniger anfällig für Verschleiß. Spezielle Sicherheitsbeschläge wie abschließbare Griffe und Fensterschlösser erhöhen den Einbruchschutz.

  • Rollläden: Manche Arten von Fensterrollläden können bei bereits eingebauten Fenstern nachgerüstet werden. Für die Fensterplanung in einem neuen Haus bieten sich Rollläden an, die in das Fenster integriert sind und direkt ins Mauerwerk eingebaut werden. Bei einem Fenstertausch können Sie Modelle wählen, die bereits mit einem Rollladen kombiniert sind.

  • Fensterbänke: Im Außenbereich sind Fensterbänke für das Ableiten von Niederschlagswasser verantwortlich. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Bausubstanz der Fassade.

Fenstergestaltung nach Ihrem Geschmack

Moderne Fenster gibt es in zahlreichen Farbtönen und Designs. Optisch aufwerten können Sie Ihre Fassaden zum Beispiel mit klassischen Sprossenfenstern. Auch mit der Verglasung können Sie Akzente setzen: Buntglasfenster oder Strukturglas verleihen Ihrem Haus eine besondere Optik. Moderne Häuser werden häufig mit bodentiefen Fenstern, verglasten Fassadenecken oder Fenstern mit asymmetrischen Formen ausgestattet.

Sichtschutz Bodentiefe Fenster
Mit der Form und Positionierung Ihrer Fenster können Sie leicht Akzente setzen.

Bei Bestandsbauten sind Sie in der Gestaltung nicht ganz so frei wie bei einem Neubau. Zuerst muss in jedem Fall geprüft werden, welche Ein- und Umbauten sich mit der Statik des Gebäudes vereinbaren lassen.

Kosten der Fenster einkalkulieren

Auch die Kosten sind ein Faktor, die bei der Fensterplanung berücksichtigt werden sollten. Hier sollten Sie nach Möglichkeit nicht nur die Anschaffungskosten im Blick haben. Eine Wärmeschutzverglasung mit niedrigem U-Wert kann zunächst teurer sein, aber sie sorgt auch dafür, dass Sie niedrigere Heizkosten haben. Sparen können Sie etwa, indem Sie günstige Kunststoffrahmen wählen. Holz-Alu-Fenster kosten hingegen am meisten. Kommen für Ihren Einbau Standard-Fenstermaße infrage, müssen Sie zudem weniger zahlen als bei Sondermaßen.

Zur Fensterplanung gehört auch die Planung der Finanzierung. Prüfen Sie daher, ob eine Förderung für Ihr Bauvorhaben infrage kommt. Das ist oftmals der Fall, wenn Sie die Wärmedämmung Ihres Gebäudes durch eine Fenstersanierung oder einen Neueinbau moderner Fenster verbessern. Die Fördergelder für energieeffiziente Fenster werden über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergeben.

Beratung & Montage der Fenster

Legen Sie Wert auf persönliche und individuelle Beratung, sind Fenster aus dem Fachhandel zu empfehlen. Dort erwartet Sie fachkundiges Personal, das alle offenen Fragen klärt und Ihnen bei der Entscheidungsfindung hilft. Dazu ist es allerdings nötig, dass Sie die genauen Maße Ihrer Fenster und die Anforderungen, die sie erfüllen müssen, kennen. In diesem Fall ist es auch möglich, die neuen Fenster online zu konfigurieren und zu kaufen. Dann müssen Sie allerdings auf Beratungsleistungen verzichten.

Brauchen Sie mehr Unterstützung, ist die Absprache mit einem Fensterfachbetrieb die beste Wahl. Dieser kann sich Ihre alten Fenster vor Ort anschauen, die Maße nehmen und Sie bei der Ausstattung beraten.

Die Montage selbst sollten Sie in jedem Fall von einem Fachbetrieb durchführen lassen. Das gewährleistet eine optimale Funktionsfähigkeit und Wärmedämmung. Bilden sich durch eine fehlerhafte Eigenmontage Wärmebrücken, müssen oftmals aufwendige und kostspielige Reparaturen durchgeführt werden.

Beratung Montage Fenster
Fachbetriebe haften für den reibungslosen Einbau und Schäden bei der Montage.

Pflege und Instandhaltung der Fenster

Fenster und Balkontüren sind meist täglich in Gebrauch und zu jeder Jahreszeit der Witterung ausgesetzt. Damit sie auch nach mehreren Jahren noch gut funktionieren, sollten die Beschläge und Dichtungen regelmäßig gewartet werden. Lassen sich die Fenster und Türen schwerfällig öffnen, genügt es oftmals schon, die Scharniere zu ölen oder zu fetten. Dichtungen sollten Sie hin und wieder mit einem Pflegestift behandeln, damit sie nicht spröde werden.

Artikelbild Fenster Alufenster
Die Beschläge eines Fensters sollten Sie regelmäßig überprüfen und bei Bedarf ölen.

Die Rahmen der Fenster müssen je nach Material auf andere Art gepflegt werden. Den höchsten Aufwand haben Sie mit Holzfenstern, da sie in regelmäßigen Abständen neu gestrichen oder lasiert werden sollten, um widerstandsfähig gegen die Witterung zu bleiben. Aluminium- und Kunststoffrahmen brauchen so eine Pflege nicht - sie sollten nur von Zeit zu Zeit gesäubert werden.

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