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Für mehr Bewegungsfreiheit:

Das richtige Modell aus verschiedenen Treppenliften wählen

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
19. März 2020

Ein Treppenlift sorgt für mehr Komfort in Ihrem Eigenheim. Die Liftmodelle sind genauso vielfältig wie die individuellen Bedürfnisse und Ansprüche jeder Person. Eine Übersicht der Modelle hilft Ihnen bei der Suche nach einem passenden Lift. Wir informieren Sie über Vor- und Nachteile einzelner Liftarten sowie den Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten.

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Sie wünschen sich mehr Bewegungsfreiheit in Ihrem Zuhause? Mit einem Treppenlift bewegen Sie sich unabhängig in Ihren eigenen vier Wänden. Bevor Sie sich für einen Treppenlift entscheiden, sollten Sie genau überlegen, welche Anforderungen Sie an Ihr Modell haben.

Was muss bei der Auswahl beachtet werden?

  • Über welche Anzahl von Treppenstufen oder Etagen soll der Treppenlift Sie transportieren?
  • Soll im Treppenlift eine Gehhilfe wie ein Rollstuhl mittransportiert werden?
  • Leben in dem Haus noch andere Generationen, welche durch den Treppenlift nicht behindert werden dürfen?
  • Soll der Treppenlift im Haus oder außen installiert werden?

Erst nachdem Sie genau wissen, was Ihre Anforderungen an Ihren Treppenlift sind, können Sie die richtige Wahl zwischen den verschiedenen Modellen treffen.

Unser Tipp:

Die Montage eines Treppenlifts in einem Mietshaus ist unter bestimmten Voraussetzungen ebenso möglich. Informieren Sie sich dazu vorab über eventuell anfallende Kosten und wenden Sie sich dann an Ihren Vermieter.

Die Preise für Treppenlifte sind ganz unterschiedlich. In Abhängigkeit von Montageaufwand, individuellen Bedürfnissen, der Treppenform und ob der Lift im Innenbereich oder außen installiert werden soll, betragen die Kosten 2.500 Euro aufwärts. Eine Preistabelle gibt Ihnen einen Einblick:

Preise für Treppenlifte

Treppe mit Person und Gehhilfe
Ein Treppenlift ermöglicht Ihnen mehr Bewegungsfreiheit.

Auswahl des passenden Treppenlifts

Möchten Sie einen Treppenlift in Ihrem Haus montieren, haben Sie viele Auswahlmöglichkeiten. Da die Investition meist nicht günstig ist, sollte die Wahl des Treppenlifts gut durchdacht sein. Wer nutzt den Treppenlift und wie mobil ist die Person? Entscheiden Sie, welche körperlichen Anforderungen Ihr Nutzer hat und wählen Sie danach die Art des Treppenlifts aus:

Stehlift - Einfach & praktisch

Mithilfe des Stehlifts können Personen mit Mobilitätseinschränkungen Treppenverläufe stehend überwinden. Ein Stehlift eignet sich für Personen, die z. B. Gelenkprobleme haben und denen es daher Mühe bereitet, selbstständig Treppen zu steigen. Oft empfinden auch Personen mit einem schwachen Kreislauf den stehenden Transport angenehmer als mit einem Sitzlift. Durch den Wegfall der Sitzfläche ist er kompakter und ideal für schmale Treppenhäuser und Treppen mit engen Kurven geeignet.

Funktionsweise: Stehlifte werden entlang einer Treppenschiene geführt. Die Schiene wird meist direkt auf den Stufen der Treppe befestigt, kann jedoch auch eingeklappt werden, sollten sich Türen im Schienenbereich befinden. Nachdem sich die Person mit einem Gurt oder Bügel gesichert hat, erfolgt die Steuerung über einen Joystick in der Armlehne.

Ein Stehlift kann wie der Sitzlift sowohl im Innen- als auch im Außenbereich angebracht werden und ohne Mühe bis zu fünf Etagen bewältigen.

Sitzlift - Bequem Stufen überwinden

Menschen, die in der Lage sind, selbstständig ein- und auszusteigen, können mit einem Sitzlift bequem gerade oder kurvige Treppenwege überwinden.

Funktionsweise: Der Sitzlift verläuft entlang einer ein- oder zweigliedrigen Schiene. Der im Sitz integrierte Motor überwindet mindestens 5 Etagen. Über eine Fernbedienung oder eine Begleitperson lässt sich der Treppenlift einfach steuern. Sicherheitssensoren mit Stopp-Automatik sowie Gurte sorgen für eine unfallfreie Fahrt.

Dank des einklappbaren Sitzes lassen sich Sitzlifte auch an engeren Treppen montieren. Der Betrieb ist sowohl mit Strom als auch mit Akkus möglich.

Frau fährt im Sitzlift
Sitzlifte sind einfach zu montieren und günstig in der Anschaffung.

Plattformlift & Plattformaufzüge - Transport mit Gehhilfe

Bei Plattformliften und -aufzügen erfolgt der Transport mittels einer Plattform, sodass der Betroffene gegebenenfalls eine Gehhilfe mitführen kann und sich für den Transport nicht umsetzen muss.

Plattformlifte, auch Schrägaufzüge genannt, laufen die Treppe diagonal entlang an einer Schiene. Er kann prinzipiell an jede Treppensituation angepasst werden. Die jeweilige Treppe muss jedoch mindestens 100 Zentimeter breit sein, damit die Plattform des Lifts, die in der Standardausführung knapp einen Quadratmeter groß ist, genügend Platz hat. Die Plattform können Sie bei Nichtgebrauch hochklappen. In diesem Zustand ist der Treppenlift nur noch 20 bis 30 Zentimeter breit und behindert andere Treppennutzer nicht.

Funktionsweise: Plattformlifte können vom Rollstuhlfahrer ohne fremde Hilfe bedient werden. Mechanisch hochklappende Auffahrrampen gleichen jeden Höhenunterschied aus und verhindern ungewolltes Zurückrollen. Sicherheitsbügel und zusätzliche Haltegriffe sorgen während der Fahrt für weitere Sicherheit. Zur Bedienung des Lifts reicht in der Regel ein Knopfdruck oder die Steuerung erfolgt über einen Joystick. Die Steuerungseinheiten befinden sich am Treppenlift selbst und an jeder Haltestation.

Mit Plattformliften können mehrere Geschosse und Treppenaufgänge unterschiedlichster Art überbrückt werden. Die Schienenführung ist auf die Treppenausführung individuell anpassbar und so auch für kurvige Treppenverläufe geeignet. Da die Schienen an der Wand befestigt werden, muss diese natürlich eine gewisse Stabilität und Festigkeit aufweisen. Plattformlifte können bis zu 300 Kilogramm transportieren.

Unser Tipp:

Planen Sie einen Plattformlift für den Außenbereich, kann zusätzlich zur rutschfesten Plattform eine korrosionsbeständige Beschichtung vorteilhaft sein.

Plattformaufzüge, verlaufen vertikal zur Barriere und werden je nach Leistung in Hublifte und Senkrechtaufzüge unterschieden, wobei Erstere häufiger für den Privatgebrauch verwendet werden.

Funktionsweise: Die mechanisch betriebene Plattform beider Lifte fährt senkrecht rauf oder runter. Sobald der Rollstuhl auf der Plattform ist, klappt sich die mechanisch betriebene Auffahrrampe ein, sodass ein ungewolltes Zurückrollen verhindert wird. Die Steuerung erfolgt per Handschalter oder Bedientableau an der Seitenwand. Haltegriffe und Sicherheitsbügel sorgen für zusätzliche Sicherheit während der Fahrt.

Auf Wunsch können Hublifte geschlossen sein. Das heißt, die Ein- und Ausfahrt erfolgt durch eine Tür. Seriell gefertigte Hublifte können maximal eine Höhe von 1,5 Metern überwinden und sind für eine Tragkraft von bis zu 325 Kilogramm ausgelegt. Sonderlösungen mit Kabine können einen Rollstuhl auch drei Meter hoch und somit eine ganze Etage transportieren. Vornehmlich dient der Hublift jedoch dazu, kürzere Strecken zu bewältigen. Suchen Sie einen leistungsstärkeren Treppenlift, ist der Senkrechtlift für Sie besser geeignet. Dieses Modell schafft Höhenunterschiede bis zu 13 Meter und dient in der Regel als Fahrstuhlersatz.

Plattformlift im Außenbereich
Ein Hublift kann meist nur wenige Stufen überwinden.

Hebelifte & Hebebühnen speziell für Behinderte

Hublifte werden auch als Hebebühne oder -lifte bezeichnet mit dessen Hilfe Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte oder Kinderwagen senkrecht in die Höhe transportiert werden können. Sie eignen sich für den Innen- und Außenbereich.

Funktionsweise: Hebebühnen für Behinderte befördern diese in senkrechter Fahrtrichtung auf einer Plattform zwischen zwei oder mehreren Ebenen. Der Hublift ist dank einklappbarer Auffahrrampen platzsparender als herkömmliche Rollstuhlrampen oder ein Schrägaufzug. Die einklappbaren Auffahrrampen und Metallbügel sichern den Benutzer während der Fahrt zusätzlich ab. Hebelifte für Behinderte können über eine Totmannsteuerung, Fernbedienung oder ein Bedienpult am Geländer bedient werden.

Hebelifte können bis zu drei Meter Höhenunterschied überbrücken und je nach Modell bis zu 400 Kilogramm heben.

Treppensteiger & Treppenraupe - Hilfe ohne bauliche Maßnahmen

Ist die feste Montage eines Treppenlifts nicht möglich, bieten Treppensteiger sowie -raupen eine Alternative. Beides sind mobile Geräte, mit dessen Hilfe vor allem Rollstuhlfahrer Treppenwege überwinden können.

Treppensteiger werden zum Treppentransport schwerer Lasten (bis ca. 200 Kilogramm) verwendet. Beim Bewegen von Rollstühlen werden sie entweder an der Rückenlehne des Rollstuhls befestigt oder sind mit einem festen Sitz ausgestattet.

Funktionsweise: Je nach Ausführung wird die betroffene Person entweder auf den Sitz des Treppensteigers platziert oder das Gerät an den Rollstuhl gekoppelt. Ein Beckengurt sorgt für zusätzliche Sicherheit während des Transfers. Die Hilfsperson hält die Handgriffe zur Stabilisierung des Treppensteigers fest und stellt die Fahrtrichtung am Gerät ein.

Die genaue Funktionsweise hängt immer vom Gerät ab, für gewöhnlich werden Treppensteiger jedoch elektrisch betrieben. Der dazu notwendige Akku liefert Energie für mehrere Anwendungen.

Unser Tipp:

Prüfen Sie vorab, ob Ihr Rollstuhl mit einer entsprechenden Halterung und Steckachsen ausgestattet ist. Sobald der Rollstuhl mit dem Treppensteiggerät gekoppelt ist, müssen die Antriebsräder von der Steckachse entfernt werden, damit diese den Steigmechanismus nicht behindern.

Treppenraupen werden auch Treppenkuli genannt und eignen sich nur für den geraden Treppenverlauf.

Funktionsweise: Treppenraupen werden auf zwei schmalen Raupenbändern geführt, wie sie in größerem Maßstab auch bei Panzern zum Einsatz kommen. Die Raupenbänder sind rutschfest und mit Noppen versehen, die einen sicheren Halt auf den Treppen garantieren. Der Rollstuhlfahrer fährt immer mit dem Rücken zur Steigung. Der Kraftaufwand für die Hilfsperson oder den Rollstuhlfahrer im Fall einer Selbstfahrer-Treppenraupe ist äußerst gering.

Beide Trägersysteme für Rollstühle können nicht nur im eigenen Haus, sondern beispielsweise auch in öffentlichen Gebäuden eingesetzt werden. Auch für Ausflüge sind sie ideal geeignet, da sie einfach im Kofferraum verstaut werden können.

Treppensteigen ist zu schwer?
Vielleicht hilft Ihnen ein Treppenlift!

Vor- & Nachteile der Treppenliftarten

Entscheiden Sie in Abhängigkeit Ihrer individuellen Bedürfnisse, welcher Treppenlift am besten für Sie geeignet ist. Eine Übersicht der Vor- und Nachteile aller Treppenliftarten hilft Ihnen bei der Entscheidung:

Einbaumöglichkeiten im Haus

Grundsätzlich kann ein Treppenlift samt Schienensystem am Treppengeländer oder an der Wand befestigt werden. Ob Ihr Haus für den Einbau eines Treppenlifts geeignet ist, können Sie anhand der nachfolgenden Punkte prüfen:

  • Die Treppenstufen müssen mindestens 100 cm breit sein.
  • In öffentlichen Treppenhäusern (z.B. Mehrfamilienhaus) müssen die Treppenstufen mindestens 150 cm breit sein.
  • Die Wand neben der Treppe muss mindestens 100 cm hoch sein.
  • Der Abstand zwischen Treppe und nächster Tür muss mindestens 100 cm breit sein.
Person in Rollstuhl vor der Treppe
Damit ein Treppenlift problemlos montiert werden kann, müssen Ihre Stufen 100 cm breit sein.

Treppenlifte im Mietshaus

Wenn sie einen Treppenlift in ein Mietshaus oder Mehrfamilienhaus integrieren wollen, muss der Vermieter zustimmen. Das Gesetz zur Barrierefreiheit (§ 554a Abs. 1 BGB) regelt, dass der Mieter für eine behindertengerechte Nutzung und einen barrierefreien Zugang die Zustimmung des Vermieters einfordern kann. Die Kosten für den Umbau sowie für die spätere Wiederherstellung des Ursprungszustands trägt der Mieter.

Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Die Preise für einen Treppenlift unterscheiden sich je nach Modellart und individuellen Anforderungen. In der Regel sind Sitz- und Stehlifte für gerade Treppen die kostengünstigsten Varianten. Der Preis für ein Sitzlift startet bei etwa 3.000 Euro. Ein Plattformlift für den Außenbereich hingegen ist um einiges Leistungsstärker, startet preislich jedoch bei etwa 8.000 Euro. Damit Ihr Traum von mehr Bewegungsfreiheit nicht länger Wunschdenken bleibt, gibt es mehrere Fördermöglichkeiten für Treppenlifte.

Vor dem Kauf eines Treppenlift lohnt es sich immer mehrere Angebote einzuholen. Informieren Sie sich bei verschiedenen Fachfirmen über Ihre Möglichkeiten für einen Treppenlift.

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