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Verschiedene Modelle vergleichen

Diese Heizkörper-Typen gibt es

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
22. November 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Am häufigsten werden Planheizkörper und Fußbodenheizungen in Wohngebäuden verbaut.
  • Es empfiehlt sich vor der Installation einen hydraulischen Abgleich durchführen zu lassen, um einer ungleichen Wärmeverteilung vorzubeugen.
  • Heizkörper heizen mit Konvektions- oder Strahlungswärme, wobei letztere als angenehmer empfunden wird.

Der Heizkörper überträgt die Wärme der Heizung an den Raum. Häufig befindet er sich unterhalb des Fensters an der Wand. Dabei gibt es für verschiedene Räume unterschiedliche Heizkörper-Typen. Erfahren Sie, welche Funktionen sowie Vorteile die Modelle mit sich bringen und worauf es bei der Auswahl ankommt.

Zur Info: Konvektionswärme versus Strahlungswärme

Bevor Sie sich Gedanken darüber machen, welcher Heizkörper-Typ für Sie am besten passen könnte, sollten Sie sich über die Art der Wärmeübertragung informieren. Denn je nachdem wie ein Heizkörper die Wärme an den Raum überträgt, hat das maßgeblichen Einfluss auf das Raumklima. Unterschieden wird dabei zwischen Konvektionswärme und Strahlungswärme. Als Faustregel gilt hierbei: Der Heizkomfort in Wohnräumen ist größer, je höher der Anteil an Strahlungswärme ist.

  • Konvektionswärme: Die kalte Luft am Heizkörper wird erwärmt. Dadurch entsteht eine erhöhte Luft- und Staubzirkulation im Raum.
  • Strahlungswärme: Die Wärme entsteht durch Strahlen im Infrarotbereich, die nur feste Gegenstände wie Wände und Möbel erwärmen und dadurch die Raumluft nicht aufwirbeln.

Alle Heizkörper-Typen im Überblick

Bei einem Heizkörper denken die meisten an einen Stahlkasten unterhalb der Fensterbänke. Je nach Raum, Heizart und Funktionswünschen können Sie jedoch zwischen verschiedenen Heizkörper-Typen wählen:

Planheizkörper

Diese Heizkörper-Typen werden heutzutage am meisten verbaut. Sie werden auch als Plattenheizkörper oder Flachheizkörper bezeichnet. Planheizkörper punkten mit einer kompakten, platzsparenden und leichten Bauweise. Hinzu kommt ein hoher Wirkungsgrad durch den Verbrauch von weniger Wasser bei gleicher Wärmeleistung wie andere Heizkörper. Das Modell kann nur aus Platten für Strahlungswärme oder aus Platten und Konvektionsblechen hergestellt werden.

Zudem sind Planheizkörper mit sechs oder nur mit vier seitlichen Anschlüssen erhältlich. Abhängig von der Ausführung ergeben sich diverse Typbezeichnungen. Die erste Ziffer steht dabei für die Anzahl an Platten und die zweite für die der Konvektionsbleche. Dadurch entstehen Typbezeichnungen wie 10, 12, 22 oder 30.

Planheizkörper
Moderne Flachheizkörper passen in nahezu jeden Raum.

Konvektoren

Bei diesem Heizkörper-Typ sind im Inneren wasserführende Rohre, welche dann mit Aluminium, Kupfer oder Stahlblech umschlossen sind. Wie es der Name bereits verrät, arbeiten diese Modelle über Konvektionswärme. Das heiße Wasser in den Rohren erwärmt die Ummantelung und somit die kalte, umliegende Raumluft. Konvektoren gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Sie werden häufig für öffentliche Gebäude, beispielsweise als Heizungen unter Bänken und Sitzgruppen eingesetzt.

Konvektoren
Konvekoren werden vor allem in öffentlichen Gebäuden montiert.

Gliederheizkörper

Hierbei handelt es sich um die älteste Form von Heizkörpern, weswegen sie häufig in Altbauten oder Schulen zu finden ist. Dabei werden einzelne genormte Glieder aus Stahlblech in beliebiger Anzahl aneinandergereiht. Sie arbeiten ebenso über Konvektionswärme. In den Heizungsgliedern befindet sich heißes Wasser, welches die umliegende Raumluft erwärmt.

Gliederheizkörper
Gliederheizkörper sind häufig in Altbauten zu finden.

Austauschheizkörper

Dabei handelt es sich um sogenannte Modernisierungs- oder Ersatzheizkörper für alte Glieder- und Rippenheizkörper. Sie haben die gleichen Anschlussabstände wie die alten Heizkörpermodelle und machen daher den Austausch der alten Modelle einfach und unkompliziert.

Röhrenheizkörper

Röhrenheizkörper sind praktisch die Weiterentwicklung der Gliederheizkörper. Häufig werden Sie in Badezimmern als Handtuchheizungen installiert. Die hintereinander eingebauten Rohre können in beliebiger Anzahl bzw. als Sonderform hergestellt werden, was diesen Heizkörper-Typen besonders flexibel einsetzbar macht. Die Wärmeübertragung erfolgt größtenteils durch Konvektion, teilweise aber auch über Strahlungswärme.

Röhrenheizkörper
Fürs Badezimmer sind Röhrenheizkörper sehr beliebt.

Fußbodenheizung

Fußbodenheizungen sind Flächenheizungen, die den Raum mithilfe von im Fußboden verlegten Rohren gleichmäßig beheizen. Dabei stehen zwei verschiedene Systeme zur Auswahl: Warmwasser- und Elektroheizungen. Somit arbeiten Fußbodenheizungen je nach Ausführung mit Konvektions- und ggf. zusätzlich Strahlungswärme.

Wandheizung

Wandheizungen werden nach demselben System wie die Fußbodenheizung verlegt, nur eben in den Wandflächen. Das hat den Vorteil, dass die Wärmestrahlen senkrecht auf den menschlichen Körper eintreffen und dadurch bei niedrigeren Temperaturen ein höheres Wärmeempfinden ermöglichen. Dennoch werden Wandheizungen eher selten verbaut. Sie arbeiten häufig über Strahlungswärme.

Heizkörper-Typen im Überblick
Alle Heizkörper-Typen im Überblick

Vorteile & Einsatzorte der Heizkörper-Typen

Welche Vor- und Nachteile bringt jeder Heizkörper mit sich und für welchen Raum ist welches Modell empfehlenswert? Werfen Sie jetzt einen Blick in unsere Tabelle und verschaffen Sie sich einen Überblick:

Montagemöglichkeiten

Je nachdem, für welchen Heizkörper-Typen Sie sich entscheiden, stehen Ihnen unterschiedliche Montagemöglichkeiten zur Auswahl. Bei Flachheizkörpern wie Ventil- oder Planheizkörpern beispielsweise haben Sie sechs bzw. acht Anschlüsse. Diese Modelle können entweder von der Seite oder von unten montiert werden. Moderne Röhrenheizkörper für das Badezimmer hingegen können Sie an zwei oder vier Anschlüssen im Raum stehend oder an der Wand installieren. Informieren Sie sich diesbezüglich am besten direkt bei einem Fachhändler.

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Die richtige Größe

Außerdem unterscheiden sich alle Heizkörper-Typen jeweils noch mal in ihren Größen. Für jedes Heizkörpermodell gibt es in der Regel unterschiedliche Größen. Die bekannteste Größenordnung ist die von Planheizkörpern, da sie am meisten in Wohnräumen eingebaut werden.

Der Klassiker hierbei ist der als Heizkörper Typ 22 bezeichnete Flachheizkörper. Er hat standardmäßig eine Tiefe von 98 Millimetern. Die Höhen- und Breitenmaße können sich je nach Hersteller und Wunsch unterscheiden. Folgende Richtwerte für die Tiefen gibt es bei Plattenheizkörpern:

  • Typ 10 = 58 Millimeter
  • Typ 11 = 65 Millimeter
  • Typ 21 = 66 Millimeter
  • Typ 22 = 98 Millimeter
  • Typ 33 = 155 Millimeter

Beachten Sie jedoch, dass die Werte je nach Bau- und Modelltyp abweichen können. Wenn Sie die Raumtiefe ermitteln möchten, müssen Sie außerdem den Wandabstand noch hinzurechnen.

Kosten verschiedener Heizkörper

Die Preise für Heizkörper fallen je nach Typ, Größe und Design sehr unterschiedlich aus. Günstige Standardmodelle bekommen Sie bereits ab 100 Euro. Die Kosten können jedoch bis in den vierstelligen Bereich ansteigen. Werfen Sie einen Blick in unsere Preistabelle, um eine Vorstellung zu den Kosten zu bekommen:

Sparschwein auf einer Heizung
Preisscheck machen & richtig kaufen

So verhindern Sie eine ungleiche Wärmeverteilung

In manchen Häusern oder Wohnungen kann es zu einer ungleichen Wärmeverteilung kommen. Das passiert häufig dann, wenn Zimmer, die näher an der Heizungsanlage liegen, besser beheizt werden als weiter entfernte. Das sorgt nicht nur dafür, dass es in den betroffenen Räumen ungleichmäßig warm ist, es treibt auch den Energieverbrauch nach oben.

Die Lösung des Problems hierbei liegt in einem hydraulischen Abgleich. Dabei wird mit voreingestellten Thermostatventilen der Zufluss des Wassers so reguliert, dass die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird. Dadurch wird es überall im Haus gleichmäßig warm. Idealerweise wird der Wärmebedarf im Vorfeld von einer Fachfirma ermittelt und kann durchaus auch bei bestehenden Heizungsanlagen sinnvoll sein. Häufig ist ein hydraulischer Abgleich auch Voraussetzung für staatliche Förderungen.

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