Lohnt Sich Eine Wärmepumpe
Kostenlos Heizungsangebote erhalten*

Nach der Erfassung Ihrer Wünsche verbinden wir Sie mit bis zu drei Fachpartnern.
*Der Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich. Wir finanzieren den Service über die Provision unserer Anbieter.

HomeHeizungWärmepumpeLohnt sich eine Wärmepumpe?
Voraussetzungen erklärt:

Wann lohnt sich eine Wärmepumpe wirklich?

Christina Tobias
Christina Tobias
11. April 2022

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Einsatz einer Wärmepumpe ist nicht überall sinnvoll.
  • Voraussetzungen sind eine gute Dämmung des Gebäudes sowie eine angepasste Dimensionierung der Heizkörper.
  • Die Kombination mit Flächenheizungen (z. B. Fußbodenheizungen) ist empfehlenswert.
  • Der Einbau von Wärmepumpen wird mit staatlichen Fördergeldern unterstützt.

Wärmepumpen gelten als umweltfreundliche Alternative zu Gas- und Ölheizungen. Besonders Sole-Wasser-Wärmepumpen (auch Erdwärmepumpen genannt) sind beliebt. Doch nicht immer ist die Installation einer Wärmepumpe problemlos möglich. Es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit die Investition sich umsetzen lässt und wirklich lohnt. Erfahren Sie, auf welche Kriterien Sie achten müssen.

Kurz erklärt: So funktioniert eine Wärmepumpe

Wärmepumpen funktionieren wie ein „umgekehrter Kühlschrank“. Das bedeutet, sie entziehen der Umgebung (dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Luft) Wärme und geben diese an Heizkörper ab. Es wird zwischen vier verschiedenen Arten unterschieden: Luft-Luft-Wärmepumpe, Luft-Wasser-Wärmepumpe, Wasser-Wasser-Wärmepumpe und Sole-Wasser-Wärmepumpe (auch Erdwärmepumpe genannt).

Voraussetzungen für eine Wärmepumpe: Auf diese Punkte müssen Sie achten

Wer glaubt, eine Wärmepumpe lohne sich generell immer, liegt leider falsch. Vielmehr muss eine geringe Vorlauftemperatur gewährleistet sein und auf die richtige Dimensionierung der Heizung geachtet werden. Unter diesen Voraussetzungen rechnet sich die Anschaffung einer Wärmepumpe:

Die richtige Dimensionierung

Die richtige Dimensionierung der Heizkörper ist entscheidend für den rentablen Betrieb einer Wärmepumpe. Der Grund hierfür ist die Vorlauftemperatur. Bei kleinen Heizkörpern werden höhere Temperaturen benötigt, um den kompletten Raum zu erwärmen. Wärmepumpen produzieren jedoch niedrige Vorlauftemperaturen von maximal 50 Grad Celsius. Die Lösung: Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen oder Wand-Flächenheizungen. Sie geben die Wärme auf einer größeren Fläche ab und kommen deshalb mit geringeren Temperaturen aus. Alternativ können Sie Wärmepumpenheizkörper nutzen, die mithilfe kleiner Ventilatoren die Raumluft durch die Heizflächen befördern. So wird die Wärmeübertragung verbessert und niedrigere Vorlauftemperaturen können erreicht werden.

Dämmung des Gebäudes: Neubau vs. Altbau

Wärmepumpen eignen sich ideal für neu gebaute Niedrigenergie- und Passivhäuser. Der energetische Zustand von Altbauten ist von diesen Standards meist weit entfernt. Somit werden in Bestandsgebäuden oft umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich, damit sich der Einbau einer Wärmepumpe lohnt. Am allerwichtigsten sind Dämmmaßnahmen, um weniger Energie an die Umgebung zu verlieren und die Wärme im Haus zu halten. Ist das Gebäude gut gedämmt, muss die Heizung weniger Leistung erbringen und die Vorlauftemperatur kann niedriger eingestellt werden. Neben einer Fassadendämmung ist auch die Isolierung von Fenstern und Türen entscheidend. Diese Bauarbeiten sind häufig kostspielig, werten die Immobilie jedoch auch auf, da der Wohnkomfort erhöht wird. Ein:e Energieberater:in kann Sie optimal bezüglich der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen beraten.

Art der Wärmepumpe

Bei der Entscheidung für oder gegen eine Wärmepumpe gilt es vor allem abzuwägen, welche Art Sie installieren wollen. Die Unterschiede zwischen den Varianten liegen darin, woher sie ihre Energie beziehen: aus der Umgebungsluft, dem Grundwasser oder dem Erdreich.

Luft-Wärmepumpen punkten mit einer einfachen Montage, die keine Bohrungen oder Grabungen erfordert. Darum ist auch der Anschaffungspreis mit 7.000 bis 16.000 Euro günstiger als die Kosten für andere Wärmepumpen-Arten. Das macht Luft-Wärmepumpen attraktiv. Trotzdem gibt es eine große Einschränkung, denn Luft-Wärmepumpen lohnen sich nur in nicht zu großen, aber gut gedämmten Neubauten. Andernfalls können sie nicht effizient arbeiten, da der Temperaturunterschied zwischen der Umgebungswärme und der Vorlauftemperatur möglichst gering sein sollte. Die Kombination mit einem Niedrigtemperatursystem, also einer Flächenheizung (z. B. Fußbodenheizung) ist deshalb besonders zu empfehlen. In sehr kalten Wintern muss trotzdem möglicherweise eine Gasheizung zugeschaltet werden, dennoch ist die Installation einer Luft-Wärmepumpe unter den genannten Voraussetzungen sinnvoll.

Aufgrund der nötigen Erschließungsarbeiten sind Wasser-Wasser und Sole-Wasser-Wärmepumpen (auch Erdwärmepumpe genannt) teuerer in der Anschaffung. Preislich liegen beide Arten zwischen 7.000 und 20.000 Euro. Generell sind sie effizienter als Luft-Wärmepumpen, lohnen sich aber erst bei größeren Gebäuden mit entsprechend höherem Wärmebedarf. Der Knackpunkt: Die nötigen Bohrungen müssen genehmigt werden und sind nicht überall möglich. Die Tiefe der Bohrungen ist dabei unterschiedlich: Bei einer Erdwärmepumpe können in manchen Regionen schon zehn Meter ausreichen, in anderen müssen die Sonden bis zu 100 Meter tief gelegt werden. Wasser-Wasser-Wärmepumpen erfordern die Erschließung von zwei Brunnen. Aus dem einen wird das Wasser zur Wärmegewinnung entnommen, über den anderen wird es abgekühlt wieder zurückgeführt. Hier können Probebohrungen und die Entnahme von Wasserproben für die Genehmigung benötigt werden.

Heizung Wärmepumpe Erdsonde Erdkollektor
Die Funktionsweise einer Erdwärmepumpe: Erdsonde vs. Erdkollektor

Rentiert sich eine Wärmepumpe? Eine einfache Rechnung verrät es!

Es lassen sich nur schwer pauschale Aussagen dazu treffen, ob sich eine Wärmepumpe lohnt. Um in Ihrem konkreten Fall zu entscheiden, ob ein rentabler Betrieb möglich ist, kann eine einfache Rechnung helfen. Hierfür benötigen Sie die Arbeitszahl (auch Jahresarbeitszahl genannt) Ihrer Wärmepumpe sowie den aktuellen Strompreis sowie Gas- oder Heizöl-Preis. Grund: Mit einer Wärmepumpe sparen Sie zwar Heizkosten, müssen jedoch mit höheren Stromkosten rechnen. Der Gas- oder Ölpreis wird hierbei also zur Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Heizungssysteme herangezogen. Sie können sich an folgenden Merksatz halten: Die Arbeitszahl der Wärmepumpe sollte größer sein als das Ergebnis aus Strompreis geteilt durch Gas- oder Heizöl-Preis.

Extra-Tipp: Besonders günstig wird der Betrieb der Wärmepumpe, wenn Sie den benötigten Strom mithilfe einer Photovoltaik-Anlage selbst produzieren. Auch mit Solarthermie-Anlagen können Wärmepumpen kombiniert werden.

Wofür gibt es Förderungen?

Wärmepumpen werden staatlich durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Form von Krediten und Zuschüssen gefördert. In unserem Artikel finden Sie eine umfangreiche Übersicht.

Fazit: Lohnt sich eine Wärmepumpe wirklich?

Wärmepumpen haben höhere Anschaffungskosten als andere Heizsysteme. Durch die Einsparungen in der Wärmeerzeugung können sich die Kosten jedoch innerhalb von weniger als zehn Jahren amortisieren. Das ist allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. So muss das Gebäude gut gedämmt sein und idealerweise mit einer Flächenheizung beheizt werden. Durchschnittliche Einfamilienhäuser mit einer Größe zwischen 100 und 130 Quadratmetern profitieren am meisten von der Nutzung günstiger Luft-Wärmepumpen. Größere Häuser mit erhöhtem Wärmebedarf benötigen in der Regel Erdwärme, um Ihren Bedarf zu decken.

Lassen Sie sich beraten

Lassen Sie sich in jedem Fall von einem Fachbetrieb bezüglich Ihrer Heizmöglichkeiten beraten. Wir von Aroundhome vermitteln Ihnen bis zu drei Fachfirmen für Heizungen aus Ihrer Region. Füllen Sie dazu einfach unser Online-Formular aus. Ein Fachbetrieb kann Ihnen genau ausrechnen, wie hoch Ihr Heizbedarf im Jahr ist und welche Kosten Sie erwarten können.

© 2022 Aroundhome. Eine Marke der be Around GmbH. Alle Rechte vorbehalten.