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Quadratmeterpreise & Prognose:

So stehen die Immobilienpreise aktuell in Stuttgart

Anika Wegner
Anika Wegner
17. Juni 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Quadratmeterpreise liegen bei Wohnungen derzeit bei 4.926 Euro und bei Häusern bei 6.293 Euro.

  • Die Stuttgarter Bezirke Möhringen und Vaihingen sind derzeit die teuersten.

  • Laut Expert:innen sollen die Immobilienpreise trotz Corona-Pandemie noch weiter steigen.

Stuttgart zählt zu einem der beliebtesten Immobilienstandorte Deutschlands – nicht nur für Kapitalanleger:innen. In dem bedeutenden Wirtschaftsstandort wächst die Bevölkerung bereits seit Jahren, was zu einem Nachfrageüberhang nach Wohnimmobilien und einem Anstieg der Preise führte. Auch die Corona-Pandemie konnte diesen Preistrend bisher nicht aufhalten. Aroundhome zeigt Ihnen, wie hoch die Häuser- und Wohnungspreise aktuell liegen und wie sie sich laut Expert:innen noch entwickeln sollen.

Wie hoch sind die Preise derzeit für Stuttgarter Immobilien?

Auch im ersten Jahr der Corona-Krise sind die Immobilienpreise in Stuttgart weiter angestiegen. Der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen ist zwischen dem ersten Quartal 2020 und dem ersten Quartal 2021 um ca. 7 Prozent auf 4.926 Euro gestiegen. Dagegen gab es bei den Kaufpreisen für Ein- und Zweifamilienhäuser einen Dämpfer: Diese haben sich im selben Zeitraum lediglich um knapp 3 Prozent verteuert.

Unser Tipp:

Erfahren Sie in unserem Artikel „Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in den kommenden Jahren?“ mehr darüber, wie sich die Immobilienpreise in Deutschland bisher entwickelt haben und noch weiterentwickeln werden.

So sehen die Quadratmeterpreise für die Stuttgarter Bezirke aus

Die Quadratmeterpreise für sowohl Häuser als auch Eigentumswohnungen sind derzeit in den Stuttgarter Bezirken Möhringen und Vaihingen am höchsten. Zudem ist der innere Kern mit den Stadtbezirken Suttgart-Mitte, -Nord und -Ost nach wie vor sehr gefragt. Der günstigste Bezirk bei beiden Preisarten ist der äußere Bezirk Münster.

Karte Immobilienpreise Stuttgart 2021

Wie verlief die Immobilienpreisentwicklung in den letzten Jahren?

Stuttgart gilt als politisches und wirtschaftliches Ballungszentrum des Bundeslandes Baden-Württemberg, wodurch die Stadt seit Jahren einen kontinuierlichen Bevölkerungswachstum verzeichnen kann. Laut dem Marktreport Stuttgart von Engel & Völkers stieg die Anzahl der Einwohner seit 2014 um knapp 4 Prozent auf 614.500 Einwohner an.

Durch das hohe Wachstum kam es zu einem Nachfrageüberhang nach Wohnimmobilien, der die Preise ebenfalls kontinuierlich steigen ließ. Laut der Preisdatenbank von empirica lagen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im ersten Quartal 2014 noch bei 2.516 Euro pro Quadratmeter und stiegen bis zum ersten Quartal 2021 um satte 96 Prozent auf 4.926 Euro pro Quadratmeter an. In demselben Zeitraum sind die Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser von 3.944 Euro pro Quadratmeter um knapp 60 Prozent auf 6.293 Euro pro Quadratmeter gewachsen.

Der Grund für den Preisanstieg bei Wohnimmobilien ist aber nicht nur das Bevölkerungswachstum, sondern auch das steigende Interesse von Kapitalanleger:innen und der zu langsame Wohnungsbau. Dies hat Aroundhome auch Prof. Dr. Stephan Kippes, Geschäftsführer des IVD Instituts, bestätigt: „In Stuttgart gibt es seit Jahren eine deutlich zu niedrige Bautätigkeit, wodurch ein höheres Preisniveau zustande kam. Aber auch das Sinken der Haushaltsgröße trägt eine Schuld daran. Es gibt immer weniger Leute pro Haushalt, was einen großen Flächenfraß für Stuttgart bedeutet.“

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Stuttgarter Wohnimmobilien sind nach wie vor sehr begehrt.

Welche Prognose geben Expert:innen dem Stuttgarter Immobilienmarkt?

Laut Bettina Fuchs, Geschäftsführerin des IWS Immobilienwirtschaft Stuttgart e. V., wird der Preistrend auch zukünftig so weitergehen: „Wir gehen davon aus, dass sich das hohe Niveau fortsetzt und sogar noch weiter steigen wird, da eine Ausweitung der Neubauprojekte nicht ersichtlich ist.“ Die nach wie vor hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien in der Metropolregion Stuttgart könne durch das vorhandene Angebot nicht gedeckt werden, was zu einer Preissteigerung führe. „Ebenfalls tragen weiter steigende Baukosten, aufgrund von derzeit knappen Rohstoffen wie beispielsweise Holz und Beton, zu einer weiteren Verteuerung bei. Dies gilt auch für die anstehenden Auflagen zur energetischen Bauausführung, wie die Pflicht zu Solar- und Photovoltaik-Dächern.”

Auch die Corona-Pandemie könne laut Fuchs den Preisanstieg nicht stoppen: „Im Bereich Eigentumswohnungsbau hat Corona keine Auswirkung auf die Kaufpreise. Allerdings hat sich die Verkaufsgeschwindigkeit anfangs etwas verlangsamt, was auch den angepassten Abläufen bei der Finanzierungsgenehmigung geschuldet war und noch ist.”

Ähnlich sieht es auch der ZIA in seinem Frühjahrsgutachten 2021: „Die Pandemie hat sich bislang nicht nennenswert auf den deutschen Wohnungsmarkt ausgewirkt. Sie hatte keine Trendumbrüche zur Folge, sondern allenfalls in den letzten Jahren einsetzende Trends, wie zum Beispiel die starke Wachstumsdynamik im Umland der Metropolen, verstärkt.”

Der ZIA prognostiziert auch weiterhin steigende Immobilienpreise für die A-Städte, die Top-Immobilienstandorte, zu denen auch Stuttgart gehört: „Wenngleich die Zahl der neu inserierten Miet- und Kaufobjekte aufgrund von verkäuferseitigen Unsicherheiten und teilweise bestehenden Restriktionen in der ersten Jahreshälfte 2020 zwischenzeitlich deutlich zurückgegangen ist und das Transaktionsgeschehen zeitweise gedämpft war,  folgen die Neuvertragsmieten wie auch die Angebotspreise für Eigentumswohnungen und Eigenheime im Wesentlichen dem bereits vor der Corona-Krise eingeschlagenen Entwicklungspfad.” Sie würden also weiter auf breiter Front steigen und mit leicht abnehmender Dynamik.

Platzt bald die Immobilienblase?

Gibt es in Deutschland eine Immobilienblase und wird die Corona-Pandemie sie jetzt zum platzen bringen? Diese Fragen beantworten wir Ihnen in unserem Magazin-Artikel „Wie entwickeln sich die Immobilienpreise während der Corona-Krise?“.

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