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Ein Preisvergleich lohnt sich:

Kosten für Fenster vergleichen: So sichern Sie sich einen guten Preis

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
20. Januar 2022

Das Wichtigste in Kürze

  • Fensterpreise unterscheiden sich je nach Hersteller, Rahmenmaterial, Form und Design, Verglasung und Zubehör.

  • Die Kosten für ein mittelgroßes neues Fenster mit Zweifachverglasung liegen ohne Einbau etwa zwischen 230 und 1.100 Euro.

  • Ein Fenster einbauen zu lassen, bringt zusätzliche Kosten ab etwa 160 Euro mit sich.

  • Um die optimalen Fenster zu finden, ist ein Preisvergleich verschiedener Anbieter sinnvoll.

Wie hoch die Kosten neuer Fenster ausfallen, hängt von vielen Faktoren ab. Zu den wichtigsten zählen das Rahmenmaterial, die Verglasung und die Fensterausstattung. Auch der Einbau und Installationen für einen verbesserten Wärme-, Schall- und Einbruchschutz haben ihren Preis. Ein Angebotsvergleich unterschiedlicher Fachfirmen lohnt sich daher, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu ermitteln. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt und wie Sie sparen können.

Kosten verschiedener Materialien für Fensterrahmen

In erster Linie bestimmt die Wahl des Rahmenmaterials den Fensterpreis. Je nach Modell und Hersteller können Sie zwischen Kunststoff, Holz, Aluminium, Holz-Aluminium und Kunststoff-Aluminium wählen.

  • Die Preise von Kunststofffenstern sind im Vergleich die niedrigsten. Trotzdem kann das Material mit sehr guten Eigenschaften punkten: Kunststoff ist leicht, wenig pflegeintensiv und recycelbar. Eine gute Wärmedämmung wird durch Mehrkammersysteme in den Rahmenprofilen erreicht.

  • Holz eignet sich als Material für Fenster wegen seiner Stabilität und seiner hervorragenden Dämmeigenschaften. Die Preise von Holzfenstern liegen im höheren Bereich, bei guter Pflege sind sie allerdings sehr langlebig.

  • Fenster aus Aluminium liegen preislich gesehen im Mittelfeld. Sie sind zwar äußerst robust und beständig, dafür ist die Dämmung bei Aluminiumrahmen aber sehr aufwendig.

  • Holz-Aluminium-Fenster haben auf der Innenseite eine natürliche Optik und regulieren die Raumfeuchtigkeit. Ihre Außenseite ist durch die Aluminiumverkleidung witterungsbeständig und pflegeleicht. Aufgrund ihrer optimalen Eigenschaften liegen die Kosten für Holz-Aluminium-Rahmen im oberen Bereich.

  • Kunststoff-Aluminium-Rahmen punkten mit einer hohen Funktionalität und einer modernen Optik. Diese Kombilösung ist im mittleren Preissegment angesiedelt.

Für ein einflügeliges Dreh-Kippfenster mit Zweifachverglasung und den Maßen 1,30 m x 1,30 m können Sie - ohne Sonderausstattungen - etwa mit Preisen zwischen 230 und 1.100 Euro rechnen:

Fenster mit Pflanze
Kunststofffenster sind zwar günstig, haben aber trotzdem sehr gute Eigenschaften.

Preise für Zwei- und Dreifachverglasungen

Nachdem Sie ein Rahmenmaterial ausgewählt haben, müssen Sie sich für eine Verglasung entscheiden. Dabei ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zu beachten, das für neue Fenster einen U-Wert von höchstens 1,3 W/m²K vorschreibt. Diesen müssen alle frei im Handel erhältlichen Fenster erfüllen. Je niedriger der U-Wert ist, desto weniger Wärme kann durch das Fenster nach außen entweichen.

Fenster mit Dreifachverglasung sind im Neubau heute der Standard. In Altbauten werden hingegen meist Fenster mit Zweifachverglasung eingesetzt, da Verglasungen mit noch besserer Wärmeisolierung sehr gut gedämmte Fassaden voraussetzen. Auch wenn Sie mit dreifach verglasten Fenstern bessere U-Werte erzielen können, unterscheiden sich die beiden Verglasungsarten oft kaum noch im Preis. Das Beispielfenster mit den Maßen 1,30 m x 1,30 m kostet mit einer Dreifachverglasung zwischen 260 und 1.130 Euro.

Verglasungsarten mit besonderen Funktionen

Ob Schallschutz, Einbruchschutz oder eine bessere Wärmeisolation: Wenn Sie Ihre Fenster austauschen wollen, hängen die Kosten der neuen Modelle jeweils von Ihren individuellen Anforderungen ab. Verschiedene Ausstattungen fallen dabei preislich unterschiedlich stark ins Gewicht. Wünschen Sie sich eine Spezialverglasung an Ihrem Fenster, erhöhen sich die Kosten pro Quadratmeter mindestens um 10 bis 60 Euro.

Wärmeschutzglas für niedrige Heizkosten

Möchten Sie energieeffizient sanieren, sind Wärmeschutzfenster eine Möglichkeit, die Heizkosten zu senken. Hochisoliertes Wärmeschutzglas verfügt über eine hauchdünne metallische Beschichtung, welche die Wärme zurück in den Raum reflektiert. Wie sich die Quadratmeterpreise von Wärmeschutzglas im Vergleich zu den Preisen von Isolierglas verhalten, können Sie in folgender Tabelle sehen:

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Sicherheitsglas für erhöhte Stabilität und Einbruchschutz

Um die Stabilität des Fensterglases zu erhöhen, können Sie sich für Verbundsicherheitsglas (VSG) entscheiden. Hier wird eine PVB-Folie zwischen zwei Scheiben aufgetragen, welche das Glas bruch- und splitterfest macht. Bei Beschädigung bleiben die Glassplitter an der Sicherheitsfolie haften. Das verringert das Verletzungsrisiko und erhöht zusätzlich den Einbruchschutz.

Kellerfenster mit weißem Rahmen
Vor allem bei Kellerfenstern ist ein hoher Einbruchschutz empfehlenswert.

Sie können lediglich die Außenseite der Scheibe verstärken oder auch die Innenseite der Verglasung mit einer Sicherheitsfolie ausstatten. Ein Kunststofffenster mit den Maßen 1,30 m x 1,30 m kostet mit unterschiedlicher Sicherheitsverglasung zwischen 310 und 370 Euro.

Sicherheitsmaßnahmen

Für Kellerfenster, Fenster im Erdgeschoss und Balkontüren sind erhöhte Sicherheitsmaßnahmen ratsam. Die Sicherheitsklasse, die vom Hersteller ausgezeichnet ist, gibt an, wie widerstandsfähig das Fenster gegen verschiedene Grade der Gewalteinwirkung ist. Den Einbruchschutz können Sie etwa mit abschließbaren Griffen, Pilzkopfverriegelungen und Zusatzschlössern erhöhen. Diese Maßnahmen kosten meist jeweils zwischen 15 und 100 Euro.

Schallschutzverglasung für ein ruhiges Zuhause

Eine hohe Geräuschkulisse durch Straßenlärm kann bei unzureichendem Schallschutz zu Stress und gesundheitlichen Problemen führen. Gegen die Umgebungslautstärke helfen spezielle Schallschutzfenster. Mehrere Glasscheiben, unterschiedliche Scheibendicken und ein großer Scheibenabstand dämpfen den Lärm. Je höher die Schallschutzklasse ist, desto mehr Geräusche werden abgefangen und desto höher sind die Kosten für die Schallschutzfenster.

Ein Kunststoff-Fenster mit den Maßen 1,30 m x 1,30 m kostet je nach Schallschutzverglasung etwa zwischen 260 und 450 Euro:

Küche mit Balkontür
Bei großflächigen Verglasungen ist ein ausreichender Schallschutz besonders wichtig.

Unser Tipp:

Fensterfachfirmen können Sie ausführlich zur passenden Verglasung und den dazugehörigen Fensterkosten beraten. Sind Sie noch auf der Suche nach dem passenden Anbieter, geben Sie einfach Ihre Wünsche in unserem Online-Fragebogen ein. Anschließend suchen wir für Sie kostenlos und unverbindlich* bis zu drei Fachunternehmen aus Ihrer Umgebung.

Beispielrechnung für neue Fenster an einem Einfamilienhaus

Wollen Sie an Ihrem gesamten Einfamilienhaus beispielsweise zehn neue Fenster einbauen lassen, kostet das Projekt insgesamt etwa 5.000 bis 10.000 Euro. Die Fensterpreise erhöhen sich jeweils durch eine bessere Verglasung, ein teures Rahmenmaterial und durch besonderes Fensterzubehör. Je nach Fachfirma können zudem unterschiedliche Arbeits- und Anfahrtskosten anfallen.

Was kostet die Montage eines Fensters?

Beim Kauf von Fenstern müssen Sie auch die Montagekosten berücksichtigen. Pro Arbeitsstunde kosten Handwerker:innen rund 40 Euro. Für den Einbau eines Fensters sollten Sie zwischen zwei und sechs Stunden einkalkulieren. Bei der Demontage alter Fenster werden zusätzlich etwa 20 Euro pro Fenster fällig. Mehr hierzu in unserer Übersicht zu den Kosten für Fenstereinbau oder -austausch.

Kosten sparen mit Fördermitteln

Bei der Sanierung bestehender Gebäude und beim Einbau energieeffizienter Fenster können Sie sich durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) oder durch verschiedene KfW-Programme unterstützen lassen. Informieren Sie sich dazu in unserer Übersicht über aktuelle Fensterförderungen oder fragen Sie bei verschiedenen Fachfirmen nach Förderungen für Fenster. Diese wissen in der Regel, welche Möglichkeiten der Finanzierung es in Ihrer Umgebung gibt. Fördergelder müssen immer vor dem Kauf und Einbau der neuen Fenster beantragt werden.

Mit welchen Folgekosten müssen Sie rechnen?

Nicht nur der Fensterbau selbst bringt Kosten mit sich, für die Sie aufkommen müssen. Zwar entfällt der größte Teil der Gesamtausgaben auf den Kauf der Fenster, doch im Laufe der Zeit fallen auch kleinere Folgekosten für Wartung und Instandhaltung an. Durch witterungsbedingte und mechanische Beanspruchung benötigen Fenster regelmäßige Pflege, um intakt zu bleiben. Mit einfachen Maßnahmen können Sie eine vorzeitige Abnutzung vermeiden.

Glasflächen reinigen

Fensterscheiben sollten in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Dafür können Sie handelsüblichen Glasreiniger verwenden. Damit die Glasscheibe nicht beschädigt oder zerkratzt wird, sollten Sie ausschließlich weiche und fusselfreie Tücher benutzen.

Kosten:

  • Glasreiniger, Mikrofasertücher und Abzieher: ca. 14 Euro

  • Professionelle Reinigung: ca. 2 - 4 Euro pro m²

Rahmen und Flügel reinigen

Auch die Fensterrahmen müssen regelmäßig gepflegt werden. Je nach Material kommen dabei unterschiedliche Pflegeprodukte zum Einsatz. Die Rahmen und Flügel sollten Sie außerdem mindestens einmal jährlich einer Grundreinigung unterziehen.

Kosten:

  • Reinigungsset für Kunststoffrahmen: ca. 15 Euro

  • Pflegemilch zur Auffrischung von Holzrahmen: ca. 10 Euro

  • Eloxal-Pflegemittel und Politur für Alurahmen: ca. 10 Euro

Fenster streichen

Wie oft Sie Ihre Fenster streichen müssen, hängt vor allem vom Fenstermaterial ab. Kunststofffenster beispielsweise sind sehr unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen. Verfärbungen können Sie problemlos mit einem Universallack überstreichen. Aluminiumfenster sind noch robuster und müssen in der Regel nur gestrichen werden, wenn Sie eine Farbänderung wünschen. Lediglich Holzfenster erfordern viel Materialpflege und brauchen einen regelmäßigen Neuanstrich.

Kosten:

  • Universallack für Kunststofffenster: ca. 30 Euro pro Liter

  • Metalllack für Aluminiumfenster: ca. 50 Euro pro Liter

  • Acryllack für Holzfenster: ca. 30 Euro pro Liter

  • weitere Kosten für Spachtel, Spachtelmasse/Holzkitt, Beize, Pinsel und Malerklebeband

Beschläge warten

Die Beschläge sollten bestenfalls zweimal im Jahr überprüft und gegebenenfalls gewartet werden. Die Verriegelungszapfen und Schließteile werden dabei mit technischem, säure- und harzfreiem Fett oder Öl geschmiert. Dafür können Sie beispielsweise Nähmaschinenöl nutzen.

Kosten:

  • Schmiermittel: ca. 3 Euro für 100 Milliliter

Dichtungen pflegen

Die Pflege und Wartung von Fensterdichtungen können Sie schnell und einfach selbst erledigen. Nach der Reinigung mit klarem Wasser oder einem milden Reiniger sollten Sie die Dichtungen mit einem Gummipflegestift behandeln. So werden sie nicht porös.

Kosten:

  • Gummipflegestift: ca. 6 Euro

Fensterwartungsvertrag

Haben Sie wenig Zeit oder besonders viele Fenster, kann es sich lohnen, die Fensterwartung einer Fachfirma zu überlassen. Schließen Sie den Fensterwartungsvertrag am besten mit dem Fachbetrieb ab, der auch für den Einbau der Fenster verantwortlich war. Die Preise variieren je nach Leistungsumfang stark. Generell sollte eine umfangreiche Wartung etwa alle ein bis drei Jahre stattfinden.

Kosten:

  • Fensterwartung und -pflege: ca. 100 Euro

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