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Für ein sicheres Wohngefühl

Verbundsicherheitsglas für mehr Schutz im Eigenheim

Claudia Mühlbauer
6. Dezember 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • VSG oder Verbundsicherheitsglas besteht aus mindestens zwei Flachglasscheiben und einer reißfesten Folie, an der Glassplitter haften bleiben.

  • Mit Verbundsicherheitsglas ist das Fenster gegen Einbruchsversuche gesichert, da die Verglasung nicht einfach durchbrochen werden kann.

  • Unterschiedliche Widerstands- und Sicherheitsklassen geben Aufschluss darüber, wie belastbar Fenster mit Verbundsicherheitsglas sind.

Werden Glasscheiben versehentlich oder vorsätzlich beschädigt, ist es mitunter wichtig, dass das Fenster intakt bleibt. Damit beugen Sie Einbruchsversuchen und schweren Unfällen in den Obergeschossen vor. Für Einsatzorte, an denen Sicherheit besonders wichtig ist, eignet sich Verbundsicherheitsglas (VSG). Wir zeigen Ihnen, wie es aufgebaut ist, wann es sich lohnt und welche Widerstandsklassen es gibt.

Funktion und Aufbau

Verbundsicherheitsglas findet an den unterschiedlichsten Orten im Haus Anwendung. Es kommt überall dort zum Einsatz, wo eine erhöhte Sicherheit durch besonders robustes Glas wichtig ist. Dazu können zum Beispiel folgende Bereiche zählen:

  • Überdachungen
  • Brüstungen
  • begehbare Verglasungen, beispielsweise Treppenstufen
  • Wintergartenverglasungen
  • Balkon- und Terrassentüren
Fenster Verglasung Sicherheitsglas

Grundsätzlich besteht Verbundsicherheitsglas aus mindestens zwei Flachglasscheiben. Diese sind durch eine reißfeste und elastische Hochpolymerfolie, meist aus Polyvinylbutyral (PVB) miteinander verbunden. Bei Gewalteinwirkung fixiert die Folie die einzelnen Splitter der Scheiben, was das Verletzungsrisiko verringert. So bleibt die Struktur der Scheibe erhalten, auch wenn die Verglasung gebrochen ist. Enthält das Fenster zur besseren Isolierung mehrere Scheiben, befindet sich das Verbundsicherheitsglas auf der Außenseite.

Sicherheitsglas: ESG oder VSG?

Zu den Sicherheitsgläsern gehört neben dem Verbundsicherheitsglas (VSG) auch das Einscheibensicherheitsglas (ESG). Es ist besonders stoß- und bruchfest und zerfällt bei Beschädigung in kleine, abgerundete Splitter. Weil es keine Folie in der Verglasung gibt, wird diese beim Bruch allerdings nicht zusammengehalten. Tendenziell wird Verbundsicherheitsglas vor allem zum Einbruchschutz und Einscheibensicherheitsglas zur Risikoreduzierung von Schnittverletzungen eingesetzt. Häufig werden beide Glasarten miteinander kombiniert.

Vor- und Nachteile von Verbundsicherheitsglas

VSG-Gläser haben im Wesentlichen zwei Eigenschaften, die sie besonders vorteilhaft machen:

  • Resttragfähigkeit: Selbst im beschädigten Zustand, beispielsweise durch einen Hagelschaden, kann das Glas mindestens noch sein Eigengewicht halten. Es gibt keine herabfallenden Splitter, die Personen verletzen können. Daher eignet sich Verbundsicherheitsglas etwa für Terrassenüberdachungen, Überkopfverglasungen oder im Bereich von Dachfenstern.

  • Einbruchschutz: Die Glasscheibe ist bei Verbundglas nicht durch Gewalteinwirkung von außen zu zerstören. Auch der Einsatz eines Glasschneiders wird erschwert. Bei Einbrüchen über ein Fenster ist die zweithäufigste Variante, die Eindringlinge wählen, das Durchschlagen der Gläser. Die richtige Verglasung zu wählen, spielt beim Einbruchschutz daher eine wichtige Rolle.

Sicherheit Einbruch Fenster
So verschaffen sich Eindringlinge über die Fenster Zugang zum Haus.

Prinzipiell hat diese Verglasungart allerdings auch Nachteile. Zur besseren Übersicht haben wir für Sie gegenübergestellt, was für und gegen Fenster mit Verbundsicherheitsglas spricht:

Klassifizierung von Sicherheitsfenstern und -gläsern

Widerstandsklassen

Das Fenster als Gesamtsystem wird in Bezug auf den Einbruchschutz mit den RC-Klassen nach DIN EN 1627 bewertet. Definiert sind sechs Widerstandsklassen: RC1 bis RC6. Sie geben an, wie hoch der Schutz gegen verschiedene Einbruchsversuche und Werkzeuge ist und wie lange das Fenster diesen standhält:

Sicherheitsklassen

Für die Verglasung selbst gibt es Sicherheitsklassen, mit denen die Durchwurfhemmung und die Einbruchhemmung beschrieben wird.

  • Durchwurfhemmende Verglasungen werden in die Klassen P1A bis P5A eingeteilt. Verglasungen mit diesen Sicherheitsklassen werden meist im privaten Bereich eingesetzt und bieten Schutz vor Vandalismus und spontaner Zerstörungswut.

  • Einbruchhemmendes Glas wird in die Klassen P6B bis P8B unterteilt. Es wehrt auch sehr schwere Angriffsversuche ab und wird daher vermehrt im öffentlichen Raum eingesetzt. In Privathäusern wird Verbundsicherheitsglas dieser Klassen verwendet, wo erhöhte Einbruchgefahr besteht - etwa an Kellerfenstern oder Terrassenverglasungen.

VSG Fenster Terrasse
Bei großflächigen Verglasungen sollten Sie besonders auf den Einbruchschutz achten.

Damit ein Fenster die Anforderungen einer bestimmten Widerstandsklasse erfüllt, muss auch die passende Verglasung eingesetzt werden. Welche Sicherheitsklasse zu welcher RC-Klasse gehört, sehen Sie in folgender Tabelle:

Unser Tipp:

Da die Auswahl an Sicherheitsgläsern groß ist, kann eine Anfrage bei einer Fachfirma mögliche Fragen bezüglich der Verwendung klären. Wir vermitteln Ihnen kostenfrei und unverbindlich bis zu drei regionale Fachfirmen, die Sie beraten und Ihnen ein Angebot ausstellen.* Füllen Sie dazu einfach unser Online-Formular aus.

Preise & Kosten von Verbundsicherheitsglas

Sicherheitsglas ist im Vergleich zu einer herkömmlichen Verglasung ohne spezielle Schutzfunktion deutlich kostenintensiver. Wollen Sie Fenster mit Verbundsicherheitsglas kaufen, unterscheiden sich die Preise in erster Linie nach der Sicherheitsklasse. Je besser das Glas gegenüber Gewalteinwirkung und Einbrüchen schützt, desto höher ist der Preis.

Bei Verbundsicherheitsglas hängen die Kosten in erster Linie von der Stärke der Glasscheiben und der Folie ab. Daneben beeinflussen die Größe der Verglasung und die Verwendung von matten Gläsern zum Sichtschutz die Preise. Je Quadratmeter sollten Sie mit mindestens 35 bis 100 Euro rechnen.

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Einbaukosten

Bei der Montage eines Fensters hängen die Kosten vom anfallenden Aufwand ab. Wird ein komplettes Fenster ausgetauscht oder neu eingebaut, ist dafür meist eine Arbeitszeit zwischen zwei und vier Stunden nötig. Je Arbeitsstunde und Fachkraft veranschlagen die meisten Fachbetriebe etwa 40 bis 60 Euro. Insgesamt ergeben sich je Fenster so Einbaukosten zwischen 160 und 480 Euro.

Wollen Sie lediglich Ihre alte Verglasung austauschen und durch VSG-Sicherheitsglas ersetzen, sind die Preise niedriger. Bei einer Neuverglasung fallen Arbeitskosten von etwa 80 Euro an. Je nach Region und Fachfirma können sie sich allerdings unterscheiden, weswegen es sich lohnt, vorab mehrere Angebote einzuholen.

Förderungen

Zahlreiche staatliche Förderungen unterstützen die Sanierung bestehender Gebäude und den Einbau energieeffizienter Fenster. Dazu zählen etwa die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sowie einzelne Programme der Kreditanstalt für Wideraufbau (KfW). Wollen Sie eine Förderung in Anspruch nehmen, müssen Sie diese vor dem Kauf und Einbau der neuen Fenster beantragen und bewilligen lassen. Welche Voraussetzungen außerdem gelten und welche anderen Förderungen es gibt, erfahren Sie in unserer Übersicht über aktuelle Fensterförderungen.