Wärmepumpe
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HomeHeizungWärmepumpeKosten und Preise
Energie aus der Natur im Vergleich:

Was kostet eine Wärmepumpe?

Redaktion Antonia
Antonia Rupnow
15. Januar 2020

Das Wichtigste in Kürze

  • Wärmepumpen sind eine umweltbewusste und effiziente Art zu heizen.
  • Die Anschaffungskosten liegen je nach Modell zwischen 5.000 und 17.000 Euro.
  • Einige Modelle erfordern aufwendige Erschließungsarbeiten.
  • Das BAFA und die KfW fördern den Einbau von Wärmepumpen zusätzlich.

Eine der günstigsten und nachhaltigsten Arten, die eigenen vier Wände zu heizen, ist die Erdwärmepumpe. Eine Wärmepumpenheizung nutzt vorhandene Wärme im Erdreich, in der Luft oder im Grundwasser, um das Heizungswasser in einem technisch aufwendigen Prozess zu erwärmen. Diese zukunftsweisende und ökologische Art zu Heizen ist eine hervorragende Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen.

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Preise und Kosten einer Wärmepumpe

Grundsätzlich werden vier Arten der Wärmepumpenheizung unterschieden, je nachdem, ob sie nur mit Wasser und Luft oder einem Sole-Wasser- oder Luft-Wasser-Gemisch arbeiten. Alle Systeme unterscheiden sich hinsichtlich ihres baulichen sowie technischen Montageaufwands, der sich entsprechend in den Kosten niederschlägt. Zudem benötigen alle Systeme Strom. Die jährlichen Stromkosten sind dabei in gut gedämmten Neubauten meist überschaubar und liegen bei rund 500 Euro.

Welche Kosten müssen Sie beachten?

Die Anschaffungskosten für die einzelnen Wärmepumpen liegen etwa zwischen 5.000 Euro und 17.000 Euro und variieren je nach System, Modell und Hersteller. Zusätzlich müssen Sie bei Erdwärmepumpen und Wasser-Wärmepumpen weitere Erschließungskosten für Bohrungen ins Erdreich sowie Kosten für Gutachten und Genehmigungen einplanen. Die Betriebskosten fallen dagegen bei Erdwärme- und Grundwasserwärmepumpen im Vergleich zu anderen Heizsystemen gering aus. Die Kosten für die Wartung der Wärmepumpenanlagen liegen zwischen 150 und 200 Euro im Jahr.

Besonders effizient sind Wärmepumpen dann, wenn sie mit einem zusätzlichen Wärmespeicher oder einer Solaranlage kombiniert werden. Die Kosten für einen zusätzlichen Wärmespeicher variieren je nach Ausstattung zwischen 500 und 2.500 Euro.

Kostenübersicht nach Wärmepumpensystem

Luft-Luft-Wärmepumpen

Für die Luft-Luft-Wärmepumpe wird entweder die Außenluft oder die im Gebäude befindliche Luft zur Wärmegewinnung genutzt. Sie erfordert einen geringen Montageaufwand und lässt sich in nahezu jedem Gebäude nachrüsten, wodurch aufwendige Erschließungsarbeiten und -kosten entfallen. Die Anschaffungskosten dieses Modells liegen zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Für Leitungen des Luftverteilsystems können zusätzliche Kosten zwischen 2.000 bis 6.000 Euro anfallen.

Um die angesaugte Luft auf eine konstante Temperatur zu halten, benötigt die Luft-Luft-Wärmepumpe außerdem Strom. Besonders in den kälteren Monaten kann das zu einem höheren Stromverbrauch führen. Hier müssen Sie mit Betriebskosten von etwa 1.000 Euro jährlich im Neubau rechnen.

Luftwärmepumpe
Luftwärmepumpen benötigen im Außenbereich nur eine kleine Stellfläche.

Günstige Stromtarife

Um die Anschaffung einer Wärmepumpe für den Verbraucher attraktiv zu gestalten, bieten einige Stromanbieter spezielle Tarife für Wärmepumpen an. Da die Preise variieren, lohnt sich ein Vergleich.

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Luft-Wasser-Wärmepumpen

Die einfachste Wärmepumpen-Version ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Bei dieser Technik wird der Außenluft Wärme entzogen, um ein Kältemittel im Heizsystem zu erwärmen bis es verdampft. Anschließend wird das Kältemittel verdichtet und erwärmt über den Wärmetauscher das Brauch- und Heizungswasser.

Luft-Wasser-Wärmepumpen kosten zwischen  4.000 bis 12.000 Euro, brauchen aber mehr Strom als Erdwärme- oder Grundwasser-Pumpen. Somit können Betriebskosten von etwa 1.000 Euro jährlich entstehen. Durch ihre kleine Aufstellfläche und den geringen Installationsaufwand fallen dafür niedrige Erschließungskosten von 500 bis 2.000 Euro an.

Sole-Wasser-Wärmepumpen

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt ein Gemisch aus Wasser und Salzlösung (Sole), das durch die Erdwärme aufgeheizt wird und ihm so Wärme entzieht. Bei diesen sogenannten Erdwärmepumpen werden zwei Varianten unterschieden: Über ein großflächiges Kollektorennetz wird die Wärme entweder direkt an der Erdoberfläche aufgenommen oder – wenn die vorhandene Fläche nicht ausreicht – über Erdsonden gespeist, die in der Tiefe eingesetzt werden.

Die Erdwärmepumpe ist eine umweltfreundliche und effiziente Art zu heizen und Wasser zu erwärmen. Trotz der hohen Anschaffungskosten zwischen 5.000 und 12.000 Euro, amortisiert sich dieses System bereit nach zehn bis zwölf Jahren. Der Installationsaufwand für Erdwärmepumpen ist im Vergleich zu den anderen Pumpen-Modellen allerdings hoch, denn hier sind Tiefenbohrungen und Genehmigungen erforderlich. Diese schlagen mit Erschließungskosten von 2.000 bis 8.000 Euro zu Buche. Dagegen sind die jährlichen Betriebskosten im Vergleich zu den anderen Wärmepumpen zwischen 600 und 900 Euro geringer. als bei den Luft-Wärmepumpen.

Wärmepumpen-Installation erfordert Zeit

Planen Sie für die Installation einer Wärmepumpe genügend Zeit ein. Denn bei außergewöhnlich tiefen Bohrungen für Erdsonden sind zahlreiche Bodengutachten einzuholen.

Grundwasserwärmepumpe

Die Wasser-Wärmepumpe nutzt das Grundwasser, um die Heizungsenergie bereitzustellen. Dazu wird das Grundwasser an einer Kälteflüssigkeit entlang geführt, um ihm Wärme zu entziehen, diese verdampft und wird unter Druck verdichtet, um die Wärmeenergie in das Heizsystem einzuschleusen.

Für dieses System müssen Brunnen ausgehoben werden, was zu Erschließungskosten zwischen 4.000 Euro und 7.000 Euro führt und zusätzliche Gutachten erfordert. Die Anschaffungskosten fallen bei dieser Wärmepumpe mit Preisen zwischen 9.000 Euro und 12.000 Euro am höchsten aus. Dagegen sind die Betriebskosten zwischen 500 und 800 Euro im Jahr moderat.

Genehmigung erforderlich? Fachmann fragen!

Ziehen Sie einen Fachmann zu Rate: Denn besonders bei den Wärmepumpenheizungen, die eine tiefe Bohrung ins Erdreich oder einen Bohrschacht bis ins Grundwasser erfordern, gelten bei jedem Landratsamt, das in der Regel für die Genehmigung zuständig ist, andere Grundsätze.

Die Wärmepumpen-Kosten im Vergleich

Zugrunde liegt jeweils eine Anlage für ein 120 Quadratmeter Einfamilienhaus:

Wirtschaftlichkeitscheck: Leistung- und Jahresarbeitszahl

Um die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpenheizung zu beurteilen, sind die Leistungszahl und die Jahresarbeitszahl entscheidend. Erstere bezeichnet die Differenz zwischen der Temperatur, die Ihnen durch die Quelle zur Verfügung steht, und der Zieltemperatur, die zum reibungslosen Betrieb Ihrer Heizungsanlage erreicht werden muss. Generell eignen sich für den Betrieb einer Wärmepumpe Heizungssysteme, die nur eine geringe Vorlauftemperatur benötigen, um die Wohnräume effektiv zu heizen. Ideal sind dafür Flächenheizungen, wie Fußbodenheizung und Wandheizung, mit einer Vorlauftemperatur von circa 40 Grad Celsius.

Die Jahresarbeitszahl zeigt an, in welchem Verhältnis die in der Heizperiode erzeugte Wärmeenergie zum dafür verbrauchten Strom steht. Förderfähig sind Anlagen ab einer Jahresarbeitszahl von 3,5. Generell gelten Werte zwischen 3,5 und 5 als wirtschaftlich. Die Jahresarbeitszahl ermittelt der Heizungsprofi mit Ihnen, sie ist nämlich ein wichtiger Faktor, um Fördermaßnahmen für Ihre Erdwärmepumpen-Heizung zu beantragen.

Stromkosten berechnen

Mit dieser Formel können Sie die jährlichen Stromkosten für Ihre Wärmepumpe berechnen: Stromkosten = (Heizleistung/(Jahresarbeitszahl (JAZ)) x Heizstunden x Strompreis/kWh

Ein Rechenbeispiel für die Nutzung des Wärmepumpentarifs von 21 Cent/kWh:(9kW / 3,8) x 2000 h x 21 Cent/kWh= 4737 kWh x 21 Ct/kWh = 947 Euro

Eine clevere Kombination: Wärmepumpe und Solaranlage

Wenn Sie Ihr Warmwasser- und Heizsystem ganz auf erneuerbare Energie umstellen möchten, empfiehlt sich die Kombination aus einer Wärmepumpenheizung und einer Solaranlage:

Einbindung der Solaranlage in den Sekundärkreis

Für die Trinkwassererwärmung benötigt die Wärmepumpenanlage eine hohe Vorlauftemperatur, was sich negativ auf die Energiebilanz der Heizanlage auswirkt. Übernimmt die Trinkwassererwärmung eine Solaranlage, steigt die Effizienz der Wärmepumpe entsprechend und reduziert die Stromkosten erheblich.

Einbindung der Solaranlage in den Primärkreis der Wärmepumpe

Wird das von der Solaranlage erwärmte Wasser direkt in den Heizungsprimärkreis der Heizungsanlage eingespeist, erhöht sich die Arbeitszahl und damit die Energieeffizienz der Wärmepumpenheizung.

Kosten einer Wärmepumpen-Solaranlagen-Kombination

Je nach Art der Wärmepumpe, für die Sie sich entscheiden, kommen weitere Kosten für eine Solaranlagen-Kombination hinzu:

Förderungen für Wärmepumpen

Es gibt unterschiedliche Fördermöglichkeiten für den Einbau einer Wärmepumpenheizung sowohl im Neu- als auch im Altbau. Da die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpenheizung deutlich über denen für eine herkömmliche Heizungsanlagen liegen, lohnt es sich, Fördermöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

Im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 werden unterschiedliche Fördermaßnahmen für den Einbau und Austausch von Heizungen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) angeboten. Weitere Informationen dazu können Sie unserer Übersicht zu Förderungen für Heizungen entnehmen.

Auch die Bundesländer fördern das Heizen mit Wärmepumpen mit Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten durch die landesspezifischen Förderinstitute und Landesbanken, teilweise sind auch Kombinationen mit KfW-Krediten und BAFA-Zuschüssen möglich.

Wärmepumpenheizung optimieren

  • Nutzen Sie eine Flächenheizung mit niedriger Vorlauftemperatur.
  • Ein großen Pufferspeicher hilft Ihnen dabei, Schwankungen auszugleichen.
  • Biostromanschluss legen lassen: So heizen Sie CO2-neutral.
  • Isolieren Sie Wände und Dach besonders gut und bauen Sie qualitativ hochwertige Fenster ein.
  • Kombinieren Sie eine Wärmepumpe mit einer Solaranlage.
  • Passen Sie die Leistungsfähigkeit der Heizung an Ihre Bedürfnisse an.
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