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Verkaufen oder abwarten?

Lohnt sich der Immobilienverkauf im Jahr 2022?

Claudia Mühlbauer
21. Juli 2022

Es herrscht Unsicherheit: der Angriffskrieg auf die Ukraine, die steigende Energiepreise und die hohe Inflation machen das Leben immer teurer. Diese Risikofaktoren wirken sich auch auf den Immobiliensektor aus. Vielleicht fragen Sie als Immobilienbesitzer:in sich, ob jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Verkauf ist oder Sie lieber noch warten sollten?

Trendwende: Fangen die Immobilienpreise jetzt an zu sinken?

Wer sich die Entwicklung der Immobilienpreise über die letzten Jahre hinweg anschaut, sieht einen rasanten und anhaltenden Preisanstieg. Das zeigt sich auch, wenn Sie die durchschnittlichen Preise für Häuser und Eigentumswohnungen im dritten Quartal 2022 betrachten. Laut Berechnungen des Onlinemarktplatzes Immowelt.de sind die durchschnittlichen Quadratmeterpreise im Vergleich zum Vorjahr für Häuser zwischen 10 und 24 Prozent gestiegen, die für Eigentumswohnungen zwischen 8 und 21 Prozent.

Die zuletzt Ende Juni 2022 vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Preisanstiegen bei Wohnimmobilien zeigen allerdings, dass der Preisaufschwung jüngst wieder abgeflacht ist. Gegenüber den letzten Quartalen lässt sich eine leichte Erholung erkennen. Zwar stiegen die Preise weiter, aber längst nicht mehr so stark wie im zurückliegenden Jahr:

Ein erster Hinweis darauf, dass die horrenden Preissteigerungen der Vergangenheit angehören? Auch Immobilienexpert:innen sehen laut einer aktuellen Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln in Zusammenarbeit mit dem Branchenverband ZIA, eine Trendwende auf dem aufgeheizten Immobilienmarkt. Die Ursache liege in dem Mix „aus steigenden Zinsen und hohen Baukosten bei gleichzeitig schwacher Konjunktur“.

Jetzt noch Immobilie verkaufen oder abwarten?

Ob Sie sich jetzt für einen Verkauf Ihrer Immobilie entscheiden sollten, hängt davon ab, welchen Zeithorizont Sie haben und wie gewinnbringend Sie Ihre Immobilie verkaufen möchten. Aktuell können Sie noch von hohen Immobilienpreisen profitieren, die Stimmung auf dem Immobilienmarkt kippt allerdings. Manche Interessent:innen sind unter Umständen aufgrund der Bauzinsproblematik geneigt, früher als später zu kaufen. Auf der anderen Seite agieren Käufer:innen bereits jetzt zögerlicher, da die Finanzierung schwieriger geworden ist.

Die Inflation ist weiterhin auf hohem Niveau

Der Krieg in der Ukraine bringt hierzulande neben einer allgemeinen Verunsicherung vor allem eines mit sich: drastisch steigende Energiepreise. Dadurch erhöhen sich einerseits die Haushaltskosten stark, andererseits ist die Energiepreisentwicklung aber auch der Haupttreiber der Inflation. Der zweitgrößte Bestandteil sind die gestiegenen Kosten für Nahrungsmittel.

Im Juni 2022 lag die Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahresmonat bei + 7,6 Prozent. Damit ist sie im Vergleich zum Mai 2022 leicht zurückgegangen – die Verringerung kommt allerdings hauptsächlich durch den Verkehrsbereich zustande, der durch das 9-Euro-Ticket und die Senkung der Mineralölsteuer entlastet wurde. Auf den Energiebereich bezieht sich das nicht: Die Preise für Energieprodukte lagen im Juni 38 Prozent über denen des Vorjahresmonats.

Wie wirkt sich das auf Ihre Aussichten auf einen schnellen und erfolgreichen Immobilienverkauf aus? Das Leben wird teurer, was auch die Bereitschaft mindert, große Investitionen zu tätigen. Dazu kommt, dass vielen potenziellen Käufer:innen mittlerweile schlichtweg das Geld dafür fehlt, denn die Löhne steigen deutlich langsamer als die Preise. Je höher die Inflationsrate ist, desto unwirtschaftlicher werden daher auch Immobilien für viele Kaufinteressent:innen.

Die Erhöhung der Bauzinsen macht Finanzierungen schwieriger

Wer sich den Kauf einer Immobilie finanzieren will, braucht neben Eigenkapital meist auch ein Immobiliendarlehen. Die Tilgung so eines Kredits ist allerdings durch die gestiegenen Bauzinsen teurer geworden. Diese Erhöhung eilt der Zinswende der Europäischen Zentralbank (EZB) voraus und auch zukünftig soll der Bauzins steigen. Aktuell liegt er etwa bei 3 Prozent – statt wie lange Zeit bei ungefähr 1 Prozent. Was das für die Finanzierung bedeutet, zeigt folgendes Beispiel:

Abhängig davon, wie hoch der Zinssatz ist, ergibt sich ein anderes Gesamtbild bei den Kosten:

Jetzt noch sanieren oder schnell verkaufen?

Modernisierungen und energetische Sanierungen erhöhen den Verkaufspreis einer Immobilie. Das ist auf lange Sicht gut gedacht, wenn Käufer:innen diese höheren Preise stemmen können. Und natürlich ist es möglich, dass sich der Immobilienmarkt gemeinsam mit der wirtschaftlichen Lage entspannt. Sinnvolle Modernisierungsmaßnahmen vor dem Hausverkauf sind zum Beispiel eine neue Wärmedämmung oder der Austausch der Heizungsanlage, wenn Sie aktuell noch auf Gas oder Öl setzen. Nicht nur gibt es hohe Förderungen für energetische Sanierungen, auch werden fossile Brennstoffe wohl in Zukunft nicht mehr beliebter.

Beraten Sie sich am besten mit einem erfahrenen Maklerbüro, wie Sie vorgehen. Immobilienmakler:innen haben nicht nur den Markt genau im Blick, sie kennen auch seine regionalen Eigenheiten und die Käufergruppen. Gleichzeitig klären sie gemeinsam mit Ihnen, welchen Verkaufspreis Sie realistisch erwarten können. Wir vermitteln Ihnen bis zu drei Makler:innen aus Ihrer Region, die Sie bei Ihrem Immobilienvorhaben unterstützen.

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