Wärmepumpe an Haus
Kostenlos Heizungsangebote erhalten*

Nach der Erfassung Ihrer Wünsche verbinden wir Sie mit bis zu drei Fachpartnern.
*Der Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich. Wir finanzieren den Service über die Provision unserer Anbieter.

HomeHeizungWärmepumpe
Effizient heizen:

Wärme aus der Umgebung nutzen mit einer Wärmepumpe

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
12. Oktober 2021

Mit einer Wärmepumpe heizen Sie umweltbewusst und effizient. Diese wandelt thermische Energie aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser um, sodass sie zum Heizen genutzt werden kann. Informieren Sie sich darüber, wann eine Wärmepumpenheizung für Sie infrage kommt und mit welchen Kosten Sie rechnen sollten.

Füße in Socken auf der Heizung
Keine Lust auf kalte Füße?

Wir finden die passende Heizung!

Voraussetzungen für Kauf und Betrieb einer Wärmepumpe

In den letzten Jahren fand eine enorme Weiterentwicklung in der Wärmepumpentechnologie statt. Früher konnten diese Heizsysteme nur mit der Koppelung an eine Fußbodenheizung effizient arbeiten. Heute ist es auch möglich, unabhängige, wandhängende Heizkörper zu verwenden.

Allerdings sind Wärmepumpen nur für Temperaturen bis maximal 60 Grad konzipiert. Das bedeutet, dass im Vergleich zu anderen Heizungen, wie beispielsweise einer Ölheizung, eine Wärmepumpenheizung das Wasser in den Heizkörpern nicht so stark erhitzt. Ihr Haus sollte also entsprechend gut gedämmt sein, um ausreichend beheizt werden zu können.

Jahresarbeitszahl beachten!

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt die Effizienz Ihrer Wärmepumpe an. Sie bestimmt das Verhältnis zwischen zugeführter Energie (Strom) und der tatsächlich erzeugten Heizungswärme im Laufe eines Jahres. Eine Jahresarbeitszahl zwischen 3,5 und 3,8 ist empfehlenswert.

Ist Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet?

Mit einem einfachen Trick können Sie selbst testen, ob diese Form der Heiztechnik für Ihren Bestandsbau infrage kommt:
Stellen Sie Ihre derzeitige Heizung so ein, dass das Wasser, welches in Ihrem Heizungssystem fließt, etwa 50 Grad warm ist. Reicht diese Heizenergie, um die Räume ausreichend zu erwärmen, steht der Anschaffung einer Wärmepumpe nichts entgegen. Wird es nicht ausreichend warm, können größer dimensionierte Heizkörper das Problem eventuell beheben.

Lassen Sie sich in jedem Fall auch von einem Fachmann für Heizungen beraten. Dieser kommt zu Ihnen nach Hause und kann mithilfe einer speziellen Wärmebildkamera testen, ob eine Wärmepumpe für Sie sinnvoll ist.

Verschiedene Varianten der Wärmepumpenheiztechnik

Zur Wärmegewinnung nutzen Wärmepumpen Unterschiede im Temperaturniveau von zwei Trägermedien. Das erste Trägermedium ist die Umgebung, also Luft, Erde oder Grundwasser. Das zweite Medium ist ein Bestandteil des Heizsystems. Es nimmt die Wärme auf, transportiert sie in unsere Häuser und gibt sie dort wieder ab. Um der natürlichen Umgebung Energie zu entziehen, stehen Ihnen unterschiedliche Methoden zur Verfügung.

Überblick verschiedener Wärmepumpen

Luft-Luft Wärmepumpe

Diese Form der Wärmepumpe nutzt die Wärmeenergie der im Gebäude befindlichen Luft als Basis zur Wärmegewinnung. Dabei wird der Abwärme, die aus dem Haus herausströmt, Wärme entzogen. Diese Wärme wird über einen Wärmetauscher der Frischluft, die in das Haus geleitet wird, zugeführt. Prinzipiell ist die Luft-Luft-Wärmepumpe in praktisch jedem Haushalt nachrüstbar, weil sie ohne Kältemittel-Kreislauf funktioniert. Allerdings ist die Luft-Luft-Wärmepumpe nur bedingt als einzige Wärmequelle ausreichend, da die Wärmegewinnung häufig zu niedrig ist, um ein ganzes Haus zu beheizen.

Die Luft-Luft-Wärmepumpe ist eine gute Ergänzung zur Zentralheizung.

Unser Tipp:

Die Luft-Luft-Wärmepumpe ist nur dann wirklich effektiv, wenn die Immobilie exzellent gedämmt ist, z. B. in Niedrigenergie- und Passivhäusern.

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe wird der Umgebungsluft Wärme entzogen, um diese mithilfe eines Kältemittels an das Brauch- und Heizungswasser abzugeben. Da die Wärme aus der Umgebungsluft nicht warm genug ist, wird die gewonnene Wärme zunächst zum Kältemittel geleitet. Dieses Kältemittel hat einen so geringen Siedepunkt, dass es dadurch verdampft. Das so entstandene Gas kann nun mithilfe eines Kompressors erneut unter Druck auf ein viel höheres Niveau erhitzt werden und in den Heizkreislauf eingespeist werden. Das Kältemittel kühlt ab, verflüssigt sich wieder und der Prozess beginnt von Neuem.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe eignet sich gut in Kombination mit großflächigen Heizkörpern und einer Fußbodenheizung.

Sole-Wasser-Wärmepumpe

Diese Pumpen werden auch als Erdwärmepumpen bezeichnet. Bei dieser Technik wird die natürliche Wärme des Erdbodens genutzt, um ein Gemisch aus Wasser und Salzlösungen (Sole) aufzuheizen. Dieses wird in einem ständigen Kreislauf durch den Erdboden geleitet und entzieht ihm dabei Wärmeenergie.

Es werden zwei Varianten der Sole-Wasser-Wärmepumpe unterschieden:

  • Bei der ersten Variante wird die Wärme über großflächige Erdkollektoren abgegriffen, die unterhalb der Frostgrenze verlegt sind. Dafür benötigen Sie allerdings reichlich Platz, zum Beispiel einen großen Garten.
  • Reicht die vorhandene Fläche nicht aus, kommen Erdsonden zum Einsatz, die das Sole-Wasser-Gemisch vertikal in die Tiefe befördern und anschließend wieder hinauf. Auf diesem Weg wird es ebenfalls erwärmt.

Genau wie bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe wird durch eine Verdichtung ein höheres Temperaturniveau erzeugt und so genug Energie produziert, um ein Haus zu beheizen.

Wasser-Wärmepumpe

Die Wasser-Wärmepumpe nutzt die Wärmeenergie aus dem Grundwasser. Dieses weist ganzjährig eine Temperatur von acht bis zwölf Grad Celsius auf und unterliegt nur sehr geringen saisonalen Schwankungen.

Dabei befördert eine Brunnenpumpe aus etwa 20 Metern Tiefe das Grundwasser direkt an die Wärmepumpe. Hier greift das gleiche technische Prinzip wie bei den meisten anderen Wärmepumpen-Varianten: Das Grundwasser gibt seine Wärme an eine Kälteflüssigkeit ab, diese verdampft und verdichtet sich, wodurch die angestrebte Heizleistung erzeugt wird, welche anschließend in den Heizkreislauf befördert wird.

Nahaufnahme Heizung am Fenster
Passende Heizung finden?

Problemlos mit Aroundhome!

Maximale Effizienz Ihrer Wärmepumpe dank Wärmespeicher

Wärmespeicher halten das von Ihrer Heizungsanlage erwärmte Wasser zum Trinken oder zur Erwärmung Ihrer Heizkörper vor, sodass bei Bedarf immer Heizwärme und warmes Wasser verfügbar ist. Das sorgt für eine konstante Heizleistung, auch in Phasen mit hohem Verbrauch, und senkt somit Ihre Heizkosten.

Unabhängig vom Speicher erwärmt Ihre Heizungsanlage Wasser, welches

  • Sie zum Trinken, Baden oder Duschen benutzen, das sogenannte Frischwasser, und
  • Wasser, das ausschließlich durch Ihre Heizkörper oder Fußbodenheizung fließt und welches nicht zum Trinken geeignet ist, das sogenannte Brauchwasser.

Dafür gibt es zwei getrennte Rohrleitungen in Ihrem Haus. Verschiedene Speichertypen erfüllen dabei unterschiedliche Funktionen:

Warmwasserspeicher - nur für Frischwasser

Der Warmwasserspeicher ist nur für die Bevorratung Ihres erwärmten Frischwassers gedacht und mit einem Boiler vergleichbar, der über Ihre Heizungsanlage aufgeheizt wird. Das darin gespeicherte warme Wasser kommt später aus unseren Armaturen in Bad und Küche oder aus dem Duschkopf.

Hygienische Voraussetzungen beachten!

Der Warmwasserspeicher muss strengen hygienischen Anforderungen entsprechen, damit eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen ist. Wichtig ist, dass immer eine bestimmte Betriebstemperatur vorherrscht, um einer Besiedelung durch Legionellen vorzubeugen. Diese Bakterien leben im Wasser mit Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad Celsius. Ab 60 Grad Celsius sterben sie allerdings ab. Achten Sie deshalb darauf, dass das Frischwasser im Warmwasserspeicher regelmäßig über diese Temperaturgrenze hinaus erhitzt wird.

Wärmepumpe verschiedene Wasserspeicher
Es ist Vorschrift einen Behälter für Frisch- und einen für Brauchwasser zu haben.

Pufferspeicher - nur für Brauchwasser

Anders als beim Warmwasserspeicher für Frischwasser muss der Pufferspeicher nicht derart hohe hygienische Anforderungen erfüllen. Hier wird nämlich ausschließlich das warme Brauchwasser gespeichert, welches durch den Heizkreislauf fließt.

Modernste Pufferspeicher werden in zwei Behälter unterteilt: In dem einen befindet sich das heiße Wasser, das später durch die Heizkörper hindurchfließt und deshalb eine sehr hohe Temperatur aufweist. In dem anderen lagert das abgekühlte Wasser, das aus dem Heizkreislauf zurückkommt. Weil keine Vermischung stattfindet, sind moderne Pufferspeicher sehr viel effizienter als herkömmliche mit nur einem Behälter.

Kombispeicher - für Frischwasser und Brauchwasser

Der Kombispeicher vereint die Vorzüge von Pufferspeicher und Warmwasserspeicher in einem einzigen Behälter. Im Inneren des Pufferspeichers befindet sich ein separater Behälter für das Frischwasser. Bei Bedarf wird das Frischwasser durch Rohre, welche durch das heiße Brauchwasser verlaufen, geleitet und dadurch erwärmt. Diese Funktionsweise ist sehr effizient, da das Frischwasser nur bei Bedarf aufgeheizt wird.

Unser Tipp:

Legionellen entstehen überall dort, wo warmes Wasser länger steht. Mit dem Durchflussprinzip wird den Legionellen auch bei geringeren Wassertemperaturen vorgebeugt.

Wärmepumpe mit Solarthermie kombinieren

Möchten Sie gleichzeitig eine Wärmepumpe und eine Solarthermieanlage nutzen, benötigen Sie einen sogenannten bivalenten Solarspeicher. Dieser speichert die Energie aus zwei verschiedenen Energiequellen: Wärme aus Ihrer Wärmepumpe und aus Ihrer Solarthermieanlage. Mit dieser Technik heizen Sie ganzjährig besonders umweltschonend, denn Sie nutzen die Sonnenenergie in ertragreichen Monaten wie im Sommer und ergänzen bei bewölktem Wetter oder im Winter fehlende Energie mittels Wärmepumpe.

Den bivalenten Solarspeicher gibt es als:

Finanzierungs- & Förderungsprogramme

Im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 werden unterschiedliche Fördermaßnahmen für den Einbau und Austausch von Heizungen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) angeboten. Weitere Informationen dazu können Sie unserer Übersicht zu Förderungen für Heizungen entnehmen.

Zu erwartende Preise und Kosten

Für eine realistische Kostenkalkulation sollten Sie mehrere Faktoren berücksichtigen:

  • Investitionskosten,
  • Stromkosten,
  • Kosten für Wartung und Instandhaltung und
  • Zusatzkosten für Speicher.

Eine Übersicht der Anschaffungskosten, inklusive der Installationskosten, für die unterschiedlichen Wärmepumpen-Typen verschafft Ihnen einen ersten Einblick:

Kostenübersicht verschiedener Wämepumpen

Die jährlichen Wartungskosten für Wärmepumpen sind mit circa 150 bis 200 Euro überschaubar. Versicherungen und Stromzähler kosten Sie etwa 60 Euro bis 100 Euro pro Jahr. Wird die Anlage effizient genutzt, muss auch ein Speicher berücksichtigt werden. Je nach Modell und Größe kostet dieser zwischen 700 und 2.000 Euro.

Stromkosten einer Wärmpumpe

Um Wärme aus Luft, Wasser oder dem Erdreich für Warmwasser und Heizung zu gewinnen, benötigt die Wärmepumpe Antriebsenergie in Form von Strom. Deswegen ist es wichtig, neben den Anschaffungskosten auch die Stromkosten vorab zu kalkulieren. Diese hängen vom jeweiligen Strombedarf, der Wärmequelle, der Heizleistung und vom Stromtarif selbst ab. Wer seine Wärmepumpe über einen separaten, steuerbaren Stromzähler laufen lässt, kann in einigen Regionen spezielle Wärmestromtarife nutzen. Wärmepumpenstrom ist im Schnitt circa 20 Prozent günstiger als gewöhnlicher Haushaltsstrom.

Berechnen Sie am besten bereits vorher, welche Stromkosten für die Wärmepumpe auf Sie zukommen, zum Beispiel mit einem Tarifvergleich. In der Tabelle sehen Sie die Stromkosten je nach Verbrauch im Vergleich zwischen Haushaltsstrom- und Wärmepumpentarif:

Effizienz einer Wärmepumpe

Wie viel Strom eine Wärmepumpe verbraucht, hängt maßgeblich von ihrer Effizienz ab. Diese lässt sich anhand der Jahresarbeitszahl (JAZ) ablesen. Umso höher die JAZ ist, desto mehr Strom wird verbraucht. Bei guter Leistung ergibt sich üblicherweise ein Verhältnis von 80 Prozent Umgebungsenergie und 20 Prozent elektrischer Energie im Heizbetrieb.

Ein Fachbetrieb kann Ihnen genau ausrechnen, wie viel eine Wärmepumpe für Sie kosten wird und welche Fördermittel Sie verrechnen können. Aroundhome vermittelt Ihnen kostenlos und unverbindlich bis zu drei Fachfirmen für Heizungen aus Ihrer Nähe. Meist hat sich die Anschaffung einer Wärmepumpe bereits nach 10 bis 12 Jahren amortisiert.

Fachfirmen für Heizung in Ihrer Region.

Wir finden die passenden Fachfirmen für Sie.

© 2021 Aroundhome. Eine Marke der be Around GmbH. Alle Rechte vorbehalten.