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Alle Programme im Überblick:

Welche Förderungen gibt es für Heizungen?

Christina Tobias
Christina Tobias
13. Januar 2022

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein energieeffizienter Heizungstausch wird durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit verschiedenen Fördergeldern unterstützt.
  • Aufgrund des Klimaschutzprogrammes der Bundesregierung wurden die KfW-Kredite für Heizungen angepasst.
  • Der Einbau von neuen Ölheizungen wird generell nicht mehr gefördert.
  • Es werden primär Optimierungsmaßnahmen für bestehende Heizungsanlagen sowie der Erstanschluss an Nah- und Fernwärme gefördert.

Seit ein paar Jahren unterstützt die Regierung den Umstieg auf erneuerbare Energien mit attraktiven Fördergeldern und -krediten. Dies gilt auch für den Tausch alter Heizungssysteme gegen neue, umweltfreundlichere Varianten. Erfahren Sie, welche Programme zur Auswahl stehen, wie hoch die Förderbeträge sind und was Sie beim Beantragen beachten müssen.

BEG 2021 bündelt Förderungen von KfW und BAFA

Bisher waren Heizungsförderungen vor allem bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und teilweise auch beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) angesiedelt. Um den gesamten Förderungsprozess übersichtlicher zu gestalten und an die Ziele des Klimaschutzpakets 2030 anzupassen, wurde mit Beginn 2021 die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eingeführt. Sie fasst die verschiedenen Programme des BAFA und der KfW zusammen. Antragsprozesse für beispielsweise Heizungsförderungen wurden somit zentriert und vereinfacht.

Welche Heizungsmodelle werden gefördert?

Das BAFA unterstützt mit ihrem neuen Förderprogramm „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ verschiedene Maßnahmen zur energieeffizienten Heizungssanierung. Auch die KfW bietet weiterhin zinsgünstige Kredite für neue Heizungen an. Teilweise können mehrere Fördermaßnahmen miteinander kombiniert werden.

Diese Fördermöglichkeiten für eine neue Heizung gibt es:

Welche Heizungen werden nicht gefördert?

Zu den nicht förderfähigen Heizungsanlagen zählen unter anderem Ölheizungen, Kohleheizungen, Gaskessel ohne Brennwerttechnik, Elektroheizungen und Nachtstromspeicherheizungen.

Heizungsinstallation
Um eine Förderung zu erhalten, muss der Einbau Ihrer neuen Heizung durch eine Fachfirma erfolgen.

Welche Maßnahmen gelten als förderfähig?

Prinzipiell werden vom Kauf über den Einbau bis hin zur Inbetriebnahme alle notwendigen Maßnahmen für die Ausführung und Funktionstüchtigkeit der neuen Heizungsanlage gefördert. Dazu zählen:

  • Investitionen
    Zu förderfähigen Investitionskosten zählen neben den Anschaffungskosten eines geförderten Wärmeerzeugers auch die Errichtung und Erweiterung eines Gebäudenetzes sowie der Anschluss an ein Wärmenetz (Gebäudenetz und öffentliches Netz). Außerdem werden auch die Kosten für Installation und Inbetriebnahme gefördert.

  • Materialien
    Kaufen Sie das Material separat, können Sie die Materialkosten nur dann als Teil der förderfähigen Kosten ansetzten, wenn die Anbringung oder der Einbau durch ein Fachunternehmen durchgeführt wird.

  • Einbau und Verarbeitung durch Fachunternehmen
    Förderbedingung ist der Einbau oder die Verarbeitung der Materialien durch ein Fachunternehmen. Eigenleistungen werden nicht gefördert.

  • Notwendige Nebenarbeiten
    Bei sogenannte „Umfeldmaßnahmen“ handelt es sich um Nebenkosten für Arbeiten oder Investitionen, welche unmittelbar zur Vorbereitung, Umsetzung, Ausführung oder Funktionstüchtigkeit der neuen Heizungsanlage notwendig sind oder zur Erhöhung der Energieeffizienz beitragen. Das sind zum Beispiel Materialien und der fachgerechte Einbau und die Verarbeitung von Maler- oder Fliesenarbeiten.

Minderung der Investitionskosten

Führen Sie im Rahmen der Sanierung noch weitere, nicht förderfähige Modernisierungen durch, müssen Sie förderfähige und nicht förderfähige Maßnahmen nachvollziehbar aufschlüsseln. Zum Teil kann es hierbei zu Minderungen der Investitionskosten kommen. Zudem reduzieren in Anspruch genommene Rabatte, Skonto und vorgenommene Abzüge bei Nachlass oder Minderung die anrechenbaren Investitionskosten.

Höhe der Förderungen

Möchten Sie Ihre alte Heizung durch ein modernes, energieeffizientes Modell tauschen, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Förderung. In Abhängigkeit davon, welche Leistung Sie bezuschussen lassen möchten und für welches Heizungsmodell Sie sich entscheiden, variieren die Höhen und Bedingungen für staatliche Förderungen.

Maximale Förderhöhe

Die förderfähigen Ausgaben für energetische Sanierungsmaßnahmen von Wohngebäuden sind gedeckelt auf 60.000 Euro pro Wohneinheit.

iSFP-Bonus von 5 Prozent

Sie können sich einen zusätzlichen Förderbonus sichern, wenn die Umsetzung einer Sanierungsmaßnahme Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) ist. Rät Ihnen ein Energieberater beispielsweise zu einer bestimmten Heizungsanlage, können Sie für den Heizungstausch zusätzlich zu den normalen Fördersätzen noch fünf Prozent iSFP-Bonus erhalten.

Wenn Sie nicht sicher sind, welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll für Ihr Eigenheim sind, lassen Sie sich von einem Energieberater helfen. Dieser erstellt Ihnen einen individuellen, speziell auf Ihr Eigenheim zugeschnitten Sanierungsfahrplan. Die „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ ist sowohl bei einer Komplettsanierung zum Effizienzhaus als auch bei der Schritt-für-Schritt-Sanierung möglich.

Innovationsbonus von 5 Prozent

Entscheiden Sie sich für eine EE-Hybridheizung oder eine Biomasseanlage, wie beispielsweise eine wasserführende Pelletheizung, können Sie auch hierfür einen zusätzlichen Förderbonus von fünf Prozent erhalten. Den „Innovationsbonus“ gibt es für alle, die einen Emissionsgrenzwert für Feinstaub von maximal 2,5 mg/m3 einhalten.

Fachplanung und Baubegleitung 50 Prozent Förderung

Die Kosten für die Planung und Baubegleitung einer neuen Heizungsanlage durch eine Fachfirma werden zusätzlich mit einem Fördersatz von 50 Prozent unterstützt. Die Höhe ist dabei unabhängig von der gewählten förderfähigen Heizungsanlage.

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Inwiefern werden Heizungen noch von der KfW gefördert?

Das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung hat seit dem 01. Januar 2020 viel bezüglich der Förderungsprogramme der KfW für Heizungen verändert. Einige Förderungen wurden durch das BAFA übernommen, andere wurden komplett gestrichen.

Wohngebäude – Kredit 261, 262

Mit dem Wohngebäude-Kredit der KfW werden unter anderem einzelne energetische Maßnahmen bei bestehenden Immobilien gefördert. Dazu zählt auch die Optimierung oder Erneuerung einer Heizung.

Finanziell unterstützt werden Solarthermieanlagen, Wärmepumpen, Biomasseanlagen (z. B. Pelletheizungen und Holzvergaser) sowie Gasheizungen, die mit einer Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien verbunden werden. Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Bau­antrag oder die Bau­anzeige des Wohn­gebäudes zum Zeit­punkt des Antrags mindestens fünf Jahre zurückliegt.

Heizungsbauer installiert Heizung im Haus
Mit der Unterstützung der KfW wird die Sanierung Ihrer Heizung viel günstiger.

Kommunen - Kredit 264

Kommunale Gebietskörperschaften, Gemeindeverbände und kommunale Zweckverbände werden ebenfalls bei einer Optimierung oder Erneuerung einer Heizung mit dem Kommunen-Kredit der KfW unterstützt.

Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle 433

Auch Brennstoffzellenheizungen werden durch die KfW mit dem Zuschuss 433 gefördert. Dabei setzt sich die Förderung aus einem Festbetrag in Höhe von 5.700 Euro zusammen und einem leistungsabhängigen Betrag von 450 Euro je angefangene 100 Watt elektrische Leistung. Neben den Kosten für den Einbau der Anlage können auch die Kosten für den Vollwartungsvertrag in den ersten zehn Jahren geltend gemacht werden.

Die passende Heizungsfirma finden

Sie sind sich unsicher, welche Heizung am besten zu Ihrer Immobilie passt? Aroundhome hilft Ihnen, den geeigneten Fachbetrieb zu finden, der Sie im Bezug auf die staatlichen Förderungen sowie Vor- und Nachteile der einzelnen Heizungsanlagen beraten kann. Füllen Sie einfach unseren Online-Fragebogen aus und wir empfehlen Ihnen bis zu drei Heizungsinstallateure in Ihrer Region.

Auch die Bundesländer bezuschussen das Heizen beispielsweise mit Wärmepumpen. Zudem gibt es auch zinsgünstige Kredite durch die landesspezifischen Förderinstitute und Landesbanken, teilweise sind diese mit KfW-Krediten und BAFA-Zuschüssen kombinierbar.

Nahaufnahme Heizung am Fenster
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