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Eine Wandheizung bietet behagliche Wärme und Energieeffizienz

Claudia Mühlbauer
28. September 2022

Beim Hausbau oder bei einer umfangreichen Sanierung stellt sich die Frage, welches Heizsystem sich am besten für die Wohnräume eignet. Wandheizungen sind eine gute Möglichkeit, Ihr Haus effizient und großflächig zu beheizen. Dabei erzeugen sie eine besonders angenehme Wärme und können im Sommer auch zur Raumkühlung verwendet werden.

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Aufbau und Funktionsweise einer Wandheizung

Im Prinzip funktioniert die Wandheizung wie die Fußbodenheizung: Beide erwärmen eine große Fläche und bei beiden ist die Technik im Raum versteckt, sodass kein Heizkörper die Optik beeinträchtigt. Statt im Boden werden die meist wasserführenden Rohre oder Heizmatten in der Wand installiert. Anschließend wird die montierte Wandheizung verputzt. Im Trockenbau gibt es allerdings auch Bauteile, in die bereits entsprechende Heizelemente eingearbeitet sind. Häufig ist eine schnecken- oder schlangenförmige Verlegung, aber auch variierende Rohrabstände sind möglich.

Heizung Flächenheizung Verlegarten
Bei unterschiedlicher Verlegung ändert sich die Wärmeverteilung im Raum.

Die aufgeheizte Wand sorgt ganz ohne Zugluft und Staubverwirbelungen im Raum für eine behagliche Temperatur, die Sie über ein Thermostat regeln können. Der empfohlene Installationsort einer Wandheizung ist die kälteste Wand im Raum. Das kann auch eine Außenwand sein, die entsprechend gut gedämmt sein muss. Unter Umständen benötigen auch Innenwände eine zusätzliche Dämmung, wenn Sie eine Wandheizung nachrüsten.

Strahlung statt Konvektion

Herkömmliche Heizkörper erwärmen die Räume hauptsächlich durch Konvektion. Dabei strömt kalte Luft von unten in den Heizkörper und verlässt ihn erwärmt nach oben. Eine Wandheizung erzeugt dagegen eine behagliche Strahlungswärme. Sie erwärmt nicht die Luft, sondern die Fläche des Bauteils. Die Wand strahlt die Wärme wieder ab.

Strahlungswärme wird meist deutlich angenehmer wahrgenommen als Konvektionswärme. Auch muss ein Raum dadurch nicht so stark beheizt werden und fühlt sich trotzdem warm an, was Heizkosten in Höhe von 18 bis 21 Prozent spart.

Heizung Wandheizung Wärmeverteilung
Die Wärmeverteilung ist bei einer Wandheizung sehr gleichmäßig.
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Vor- und Nachteile von Wandheizungen

Wandheizungen sind zwar eine recht planungs- und kostenintensive Heizungsvariante, aber auch eine energieeffiziente und wirtschaftliche. Ihre Vorteile überwiegen ihre Nachteile deutlich:

Typen von Wandheizungen

Solange sich eine Wand grundsätzlich für die Heizunginstallation eignet, sind Sie sehr flexibel: Eine Wandheizung lässt sich im Bad genauso problemlos realisieren wie in Wohnräumen - auch bei Dachschrägen. Entscheiden Sie sich für dieses Heizungsmodell, haben Sie die Wahl zwischen wassergeführten Wandheizungen und elektrischen Modellen.

Wasserführende Wandheizung

Die häufigste Wandheizung ist die wasserführende Variante: aufgeheiztes Wasser fließt durch Rohrsysteme, die sich in der Wand befinden. Die Rohre können frei an der Wand verlegt und verputzt werden (Nasssystem) oder sind bereits in Trockenbauplatten integriert (Trockensystem).

Möglich ist auch, dass die Leitungen in eine Unterkonstruktion eingebaut und mit Trockenbauelementen verkleidet werden. Statt einzelner Rohre kann ein Verbund dünner Rohre zum Einsatz kommen - eine sogenannte Kapillarrohrmatte.

Elektrische Wandheizung

Für eine elektrische Wandheizung werden elektrische Heizmatten verlegt. Weil sie elektrisch erwärmt werden und die Wärme daraufhin an die Wand abgeben, entfällt so die Warmwasserbereitung. Bedenken Sie aber: eine Elektroheizung verursacht im Dauerbetrieb jedoch auch hohe Kosten.

Eine zweite Variante ist die Infrarot-Wandheizung. Sie wird außen an der Wand angebracht und erwärmt diese etwa in einem Umkreis von dreieinhalb Metern. Diese Art der Wandheizung ist in verschiedenen Farben und Designs erhältlich.

Was kosten Wandheizungen?

Wie viel eine Wandheizung kostet, ist in erster Linie davon abhängig, welchen Typ Sie wählen und wie die Installation durchgeführt wird. Die Kosten können sich durch eventuelle Zusatzarbeiten, wie etwa durch eine notwendige Dämmung der Wände, deutlich erhöhen. Auch fallen die Kosten für einen Heizungsfachbetrieb je nach Region unterschiedlich aus. Grundsätzlich können Sie je nach Aufwand mit Preisen zwischen 75 und 500 Euro je Quadratmeter rechnen.

Nutzen Sie staatliche Förderungen

Abhängig von der zugrunde liegenden Heizungsanlage stehen Ihnen staatlichen Förderungen zu. Während elektrische Wandheizungen nicht förderfähig sind, können Sie für wasserführende Systeme, die erneuerbare Energien einbinden, Zuschüsse erhalten. Das kann etwa über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geschehen. Unsere Übersicht aller Heizungsförderungen zeigt Ihnen, wie hoch die Zuschüsse jeweils ausfallen können und welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen.

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Häufig gestellte Fragen