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Transport mit Rollstuhl, Gehhilfe und Gepäck

Senkrechtlifte – Fahrstühle in Leichtbauweise für mehr Mobilität zu Hause

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
24. November 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Senkrechtlifte lassen sich nachträglich sowohl innen als auch außen installieren.
  • Selbsttragende Konstruktionen erlauben einen Einbau ohne Aushebung eines Schachts oder einer Grube.
  • Die Förderhöhe eines Senkrechtlifts ohne Schacht beträgt bis zu 4 Meter; bei Modellen mit Schacht bis zu 15 Meter.
  • Senkrechtlifte kosten je nach Modell, Größe und Ausstattung zwischen 18.000 und 40.000 Euro.

Ein Senkrechtlift ermöglicht Ihnen das Überwinden mehrerer Etagen inklusive Gehhilfe. Das Liftsystem ist für alle geeignet, denen das Treppensteigen schwerfällt oder aufgrund eines Rollstuhls oder einer Gehhilfe gar nicht möglich ist. Zudem bietet es Familien durch den Transport von Kinderwagen, schweren Einkäufen, Haustieren oder Gepäck eine Entlastung im Alltag. Je nach den örtlichen Gegebenheiten haben Sie die Wahl zwischen einem Senkrechtlift mit oder ohne Schacht. Beide Modelle haben unterschiedliche Voraussetzungen und unterscheiden sich auch preislich voneinander.

Was ist ein Senkrechtlift?

Senkrechtlifte verbinden mehrere Etagen vertikal miteinander ähnlich einem Aufzug und unterstützen so Personen, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind. Die Hauslifte können je nach Modell eine Förderhöhe von bis zu 15 Metern überwinden und an mehreren Haltepunkten stoppen. Dabei werden die Personen innerhalb einer Kabine mitsamt Gehhilfe oder Rollstuhl befördert. Standardmodelle sind 1 Meter x 1,5 Meter groß. Je nach Anbieter können Sie sich jedoch auch Sondergrößen anfertigen lassen und den Lift somit an Ihre individuelle Situation anpassen.

Anders als herkömmliche Treppenlifte sind Senkrechtlifte nicht an den Treppenlauf gebunden, sondern können an einer Wand oder freistehend installiert werden. Dabei haben Sie die Wahl, ob Sie den Lift im Hausinnern montieren oder von außen an das Haus anbauen möchten.

Wie funktioniert ein Senkrechtlift?

Kabinen- und Homelifte nutzen kleinere und leichtere Konstruktionen sowie einen anderen Antrieb als klassische Personenaufzüge, wodurch sie kostengünstiger sind und sich nachträglich einbauen lassen. Angetrieben wird der Senkrechtlift entweder über ein Hydrauliksystem oder einen Spindelantrieb, die sich in der Regel im Kopf der Kabine befinden. Für die Kabinenverkleidung haben Sie die Wahl zwischen Glas-, Kunststoff oder Metall und können diese individuell an das eigene Zuhause anpassen. Zusätzlich lassen sich weitere Sicherheitsvorkehrungen und Funktionen wie ein Notrufsystem installieren. Für die Versorgung reicht eine herkömmliche Steckdose aus. Daneben verfügen Hauslifte noch über einen Akku, der eine Weiterfahrt bei Stromausfall garantiert.

Senkrechtlifte werden in zwei Ausführungen angeboten:

  • Senkrechtlifte ohne Schacht
  • Senkrechlifte mit Schacht und Anlage
Senkrechtlift im Haus
Ein Senkrechtlift kann schnell und einfach nachträglich eingebaut werden.

Senkrechtliftmodelle im Vergleich

Der Unterschied der Modelle besteht vor allem in der Förderhöhe: Während ein Senkrechtlift ohne Schacht lediglich drei bis vier Meter also eine Etage überwindet, fahren Lifte mit Schacht bis zu 15 Meter hoch.

Senkrechtlift ohne Schacht

Senkrechtlift mit Schacht und Anlage

Wie sicher sind Senkrechtaufzüge?

Senkrechtlifte sind zwar selbsttragende Konstruktionen, dennoch bieten sie ausreichend Sicherheit. Damit die Konstruktion sicher befestigt und eine reibungslose Funktion gewährleistet wird, sollte die Montage immer von einer Fachfirma durchgeführt werden. Ab einer Förderhöhe von drei Metern muss zusätzlich eine Abnahme durch die Dekra oder den TÜV erfolgen. Dazu gehören auch regelmäßige Wartungstermine. Ab dieser Höhe sollten Sie auch beim zuständigen Bauamt nachfragen, ob eine Baugenehmigung fällig wird. Lassen Sie sich von einem Fachbetrieb für Treppenlifte zu Ihren Möglichkeiten beraten. Aroundhome vermittelt Ihnen kostenlos und unverbindlich bis zu drei von uns geprüfte Fachfirmen für Senkrechtlifte in Ihrer Nähe, deren Angebote Sie bequem miteinander vergleichen können.

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Voraussetzungen und Montage

Beide Liftsysteme können nachträglich sowohl innen als auch außen eingebaut werden. Welche Variante infrage kommt, entscheidet auch der vorhandene Platz. Für beide Systeme muss zudem ein Stromanschluss vorhanden sein. Eine herkömmliche Schuko-Steckdose reicht dafür aus. Möchten Sie in Ihrem Senkrechtlift auch einen Rollstuhl transportieren, müssen Sie eine Mindestgrundfläche von 1,5 Meter x 1,5 Meter und ein Mindestraggewicht von bis zu 600 Kilo einplanen. Für eine stehende Person kann die Fläche entsprechend kleiner ausfallen.

Die folgende kleine Checkliste hilft Ihnen dabei, den passenden Senkrechtlift zu finden:

  • Größe: Wie viel Platz ist im Haus vorhanden? Welche Umbaumaßnahmen wären notwendig?
  • Förderhöhe: Wie viele Etagen sollen verbunden werden?
  • Kabine: Offen oder geschlossen? Sollen Rollstuhlfahrer:innen oder mehrere Personen transportiert werden?
  • Antrieb: Hydraulikantriebe sind sehr leise, Spindelantriebe dagegen wartungsarm.
  • Ausstattung: Benötigen Sie ein Notrufsystem, Haltevorrichtungen oder eine zusätzliche Beleuchtung?

Einbau im Hausinnern

Ist im Haus genügend Platz vorhanden, sodass wenig Umbaumaßnahmen vorgenommen werden müssen, kann der Senkrechtlift freistehend oder an einer Wand installiert werden. Für eine platzsparende Konstruktion ohne Schacht ist lediglich ausreichend Platz für den Deckendurchbruch zum Hin- und Herfahren zwischen den beiden Etagen sowie eine Aufstellfläche von rund einem Quadratmeter notwendig. Den Deckendurchbruch für den Lift und die Montage übernimmt die Fachfirma und prüft vorab die Statik. Im Anschluss werden nur noch Stützen und die Kabine montiert.

Im Gegensatz dazu benötigt der Einbau von Senkrechtliften mit Schacht eine zusätzliche Schachtkonstruktion und damit eine größere Aufstellfläche. Die Paneele der Schachtkonstruktion bestehen aus Metall oder Glas. Soll Ihr Schacht innen liegend gebaut und von Wänden eingeschlossen sein, sind Metallpaneele ausreichend. Optisch ansprechendere Glaspaneele sind vor allem für offene Treppenhäuser vorteilhaft.

Außenaufstellung

Ist im Haus wenig Platz für den Senkrechtlift vorhanden oder wären zu viele Umbaumaßnahmen notwendig, ist eine Installation an der Außenwand eine weitere Option. Je nach Förderhöhe sind sowohl Liftmodelle mit und ohne Schacht möglich. Der Zugang zu den einzelnen Etagen erfolgt dann von außen durch die Hauswand. In der Regel werden dafür bereits vorhandene Fensteröffnungen oder Balkontüren erweitert, anstatt einen neuen Durchbruch zu schaffen. Die Optik des Liftes lässt sich an die Fassade anpassen.

Heute schon an morgen denken

Auch wenn sich Senkrechtlifte noch nachträglich einbauen lassen, lohnt es sich, den Lift bei einem Neubau bereits mitzudenken. Wer als Eigentümer:in auch im Alter noch in seinem eigenen Haus wohnen möchte, sollte zumindest den Platz für eine spätere Installation freilassen oder einkalkulieren.

Was kostet ein Senkrechtlift?

In Abhängigkeit von Hersteller, Größe, Förderhöhe sowie Tragfähigkeit und Ausstattung variieren die Preise für Senkrechtlifte sehr stark. Einfache schmale Modelle ohne Schacht sind ab 18.000 Euro erhältlich. Ein Senkrechtlift für ein Einfamilienhaus mit mehreren Haltepunkten für zwei bis drei Etagen kostet etwa zwischen 26.000 bis 30.000 Euro. Große Modelle zur Mitnahme von Rollstuhl sowie Begleitperson und einer höheren Förderhöhe beginnen erst bei 30.000 Euro.

Dazu kommen die Kosten für Umbau und Abnahme ab einer Förderhöhe von drei Metern. Senkrechtlifte ohne Schachtsystem haben den Vorteil, dass sie niedrigere Folgekosten für Betrieb, Pflege und Wartung verursachen.

Einen preiswerte Alternative zu einem Senkrechtlift mit Kabine sind Plattformlifte, die auch die Mitnahme eines Rollstuhls oder Gehhilfe ermöglichen. Weitere Modelle finden Sie in unserer Lift-Übersicht.

Förderungen nutzen

Um die Kosten für den Senkrechtlift zu senken, können Sie einen Zuschuss der Pflegeversicherung von bis zu 4.000 Euro pro pflegebedürftige Person beantragen. Darüber hinaus fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den barrierefreien Um- und Neubau Ihres Hauses sowohl mit einem Investitionszuschuss bis zu 6.250 Euro oder einem Förderkredit bis zu 50.000 Euro.

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