Passende Typen im Überblick:

In diesen Garagen wird Ihr Auto sicher untergebracht

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Anika Wegner
1. Juli 2020

Eine eigene Garage bringt viele Vorteile mit sich. Sie bietet Schutz vor Diebstahl und Witterung – und das nicht nur für Ihr Fahrzeug. Auch Gartengeräte oder Werkzeug finden hier Platz. Bei der Planung geht es nicht nur um die richtige Größe, sondern auch um Dachform, Fenster und das passende Garagentor. Wir informieren Sie, welche Garage sich für Ihren Bedarf eignet.

Garagentypen im Überblick

Beantworten Sie sich die folgenden drei Fragen und Sie haben die ersten Anhaltspunkte, welcher Garagentyp für Sie infrage kommt:

  • Wie viele Fahrzeuge sollen in der Garage stehen?
  • Wie viel Fläche ist am Stellplatz für die Garage vorhanden? 
  • Soll die Garage für zusätzliche Zwecke genutzt werden? Wird ein zweiter Zugang, ein Fenster, Strom- oder Wasseranschluss benötigt?

Diese Garagentypen gibt es:

  Einzelgarage

Die Einzelgarage stellt die wohl häufigste Bauform dar und bietet Platz für ein Fahrzeug. Je nachdem, wie Sie den Platz für Ihren PKW planen, kann diese trotzdem sehr flexibel sein. Sie können beispielsweise einen Extrabereich einplanen, der als Geräteschuppen oder Abstellkammer dient. Einzelgaragen lassen sich zum Beispiel als Betonfertiggaragen schnell und einfach installieren sowie jederzeit kostengünstig erweitern.

  Unser Tipp:
Praktisch ist zum Beispiel eine Einzelgarage, die an beiden Enden zu öffnen ist. An Engstellen zwischen zwei Häusern errichtet, gewährt sie so Zugang zum Garten. Oder Sie nutzen die Garage als wetterfesten Unterstand zum Beispiel für das nächste Gartenfest, indem Sie die Tore öffnen.

  Doppelgarage

Hier finden mindestens zwei Fahrzeuge Platz. Die Doppelgarage verfügt über zwei getrennte Tore, sodass jedes Fahrzeug einen eigenen Zugang bekommt. Soll die Doppelgarage für unterschiedliche Haushalte angeschafft werden, kann je nach Präferenz, eine Trennwand eingezogen werden. Besonders beliebt ist die Doppelgarage in Wohngebieten. Denn sie lässt sich perfekt mit dem Nachbarn teilen. Eine Lösung, die für beide Parteien günstiger kommt.

  Duogaragen

Diese Garagenform ist eine Kombination aus geschlossener Garage und Carport. Die überdachte Fläche dient als praktischer Unterstand für das bequeme Be- und Entladen des Fahrzeugs, kann aber auch anderweitig genutzt werden. Fahrräder, Radanhänger, Gartengeräte oder andere Utensilien, die Sie vor direkter Witterung schützen möchten, sind hier gut untergebracht.

  Doppelparker

 

Diese Garagenform ist auch unter dem Namen Duplex-Garage bekannt. Auf nur einer Stellfläche finden zwei Fahrzeuge übereinander Platz. Dabei kommt ein Garagenlift zum Einsatz, und es gibt nur ein Zufahrtstor. Der Doppelparker benötigt einen Erdaushub und ist höher als eine normale Garage.

  Doppelstockgarage

Bei einer Hanglage bietet die Doppelstockgarage auf kleinster Fläche Platz. Im Grunde handelt es sich um zwei separate Garagen, die übereinander gebaut sind und jeweils eine eigene Zufahrt besitzen. Dadurch entfallen ein teures Liftsystem oder Tiefbauarbeiten wie bei der Duplexgarage. Oft wird auch der untere Teil als Parkplatz und der obere als Hobbyraum genutzt.

  Reihengarage

Die typische Garage für Wohnsiedlungen ist die Reihengarage. Dabei sind viele Einzelgaragen, mit je einem separaten Zugang, direkt nebeneinander angeordnet. Meist sind die Reihengaragen modular aufgebaut. Das macht sie, sofern Platz vorhanden ist, jederzeit erweiterbar. Individuellen Gestaltungsraum bieten sie allerdings nicht. Konstruktionsbedingt ist das Flachdach typisch.

  Unser Tipp:

Ein begrüntes Garagendach sieht nicht nur hübsch aus, sondern bietet auch weitere Vorteile. Die Bepflanzung macht das Dach dichter und dämmt es zusätzlich. Im Sommer bedeutet das eine kühle Garage, im Winter Schutz vor Frost.

  Großraumgarage

Diese Garage besitzt ein großes Tor und hat im Inneren in der Regel keine Trennwände. Damit ist sie flexibel in der multifunktionalen Nutzung. So können Sie sich auch einen Hobbyraum einrichten oder Fahrräder, Werkzeuge und Sportgeräte unterbringen. Großraumgaragen werden häufig als Massivgaragen gemauert. Sie sind sehr stabil und langlebig.

  Carport

Sie wünschen sich einen Unterstand, der Ihr Fahrzeug lediglich vor Sonne, Regen und Schnee schützt? Dann ist der Carport eventuell eine günstige Alternative zur Garage. Hierbei handelt es sich um eine offene Konstruktion, die lediglich ein Dach besitzt. Das Fahrzeug bleibt gut zugänglich, ist aber gleichzeitig vor den wichtigsten Wetterkapriolen sicher. Kosten für Entlüftung oder automatische Rolltore entfallen hier.

  Unser Tipp:

Für Caravans und Wohnmobile sind die Standardgrößen von Garagen oftmals zu niedrig. Carports sind hier flexibler und von daher eventuell die bessere Lösung.

Aus welchem Material sollte Ihre Garage bestehen?

Garagen können Sie als Fertiggarage kaufen oder individuell mauern lassen. Eine Fertiggarage wird in einem Stück oder in wenigen Einzelteilen gefertigt. Jedes Material hat seine individuellen Vor- und Nachteile. Je schwerer die Garage, desto wichtiger ist ein stabiles Fundament.

  Stahl- und Blechfertiggarage

Bei dieser Variante wird Stahlblech zu Profilen geformt. Die Profile werden verzinkt, damit sie nicht rosten, und dann miteinander vor Ort montiert. Diese Garage ist sehr schnell aufzubauen und preisgünstig, bietet aber wenig Schutz vor Frost, weil eine Isolierung fehlt. Die Stahlgarage kann auch verputzt werden und steht dann optisch einer Garage aus Beton oder Stein in nichts nach.

Vorteile Nachteile
  günstig in der Anschaffung   schlechte Wärmedämmung
  besonders pflegeleicht   Dach kaum belastbar
  einfacher Transport   kann Rost bilden

  Holzfertiggarage

Wer es gerne natürlich mag und Wert auf nachhaltige Rohstoffe legt, der baut sich eine Holzfertiggarage. Allerdings ist auch hier die Isolierung nicht die beste. Zudem bietet Holz keinen Brandschutz und muss regelmäßig gestrichen werden, um langfristig vor Witterung geschützt zu sein. Dafür herrscht hier ein gut belüftetes Klima, in dem bei guter Abdichtung des Daches Schimmel keine Chance hat.

Vorteil Nachteile
  kostengünstig   kein Brandschutz
  gutes Raumklima    sehr pflegeintensiv
  sehr langlebig bei guter Pflege   schlechte Isolierung

  Betonfertiggarage

Die Garage aus Beton ist von ihren Eigenschaften her mit der gemauerten Garage vergleichbar, besteht aber aus Fertigbauteilen und unterliegt somit Standardmaßen. Für eine Betonfertiggarage benötigen Sie allerdings eine Entlüftung, damit sich keine Feuchtigkeit ansammelt. Diese kann zu Rost und Schimmelbildung führen. Die Dämmung ist hier gut und die Garage wird weder im Sommer zu heiß noch im Winter zu kalt. Das Garagentor kann aus vielfältigen Materialien bestehen. Die Anlieferung muss aufgrund der Schwere per Lkw und Kran zum Stellplatz erfolgen.

Vorteile Nachteile
  schnelle Montage   kann Risse bilden
  sehr witterungsbeständig   neigt zu Schwitzwasserbildung
  lange Lebensdauer   Anlieferung nur mit Lkw und Kran

  Gemauerte Garage

Die gemauerte Garage bietet Ihnen mehr individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Sie können die Größe Ihrer Garage und die Raumaufteilung selbst bestimmen. Auch Anschlüsse wie Wasser und Strom sind hier meistens realisierbar. Die Dämmung und Belüftung ist besser als bei der Betonfertiggarage. Zudem ist eine gemauerte Garage auch besonders langlebig. Am Stellplatz müssen Sie aber mehr Platz einplanen, da die Wände dicker sind als bei einer Fertiggarage.

Vorteile Nachteile
  individuelle Gestaltung möglich   lange Bauzeit (etwa fünf Wochen)
  gute Wärmedämmung   sehr kostenintensiv
  sehr robust und langlebig   mehr Platz wegen Wanddicke notwendig

Die Kosten einer Garage: Auf die Extras kommt es an

Wie viel Ihre neue Garage kosten wird, das hängt stark davon ab, für welchen Typ und welche Größe Sie sich entscheiden. Generell sind Fertiggaragen günstiger als gemauerte. Maßgeblich für die tatsächlichen Kosten einer Garage sind jedoch, neben dem Material, die Details:

  • Welche Abdichtung wählen Sie?
  • Welche Dachform wünschen Sie?
  • Sollen auch Fenster und Türen eingebaut werden?
  • Sollen die Garagentore automatisch bedient werden können?
  • Sollen in der Garage zusätzliche Anschlüsse verlegt werden, z. B. für Strom und Wasser?

Damit Sie den direkten Vergleich haben, können Sie in der nachfolgenden Tabelle die Preise für die verschiedenen Garagentypen vergleichen:

Garagenvariante Kosten
Fertiggarage aus Stahl ab ca. 1.800 Euro
Fertiggarage aus Holz ab ca. 1.200 Euro
Fertiggarage aus Beton ab ca. 4.000 Euro
Gemauerte Garage ab ca. 15.000 Euro
  Unser Tipp:

Mit diversen Förderungs- und Finanzierungs­möglichkeiten können Sie beim Bau Ihrer Garage Kosten sparen!

Garagenverordnung & Baugenehmigung beachten

Bevor es aber mit dem Garagenbau losgehen kann, sollten Sie zuerst überprüfen, ob Sie für Ihre neue Garage eine Baugenehmigung benötigen.

  Garagenverordnung beachten

Unabhängig vom geplanten Garagenmodell und ob die Garage freistehend oder als Anbau an das Wohngebäude errichtet wird, müssen Sie sich beim Bau an die Garagenverordnung (kurz GarVO, GaVO oder GaStellV) halten. Darin wird festgelegt, welche bau- und betriebstechnischen Bestimmungen für die Genehmigung einzuhalten sind und welche Angaben der Bauantrag enthalten sollte.

Der Bau einer Garage fällt unter das Baurecht und ist somit abhängig vom jeweiligen Bundesland. So variieren beispielsweise die Abstände, welche zwischen Garage und öffentlicher Verkehrsfläche liegen müssen. Relevante Informationen dazu können Sie bei Ihrem zuständigen Bauamt erfragen oder in der Bauordnung Ihres Bundeslandes nachlesen. Prüfen Sie hier, ob eine Baugenehmigung erteilt oder bestimmte Maße eingehalten werden müssen.

  Baugenehmigung einholen

Nicht in jedem Fall ist eine Garage genehmigungspflichtig. Ob der Bau einer Garage auch ohne Baugenehmigung möglich ist, steht jedoch nicht in der Garagenverordnung, sondern in der jeweiligen Landesbauordnung (LBO). Auch hier sind die Bestimmungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Eine Übersicht der einzelnen Bundesländer verschafft Ihnen unsere Tabelle:

Generelle Genehmigungspflicht  Genehmigungsfrei unter bestimmten Auflagen Generell genehmigungsfrei
Bayern Baden-Württemberg Sachsen
Bremen Berlin Sachsen-Anhalt
Hamburg Brandenburg Thüringen
Niedersachsen Hessen  
Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz  
Saarland Schleswig-Holstein  
  Mecklenburg-Vorpommern  
  Achtung

Genehmigungsfrei bedeutet nicht auflagenfrei! Auch wenn Sie in Ihrem Bundesland keine Baugenehmigung benötigen, müssen Sie sich trotzdem an die Garagenverordnung Ihres Bundeslandes halten und dementsprechend gewisse Vorgaben beim Bau einhalten.

Für das Baugenehmigungsverfahren brauchen Sie einen berechtigten Entwurfsverfasser. Meistens ist dies ein Mitarbeiter der von Ihnen beauftragten Baufirma. Zusammen unterschreiben Sie den Bauantrag, der berechtigte Entwurfsverfasser unterschreibt zusätzlich die Bauvorlagen.

Folgende Unterlagen legen Sie dem Bauantrag bei:

  • Bauantragsformular mit Baubeschreibung
  • Auszug aus der Liegenschaftskarte mit Kennzeichnung des Baugrundstückes
  • Lageplan mit den angrenzenden Grundstücken (lassen Sie die Eigentümer der Nachbargrundstücke als Zeichen Ihrer Zustimmung unterschreiben)
  • Grundriss der Garage (bei einer Fertiggarage genügt ein Prospekt)
  • Plan der Außenanlagen mit allen Abständen und Zufahrtswegen
Massivgarage mit Spitzdach
Beachten Sie beim Bau die Vorgaben Ihres Bundeslandes!

Sicherheit vor Einbrüchen & Diebstahl

Einbrecher dringen in Garagen ein, um von dort über Verbindungstüren in das Wohnhaus zu gelangen. In Garagen wird aber auch eingebrochen, um aus ihr selbst wertvolle Gegenstände zu entwenden, wie z. B. Fahrräder oder Autos. Gewisse Sicherheitsvorkehrungen bieten Ihnen notwendigen Schutz vor Diebstahl:

Sicherheitsmaßnahmen Kosten
Einbruchssicheres Garagentor ab ca. 500 Euro
Sicherheitstüren ab ca. 280 Euro
Zylinder mit einer höheren Sicherheits- und Bohrschutzklasse ab ca. 100 Euro
Querriegelschlösser ab ca. 150 Euro
Fensterschlösser ab ca. 20 Euro
  Unser Tipp:

Wer den Dieben durch gekippte Fenster oder nicht verschlossene Türen und Tore „leichten Zugang“ zur Garage verschafft, hat in der Regel keinen Anspruch auf Schadensersatz. Auch ein von Anfang an unzureichendes Sicherheitskonzept gefährdet den Versicherungsanspruch. Minderwertige Schlösser lassen sich beispielsweise ohne große Gewalteinwirkung öffnen.

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