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Warum eine Heizungswartung regelmäßig nötig ist

Claudia Mühlbauer
22. Februar 2022

Das Wichtigste in Kürze

  • Die regelmäßige Wartung durch den Heizungsbauer stellt den optimalen Betrieb der Heizung sicher.

  • Lassen Sie die Heizungswartung am besten im Sommer durchführen.

  • Der Umfang und die Kosten der Wartung unterscheiden sich je nach Heizungstyp.

  • Die Heizung warten zu lassen, ist günstiger, wenn Sie einen Wartungsvertrag mit der Heizungsfachfirma abschließen.

Eine Heizung soll nicht nur zuverlässig funktionieren, sondern auch möglichst wirtschaftlich arbeiten und dabei umweltschonend sein. Um diese Punkte zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Heizungswartung sinnvoll. Nur eine gepflegte Anlage arbeitet nämlich auch auf Dauer optimal.

Wozu dient die Heizungswartung?

Eine regelmäßige Heizungswartung kann die Heizkosten senken und das Risiko teurer Reparaturen deutlich mindern. Sie stellt sicher, dass die Heizung einwandfrei funktioniert. Dadurch wird weniger Energie verschwendet, denn schon kleine Verschmutzungen können zu Störungen führen. Auch die Abgas-Grenzwerte werden dadurch regelmäßig kontrolliert.

Heizung installieren
Mit der regelmäßigen Wartung wird sichergestellt, dass die Heizung dauerhaft optimal funktioniert.

Bei der Wartung werden unter Umständen ältere Verschleißteile ausgetauscht, die bei einem Defekt Schaden anrichten würden. Das erhöht die Lebensdauer der Heizungsanlage langfristig und sorgt dafür, dass die Heizung nicht zum ungünstigsten Zeitpunkt ausfällt. Ihren Anspruch auf Garantie behalten Sie in der Regel ebenfalls nur, wenn Sie die Heizung regelmäßig von einem Fachunternehmen warten lassen. Die Kosten für die Heizungswartung sollten Sie sich daher auf keinen Fall sparen.

Wichtig:

Kommt es zu einem Versicherungsfall durch eine defekte Heizung, kann eine Kostenübernahme abgelehnt werden, wenn keine regelmäßige Wartung durchgeführt wurde.

Was gehört zu einer Heizungswartung?

Welche Arbeiten bei der Wartung anfallen, hängt von der Art der Heizungsanlage ab. Unabhängig davon findet allerdings immer eine allgemeine Sichtprüfung statt. Auch Verschleißteile werden bei jeder Wartung geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht. Verfügt die Anlage über einen Brenner, werden dessen Komponenten gereinigt. Daran schließt sich die Prüfung der Abgaswerte an. Darüber hinaus gibt es weitere Arbeiten, die abhängig vom Heizungstyp sind:

  • Gasheizung: Die Gasleitungen müssen auf Dichtheit überprüft werden.

  • Ölheizung: Hier werden die Tanks geprüft und gegebenenfalls gereinigt.

  • Pelletheizung: Der Wärmetauscher muss geprüft und gereinigt werden, ebenso wie der Schornstein. Auch die Lagerung und die automatische Fördereinrichtung werden begutachtet.

  • Wärmepumpe: Der Luftfilter wird gereinigt oder ausgetauscht.

Weiterhin wird bei all diesen Heizungstypen – außer bei der Pelletheizung – der Wasserdruck kontrolliert. Falls nötig, wird Heizungswasser nachgefüllt.

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Die Arbeiten, die bei der Wartung durchgeführt werden, hängen vom Typ der Anlage ab.

Der beste Zeitpunkt für die Wartung

Während der Heizungswartung muss die Anlage ausgeschaltet werden. Dementsprechend ist der beste Zeitpunkt für die Kontrolle nicht während der Heizperiode, sondern davor. Lassen Sie die Maßnahme im Sommer durchführen, haben Sie außerdem genügend Zeit, Verschleißteile austauschen und nötige Reparaturen durchführen zu lassen.

Der Herbst ist auch deshalb nicht die beste Zeit, weil viele Heizungsfirmen während dieser Jahreszeit besonders viele Aufträge haben. Außerdem sollten Sie darauf achten, die Heizungswartung durchführen zu lassen, bevor der Schornsteinfegerbetrieb Ihre Abgaswerte misst. Da die Reinigung der Heizungsanlage Bestandteil der Wartung ist, sind die Werte danach üblicherweise optimal.

Heizungswartung ist Pflicht

Im Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist die Pflicht zur Heizungswartung festgeschrieben. Wie oft sie durchgeführt werden muss, ist nicht vorgegeben. Viele Hersteller schreiben allerdings eine jährliche Wartung der Heizung vor.

Was kostet eine Heizungswartung?

Wie viel die Heizungswartung kostet, hängt in erster Linie davon ab, welches System in Ihrem Haus verbaut wurde. Verschiedene Heizungen haben unterschiedlich hohen Wartungsaufwand: Am wartungsintensivsten sind Holz- und Pelletheizungen. Elektroheizungen benötigen hingegen überhaupt keine Wartung.

Auch die regionale Lage und die Notwendigkeit zum Austausch von Verschleißteilen sind einflussgebende Faktoren. Rechnen Sie je nach Anlage etwa mit Kosten zwischen 30 und 300 Euro:

Generell empfiehlt es sich, dasselbe Unternehmen mit dem Heizungseinbau und mit der Heizungswartung zu beauftragen. Um passende Anbieter in der Nähe zu finden, geben Sie einfach Ihre Wünsche in unserem Online-Fragebogen ein. Anschließend suchen wir kostenlos und unverbindlich* Fachunternehmen für Sie, die Ihnen ein Angebot für Ihre neue Heizung ausstellen.

Unser Tipp:

Die Kosten für die Heizungswartung sind steuerlich absetzbar: Sie können 20 Prozent der Lohnkosten der Heizungsfirma als haushaltsnahe Dienstleistungen eintragen. Materialkosten, die im Zuge der Heizungswartung anfallen, können Sie in der Steuererklärung allerdings nicht absetzen.

Wartungsvertrag für die Heizung

Haben Sie einen Wartungsvertrag abgeschlossen, können Sie bei der regelmäßigen Heizungswartung mit geringeren Preisen rechnen. Die Firma kontaktiert Sie dann, wenn die nächste Wartung ansteht. Häufig wird auch eine Notfallhotline angeboten, die Sie im Störungsfall kontaktieren können. Abhängig von Ihrem Vertrag sind Wartungsmaterial und Ersatzteile bereits im jährlichen Vertragspreis inbegriffen oder müssen gesondert gezahlt werden.

Einen Wartungsvertrag können Sie gleich beim Kauf der Heizung abschließen. In diesem Fall geht der Vertragsabschluss unter Umständen mit einer Garantieverlängerung einher. Es ist aber prinzipiell auch möglich, später noch einen Vertrag mit einer Heizungsfirma abzuschließen. Eine Verlängerung der Garantie können Sie dann aber meist nicht mehr erwarten.

Heizung selbst prüfen

Eine regelmäßige Wartung sorgt dafür, dass das Heizungssystem reibungslos funktioniert. Trotzdem kann es passieren, dass die Heizung nicht wie gewünscht funktioniert. Das kann zum Beispiel bei älteren Modellen der Fall sein, wenn die letzte Wartung schon einige Zeit zurückliegt. Manche Probleme können Sie eigenständig überprüfen und unter Umständen auch selbst beheben:

  • Der Heizkörper bleibt kalt: Es kann unterschiedliche Gründe geben, wenn Ihr Heizkörper nicht warm wird. Prüfen Sie zuerst, ob noch Brennstoff verfügbar ist und ob das Thermostatventil klemmt. Unter Umständen muss die Heizung nur entlüftet werden, was Sie selbst erledigen können. Löst sich Ihr Problem dadurch nicht, sollten Sie einen Fachbetrieb kontaktieren. Möglicherweise stimmt nämlich der Druck der Anlage nicht oder die Pumpe arbeitet nicht mehr.

  • Die Heizung macht Geräusche: Ein leichtes Rauschen oder Knacken eines Heizkörpers ist meist kein Grund zur Sorge. Andere Heizungsgeräusche wie ein Klopfen oder Brummen deuten dagegen auf ernste Probleme hin und sollten schnellstmöglich überprüft werden.

  • Der Heizkörper ist verschmutzt: Lässt die Heizleistung nach, kann das daran liegen, dass sich Schmutz im Heizkörper festgesetzt hat. Oberflächliche Verschmutzungen können Sie leicht selbst entfernen. Führen Sie bestenfalls einmal im Jahr eine Heizungsreinigung durch. Grobe Verschmutzungen im Inneren sollten Sie allerdings von einem Fachbetrieb beseitigen lassen, da das Gerät sonst beschädigt werden kann.

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