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Aufgaben und Kosten von Energieberater:innen

Redaktion Antonia
Antonia Rupnow
2. August 2022

Sie möchten Ihr Eigenheim energieeffizient sanieren und suchen dabei fachliche Unterstützung? Energieberater:innen können Ihnen dabei helfen, das volle Energiepotenzial Ihres Wohnraums auszuschöpfen und werden dabei sogar staatlich gefördert.

Was machen Energieberater:innen?

Die Aufgaben eines Energieberaters oder einer Energieberaterin reichen von der Einschätzung der Energieversorgung Ihres Wohnraums bis hin zur Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP).

Im ersten Schritt schätzen Energieexpert:innen den Zustand Ihres Gebäudes ein und erkläen Ihnen, wie Sie den Energieverbrauch optimieren können. Dazu wird ein iSFP erstellt, der eine auf Ihr Eigenheim personalisierte Sanierungsstrategie umfasst, und aus dem entsprechende Empfehlungen für Sie abgeleitet werden. Diese Maßnahmen können sowohl die Optimierung Ihres Heizsystems als auch die Installation einer Photovoltaikanlage beinhalten.

Aufgabengebiete von Energieberater:innen

  • umfangreiche Bestandsaufnahme des Eigenheims
  • Erarbeitung einheitlicher Sanierungsmaßnahmen
  • Vergleich des errechneten Ausgangsenergiebedarfs mit dem Endenergiebedarf inklusive der einzusparenden CO2-Emissionen
  • Aufschlüsselung der Kosten für Sanierungsmaßnahmen und Instandhaltungskosten
  • Aufklärung über aktuelle Fördermöglichkeiten
  • Unterstützung bei Förderanträgen
  • fachliche Baubegleitung (wenn erforderlich)

Wer kann Energieberatungsangebote durchführen?

Bei der Wahl einer Beratungsstelle sollten Sie darauf achten, sich an staatlich anerkannte Organisationen oder Vereine zu wenden. Die Berufsbezeichnung “Energieberater:in ist nicht geschützt und führt zu einem übermäßigen Angebot an Beratungsstellen und Dienstleistungen auf dem Energieberatungsmarkt. Energieberater:innen qualifizieren sich durch die Arbeit als Architekt:innen, Bauingenieur:innen und Handwerker:innen, die fortlaufend themenrelevante Weiterbildungsmaßnahmen wahrnehmen müssen, um sich staatlich zertifizieren zu lassen. Vom Bund geförderte und qualifizierte Expert:innen finden Sie im Verzeichnis der Deutschen Energie-Agentur.

Welche Formen der Energieberatung gibt es?

Die vielfältigen Beratungsmöglichkeiten durch Energieeffizienzexpert:innen können je nach Belieben ausgesucht werden. Beratungsangebote reichen von einer kostenlosen Basisberatung bis hin zu der Einholung einer „Schritt-für-Schritt”- Anleitung für Ihr Projekt.

Eine erste Orientierung können Ihnen vor allem vom Bund geförderte Beratungsstellen geben, diese finden Sie beispielsweise auf den Internetseiten der Verbraucherzentrale oder der Energieeffizienz-Experten. Die Beratungsangebote werden von staatlich geprüften Energieeffizienzexpert:innen durchgeführt. Aufgrund der staatlichen Förderung, zahlen Beratungssuchende lediglich eine Pauschale in Höhe von 30 Euro. Für einkommensschwache Haushalte sind alle Beratungsangebote kostenlos*.

Überblick Beratungsangebot

Wie viel kostet eine Energieberatung?

Im Zuge des Klimaschutzplans der Bundesregierung werden energieeffiziente Sanierungen von Wohngebäuden und der Umstieg auf erneuerbare Energien gefördert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) übernimmt deshalb die Kosten ausführlicher Beratungsangebote wie die Erstellung eines iSFPs durch Energieberater:innen mit bis zu 80 Prozent.

Der Zuschuss für die Erstellung eines iSFPs liegt bei:

  • Ein- und Zweifamilienhäusern bei maximal 1.300 Euro pro Kalenderjahr
  • Wohnhäusern mit mindestens drei Wohnparteien bei maximal 1.700 Euro pro Kalenderjahr
  • ergänzenden Beratungen bei Wohnungseigentümerversammlungen oder Beiratssitzungen bei maximal 500 Euro

Für umfangreiche Energieberatungsangebote können Sie mit folgenden Kosten rechnen:

Wichtig

Um staatliche Förderungen für bestimmte energetische Projekte zu erhalten, ist die Hinzuziehung von qualifizierten Energieberater:innen verpflichtend!

Welche Dokumente sollten Sie bereithalten?

Natürlich brauchen auch Energieberater:innen einige Anhaltspunkte, anhand derer sie das beste Einsparpotenzial für Sie berechnen können. Deshalb sollten Sie für einen Vor-Ort-Beratungstermin möglichst folgende Unterlagen bereithalten:

  • Baupläne Ihres Wohnhauses
  • Energiekostenabrechnungen der letzten Jahre (Heizöl-, Gas-, Fernwärme- oder Strom-Rechnungen)
  • aktuelles Abgasprotokoll des Schornsteinfegers
  • eventuell Fotos des Projekts oder eines evtl. vorliegenden Schadens

Tipp

Das Energiesparpotenzial bei älteren Gebäuden ist meist besonders hoch. Deshalb lohnt es sich für Hauseigentümer:innen, die anstehende Sanierungs- oder Modernisierungsprojekte planen, von Beginn an eine Energieberatung in Anspruch zu nehmen.

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