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Solarpflicht in Deutschland: Was gilt 2026 für Hausbesitzer?

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In Deutschland gibt es keine bundesweite Solarpflicht. Einige Bundesländer haben jedoch bereits eigene Regelungen eingeführt. Diese gelten vor allem beim Neubau und bei umfassenden Dachsanierungen. Erfahren Sie jetzt, ob und wann Ihrem Bundesland eine Solarpflicht für Sie gilt.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Aktualisiert am
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Was bedeutet eine Solarpflicht?

Die Solarpflicht ist eine gesetzliche Verpflichtung, eine Solaranlage zu installieren. Sie variiert je nach Bundesland.

Häufig greift die Solarpflicht

  • beim Neubau von Wohngebäuden oder Gewerbegebäuden oder

  • bei Bestandsgebäuden, wenn eine umfassende Dachsanierung durchgeführt wird.

Gibt es eine bundesweite Solarpflicht?

Nein, in Deutschland gibt es aktuell keine bundesweite Solarpflicht. Es haben jedoch einzelne Bundesländer eigene Gesetze zur Solarpflicht eingeführt.

Kommt eine bundesweite Solarpflicht in Deutschland?

Eine bundesweite Solarpflicht ist aktuell nicht geplant. Bisher bestimmen die einzelnen Bundesländer selbst darüber.

In welchen Bundesländern gibt es 2026 eine Solardachpflicht?

Aktuell haben mehrere Bundesländer eine Solarpflicht eingeführt. Die genauen Regelungen unterscheiden sich je nach Region:

Bundesland

Solarpflicht gilt aktuell:

Geplante Solarpflicht:

Baden-Württemberg

- seit Mai 2022 für Neubauten von Wohngebäuden

- seit Januar 2023 für grundlegende Dachsanierungen an Bestandsgebäuden

- betrifft private, gewerbliche und öffentliche Gebäude

Bayern

- seit Januar 2025 nur Sollregelung (keine Pflicht) für private Wohngebäude bei Neubau und Dachsanierung

- seit März/Juli 2023 verpflichtend für Nichtwohngebäude bei Neubau, seit Januar 2025 bei Dachsanierung

Berlin

- seit Januar 2023 für Neubauten und für Bestandsgebäude bei wesentlichen Dachumbau

- betrifft private, gewerbliche und öffentliche Gebäude

Brandenburg

- seit Juni 2024 nur für öffentliche und gewerbliche Gebäude

- stufenweise Einführung der Solarpflicht auch für Wohnhäuser geplant

- verbindliche Regelung innerhalb 2 bis 4 Jahre erwartet

Bremen

- seit Juli 2024 für Bestandsgebäude bei grundlegenden Dachsanierungen

- seit Juli 2025 für Neubauten

- betrifft private, gewerbliche und öffentliche Gebäude

Hamburg

- seit Januar 2023 für Neubauten von Wohngebäuden

- seit Januar 2024 für wesentliche Dachsanierungen an Bestandsgebäuden

Hessen

- seit November 2022 nur für landeseigene Gebäude und neue Parkplätze

- Ausweitung auf Privathaushalte ist derzeit nicht geplant

Mecklenburg-Vorpommern

- derzeit keine Solarpflicht, weder für private Wohngebäude noch für gewerbliche Immobilien

- Klimaschutzgesetz wurde 2025 diskutiert, Zeitpunkt der Umsetzung noch nicht bekannt

Niedersachsen

- seit Januar 2025: bei Neubauten mit einer Dachfläche von mindestens 50 m² und grundlegende Dachsanierungen

- betrifft private, gewerbliche und öffentliche Gebäude sowie Parkplätze und Parkdecks

Nordrhein-Westfalen

- seit Januar 2026 für vollständige Dachsanierungen

- seit Januar 2025 für Neubauten privater, gewerblicher und öffentlicher Gebäude

- seit 2024 für Stellplatzflächen mit mehr als 35 Stellplätzen bei Nichtwohngebäuden

Rheinland-Pfalz

- seit 2024 die PV-Ready-Pflicht bei Wohngebäuden

- seit 2024 bei öffentlichen Gebäuden

- seit 2023 bei Gewerbeneubauten und Parkplätzen mit mindestens 50 Stellplätzen

Saarland

- seit August 2025 PV-Ready-Pflicht bei Wohngebäuden

- zusätzlich: einzelne Gemeinden können durch eigene Satzungen Solarpflicht für private Wohngebäude einführen

- seit April 2025 Pflicht für öffentliche und gewerblich genutzte Gebäude

Sachsen

-

- aktuell nicht geplant, weder für private, gewerbliche oder öffentliche Gebäude

Sachsen-Anhalt

-

- aktuell nicht geplant, weder für private, gewerbliche oder öffentliche Gebäude

Schleswig-Holstein

- seit März 2025 für private Wohngebäude bei Neubauten

- seit Januar 2023 für gewerbliche und öffentliche Gebäude, Parkplätze ab 70 Stellplätzen

Thüringen

- ggf. projektbezogene „solare Baupflicht“ beim Verkauf von Grundstücken im Kauf- bzw. Erbbaurechtsvertrag

- regelt jede Kommune selbst beim Grundstücksverkauf oder beim Abschluss eines Erbbaurechtsvertrags

Stand: 28.04.2026

Aktuelle Informationen der Bundesländer zur PV-Pflicht

Für wen gilt die Solarpflicht?

Je nach Bundesland gilt die Solarpflicht für verschiedene Gebäudetypen und Bauvorhaben. Dazu zählen private Wohnhäuser, Gewerbeflächen und Parkplätze. Die genauen Anforderungen, Ausnahmen und Fristen variieren stark.

Wird Photovoltaik Pflicht beim Neubau?

In mehreren Bundesländern ist Photovoltaik beim Neubau bereits Pflicht.

So müssen beispielsweise in Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein neue Wohngebäude mit Photovoltaik ausgestattet werden.

Wird Photovoltaik Pflicht bei einer Dachsanierung?

Eine PV-Pflicht bei Dachsanierungen gilt bereits in einigen Bundesländern, jedoch nur bei grundlegenden oder umfassenden Sanierungen. Dazu gehören Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Wird Photovoltaik Pflicht auf Gewerbebauten?

In den meisten Bundesländern gilt bereits eine Solarpflicht für Nichtwohngebäude, also für Gewerbeimmobilien.

Dies ist beispielsweise in Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen der Fall.

Wird Photovoltaik Pflicht auf Parkplätzen?

In mehreren Bundesländern besteht bereits eine Solarpflicht für größere Parkplätze. Dazu gehören Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Hessen.

Gilt die Solarpflicht auch bei Altbauten?

Altbauten unterliegen nicht automatisch der Solarpflicht. Es gibt jedoch Bundesländer, in denen für Altbauten bzw. Bestandsgebäude eine Solarpflicht gilt, häufig im Rahmen von Dachsanierungen.

Das gilt beispielsweise für Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen.

Ausnahmen von der Solarpflicht

In allen Bundesländern mit Solarpflicht sind Ausnahmen und Befreiungen möglich, wenn die Installation einer Photovoltaikanlage

  • technisch unmöglich,

  • wirtschaftlich unzumutbar

  • oder aus anderen Gründen wie Denkmalschutz nicht umsetzbar ist.

Eine Befreiung muss vor Baubeginn beantragt und mit entsprechenden Nachweisen belegt werden.

Warum ist eine Solarpflicht sinnvoll?

Eine Solarpflicht beschleunigt die Energiewende, indem sie Dachflächen für die Solarstromerzeugung nutzt und so den CO₂-Ausstoß verringert. Der Bund unterstützt PV-Anlagen mit Steuererleichterungen und zinsgünstigen KfW-Krediten. Viele Bundesländer bieten zusätzliche Förderprogramme für Solaranlagen, Speicher und Balkonkraftwerke.

Vorteile einer Photovoltaik-Pflicht

  • Beschleunigung der Energiewende und großflächiger Ausbau erneuerbarer Energien

  • Reduzierung von CO₂-Emissionen zur Bekämpfung des Klimawandels

  • Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und externen Energieversorgern

  • Immobilienwertsteigerung und langfristig günstigere Energiekosten

  • Anreize zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden

Nachteile einer Photovoltaik-Pflicht

  • Finanzielle Belastung

  • Möglicher Eingriff in die Gestaltungsfreiheit

  • Risiko, dass Dachsanierungen aufgeschoben werden

  • Verwaltungsaufwand für Umsetzung und Überwachung

Kritik an einer Solardachpflicht in Deutschland

Die häufigste Kritik an der Solarpflicht betrifft die zusätzlichen Kosten für Eigentümer:innen. Bei Neubauten rentiert sich die Investition durch steigende CO₂-Preise meist schneller, während Bestandsgebäude oft eine Doppelbelastung treffen. Weitere Kritikpunkte sind uneinheitliche Regelungen zwischen den Bundesländern und zusätzliche Nebenkosten wie die Modernisierung des Zählerschranks.

Doch es gibt zahlreiche Unterstützungsangebote: Zinsgünstige KfW-Kredite, Steuererleichterungen und Ausnahmen bei wirtschaftlicher Unzumutbarkeit entlasten Eigentümer:innen. Viele Bundesländer bieten zusätzliche Förderprogramme.

Langfristig profitieren Sie bei einem hohen Eigenverbrauch des Solarstroms durch sinkende Energiekosten. Sie steigern den Wert Ihrer Immobilie und können auch Zukunftstechniken nutzen wie das Laden eines Elektroautos mit eigenem Solarstrom. Somit ist die Solarpflicht auch eine Chance für eine zukunftssichere Immobilie.

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Häufig gestellte Fragen

Werden Solaranlagen für Hausbesitzer Pflicht?

Bisher gibt es noch keine konkreten Pläne, eine bundesweite Solarpflicht für Hausbesitzer:innen in Deutschland einzuführen. Allerdings können Hausbesitzer:innen je nach Bundesland oder Gemeinde dazu verpflichtet sein, eine Solaranlage bei einer Dachsanierung zu installieren.

Wann müssen Sie eine Solaranlage einbauen?

Gilt in Ihrem Bundesland eine Solardachpflicht für private Wohngebäude, kann es sein, dass Sie bei der Neuerrichtung eines Hauses oder bei der Dachsanierung eines Bestandsgebäudes eine Solaranlage installieren müssen.

Welche Alternativen zur PV-Anlage gelten als Erfüllung der Solarpflicht?

In den meisten Bundesländern können Eigentümer:innen die Solarpflicht alternativ durch eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung erfüllen. Je nach Bundesland sind auch Solarfassaden, die Nutzung anderer Gebäudeflächen auf demselben Grundstück oder die Installation in der unmittelbaren Umgebung, beispielsweise auf Garagen oder Carports, zulässig. In einigen Regionen ist zudem die Verpachtung des Daches an Dritte möglich. Die genauen Alternativen und Umrechnungsfaktoren variieren je nach Bundesland. Details dazu finden Sie auf unseren jeweiligen Bundesland-Seiten.

Gibt es eine Pflicht für Solarthermie in Deutschland?

Nein, in Deutschland gibt es keine eigenständige Solarthermie-Pflicht. Solarthermie kann jedoch in einigen Bundesländern als Alternative zur Photovoltaik-Pflicht genutzt werden, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Dies gilt beispielsweise in Baden-Württemberg, Bayern und Berlin.

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