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Was kostet ein Solarmodul 2026? Aktuelle Preise und Markttrends

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Der Preis für eine Photovoltaikanlage hängt auch von den verwendeten Solarmodulen ab. Im Schnitt können Sie mit 60 bis 140 Euro für ein 400-Watt-Solarmodul rechnen. Damit Sie ein gutes Angebot für Ihre Solaranlage finden, informieren Sie sich jetzt, mit welchen Modulpreisen Sie rechnen müssen.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Aktualisiert am
Bild mit drei nebeneinander angebrachten Solarmodulen auf einem roten Ziegeldach
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Was kostet ein neues Solarmodul?

Die Preise für Solarmodule haben 2026 einen historischen Tiefstand erreicht. Ein Standard-Solarmodul von 400 bis 450 Watt kostet im Fachhandel durchschnittlich 60 bis 140 Euro pro Stück.

Kosten Solarmodule nach Modulart

Es werden verschiedene Arten von Solarmodulen unterschieden:

  • Dünnschichtmodule: Günstigste Option, aber nur noch für Spezialanwendungen im Einsatz (z.B. Wohnmobile, leichte Dächer)

  • Polykristalline Module: Bis etwa 2023 weit verbreitet, heute praktisch vom Markt verschwunden

  • Monokristalline Module: Seit 2024 der absolute Standard; fast ausschließlich mit TOPCon-Technologie verbaut

Modulart

Kosten pro kWp*

Kosten pro Modul**

Dünnschichtmodule

ca. 80 - 120 €

ca. 24 - 48 €

Polykristalline Module

ca. 100 - 130 €

ca. 30 - 52 €

Monokristallin (PERC)

ca. 150 - 200 €

ca. 60 - 80 €

Monokristallin (TOPCon)

ca. 150 - 240 €

ca. 60 - 108 €

Premium (HJT/bifazial)

ca. 225 - 350 €

ca. 101 - 175 €

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung, Mai 2026
** Basierend auf typischen Modulleistungen: Dünnschicht 300 W, Polykristallin 400W, PERC 400W, TOPCon 450W, Premium 450-500W, Mai 2026

Kosten Solarmodule nach Leistung

In 2026 werden üblicherweise Module mit 400 bis 500 Watt verbaut. Premium-Module erreichen mittlerweile sogar 600 bis 740 Watt. Die höhere Leistung pro Modul reduziert den Installationsaufwand und spart Platz.

Modulleistung

Kosten pro Modul*

Typische Anwendung

400 - 450 Watt

ca. 60 - 140 €

Standard-Aufdachanlagen

450 - 500 Watt

ca. 90 - 160 €

Aufdachanlagen mit begrenzter Fläche

500 - 600 Watt (Premium)

ca. 150 - 225 €

Hochleistungs-Anlagen, HJT/bifazial

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung, Mai 2026

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Aktuelle Preisentwicklung von PV-Modulen

Nach einer Preiserhöhung im Jahr 2022 sanken die Kosten von Solarmodulen kontinuierlich. Ein Trend, der sich bis 2026 fortgesetzt hat. Pro Wattpeak liegen die Kosten bei etwa 0,15 bis 0,25 Euro für Endkunden. Im Großhandel sogar bei nur 0,09 bis 0,12 Euro/Wp. Solarmodul-Hersteller haben massiv in die Erweiterung der Produktionskapazitäten investiert, insbesondere in Europa und Asien, weshalb das Angebot die Nachfrage deutlich übersteigt.

Auch die Klimaziele der Bundesregierung und EU-weite Dekarbonisierungsziele befördern diese Entwicklung. Durch die positive Preisentwicklung von Photovoltaik bleiben Solaranlagen in 2026 für Privatpersonen attraktiv. Nicht zuletzt durch deutlich verkürzte Amortisationszeiten, erweiterte Förderprogramme und verschärfte Bestimmungen zur Solarpflicht in mehreren Bundesländern.

Preisverlauf von Solarmodulen

Grafische Darstellung der Preisentwicklung von Solarmodulen bis 2026
Preisentwicklung von Solarmodulen bis Februar 2026 (Stand: 26.02.2026)

Aktuelle Modulpreise pro kWp (Monokristallin vs. TOPCon/HJT)

Die Modulpreise haben historische Tiefstände erreicht. Gute Nachrichten für alle, die jetzt in Photovoltaik investieren möchten. Doch welche Technologie lohnt sich wirklich?

Technologie

Preis pro kWp*

Wirkungsgrad

Besonderheit

Standard Monokristallin (PERC)

90 – 140 €

20 – 21,7 %

Bewährte Budget-Option

TOPCon

100 – 160 €

22,5 – 23,7 %

Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

HJT (Heterojunction)

120 – 180 €

22 – 23,8 %

Premium; ideal bei hohen Temperaturen

*Kosten sind Richtwerte zur Orientierung. Preise basieren auf reinen Modulkosten ohne Montage (Großhandelspreise ca. 0,15 €/Wp). Quelle: Enerix Ratgeber, Stand April 2026.

Warum billig kaufen 2026 teuer werden kann (Effizienz-Vorgaben)

Seit 2026 verschärfen sich die technischen Anforderungen an Photovoltaikanlagen in mehreren Bundesländern. Einige Förderprogramme setzen bereits Mindest-Wirkungsgrade von 20 Prozent voraus. Ältere polykristalline oder PERC-Module mit nur 15 bis 18 Prozent fallen dann durchs Raster.

Außerdem gilt: Je niedriger der Wirkungsgrad, desto mehr Dachfläche benötigen Sie für die gleiche Leistung. Bei kleinen Dächern verschenken Sie so wertvolles Potenzial.

Konkret bedeutet das:

  • Keine Förderung: Viele Programme fordern ab 2026 mindestens 20 Prozent Wirkungsgrad. Günstige Module fallen dann raus.

  • Weniger Ertrag: Eine niedrige Effizienz bedeutet weniger kWh pro Jahr und somit weniger Einsparungen über einen Zeitraum von 25 bis 30 Jahren.

  • Schnellerer Leistungsverlust: Billige Module verlieren bis zu 0,7 Prozent Leistung pro Jahr. Premium-Module verlieren nur 0,45 Prozent pro Jahr.

  • Kürzere Garantie: Bei günstigen Modulen gibt es nur eine 25-jährige statt einer 30-jährigen Absicherung.

Staatliche Zuschüsse und Steuererleichterungen: So senken Sie Ihre Modul-Kosten

Dank staatlicher Förderungen für Solaranlagen zahlen Sie für Ihre PV-Module effektiv weniger als den reinen Kaufpreis. Zwei wesentliche Vorteile senken Ihre Modulkosten direkt:

So sparen Sie bei den Modulkosten:

  • 0 Prozent Mehrwertsteuer: Beim Kauf, der Lieferung und Montage von Solarmodulen (inkl. Stromspeicher) entfällt seit 2023 die Mehrwertsteuer komplett. Das spart Ihnen 19 Prozent auf den Modulpreis.

  • KfW-Kredit 270: Finanzierung von bis zu 100 Prozent der Modulkosten zu günstigen Konditionen (ab 3,23% Jahreszins).

  • Regionale Zuschüsse: Viele Bundesländer bezuschussen den Modulkauf direkt wie z.B. Baden-Württemberg, Berlin oder NRW.

Welche Förderungen die einzelnen Bundesländer anbieten und wie diese kombiniert werden können, erfahren Sie in unserer Übersicht zu den aktuellen Förderungen für Solaranlagen im Jahr 2026.

0 % Mehrwertsteuer und Einkommensteuerfreiheit

Die steuerlichen Vorteile für Photovoltaik bleiben auch 2026 vollständig bestehen. Seit dem 1. Januar 2023 gilt für private Solaranlagen bis 30 kWp der sogenannte Nullsteuersatz. Diese Regelung ist bisher unbefristet.

Das bedeutet konkret für Sie:

  • Null Prozent Mehrwertsteuer: Beim Kauf, der Lieferung und Installation Ihrer Solarmodule, inklusive Stromspeicher und notwendigem Zubehör, entfällt die Umsatzsteuer komplett. Sie sparen 19 Prozent auf den gesamten Anlagenpreis.

  • Einkommensteuerfreiheit: Erträge aus Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden sind von der Einkommensteuer befreit. Es gibt keine Gewinnbesteuerung und keinen steuerlicher Aufwand.

  • Steuerfreier Eigenverbrauch: Auch selbst genutzter Solarstrom bleibt steuerfrei, solange Sie keinen Vorsteuerabzug geltend machen.

Wichtig: Diese Vorteile gelten automatisch für Anlagen, die nach dem 1. Januar 2023 installiert wurden und die 30-kWp-Grenze nicht überschreiten. Verzichten Sie auf den Vorsteuerabzug, bleibt Ihre Anlage dauerhaft steuerfrei.

Was beeinflusst den Preis von Solarmodulen?

  • Zelltechnologie: TOPCon-Module sind 2026 der aktuelle Standard und bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. HJT-Module liegen im Premium-Segment und zeigen bessere Performance bei hohen Temperaturen.

  • Modulaufbau: Glas-Glas-Module haben einen höheren Anschaffungspreis, bieten dafür längere Garantiezeiten und geringere Degradation über die Betriebsdauer.

  • Herkunft: Module aus Asien sind in der Regel günstiger. Europäische Hersteller setzen auf lokalen Support und unterschiedliche Garantiebedingungen.

  • Optik: Full-Black-Module und Back-Contact-Designs mit unsichtbaren Leiterbahnen haben einen Aufpreis gegenüber Standard-Modulen. Farbige oder transparente Module für denkmalgeschützte Gebäude sind deutlich teurer und liefern weniger Leistung.

  • Wirkungsgrad: Bei begrenzter Dachfläche können Module mit höherem Wirkungsgrad trotz höherer Kosten pro Modul wirtschaftlicher sein, da sie mehr Leistung pro Quadratmeter erzeugen.

  • Abnahmemenge: Größere Bestellmengen führen oft zu günstigeren Preisen pro Modul. Ein Vorteil, der bei Komplettanlagen vom Installateur häufig weitergegeben wird.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet ein Solarmodul?

Ein Standard-Solarmodul mit 400 bis 450 Watt kostet 2026 im Fachhandel durchschnittlich 60 bis 140 Euro pro Stück. Pro Wattpeak zahlen Endkunden etwa 0,15 bis 0,25 Euro, während Großhändler bereits ab 0,09 bis 0,12 Euro/Wp einkaufen.

Warum unterscheiden sich die Modulpreise so stark?

Die Modulpreise variieren 2026 hauptsächlich aufgrund der Zelltechnologie (TOPCon, HJT, PERC), des Modulaufbaus (Glas-Glas vs. Glas-Folie), der Herkunft (asiatische Hersteller sind günstiger als europäische) und der Optik (Full-Black oder farbige Module kosten mehr). Auch die Abnahmemenge und ob Sie im Großhandel oder Einzelhandel kaufen, macht einen erheblichen Preisunterschied aus.

Was bedeutet die Abkürzung kWp bei Photovoltaikanlagen?

Die Abkürzung kWp steht für Kilowatt Peak und beschreibt die optimale Leistung von Solarmodulen während eines Tests im Labor. Da die Bedingungen in einem Labor anders sind als in der Realität, lässt sich aus dem kWp nicht direkt darauf schließen, wie viel Ertrag eine Photovoltaikanlage erreichen kann.

Was kostet ein kWp Solarmodule 2026?

Ein Kilowatt Peak (kWp) Solarmodule kostet 2026 durchschnittlich 150 bis 240 Euro für Standard-Module mit TOPCon-Technologie. Premium-Module mit HJT- oder bifazialer Technologie liegen bei 225 bis 350 Euro pro kWp.

Wie hoch ist der Anteil der Module an den Gesamtkosten einer PV-Anlage?

Die Solarmodule machen etwa 15 bis 20 Prozent der Gesamtkosten einer schlüsselfertigen Photovoltaikanlage aus. Der Rest entfällt auf Wechselrichter, Montagesystem, Verkabelung, Planung und Installation.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Undine Tackmann hat sich bei Aroundhome auf den Energiebereich spezialisiert. Mit ihrer Expertise verfasst sie Artikel, die komplexe Energiethemen verständlich aufbereiten. Sie konzentriert sich auf nachhaltige Energielösungen und innovative Trends, um Leser:innen bei der Entscheidungsfindung für eine grünere Zukunft zu unterstützen.

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