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Lohnenswerte Investition:

Ist eine Solaranlage wirtschaftlich rentabel?

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
7. Januar 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Durch steigende Stromnetzpreise (aktuell ca. 32 Ct/kWh) und günstige Kosten für Solarstrom (ca. 4 bis 12 Ct/kWh) ergibt sich ein hohes Sparpotenzial mit Solarenergie.
  • Eine schlüsselfertige Anlage kostet circa 1.200 bis 1.400 Euro pro kW Leistung.
  • Attraktive Fördermittel machen eine Solaranlage auch für Privatpersonen erschwinglich.

Der Trend erneuerbarer Energien setzt sich weiterhin fort. Grüner Strom vom Dach klingt einfach und umweltfreundlich, aber ist die Investition in eine Solaranlage auch rentabel? Verschiedene Faktoren wie die Anschaffungskosten, Finanzierungsmöglichkeiten und der Eigenverbrauch haben auf die Rendite einen großen Einfluss. Informieren Sie sich, welche Möglichkeiten Sie haben, um die Wirtschaftlichkeit Ihrer Photovoltaikanlage zu erhöhen.

Solaranlage auf dem Dach
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Die Entscheidung für eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage wird meist nicht nur aus Umweltbewusstsein getroffen. Neben den ökologischen Aspekten spielt die Wirtschaftlichkeit und Vergütung für viele Anlagenbetreiber eine zentrale Rolle. Die Frage nach der Rendite und Vergütung stellt sich mehr denn je, denn nach sinkenden Einspeisevergütungen und steigenden Preisen für Haushaltsstrom muss umgedacht werden.

Entwicklung des Strompreises in Deutschland

Die Preise für Haushaltsstrom in Deutschland sind in den letzten Jahren ständig gestiegen. Private Haushalte zahlen derzeit durchschnittlich 31,71 Cent pro Kilowattstunde. Eine vierköpfige Familie mit einem Jahresstromverbrauch von 4.500 Kilowattstunden zahlt dementsprechend etwa 119 Euro Stromkosten im Monat. Bereits jetzt liegen die Kosten für Solarstrom darunter. Aktuell kostet den Nutzer selbst produzierter Strom im Schnitt zwischen 4 und 12 Ct/kWh. Während die Entwicklung der Kosten für Haushaltsstrom in den nächsten Jahren ungewiss bleibt, sollen die Kosten für den selbst produzierten Solarstrom schätzungsweise bis 2030 konstant bleiben und können danach weiter fallen.

Geringere Stromkosten für zweite Jahreshälfte 2020

Beachten Sie, dass sich durch den vom 01.06.2020 bis 31.12.2020 reduzierten Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent geringerer Stromnetzpreis ergaben. Zu dieser Zeit zahlten Verbraucher einen Bruttopreis von 30,91 Ct/kWh. Trotz geringerer Mehrwertsteuer ergibt sich dadurch im Vergleich zu 2019 ein Preisanstieg von 1,5 Prozent.

Grafik Strompreise 2010 2020

Wovon hängt die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage ab?

Die Wirtschaftlichkeit und Rendite einer Photovoltaikanlage hängen für den Eigentümer von vielen verschiedenen Faktoren ab. Beginnend bei den Anschaffungskosten, der Art der Finanzierung und gegebenenfalls der Förderung. Ist die Investition getätigt, spielt der Ertrag der Anlage eine wichtige Rolle. Je höher der Ertrag ausfällt, umso mehr Solarstrom kann eigenständig verbraucht oder eingespeist werden und desto eher amortisieren sich die Kosten der Anlage. Da die Nutzungsdauer einer Solaranlage auf durchschnittlich 20 Jahre ausgelegt ist, hat die Qualität und Langlebigkeit der einzelnen Komponenten, beispielsweise die Wahl der Solarmodule, ebenfalls einen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit.

Höhe der Anschaffungskosten

Die Investitionskosten für eine Photovoltaikanlage sind in den letzten Jahren stark gesunken. Zusätzlich zu staatlichen Förderungen ist auch durch ausländische Anbieter viel Bewegung auf dem Solarmarkt, wodurch die Preise weiter nach unten gedrückt werden.

Die finalen Anschaffungskosten werden von mehreren Faktoren wie Standort oder Leistung beeinflusst. Für eine schlüsselfertige Anlage mit 4 kWp Leistung und inklusive Montage können Sie derzeit mit ca. 7.600 Euro rechnen. Für einen Stromspeicher fallen zusätzliche Kosten an.

Grafik Photovoltaik Preise 2019
Stand: 09.2020, Verbraucherzentrale

Art der Finanzierung

Die größte Hürde beim Kauf einer Solaranlage ist die Beschaffung der Investitionssumme. Da die Photovoltaiktechnik als wichtiger Beitrag zur Energiewende in Deutschland gilt, gibt es mittlerweile mehrere Wege der Förderung. Beispielsweise erhalten Sie im Rahmen des Förderprogramms 270: „Klimafreundlich Strom und Wärme erzeugen“, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), einen langfristigen und zinsgünstigen Kredit. Alternativ können Sie auch eine Photovoltaikanlage leasen. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass die Anträge vor der eigentlichen Installation eingereicht und genehmigt werden.

Stromertrag erhöhen

Für eine hohe Photovoltaik Rendite ist der Ertrag der Anlage wesentlich. In Deutschland werden je nach Bedingungen Erträge von circa 900-950 kWh/kWp, in sonnigen Gegenden über 1.000 kWh/kWp erzielt. Dies entspricht pro Quadratmeter Modul etwa 150 kWh, bei Spitzenmodulen sogar etwa 180 kWh. Ein 4-Personen-Haushalt verbraucht im Schnitt 3.500 kWh Strom pro Jahr. Dies entspricht dem Jahresertrag einer Anlage von etwa 23 m² mittleren Wirkungsgrades. Somit kann eine Solaranlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses rechnerisch ausreichend sein, um den Jahresstrombedarf einer Familie zu erzeugen.

Wie hoch der finale Ertrag ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Art der Solarmodule
  • geografische Lage
  • Ausrichtung und Neigung der Dachfläche
  • Verschattung
  • Sonneneinstrahlung

Sie können mithilfe des Rechners von Stiftung Warentest die Rendite Ihrer PV-Anlage berechnen und erhalten somit auch den Ertrag Ihrer Photovoltaikanlage.

Solaranlage wird auf dem Dach montiert
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Strom einspeisen oder speichern?

Bei der Planung von Photovoltaikanlagen muss der erzielbare Eigenverbrauchsanteil im Auge behalten werden. In der Regel ist ohne einen Akku ein Eigenverbrauchsanteil von etwa 20 Prozent realistisch. In den Sommermonaten wird meist deutlich mehr Strom produziert, als Sie selbst verbrauchen. Um den erzeugten Strom nicht zu verschwenden, bieten sich Ihnen zwei Möglichkeiten:

Einspeisen und Vergütung sichern

Verbrauchen Sie nur einen gewissen Prozentsatz Ihres Stromertrags, können Sie den restlichen Solarstrom einspeisen und dafür eine Einspeisevergütung erhalten. Momentan beträgt die Einspeisevergütung etwa 8 Cent/kWh (Stand 01.2021). Die Vergütung wird durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) festgelegt und kann monatlich geändert werden. Mit einer Ausnahme: Der aktuelle Vergütungssatz mit Beginn der Inbetriebnahme Ihrer Anlage bleibt für Sie 20 Jahre gültig.

Speichern und Eigenverbrauch erhöhen

Wenn Sie zu Ihrer Anlage den passenden Batteriespeicher installieren, haben Sie die Möglichkeit, dort den überschüssigen Solarstrom aus ertragreicheren Zeiten zu speichern. In den späten Abendstunden können Sie dann auf diese Stromquelle zurückgreifen und müssen weniger Haushaltsstrom aus dem öffentlichen Netz beziehen.

Unser Tipp:

Aufgrund des abnehmenden Vergütungssatzes für Stromeinspeisungen und des parallel steigenden Preises für Netzstrom, ist die Speicherung von Strom zum Eigenverbrauch langfristig betrachtet lohnenswerter.

Familie liest zusammen ein Buch
Von einem Solarstromspeicher profitiert die ganze Familie.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die verschiedenen Sparpotenziale:

Eine vierköpfige Familie verbraucht im Schnitt 4.500 kWh im Jahr. Im Januar 2021 wurde eine Photovoltaikanlage für das Einfamilienhaus mit einer jährlichen Nennleistung von 4.000 kWh installiert. Die Einspeisevergütung betrug zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme rund 8 Cent pro kWh und der Haushaltsstrom kostet rund 32 Cent pro kWh. Die nachfolgende Tabelle* zeigt die jährlichen Ersparnisse bei unterschiedlichen Eigenverbrauchsanteilen:

Mit verschiedenen Systemlösungen kann der Eigenverbrauchsanteil auf bis zu 80 Prozent gesteigert werden. Solarspeicher und Akkus sowie Energiemanagement-Systeme fördern die optimale Nutzung des erzeugten Stroms. Überschüssige Mengen, die meistens zur Mittagszeit entstehen, können so gespeichert und gezielt abgegeben werden. So wird zum einen die Wirtschaftlichkeit erhöht und zum anderen der Bezug von teurem Netzstrom verringert.

Welche Rolle spielt die EEG-Umlage?

Bei der Betrachtung von Kosten und Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik sollte auch die EEG-Umlage berücksichtig werden. Sie dient als Finanzierungshilfe für den Ausbau erneuerbarer Energien und ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt. Das Gesetz besagt, dass alle Anlagenbetreiber, welche ihren Solarstrom ins öffentliche Netz einspeisen, zu einer festgelegten Vergütung abnehmen müssen. Dabei entstehende mögliche Differenzen zwischen den Stromproduktionskosten und dem Marktpreis wird durch eine Marktprämie ausgeglichen, welche über die EEG-Umlage finanziert wird.

Dabei handelt es sich allerdings nicht um staatliche Fördergelder. Die EEG-Umlage zahlen alle Stromverbraucher über einen Anteil an ihren Strombezugskosten, wozu seit 2014 auch Eigenversorger zählen. Im Allgemeinen gilt: je höher die Strompreise an der Börse, desto niedriger die EEG-Umlage und umgekehrt.

Amortisation von Photovoltaikanlagen

Die Amortisation eines Photovoltaik ist dann erreicht, wenn die Investitionskosten durch den erwirtschafteten Ertrag der Solaranlage ausgeglichen sind. Nach wie vielen Jahren die Amortisation einer Anlage erreicht ist, hängt von mehreren Faktoren, wie der Anlagengröße, den Erträgen und eventuellen staatlichen Investitionsförderungen, ab. Auch der Kauf einer gebrauchten Anlage ist möglich. Schätzungsweise ist die Amortisation einer Photovoltaikanlage nach etwa 10-15 Jahren erreicht. Mit einem Lebenszyklus von circa 20 bis 30 Jahren kann eine Investition in Photovoltaik sehr ertragreich sein. Die Rentabilität und damit verbundene frühe Amortisierung der Kosten kann gefördert werden durch:

  • einen hohen Eigenverbrauchanteil,
  • günstige Anschaffungskosten,
  • eine schnelle Inbetriebnahme und
  • optimierte Wirkungsgrade.

Unterschied Photovoltaik & Solarthermie

Im Gegensatz zum Photovoltaik steht bei Solarthermie die Kosteneinsparung durch den Eigenverbrauch im Vordergrund, da es keine Einspeisevergütung für Solarthermie gibt. Eine Amortisation einer solarthermischen Anlage ist somit abhängig von aktuellen Gas- und Ölpreisen. Je höher diese Preise sind, umso rentabler wird auch die Anlage und desto schneller ist eine Amortisation erreicht.

Informieren Sie sich auch bei Solarherstellern über die Wirtschaftlichkeit von Solarenergie. Eine Fachfirma kann Sie am besten beraten, welcher Anlagentyp für Ihr Dach geeignet ist. Den passenden Solarexperten finden sie mithilfe unseres Online-Fragebogens. Er stellt die Solarmodule auf individuelle Gegebenheit ab, sodass Sie die maximale Leistung mit Ihrer Photovoltaikanlage erwirtschaften.

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