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Lohnt sich der Fensterwechsel?

Kosten für den Einbau und Austausch von Fenstern

Claudia Mühlbauer
16. Juli 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einem Fensterwechsel setzen sich die Kosten aus den Preisen für das Material sowie den Arbeits- und Anfahrtskosten des Handwerksunternehmens zusammen.
  • Für den Einbau neuer Fenster sollten Sie bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten für den Handwerksbetrieb veranschlagen.
  • Je nach Größe des Fensters sollten Sie mit Einbaukosten zwischen 90 und 180 Euro rechnen.
  • Der Fensteraustausch kann unter Umständen staatlich gefördert und zum Teil von der Steuer abgesetzt werden.

Der Einbau neuer Fenster bringt viele Vorteile mit sich, hat jedoch auch einen entsprechenden Preis. Die Fenster selbst stellen nur einen Teil der Gesamtkosten dar, denn auch weitere für den Fensteraustausch benötigte Materialien sowie Handwerksleistungen wollen bezahlt werden. Wir verraten Ihnen, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, wenn Sie Ihre Fenster austauschen.

Gründe für den Fensteraustausch

Auch wenn Sie gerade nicht neu bauen, gibt es viele Gründe für neue Fenster – vor allem, wenn Ihre Fenster bereits mehr als zehn Jahre alt sind. Die Befürchtung, dass beim Fenstereinbau viel Schmutz und Aufwand entstehen, ist unbegründet. Mit gründlicher Vorbereitung und der Durchführung durch eine Fachfirma ist das neue Fenster in zwei bis vier Stunden montiert. Ein Austausch lohnt sich nicht nur wegen der Optik, sondern bringt vor allem finanzielle und funktionale Verbesserungen mit sich. Ihre Vorteile auf einen Blick:

Weniger Heizkosten

Wurden Ihre Fenster vor 1995 eingebaut, lohnt sich der Austausch in jedem Fall. Die Dämm- und Dichtungstechnik hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Heute können Ihnen neue Fenster mit einer besseren Dämmung und Abdichtung dabei helfen, Kosten zum Heizen zu sparen. Wurden Ihre Fenster nur unwesentlich später als 1995 eingebaut, empfiehlt es sich, einen Fachbetrieb um Rat zu fragen und den U-Wert Ihrer Fenster bestimmen zu lassen. Dieser gibt an, wie viel Wärme durch Ihr Fenster entweicht. Ein U-Wert von 1,3 W/m²K ist für Fenster im Neubau gesetzlich vorgeschrieben.

Oberflaechentemperatur von Fensterscheiben
Je niedriger der U-Wert ist, desto weniger Raumwärme entweicht durch das Fenster.

Mehr Helligkeit

Früher wurden Fenster oft kleiner bemessen, um die Angriffsfläche für Kälte möglichst gering zu halten. Doch heute sind mit mehrfachverglastem Wärmeschutzglas ausladende Fenster kein Problem mehr. Vor allem mit dem Austausch der Dachfenster können Sie deutliche Effekte erzielen. Größere Fenster nachträglich einbauen zu lassen, bringt zwar Kosten mit sich, aber auch einen besseren Ausblick. Durch eine einfache Fenstermontage können Sie die Position der Fenster korrigieren oder die Fenster nach unten vergrößern.

Heller Raum mit großem Fenster
Sorgen Sie für natürliches Licht mit großen Fenstern.

Verbesserter Schallschutz

Die richtige Fensterart wird auch durch den Schallschutz bestimmt. Moderne Schallschutzfenster reduzieren den Schall mitunter um mehr als 50 Dezibel. Eine Orientierung bieten die Schallschutzklassen. Welche Klasse Sie wählen sollten, hängt in erster Linie von der Lärmbelastung in Ihrem Wohngebiet ab. Bei leicht befahrenen Straßen genügt etwa Klasse 2 (30 – 34 Dezibel), bei der Nähe zu Hauptstraßen mit starkem Verkehrsaufkommen empfiehlt sich die Schallschutzklasse 4 (40–44 Dezibel).

Besserer Sonnenschutz

Wenn Sie die Kosten für Rollläden sparen möchten, sind UV-Folien eine gute Alternative als Sonnenschutz für Ihre Fenster. Kaum sichtbare UV-Folien regulieren effektiv die Sonneneinstrahlung und sind schnell am Fenster befestigt. Mit Sonnenschutz-Zubehör wie Rollläden oder Markisen unterstützen Sie den Effekt, und das auch bei geöffnetem Fenster.

Wie viel kostet ein Austausch der Fenster?

Falls Sie Ihre Fenster eigenständig erneuern, fallen nur die Kosten für das Material an. Beauftragen Sie hingegen ein Fachunternehmen mit dem Einbau Ihrer neuen Fenster, setzen sich die Kosten aus folgenden Punkten zusammen:

Kosten für die Anfahrt

Ab einer Entfernung von 50 Kilometern erheben die meisten Handwerksbetriebe Anfahrtskosten. Klären Sie im Vorfeld mit Ihrem Fachbetrieb, ob Anfahrtskosten anfallen und wie hoch diese im Detail ausfallen.

Kosten für das Material

Neben dem Fenster kommen mit dem Einbau verbundene Kosten für das Material auf Sie zu. Dazu zählen beispielsweise Montageschaum, Klebebänder und Schrauben. Je hochwertiger das Material, desto höher ist meist auch der Fensterpreis.

Kosten für die Arbeit des Handwerksbetriebs

Wollen Sie Ihre Fenster austauschen lassen, fallen auch Kosten für den ausführenden Fachbetrieb ab. Die Arbeitskosten machen in etwa ein Drittel der Gesamtkosten aus. In der Regel sind zwei Handwerker:innen für den fachgerechten Einbau eines Fensters nötig. Diese kosten jeweils zwischen 40 und 60 Euro pro Stunde. Die Preise variieren zwischen ländlichen und städtischen Gebieten und sind in Ballungsgebieten in der Regel höher. Ein beeinflussender Faktor kann auch das Modell des Fensters sein. Der Einbau eines Sprossenfensters geht mitunter mit höheren Kosten einher.

Handwerker bauen Fenster ein
Die Kosten für einen fachgerechten Einbau neuer Fenster lohnen sich in vielerlei Hinsicht.

Montage nach RAL-Standard

Die Montage der Fenster nach RAL-Standard liegt vor, wenn der Einbau nach gültigem Stand der Technik erfolgt. Das bedeutet, die Fenster werden absolut luftdicht und wärmeundurchlässig verbaut. Achten Sie also bei der Wahl der Fensterfachfirma darauf, ob sie über dieses Gütesiegel verfügt. Manchmal erfolgt die Montage nach RAL als Zusatzleistung mit ca. 13 Euro pro laufendem Meter Fensterfuge.

Beispielrechnung

Je nach Fensterart kann die Einbauzeit variieren. Sie beträgt in der Regel zwei bis vier Stunden je Fenster. Als Faustregel können Sie 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten Ihrer neuen Fenster als Einbaukosten berechnen. Für Fenster eines kompletten Einfamilienhauses sieht die Rechnung folgendermaßen aus:

Die Kosten für die Anschaffung der Fenster belaufen sich in der Beispielrechnung auf 3.925 Euro, während die Montagekosten 810 Euro ausmachen. Zusammen ergibt sich in diesem Beispiel eine Gesamtsumme von 4.735 Euro. Für den Ausbau und die Entsorgung der alten Fenster fallen mitunter zusätzliche Kosten zwischen 5 und 30 Euro an.

Unser Tipp:

Wollen Sie Ihre alten Fenster gegen neue austauschen? Lassen Sie sich vor dem Fenstereinbau Angebote von unterschiedlichen Fachunternehmen unterbreiten und finden Sie so die günstigste Firma. Sind Sie noch auf der Suche nach dem passenden Handwerksbetrieb, geben Sie einfach Ihre Wünsche in unserem Online-Fragebogen ein. Anschließend suchen wir für Sie bis zu drei Fachunternehmen aus Ihrer Umgebung, die Ihnen jeweils ein Angebot ausstellen. Dieser Service ist für Sie unverbindlich.*

Förderprogramme für neue Fenster

Neue Fenster und sogar der Einbau durch Handwerker:innen können mit finanziellen Anreizen verbunden sein. Folgende Fördermöglichkeiten und Steuervorteile gibt es aktuell:

  • Steuerliche Absetzbarkeit von Handwerksleistungen
  • KfW-Förderung „Wohngebäude - Kredit“ (261, 262)
  • Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

1. Steuervorteile: Handwerksleistungen absetzen

Sie können 20 Prozent der Kosten für die Handwerker:innen steuerlich geltend machen, wenn Sie renovieren, erhalten oder modernisieren. Der Höchstbetrag, der von der Einkommenssteuer abgezogen werden kann, beträgt 1.200 Euro jährlich. Das sind Handwerksrechnungen von insgesamt 6.000 Euro, die Sie jedes Jahr einreichen können. Hier zählen auch Fahrtkosten der Handwerker:innen. Wichtig ist, dass eine ordentliche Rechnung mit der Aufführung aller Posten gestellt wird – Überweisungsscheine gelten nicht. Die Materialkosten können jedoch  - abgesehen von Verbrauchsmitteln - nicht abgesetzt werden.

2. Fensteraustausch: KfW-Programm „Wohngebäude - Kredit (261, 262)“

Mit dem Förderprogramm „Wohngebäude - Kredit (261, 262)“ können Sie einzelne energetische Maßnahmen bei Bestandsimmobilien fördern lassen. Der Fensteraustausch muss dabei mit dem Ziel stattfinden, die Energieeffizienz des Gebäudes zu erhöhen. Je Wohneinheit können Sie für Einzelmaßnahmen einen Kredit von bis zu 60.000 Euro bekommen. Ihr Darlehen reduziert sich um einen Tilgunszuschuss in Höhe von 20 Prozent. Darüber hinaus fördert die KfW auch die Baubegleitung.

3. Bau, Kauf und Sanierung: KfW-Programm "Wohngebäude - Zuschuss (461)“

Das Programm Wohngebäude - Zuschuss (461)“ findet zwar keine Anwendung bei Einzelmaßnahmen, aber Sie können es für die Komplettsanierung sowie den Bau und Kauf eines Effizienzhauses nutzen. Je Wohneinheit sind bis zu 37.500 Euro Bauzuschuss bzw. bis zu 75.000 Euro Sanierungszuschuss möglich. Zusätzlich können Sie eine Baubegleitung bezuschussen lassen.

4. BAFA: Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und Energieberatung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und somit ebenfalls den Einbau und Austausch von Fenstern. Dabei können Sie sowohl Materialkosten als auch die Kosten für den fachgerechten Einbau geltend machen. Der Fördersatz beträgt 20 Prozent der förderfähigen Ausgaben, die auf 60.000 Euro je Wohneinheit gedeckelt sind. Für eine Energieberatung können Sie einen zusätzlichen Förderbonus in Höhe von 5 Prozent erhalten. Sind Sie sich nicht sicher, welche Sanierungsmaßnahme für effektiveren Wärmeschutz Sie wählen sollen, hilft Ihnen eine Fachfirma für Energieberatung, das passende Fenster auszuwählen.

Fenster wird eingebaut
Als geübter Heimwerker können Sie Fenster auch selbst einbauen.

Fenstermontage im Alleingang?

Möchten Sie sich die Arbeitskosten für den Fenstereinbau durch einen Fachbetrieb sparen, ist es möglich, Fenster selbst einzubauen. Allgemein wird jedoch davon abgeraten, wenn keine entsprechenden Erfahrungen vorliegen. Bei der Montage sind relativ viele Dinge zu beachten, die eine optimale Abdichtung der Fugen und somit die volle Funktionstüchtigkeit des Fensters gewährleisten.

Gerade, wenn Sie sich neue Fenster gegönnt haben, um etwas für Ihre Energieeffizienz zu tun, am Ende aber durch einen unprofessionellen Einbau erneut mit Kältebrücken zu kämpfen haben, wären die Anstrengungen vergebens gewesen. Was folgt, sind hohe Ausbesserungskosten. Außerdem bestehen bei der Montage durch ein Fachunternehmen Gewährleistungsansprüche und die alten Fenster werden entsorgt.

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