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Podcast: Was eine energetische Sanierung für Hauseigentümer:innen bedeutet

Redaktion Antonia
Antonia Rupnow
5. Dezember 2023

In dieser Podcast-Episode sprechen wir darüber, wie Sie eine Energieberatung bei einer energetischen Sanierung unterstützt und räumen mit Vorurteilen auf. Unser Energie-Effizienz-Experte Hendrik Hirschelmann von der Energieberatung Mitteldeutschland klärt außerdem auf, wie Sie Fallstricke bei der Sanierung vermeiden und passende Energieberater:innen finden.

Podcast - Die Bedeutung der energetischen Sanierung für Hausbesitzer:innen

Kapitelübersicht

  • 02:15 Sanierungspotenzial in Deutschland
  • 05:07 Was für eine energetische Sanierung spricht
  • 08:00 Wie Sie eine energetische Sanierung angehen
  • 13:00 So arbeitet der Energieberater
  • 15:50 Vorgaben bei der Sanierung
  • 20:50 So wählen Sie den passenden Energieberater aus
  • 24:20 Förderungen*
*Die hier im Podcast (Stand September 2022) genannten Förderungen und Zuschüsse haben sich in ihrer Höhe teilweise bereits geändert oder stehen mitunter nicht mehr zur Verfügung. Einen aktuellen Förderungsüberblick finden Sie hier.

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Unsere Experte: Hendrik Hirschelmann

Das Porträtbild zeigt den Energieberater und Energieexperten Hendrik Hirschelmann von Energieberatung Mitteldeutschland. Er hat dunkelbraune Haare, trägt eine Brille und ein dunkelblaues Hemd.

„Das Thema Energieberatung hat immer noch so ein bisschen den Ruf, eine teure Angelegenheit zu sein. Also gefühlt schon, wenn man das Wort Energieberatung ausspricht, hat man die erste Rechnung im Briefkasten. Und so ist es eben einfach nicht."

Hendrik Hirschelmann ist zertifizierter Energieberater und Energie-Effizienz-Experte (BAFA) bei der Energieberatung Mitteldeutschland. Hier berät und begleitet der gelernte Ingenieur sowohl Eigenheimbesitzer:innen als auch Unternehmen bei der Energiesanierung. Sein Ziel: Emissionen von Privathaushalten und Unternehmen zu senken.

Das Wichtigste zur Energieberatung

  • Für viele Hauseigentümer:innen steht der wirtschaftliche Nutzen einer energetischen Sanierung im Vordergrund zum Beispiel die Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen.​
  • Eine Energieberatung ist essenziell, um eine energetische Sanierung auf das jeweilige Gebäude und das Budget der Eigentümer:innen anzupassen.
  • Ein:e Energieberater:in sollte unbedingt vor Sanierungsbeginn einbezogen werden, um nicht förderschädlich zu agieren. Dazu gehört auch die Vertragsschließung mit einer Fachfirma.
  • Viele Förderanträge für energetische Sanierungsmaßnahmen werden nur mit einer vorangegangenen Energieberatung bewilligt.
  • Mit Erhalt des Zuwendungsbescheids werden die Fördermittel für das geplante Vorhaben 24 Monate geblockt – bei einer unsteten Fördermittellandschaft können sich Hausbesitzer:innen so gute Konditionen sichern.

„Meine persönliche Empfehlung aus der Praxis ist einfach die, dass zu langes Warten eher bestraft wird. Wenn man ein Vorhaben zu den bekannten Förderbedingungen aktuell geplant hat und man mit den Konditionen zufrieden ist, dann sollte man doch schnell agieren und sich zunächst einmal die Förderzusage einholen.“

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Die Episode mit Energieberater Hendrik Hirschelmann zum Nachlesen

Aroundhome: Die Sanierungsquote wurde von Gebäuden liegt jährlich nur bei ein Prozent. Das geht aus dem Gebäudereport der Deutschen Energieagentur Dena hervor. Damit stagniert die Sanierungsrate von Gebäuden seit 2010 und dieser geringen Sanierungsquote steht eine große Anzahl an Häusern gegenüber, die Sanierungspotenzial haben. Denn laut einer Studie des Instituts für Energie und Umweltforschung verursachen sogar 31 Prozent der Wohngebäude in Deutschland 50 % der Treibhausgasemissionen. Das sind Gebäude, die Worst Performing Buildings heißen. Sie erreichen eine Energieeffizienzklasse von G oder schlechter.

In Hinblick auf diese Fakten und hinsichtlich der ungewissen Entwicklung der Energiepreise scheint eine Sanierung wichtiger denn je. Dabei ist es nicht nur wichtig, dass die Gebäude saniert werden, sondern auch wie. Was bei einer energetischen Sanierung auf Hauseigentümer:innen zukommt und wie sie diese am besten angehen. Darüber spreche ich heute mit Hendrik Hirschelmann, Energieberater und Energieeffizienzexperte für Förderprogramme des Bundes bei co2online. Ich bin Antonia Rupnow, Redakteurin bei Aroundhome und begrüße Sie zu unserem Aroundhome Expert:innen Podcast für Fragen rund ums Zuhause mit dem Thema Einblick in die energetische Sanierung. Was kommt auf Hauseigentümer:innen zu? Hallo und herzlich willkommen zu unserem Aroundhome Expert:innen Podcast für Fragen rund ums zu Hause und herzlich Willkommen, Herr Hirschelmann. Schön, dass Sie da sind.

Hendrik Hirschelmann: Ja, vielen Dank für die Einladung.

Aroundhome: Wir haben es gerade schon im Intro gehört. Die Sanierungsquote ist gering und das, obwohl in deutschen Haushalten immer noch viel zu viel Energie verbraucht wird. Als Energieberater sind Sie täglich unterwegs, um Hauseigentümer:innen zu diesem Thema zu beraten. Wie steht es denn wirklich um das Sanierungspotenzial in deutschen Häusern?

Sanierungspotenzial in Deutschland

„Aber es gibt auch ein paar Vorurteile zum Thema energetische Sanierung, die sich recht hartnäckig halten. Und hier ist einfach häufig auch Aufklärungsarbeit zu leisten. Aber das ist auch in Ordnung, weil dann gibt es Raum für Aha- Effekte und das ist ja im Endeffekt auch die Aufgabe des Energieberaters ..."

Hendrik Hirschelmann: Genau. Sie haben es ja eingangs schon erwähnt. Wir liegen seit Jahren bei einer Sanierungsquote von circa ein Prozent im Wohngebäudebestand, um da mal eine Zahl zu hinterlegen. Das sind ungefähr 140.000 Gebäude. Jetzt könnte man natürlich denken 140.000 Gebäude, das ist gar nicht so schlecht. Aber laut einer Einschätzung des Umweltbundesamtes ist das nicht einmal die Hälfte der nötigen Sanierungen pro Jahr zur Erreichung der Klimaziele im Jahr 2045.

Jetzt bin ich da natürlich auch realistisch und muss sagen, die Erreichung von Klimaschutzzielen ist in der Praxis doch eher weniger der Motivator für eine energetische Sanierung. Da liegen ganz klar wirtschaftliche Interessen eher im Vordergrund. Das ist natürlich völlig legitim. In letzter Zeit nimmt aber auch immer mehr das Thema Unabhängigkeit und Autarkie zu. Das merke ich so im Alltag. Das Potenzial für energetische Sanierung ist auf jeden Fall noch lange nicht ausgeschöpft.

Aroundhome: Okay. Es ist natürlich sehr interessant, dass zum einen der wirtschaftliche Faktor zurzeit sehr entscheidend ist, um vielleicht eine Energieberatung hinzuzuziehen. Und ich glaube, auch wenn man sich jetzt die Wartezeiten anschaut für Termine bei Energieberater:innen und auch bei Handwerkern hat man schon den Eindruck, dass Hauseigentümer:innen sich wieder mehr mit dem Thema Sanierung auseinandersetzen und beschäftigen. Was sind denn Ihre Erfahrungen, wenn Sie mit Kund:innen über die energetische Sanierung ihres Hauses sprechen?

Hendrik Hirschelmann: Also der Kenntnisstand variiert dann doch recht stark von Eigentümer zu Eigentümer, was jetzt die Option bei einer Sanierung angeht. Oder die Kosten oder zum Beispiel auch das Thema Förderung. Viele Eigentümer haben schon eine recht gefestigte Meinung zu dem Thema. Ist an sich kein Problem. Aber es gibt auch ein paar Vorurteile zum Thema energetische Sanierung, die sich recht hartnäckig halten. Und hier ist einfach häufig auch Aufklärungsarbeit zu leisten.

Aber das ist auch in Ordnung, weil dann gibt es Raum für Aha- Effekte und das ist ja im Endeffekt auch die Aufgabe des Energieberaters, den Kunden so umfassend wie möglich zu beraten. Vorab die ganzen Fragen, die mit der energetischen Sanierung einhergehen, zu klären, um dann im Endeffekt das bestmögliche Ergebnis mit den gegebenen Mitteln für den Kunden zu erzielen.

Vorurteile gegenüber einer energetischen Sanierung

Aroundhome: Können Sie Beispiele für Vorurteile nennen, die die Kundinnen haben oder auch für den Kenntnisstand aus ihrem Berufsalltag?

Hendrik Hirschelmann:Ja, also die Vorurteile. Zum Beispiel der Klassiker: Es gibt eine Heizungsanlage im Keller, die dort ja schon seit 1989 läuft, ohne Probleme, die man auf keinen Fall anfassen sollte, weil sie ja eben funktioniert. Dass sie natürlich mit einem Wirkungsgrad jenseits von Gut und Böse vor sich hinarbeitet, ist ein anderes Thema.

Oder zum Beispiel auch, dass eine nachträgliche Dämmung im Altbau immer mit Schimmel einhergeht. An der Stelle ganz klar die Aussage: Wenn man das Ganze fachgerecht plant und auch vorher ordentlich auslegt und berechnet, dann ist dem nicht so! Das sind einfach solche Vorurteile, die sich dann doch halten.

Aroundhome: Was spricht denn für eine energetische Sanierung und wann sollten Hauseigentümer:innen über eine komplette Sanierung nachdenken?

Hendrik Hirschelmann: Für die Sanierung spricht vor allem das langfristige Einsparpotenzial. Eine energetische Sanierung ist eher immer eine langfristige Investition und diese amortisiert sich besonders gut eigentlich bei aktuell energetisch schlecht da stehenden Gebäuden, also sogenannten Worst Performing Buildings, die ja, sagen wir mal Baujahr 1926 [sind]. Dann wurde irgendwann in den Neunzigern oder Achtzigern was saniert. Seitdem wurde nicht viel gemacht, immer mal ein bisschen was in Eigenleistung.

Das sind eigentlich so die Klassiker, wo man dann auch mal schnell Amortisationszeiten auch bei einer umfangreichen Sanierung von deutlich unter zehn Jahren hat. Einfach, weil das Potenzial, was man dort bergen kann, zu groß ist. Natürlich wäre es an sich wünschenswert, dass Sanierungsvorhaben so umfassend sind, dass am Ende dann das Erreichen eines Effizienzhaus-Standards steht. Das muss aber nicht sein. Also auch schon mit verschiedenen Einzelmaßnahmen, wie zum Beispiel die Dämmung der obersten Geschossdecke oder die Dämmung der Kellerdecke ist doch mit ziemlich gering finanziellen Mitteln ein gutes Einsparpotenzial zu bergen.

Wenn man die Möglichkeiten dazu hat, vor allem finanzielle Möglichkeiten, dann empfiehlt es sich aber in den allermeisten Fällen, eine umfassende Sanierung anzugehen, einfach weil man bestimmte Synergieeffekte hat, die man auch mitnehmen kann. Wenn man zum Beispiel ein Gerüst stellt, dann kann man im Zuge dessen die Fassade erneuern. Man kann das Dach erneuern und hat dann einfach die Gemeinkosten der Gerüststellung, die sich die Maßnahmen dann teilen. Oder wenn man zum Beispiel eine Perimeter-Dämmung angeht, also die Dämmung von erdberührenden Bauteilen, könnte man das auch verbinden, wenn der Bagger einmal auf dem Grundstück steht mit der Verlegung von Erdreichkollektoren zum Beispiel für eine neue Wärmepumpe.

Und es gibt eine ganze Menge solcher Synergieeffekte, die man nutzen kann. Nicht zuletzt ist es natürlich auch interessant, dass alles in einem Rutsch zu machen, weil man nur einmal das Thema Baulärm, Schmutz und die zeitweise Unbewohnbarkeit der Immobilie hat.

Aroundhome: Okay, halten wir mal ganz kurz fest: Also das Sanierungspotenzial insgesamt in Deutschland ist recht hoch, auch bei vielen Häusern noch vorhanden, weil, sie hatten es auch schon angesprochen, diese teilweise sehr alt sind und die Hauseigentümer:innen sind darüber auch zum Teil gut informiert. Sie haben sie schon mal mit dem Thema auseinandergesetzt und wissen auch schon ein bisschen Bescheid. Gleichzeitig gibt es oft Vorurteile, die sich halten, die sie dann auch ausräumen im Alltag und bei Besuchen vor Ort. Und Sie haben jetzt auch zum Schluss noch mal gesagt: Es lohnt sich natürlich nicht nur eine Einzelmaßnahme, sondern auch Komplettsanierungen anzugehen. Einfach um Synergieeffekte zu nutzen, zwischen den einzelnen Bauträgern beispielsweise oder eben, um das Einsparpotenzial dann auch zu nutzen.

Wie Sie eine energetische Sanierung angehen

Aroundhome: Sie haben ein paar Maßnahmen jetzt auch schon genannt, wie die Geschossdecken zu dämmen zum Beispiel. Interessant wäre jetzt in diesem Zuge auch noch mal, was bei einer energetischen Sanierung alles gemacht wird. Also worauf sollten Hauseigentümer:innen sich einstellen, wenn sie eine energetische Sanierung angehen wollen?

Hendrik Hirschelmann: Genau. Also das wäre jetzt meine Empfehlung an der Stelle: Erst mal einen ruhigen Moment suchen, sich Gedanken machen über das Budget, das man zur Verfügung hat, über den Umfang der Sanierung. Aus der Erfahrung heraus haben die Hauseigentümer schon von selbst ein recht gutes Verständnis dafür, was am dringendsten am Haus zu machen ist. Ganz wichtig hier: Zeit einplanen. Man kann nicht davon ausgehen, dass man eine energetische Sanierung angeht und dann innerhalb von drei, vier Monaten fertig ist. Gerade bei größeren, umfangreichen Maßnahmen. Ich würde sagen, allein schon, wenn man einen Energieberater suchen muss, wenn man die ausführende Fachfirma suchen muss, das ist ja doch ein schwieriges Thema, gerade im aktuellen Marktumfeld. Rechnen Sie mal mindestens von Zeiten ab sechs Monaten, einem Dreivierteljahr. Und alles, was darüber hinausgeht, bis dann die energetische Sanierung wirklich komplett abgeschlossen ist. Natürlich wieder davon abhängig, was einen Umfang dieser hat.

Für die weitere Vorgehensweise würde ich dann empfehlen, Sie schauen einmal in die Energieeffizienz-Experten-Liste für Förderprogramme des Bundes. Und dort finden Sie eben qualifizierte Energieberater in Ihrem Umfeld. Sie suchen dann über die Postleitzahl quasi jemanden bei Ihnen in der Nähe am besten. Und sprechen Sie mal mit dem Energieberater. Beschreiben Sie Ihr Vorhaben grob. Beschreiben Sie auch, ob es erst mal um eine allgemeine Energieberatung geht oder ob es schon um eine konkrete Planung geht oder um eine Bauleitung. Wenn Sie schon ganz konkrete Vorstellungen von der Sanierungsmaßnahme haben.

Wenn Sie noch gar nicht an diesem Punkt sind, sondern sich erst mal allgemeine Informationen einholen wollen, dann empfehle ich immer den individuellen Sanierungsfahrplan. Das ist im Endeffekt eine Energieberatung für ein Wohngebäude. Die hat ein Wert von ungefähr 1.500 €, wird zu 80 Prozent vom BAFA Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert, das heißt, Ihre Kosten betragen so um die 300 Euro. Aber selbst die tragen sich dann im weiteren Verlauf noch selbst. Da komme ich dann noch dazu.

Und für diesen Gegenwert kann sich der Energieberater wirklich ausreichend Zeit lassen. Der kommt dann bei Ihnen vor Ort vorbei, macht dann eine Aufnahme von Gebäude, macht sich ein Bild vom Istzustand und kann Ihnen dann über den Sanierungsfahrplan eben einen Weg aufzeigen. Ein Fahrplan. Der Name sagt eigentlich schon, wie man das Haus auf einen energetisch guten Stand bringt. Und damit haben sie dann wirklich ein Dokument in der Hand, was fundierte Aussagen enthält, die genau auf Ihr Objekt zugeschnitten sind.

Dieser individuelle Sanierungsplan, der folgt einer bundeseinheitlichen Vorgabe. Also egal wo Sie den im Bundesgebiet bestellen, der sieht quasi immer gleich aus und schlüsselt für Laien gut verständlich diese Vorgehensweise bei der Sanierung und auch die Kosten auf.

„Der Energieberater wird sich dann einen ersten Eindruck verschaffen. Dann würden Sie eine Begehung im Haus durchführen. Also der Energieberater würde alles dokumentieren [... ]um dann im Nachgang mit den drei Komponenten Plan, Unterlagen, Vorstellungen und Zielen und eben der Dokumentation des Istzstandes einen Plan aufzustellen, wie das Haus energetisch saniert werden kann."

Jetzt komme ich noch zu dem Punkt, warum sich diese Kosten für den Plan selbst tragen: Wenn Maßnahmen an der Gebäudehülle oder der Anlagentechnik oder zur Heizungsoptimierung - wobei ich da genau sein muss Anlagentechnik bezieht sich nicht auf die Heizung - später dann umgesetzt werden und im Fahrplan benannt sind, bekommen sie noch mal fünf Prozent zusätzliche Fördermittel. Das heißt, wenn Sie netto Sanierungskosten von 6.000 Euro haben, haben Sie entsprechend diese 300 Euro wieder raus. Also die Hürde für eine Energieberatung, die genau auf Ihr Objekt zugeschnitten ist, ist doch ziemlich gering.

Wenn Sie das jetzt haben, dann haben Sie erst mal eine Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen. Können sich jetzt natürlich mit dem Energieberater noch mal zusammensetzen. Dann würden Sie die Konditionen für die Fachplanung und die Bauleitung für die Maßnahmen aushandeln. Diese Kosten, auch ja als Hinweis werden auch zu 50 Prozent gefördert, sind bei 5.000 Euro gedeckelt, zum Beispiel bei einem Ein- oder Zweifamilienhaus.

Und die Rolle des Energieberaters an der Stelle bei der Fachplanung und Baubegleitung ist dann eben eine qualitätssichernde. Der Energieberater steht Ihnen als Bauherr beratend zur Seite und achtet vor allem auch auf die Einhaltung von geltenden Normen und Gesetzen bei der baulichen Umsetzung der Maßnahmen.

So arbeiten Energieberater:innen

Aroundhome: Bevor ich jetzt gleich noch mal auf die Förderungen zu sprechen komme, erst noch ein interessanter Aspekt: Sie haben gesagt, eh man einen Termin bekommt mit dem Energieberater dauert es auch manchmal so sechs Monate bis zu einem dreiviertel Jahr. Man sollte rechtzeitig anfangen, nehme ich an, und jetzt haben Sie auch schon gesagt, welche Aufgaben der Energieberater auch übernimmt, was er macht. Damit ich mir die Beratung bildlich vorstellen kann. Der Energieberater bringt jetzt beispielsweise eine Wärmebildkamera mit oder scannt jetzt alle Anlagen im Haus. Oder wie genau läuft so eine Beratung ab?

Hendrik Hirschelmann: Genau die Wärmebildkamera. Ja, ich will mal sagen "nice to have", aber nicht unbedingt zwingend erforderlich für eine gute, fundierte Energieberatung. Sie würden erst mal einen Termin einfach bei Ihnen vor Ort ausmachen. Sie würden im besten Falle vorbereitet in diesen Termin gehen, in dem Sie schon mal die Unterlagen, die relevant sein können - und da hilft Ihnen auch der Energieberater wieder weiter, was das ist - bereithalten. Und ja, der Energieberater kommt zu Ihnen. Im besten Fall bieten Sie ihm Kaffee an Sie setzen sich erst mal in aller Ruhe zusammen, klären auch erst mal Vorstellungen und Wünsche ab. Der Energieberater wird sich dann einen ersten Eindruck verschaffen. Dann würden Sie eine Begehung im Haus durchführen. Also der Energieberater würde alles dokumentieren. Das ist viel Fotodokumentation, auch, um dann im Nachgang mit den drei Komponenten Plan, Unterlagen, Vorstellungen und Zielen und eben der Dokumentation des Istzustandes einen Plan aufzustellen, wie das Haus energetisch saniert werden kann. Überhaupt, weil auch nicht bei jedem Objekt jede Maßnahme, die man empfehlen könnte, wirklich Sinn ergibt. Und das ist ja im Endeffekt die Aufgabe des Beraters, das herauszufinden und ihn dann darzustellen.

„Aber es ist auch gesetzlich so vorgegeben, wenn Sie Maßnahmen an der Gebäudehülle haben oder an der Anlagentechnik - außer Heizung an der Stelle -, dann ist zwangsweise die Einbindung eines Energieeffizienzexperten, der dafür zugelassen ist, erforderlich, wenn Sie Fördermittel beziehen möchten."

Aroundhome: Sie hatten aber auch vorher gesagt, dass Energieberatung stark gefördert wird und dadurch die Kosten sich so weit reduzieren, dass sie sich auf circa 300 Euro nur noch belaufen. Das klingt jetzt erst mal für mich nach einem recht geringen Investitionsrisiko. Das heißt, so eine Beratung könnte eigentlich jeder ohne große Hürde in Anspruch nehmen. Wie sieht es denn in der Praxis aus? Was sind denn Ihre Erfahrungen, nehmen den Hauseigentümer:innen eine solche Beratung in Anspruch?

Hendrik Hirschelmann: Ja, diese geförderte Energieberatung, die ist leider doch relativ unbekannt, so aus meiner Erfahrung heraus. Da fehlt ein bisschen Publicity. Gut, dass wir heute hier zusammenkommen und es ein bisschen publik machen. Es ist ja auch so: Das Thema Energieberatung hat immer noch so ein bisschen den Ruf, eine teure Angelegenheit zu sein. Also gefühlt schon, wenn man das Wort Energieberatung ausspricht, hat man die erste Rechnung im Briefkasten. Und so ist es eben einfach nicht.

Wie schon gesagt, ist es eine sehr geringe Hürde, die man dort nehmen muss, um eine fundierte Energieberatung für sein Haus zu bekommen und um sich eine Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen zu schaffen.

Vorgaben bei der Sanierung

Aroundhome: Die Vorgehensweise haben Sie jetzt ja auch schon erläutert. Für mich wäre jetzt noch interessant zu wissen, gibt es denn auch Vorgaben, die Hauseigentümer:innen vielleicht einhalten müssen oder im Blick behalten sollten bei so einer energetischen Sanierung?

Hendrik Hirschelmann: Ja, gibt es auf jeden Fall. Da hilft Ihnen der Energieberater bei dieser einzuhalten. Also zum einen gibt es die Vorgaben des Gebäude-Energie-Gesetzes, des GEGs. Das sind sozusagen die Mindestanforderungen, die immer eingehalten werden müssen per Gesetz, wenn man energetisch saniert. In der Regel sind das dann Grenzwerte bei baulichen Maßnahmen, vor allem die Einhaltung von bestimmten Wärmedurchgangskoeffizienten. Jetzt wird es ein bisschen technisch. Das ist dann der U-Wert. Das spielt eine ganz zentrale Rolle. Und vereinfacht gesagt, bestimmt dieser U-Wert die energetische Qualität des Bauteils: je kleiner, umso besser, aber dann sind eben in der Regel auch das Isolationsmaterial oder die Kosten für das Bauteil teurer.

Es gibt dann zusätzlich noch die verschärften Anforderungen des BEG, des Programms Bundesförderung für effiziente Gebäude. Da geht es dann um das Thema Förderung. Wenn man eine Förderung für seine energetischen Sanierungsmaßnahmen in Anspruch nehmen möchte, sind diese Grenzwerte und diese verschärften Anforderungen einzuhalten. Das ist nicht immer ganz trivial und es ist auch mitunter gar nicht wirklich möglich. Aber in der Regel lohnt sich der Mehraufwand, diese Anforderungen einzuhalten, immer dadurch, dass man eben die Förderung in Anspruch nehmen kann. Das System ist an der Stelle doch schon ganz gut ausgereift. Da hilft Ihnen eben auch der Energieberater dabei, das im Blick zu behalten.

„Ein ganz wichtiger Hinweis an der Stelle: Binden Sie unbedingt den Energieberater ein, bevor Sie mit der energetischen Sanierung anfangen! Weil Sie sonst Gefahr laufen, förderschädlich zu agieren, indem Sie zum Beispiel schon Verträge mit Fachfirmen schließen, die dann auch an der Sanierung beteiligt sein sollen."

Aroundhome: Das heißt, wenn die Anforderungen gerade im Gebäudeenergiegesetz nicht so leicht verständlich sind oder vielleicht auch sehr verschärft sind, kann ich mir gut vorstellen, dass ein Energieberater oder eine Energieberaterin ein Stück weit als Vermittler:in und auch Übersetzer:in auftreten. Wäre es denn auch möglich, dass Hauseigentümer:innen das alleine angehen oder ist da die Rolle des Energieberaters oder der Energieberaterin schon existenziell?

Hendrik Hirschelmann: Also allein schon diese qualitätssichernde Rolle macht den Energieberater eigentlich unentbehrlich bei der energetischen Sanierung. Aber es ist auch gesetzlich so vorgegeben, wenn Sie Maßnahmen an der Gebäudehülle haben oder an der Anlagentechnik - außer Heizung an der Stelle -, dann ist zwangsweise die Einbindung eines Energieeffizienzexperten, der dafür zugelassen ist, erforderlich, wenn Sie Fördermittel beziehen möchten.

Der reine Heizungstausch macht die Einbindung eines Energieeffizienzexperten nicht unbedingt erforderlich. In der Praxis ist häufig so, dass das dann der Anlagenbauer oder Heizungsbauer, der mit entsprechenden Vollmachten ausgestattet, übernimmt. Aber sollten Sie mehrere Einzelmaßnahmen vornehmen wollen und ist bei einer davon verpflichtend, einen Energieeffizienzexperten einzubinden, dann muss der Antrag insgesamt über den Energieeffizienzexperten laufen. Sie sehen schon, das Ganze ist nicht ganz so einfach zu durchblicken. Und auch da wieder der Energieberater steht Ihnen da mit Rat und Tat zur Seite.

Für den weiteren Verlauf wäre es dann so, dass der Energieberater den Fördermittelantrag stellt und das Fördermittelverfahren abwickelt. Dazu gehört, auch die technische Projektbeschreibung des Projekts einzureichen und dann im Nachgang, wenn die Sanierung erfolgt ist, über den technischen Projektnachweis zu bescheinigen, dass das alles förderrichtlinienkonform abgelaufen ist.

Ein ganz wichtiger Hinweis an der Stelle: Binden Sie unbedingt den Energieberater ein, bevor Sie mit der energetischen Sanierung anfangen! Weil Sie sonst Gefahr laufen, förderschädlich zu agieren, indem Sie zum Beispiel schon Verträge mit Fachfirmen schließen, die dann auch an der Sanierung beteiligt sein sollen. Und es gibt doch einige solcher Fallstricke, über die der Energieberater aufklären kann.

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Aroundhome: Was können das für Fallstricke sein? Haben Sie das auch schon erlebt in der Praxis, dass Hausbesitzerinnen alleine losgelaufen sind und sich dann auch wirklich Nachteile für sie ergeben haben?

Hendrik Hirschelmann: Es gibt immer mal wieder solche Streitthemen. Besonders zum Beispiel Entkernung bei einem umfassenden Sanierungsvorhaben. Das ist dann wieder die Frage, gehört das schon zur energetischen Sanierung oder eben noch nicht? Oder zum Beispiel auch Erdarbeiten - der Erdaushub jetzt eher beim Neubau ist ein ganz beliebter Stolperstein hier. Denn das ist tatsächlich schon ein förderschädlicher Vorhabenbeginn.

Generell, um es festzuhalten, planerische und vorbereitende Maßnahmen, zum Beispiel eine Statikprüfung oder Gefahrstoffbeseitigung bis hin zur Kampfmittelräumung oder eine Baustelleneinrichtung, sind immer vorab möglich. Genauso wie die Einholung von Genehmigungen.

Ja, der Klassiker ist wohl, dass man ja was geplant hat, und im Ort halt schon jemanden kennt, der das machen könnte. Eine bestimmte Fachfirma, die im Auge hat. Die Vorlaufzeiten bei Handwerkerfirmen sind entsprechend lang. Man möchte sich denjenigen sichern, das heißt man macht lieber schonmal einen Vertrag. Das ist ganz klar förderschädlicher Vorhabensbeginn. Also wenn Sie schon eine Leistung quasi beauftragen, die mit der energetischen Sanierung in Zusammenhang steht.

So wählen Sie den/die passende:n Energieberater:in aus

Aroundhome: Sie haben auch erwähnt, dass es die Dena-Liste gibt, für Energieberater:innen zum Beispiel. Worauf muss ich denn aber achten, ob ich einen guten Energieberater erwischt habe? Was soll ich bei der Auswahl eines Energieberaters achten?

Hendrik Hirschelmann: Also grundsätzlich ist es so, dass der Begriff Energieberater selbst eben nicht geschützt ist. Sie könnten sich zum Beispiel nach der Mittagspause nachher Energieberaterin nennen, wenn Sie das möchten. Aber die Spreu trennt sich dann doch recht deutlich vom Weizen, wenn man eine Person hat, die auf der Energieeffizienzexperten-Liste der Dena auftaucht. Das ist eine kuratierte Liste, wo sich eben nur Energieberater finden, die entsprechende Qualifikationsnachweise erbringen können. Also erst mal eine fundierte Ausbildung zum Beispiel im Handwerk oder im Ingenieurwesen oder als Architekt. Und dann die entsprechenden Zusatzqualifikationen. Wenn Sie jemanden auf dieser Liste finden und anschreiben, dann können Sie an sich davon ausgehen, dass diese Person dann auch dazu berechtigt ist, zum Beispiel Fördermittel zu beantragen.

„[...] fragen Sie einfach mal ganz provokativ den Energieberater, wie er mit seinem Sanierungsvorhaben umgeht. Wie oft ist er auf der Baustelle? Wenn dann die Antwort kommt Na ja, ich bin am Anfang des Bauvorhabens einmal auf der Baustelle und dann am Ende, wenn alles schön verputzt ist, schaue ich mir das vielleicht noch mal an, dann können Sie wahrscheinlich davon ausgehen, dass der Energieberater viel zu tun hat, aber nicht mit Ihnen."

Kleiner Exkurs zu der Liste selbst: Wenn Sie die dann aufrufen, Sie werden sehen, es gibt verschiedene Qualifikation. Es gibt Qualifikation für Wohngebäude, für Nichtwohngebäude und zum Beispiel auch für Denkmäler. Achten Sie darauf, wenn Sie zum Beispiel jetzt ein denkmalgeschütztes Objekt haben, dass der- oder diejenige dann auch dafür qualifiziert ist, das zu beraten. Ansonsten lassen Sie sich Referenzen vorzeigen. Lassen Sie sich einfach nachweisen, was für Projekte der Energieberater schon gemacht hat. Vielleicht haben Sie ja auch tatsächlich jemanden im Ort, der schon mal mit einem Energieberater zu tun hatte, dort gute Erfahrungen gehabt hat. Das sind natürlich immer gute Anknüpfungspunkte.

Noch der Hinweis: Der Energieberater muss anbieter- und produktneutral agieren. Wenn Sie den Eindruck haben, der Energieberater möchte von der Firma, die da im Hintergrund steht, vielleicht Provision abgreifen, dann ist das kritisch. Also Energieberater sind gesetzlich auch zur Neutralität verpflichtet, an der Stelle.

Sonst würde ich sagen, fragen Sie einfach mal ganz provokativ den Energieberater, wie er mit seinem Sanierungsvorhaben umgeht. Wie oft ist er auf der Baustelle? Wenn dann die Antwort kommt Na ja, ich bin am Anfang des Bauvorhabens einmal auf der Baustelle und dann am Ende, wenn alles schön verputzt ist, schaue ich mir das vielleicht noch mal an, dann können Sie wahrscheinlich davon ausgehen, dass der Energieberater viel zu tun hat, aber nicht mit Ihnen. Also eine gute Baubegleitung. Da muss der Energieberater doch öfter ran. Und das wäre auch ein Qualitätsmerkmal, wo Sie schon mal vorfühlen können.

Aroundhome: Angenommen, ich habe jetzt einen Energieberater, eine Energieberaterin zum Vor-Ort-Termin gehabt und mein Eindruck ist jetzt nicht der beste. Ist dann noch ein Wechsel möglich, auch wenn vielleicht sogar schon ein Fahrplan erstellt wurde?

Hendrik Hirschelmann: Also generell sind Sie dann nicht an den Energieberater gebunden. Auf keinen Fall. Also wenn Sie den individuellen Fahrplan erstellen lassen und Sie sind zufrieden mit der Arbeit des Energieberaters, dann können Sie in der Regel denjenigen auch getrost für das Weitere für das Vorhaben an sich beauftragen. Aber wenn Sie damit jetzt nicht zufrieden waren, dann ja. Es ist natürlich eine unschöne Situation, aber Sie sind dann nicht an diese Person gebunden. Sie können dann weiter suchen.

Förderungen für energetische Sanierungen

„Also besonders wenn es sich um energetisch sehr schlechte Gebäude handelt, dann ergeben sich aus dieser Mischung von Einsparungen und den attraktiven Förderbedingungen eigentlich immer sehr gute wirtschaftliche Ergebnisse [...] insofern meine Empfehlung: Mutig sein, die Energieeffizienzexperten-Liste aufrufen, einen Energieberater in der Nähe kontaktieren und sich erst mal kostengünstig beraten lassen."

Hendrik Hirschelmann: Also das ist natürlich generell auch für uns Energieberater ein relativ schwieriges Thema, weil man sich doch manchmal quasi über Nacht auf neue Gegebenheiten einstellen muss. Meine persönliche Empfehlung aus der Praxis ist einfach die, dass zu langes Warten eher bestraft wird. Wenn man ein Vorhaben zu den bekannten Förderbedingungen aktuell geplant hat und man mit den Konditionen zufrieden ist, dann sollte man doch schnell agieren und sich zunächst einmal die Förderzusage einholen. Die geht einem dann in Form eines Zuwendungsbescheids zu. Und dann hat man erst mal 24 Monate diese Fördermittel für sein Vorhaben geblockt. Und das schafft natürlich erst mal gewisse Planungssicherheit.

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Aroundhome: Sie haben auch gesagt, dass zu den Leistungen eines Energieberaters oder einer Energieberaterin zählt, die Kosten aufzustellen. Wenn diese jetzt sehr hoch ausfallen, dann könnte das auch Hausbesitzerinnen wiederum abschrecken. Abschließend würde mich interessieren: Lohnt sich die energetische Sanierung, auch wenn es zunächst einzelne Maßnahmen sind? Also sollten Hauseigentümer:innen trotzdem mutig sein und das Thema angehen, auch wenn sie sagen, eine große Investition, wie sie vielleicht zusammengerechnet wird, ist erst mal nicht möglich, sondern ich kann es auch Schritt für Schritt angehen?

Hendrik Hirschelmann: Ja, auf jeden Fall. Also besonders wenn es sich um energetisch sehr schlechte Gebäude handelt, dann ergeben sich aus dieser Mischung von Einsparungen und den attraktiven Förderbedingungen eigentlich immer sehr gute wirtschaftliche Ergebnisse - auch für Einzelmaßnahmen. Aber auch bei neueren Gebäuden kann durch bestimmte Einzelmaßnahmen eigentlich energetisch immer etwas optimiert werden und das auch wirtschaftlich. Insofern meine Empfehlung: Mutig sein, die Energieeffizienzexperten-Liste aufrufen, einen Energieberater in der Nähe kontaktieren und sich erst mal kostengünstig beraten lassen.

Aroundhome: Das klingt doch schon mal gut. Noch mal abschließend eine persönliche Frage: Es dreht sich ja gerade sehr viel um das Thema Energiesparen. Haben Sie denn persönlich eine Energiesünde, die Sie immer wieder begehen, wo Sie wissen, dass Sie da Kosten reduzieren könnten?

Hendrik Hirschelmann: Meine Energiesünde ist auf jeden Fall zu lang, zu heiß duschen, weil dort kommen mir einfach die besten Ideen und dort kann ich meinen Tag gut planen. Aber ja, das Verhalten müsste ich wahrscheinlich noch abstellen.

Aroundhome: Andererseits kommt das ja wieder den Kunden auch zugute, wenn sie gut überlegt in den Tag starten und sich auf die Projekte der Kundinnen vorbereiten können. In dem Fall, würde ich sagen, belassen Sie es vielleicht dabei. Das klingt nach einer guten Methode.

Herr Hirschelmann, vielen Dank für die tollen Einblicke in Ihren Alltag und die Informationen rund um die energetische Sanierung. Ich bedanke mich sehr für das Gespräch!

Hendrik Hirschelmann: Ja, danke auch.

Aroundhome: Mehr Informationen rund um die Energieberatung, den individuellen Sanierungsfahrplan und natürlich über Förderungen erhalten Sie auf unserer Webseite unter aroundhome.de/energieeffizientes-wohnen. Ich bedanke mich fürs Zuhören und sage Tschüss und bis zum nächsten Mal.

Die Fragen stellte Antonia Rupnow, Redakteurin und Project Managerin Editorial bei Aroundhome.

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