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Preise für Kauf & Miete

Treppenlift kaufen: Mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und wie Sie sparen können

Redaktion Antonia
Antonia Rupnow
11. Oktober 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Preis für den Treppenlift wird maßgeblich von der Montage, der Liftart und der Treppenform bestimmt.
  • Je nach Modell und Treppenaufbau liegen die Preise für einen Treppenlift zwischen ca. 2.500 und 15.000 Euro.
  • Kranken- und Pflegeversicherungen bezuschussen Treppenlifte mit bis zu 4.000 Euro für Patienten mit Pflegestufe.
  • Für den Kauf und Einbau von Treppenliften können Sie bis zu 6.350 Euro als staatliche Förderung beantragen.

Sie wünschen sich mehr Mobilität und Komfort im Eigenheim und planen den Einbau eines Treppenlifts? Rundum informiert ist der Wunsch nach mehr Bewegungsfreiheit auch finanziell leistbar: Um eine Übersicht über die Kosten zu erhalten, lohnt es sich, mehrere Angebote verschiedener Anbieter miteinander zu vergleichen. Neben der Finanzierung bei den Anbietern selbst bieten auch staatliche Banken zinsgünstige Finanzierungen an. Zudem lassen sich die Kosten durch Zuschüssen von der Pflegeversicherung senken. Alternativ zum Kauf ist auch die Miete eines Treppenlifts möglich.

Preise für Treppenlifte

Ein Treppenlift sichert Ihnen mehr Bewegungsfreiheit und Eigenständigkeit im Eigenheim. Je nach Modell ist auch die Mitnahme einer Gehhilfe oder der Transport mit einem Rollstuhl möglich, ohne sich umsetzen zu müssen. Der Preis für den Treppenlift wird maßgeblich von der Liftart, der Planung und der Form der Treppe beeinflusst. So kosten Sitzlifte für gerade Treppen je nach Ausstattung zwischen 3.000 und 11.000 Euro, für kurvige Treppen liegen die Preise zwischen 9.000 und 15.000 Euro. Stehlifte beginnen bereits bei 2.500 Euro, wohingegen Plattformlifte ab 10.000 Euro aufwärts kosten. Die verschiedenen Treppenlifte können in folgende Preisspannen eingeteilt werden:

Der exakte Preis eines Treppenlifts hängt immer von Ihren individuellen Anforderungen, den baulichen Gegebenheiten und dem Modell ab. Ein Sitzlift an einer geraden Treppe ist meist günstiger als das gleiche Modell für eine Wendeltreppe, da das Schienensystem individuell angefertigt werden muss.

Folgende Faktoren beeinflussen den Preis Ihres Lifts:

  • Planungs- und Fertigungsaufwand: Je komplexer der jeweilige Konstruktionsaufwand ist, desto teurer wird dementsprechend das Schienensystem für den Lift. Vor allem Rollstuhllifte wie Hub- oder Plattformlifte benötigen einen höheren Planungsaufwand und liegen so in einem höheren Preissegment.

  • Montage: Eine aufwendige Montage bedeutet einen höheren Zeitaufwand und damit höhere Kosten. Treppenlifte für gerade Treppen erfordern weniger Planungsaufwand und lassen sich schneller montieren.

  • Innen- oder Außeninstallation: Möchten Sie Ihren Lift außen am Haus anbauen, ist das in der Regel mit einem höheren Bauaufwand verbunden. Im Schnitt kosten Liftsysteme für den Außenbereich 2.000 Euro mehr, da hier wetterfeste Materialien genutzt werden.

  • Anzahl der Treppen bzw. Stockwerke: Mit Treppenliften, welche mehrere Stufen oder sogar Stockwerke überwinden müssen, geht auch ein höherer Planungs-, Material- und Montageaufwand einher.

  • Tragfähigkeit: Je höher die Tragfähigkeit Ihres Lifts, desto teurer ist das Modell. Herkömmliche Treppenlifte sind in der Lage, bis zu 120 Kilogramm zu tragen. Plattformlifte dagegen bis zu 150 Kilo und mehr, was sich auch im Preis widerspiegelt.

Planungs- und Montagekosten

Die Beratung am Telefon sowie den Termin vor Ort bieten die Fachpartner:innen in der Regel kostenlos an. Auf Basis Ihrer Wünsche und der Planung wird anschließend ein kostenloses Angebot für den Treppenlift erstellt. Die Anfertigung der Schienensysteme wird mit dem Kaufpreis direkt verrechnet.

Die Kosten für die Montage und den Einbau des Treppenlifts betragen in der Regel zehn Prozent des Gesamtpreises und sind bereits im Angebot enthalten. In seltenen Fällen können zusätzliche Kosten für die Lieferung des Treppenliftes anfallen. Alle Positionen, egal, ob im Kaufpreis enthalten oder nicht, sollten im Angebot möglichst einzeln aufgelistet werden, damit Sie verschiedene Angebote miteinander vergleichen können.

Wartungs- und Servicekosten

Damit das Liftsystem über Jahre hinweg reibungslos funktioniert, muss es regelmäßig gewartet oder gegebenenfalls repariert werden. Beim Kauf Ihres Treppenlifts können Sie die jährlichen Wartungsintervalle mit dem Abschluss eines Service- und Wartungsvertrags festlegen. Für die Wartung und Reparatur fallen in der Regel Zusatzkosten zwischen 70 und 150 Euro im Jahr an.

Kostenbeispiel: Sitzlift für kurvige Treppe mit 15 Stufen + Zuschuss Pflegeversicherung

Haus mit einem Lift außen
Für einen Treppenlift außen am Haus zahlen Sie im Schnitt 2.000 Euro mehr.

Finanzierungsmöglichkeiten für Treppenlifte

Ein Treppenlift kann je nach Modell und Anzahl der Etagen, die überwunden werden müssen, eine kostspielige Anschaffung sein. Verfügen Sie über keine ausreichenden Ersparnisse, haben Sie die Möglichkeitm einen Kredit zur Finanzierung aufzunehmen. Lassen Sie sich dazu am besten von Finanzberater:innen unterstützen, denn mehrere Banken bieten zinsgünstige Kredite für den barrierefreien Umbau an, unter anderem die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW):

  • KfW-Kredit 159: „Altersgerecht Umbauen - Kredit für mehr Wohnkomfort und Einbruchsschutz": In der Leistung enthalten sind Aufzugsanlagen für den Innenbereich und Liftsysteme, die Barrieren im Eingangsbereich und zu Wohnungszugängen reduzieren. Die KfW fördert bis zu 100 Prozent der Investitionskosten einschließlich der Baunebenkosten bzw. maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit. Die Kombination mit anderen Fördermitteln ist ebenso möglich, solange die Summe die förderfähigen Anwendungen nicht übersteigt. Wichtig: Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt werden und ist bei der Hausbank einzureichen.

  • Alternativ können Sie direkt über die Treppenliftanbieter eine Finanzierung in Form eines Ratenkredits abschließen. Der Kredit läuft dabei über eine Partnerbank, die mitunter günstigere Konditionen als die Hausbank anbietet. Sollte ein Kredit für die Finanzierung notwendig sein, sollten Sie auch hier Vergleichsportale zurate ziehen, um die Konditionen der Banken und der Anbieter zu vergleichen. Günstiger wird ein Ratenkredit, wenn Sie diesen zu zweit abschließen, beispielsweise mit der Lebensgefährt:in oder den erwachsenen Kindern.

Treppensteigen ist zu schwer?
Vielleicht hilft Ihnen ein Treppenlift!

Alternative: Treppenlift zur Miete

Einen Treppenlift zu mieten, lohnt sich vor allem dann, wenn Sie den Lift nur zeitweilig benötigen, beispielsweise bei vorübergehenden Mobilitätseinschränkungen nach einer Operation. In diesem Fall sind die Mietkosten oft geringer als der Neukauf. Die monatlichen Mietkosten für einen Sitzlift mit einer geraden Treppe betragen etwa 70 bis 150 Euro und bei einer kurvigen Treppe bis zu 230 Euro. Müssen die Schienen maßangefertigt oder viele Etagen überwunden werden, erhöht sich der Mietpreis entsprechend.

Neben der monatlichen Gebühr ist bei einigen Anbietern zudem im ersten Jahr eine Pauschale für die Lieferung und Montage des Treppenlifts erforderlich. Diese Anzahlung beträgt bis zu 50 Prozent des Kaufpreises, dafür sind darin alle Service- und Wartungskosten für die gesamte Mietlaufzeit enthalten.

Beispielrechnung für Miete eines Sitzlift mit 24 Monaten Laufzeit

Einige Anbieter vermieten Lifte allerdings nur ab einer bestimmten Mindestlaufzeit von zwölf Monaten und mehr. Um die Kosten zu senken, können Sie auch bei Treppenliften zur Miete den Zuschuss der Pflegekasse beantragen.

Kostenzuschuss der Pflegeversicherung

Wer eine Pflegestufe besitzt, kann sich die Anschaffung und den Einbau eines Treppenlifts mit bis zu 4.000 Euro bezuschussen lassen. Der Zuschuss gilt sowohl für den Kauf eines neuen als auch eines gebrauchten Treppenlifts sowie für die Miete. Der Pflegekassenzuschuss wird zudem für bis zu vier zuschussberechtigte Personen in einem Haushalt gewährt. Die maximal Förderung beträgt dann einmalig 16.000 Euro pro Haushalt. Antragsberechtigt sind private Eigentümer:innen von Ein- und Zweifamilienhäuser oder Eigentumswohnungen sowie Mieter:innen.

Unser Tipp

Der Zuschuss durch die Pflegeversicherung können Sie auch für weitere barrierefreie Umbauten in Ihrem Zuhause nutzen, zum Beispiel um eine ebenerdige Dusche im Badezimmer einzubauen. Die eingereichten Kosten werden dabei anteilig von dem Pflegebudget pro Haushalt angerechnet.

Älteres Paar lässt sich beraten für Finanzierung
Lassen Sie sich vor dem Kauf eines Lifts zu Ihren Einsparmöglichkeiten beraten.

Förderungen für Treppenlifte

Eine weitere Möglichkeit, die Kosten für Ihren Treppenlift zu reduzieren, sind Förderungen vom Bund, Behörden und privaten Stiftungen zu beantragen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet beispielsweise den Investitionszuschuss 455-B*: „Barrierereduzierung - Zuschuss für mehr Wohnkomfort" sowie einen Kredit für barrierefreie Umbaumaßnahmen an. Daneben fördern auch einige Bundesländer den nachträglichen Einbau eines Treppenlifts in Wohnhäuser wie beispielsweise Hamburg oder Bayern. Wer den Treppenlift benötigt, um den Weg zur Arbeit barrierefrei zu gestalten, kann eine Kostenübernahme durch die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung prüfen lassen. Bedingung dafür ist, die zwingende Notwendigkeit des Treppenlifts: Eine Förderung wird nur gewährleistet, wenn die betroffene Person ohne Lift keine andere Möglichkeit hat, am Arbeitsleben teilzunehmen.

*Die Fördergelder für das KfW-Programm 455-B sind derzeit ausgeschöpft. Sobald dafür wieder Mittel im Bundeshaushalt vorgesehen sind, ist eine erneute Antragstellung möglich.

Steuerliche Vorteile nutzen

Die Anschaffung eines Treppenlifts kann steuerlich abgesetzt werden. Voraussetzung ist, dass der Treppenlift ärztlich nachweislich notwendig ist. Hierbei werden die Aufwendungen für einen Treppenlift als „außergewöhnliche Belastung“ berücksichtigt. Die Steuerersparnis hängt dabei von den individuellen Einkommens- und Familienverhältnissen ab. Absetzen können sie allerdings nur den Eigenanteil der Kosten nach Abzug aller Förderungen und Zuschüsse. Zusätzlich haben Sie bei Modernisierungen und Renovierungsarbeiten die Möglichkeit, bis zu 6.000 Euro bzw. 20 Prozent des Arbeitslohns der Handwerker steuerlich geltend zu machen. Darunter fallen auch Maßnahmen des barrierefreien Umbauens, so auch der Einbau eines Treppenlifts.

Haben Sie alle Gegebenheiten geklärt und gegebenenfalls mit Ihrem Vermieter gesprochen, ist es Zeit, sich nach geeigneten Anbietern umzuschauen. Da die Investition in einen Treppenlift eine kostspielige Angelegenheit ist, sollte die Wahl gut durchdacht sein. Wir geben Ihnen fünf Tipps mit auf die Suche:

5 Tipps zum Treppenlift-Kauf

  1. Besichtigen Sie verschiedene Liftmodelle in einer Ausstellung und machen Sie Probefahrten. So können Sie selbst entscheiden, welches Treppenlift-Modell Ihnen zusagt.
  2. Lassen Sie sich von mehreren Anbieter:innen bei Ihnen vor Ort beraten, um ein individuelles Angebot für Ihr Zuhause erstellen zu lassen.
  3. Fordern Sie mehrere Angebote ein und vergleiche Sie diese miteinander. Achten Sie darauf, dass die Angebote kostenlos sind.
  4. Überprüfen Sie, ob in den Angeboten alle Kostenpunkte transparent aufgeschlüsselt sind.
  5. Fragen Sie nach Referenzen oder Erfahrungen von Kund:innen.

Unser Tipp

Es empfiehlt sich vor dem Kauf eines Treppenlifts, sich bei Fachpartner:innen umfassend zu informieren. Diese verschaffen sich einen Überblick über die Gegebenheiten bei Ihnen vor Ort und können im Anschluss einen genauen Kostenvoranschlag für Sie erstellen. Aroundhome hilft Ihnen dabei, passende Fachfirmen in Ihrer Region zu finden. Nutzen Sie dafür unser Online-Formular oder unsere Kundenberatung unter 030 814 526 3444. Unser Service ist für Sie unverbindlich und kostenlos.

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