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Lohnt sich der Immobilienverkauf im Jahr 2024?

Claudia Mühlbauer
18. Januar 2024

Der Immobilienmarkt stabilisiert sich langsam. Die Inflationsrate nimmt ab und Finanzierungen werden wieder erschwinglicher. Wie ist die Gesamtsituation und ist es ratsam, Immobilien jetzt zu verkaufen, oder sollten Sie lieber noch warten?

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Die Immobilienpreise stabilisieren sich

Wer sich die Entwicklung der Immobilienpreise über die letzten Jahre hinweg anschaut, sieht einen rasanten Preisanstieg. Die Trendwende wurde bereits im vierten Quartal 2021 eingeleitet, als die Anstiege im Vergleich zum Vorjahresquartal erstmals abflachten. Wie die zuletzt im Dezember 2023 vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Preisanstiegen bei Wohnimmobilien zeigen, gehen die Preise seit dem vierten Quartal 2022 zurück. Der Preisrückgang im dritten Quartal 2023 war der bislang stärkste seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000.

Aktuell stabilisiert sich die Preisentwicklung im Vergleich zu den jeweiligen Vorquartalen wieder. Laut dem Marktreport des Maklerunternehmens McMakler sind die bundesweiten Kaufpreise für Häuser vom dritten zum vierten Quartal 2023 um 0,2 Prozent zurückgegangen. Während es in Brandenburg keine Veränderung gab, stiegen die Preise in drei Bundesländern:

  • Berlin +0,3 Prozent
  • Hamburg: +0,2 Prozent
  • Mecklenburg-Vorpommern: +0,1 Prozent

Die Wohnungspreise konnten bundesweit hingegen einen Preisanstieg um 1,2 Prozent verzeichnen. Hamburg ist das einzige Bundesland, in dem Wohnungen geringfügig günstiger geworden sind.

Auch die Nachfrage nach Wohnimmobilien kehrt langsam zurück: Laut den Daten von McMakler ist sie bundesweit um 4,5 Prozent gestiegen. Expert:innen gehen aktuell von einer Stabilisierung und Seitwärtsbewegung der Immobilienpreise aus.

Immobilie jetzt verkaufen oder warten?

Mittlerweile erzielen Immobilien niedrigere Verkaufspreise als in der Vergangenheit und Finanzierungen sind für Käufer:innen schwieriger geworden. Es kann daher länger dauern, Kaufwillige zu finden. Allerdings wird davon ausgegangen, dass die Bauzinsen stabil bleiben. Weil die Angst vor Zinssteigerungen wegfällt, könnte die Kaufbereitschaft von Interessent:innen weiter steigen. Expert:innen gehen außerdem von einer Seitwärtsbewegung der Immobilienpreise aus. Sind Sie bereit für den Verkauf, sollten Sie in nächster Zeit nicht damit rechnen, einen höheren Verkaufspreis erzielen zu können. Wenn Sie ein renovierungsbedürftiges Haus haben, kann es sich lohnen, vor dem Verkauf noch zu sanieren.

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Weiterhin hohe Inflationsrate kann Kaufstimmung trüben

Generell ist das Leben teurer geworden, als es noch vor einigen Jahren war. Die Jahresteuerungsrate war 2023 niedriger als im Vorjahr, sie stellt mit +5,9 Prozent aber dennoch die zweithöchste seit der deutschen Wiedervereinigung dar. Auch wenn die Inflationsrate für Dezember 2023 geringer ausfällt als die einiger Monate zuvor, liegt sie dennoch deutlich über den angestrebten +2,0 Prozent. Bei vielen Menschen mindert das die Bereitschaft, große Investitionen zu tätigen. Dazu kommt, dass vielen potenziellen Käufer:innen mittlerweile schlichtweg das Geld dafür fehlt, denn die Löhne steigen deutlich langsamer als die Preise. Je höher die Inflation ist, desto unwirtschaftlicher werden daher auch Immobilien für viele Kaufinteressent:innen. Eine positive Entwicklung ist allerdings, dass die Inflationsrate im Laufe des vergangenen Jahres wieder stark zurückgegangen ist.

Zwar ist die Inflationsrate im Verlauf des vergangenen Jahres wieder deutlich gesunken, im Dezember 2023 gab es im Vergleich zum Vormonat allerdings wieder einen leichten Anstieg auf aktuell +3,7 Prozent. Über das gesamte Jahr 2023 gesehen lag die Teuerungsrate in Deutschland bei +5,9 Prozent. Die Anstiege bei Energieprodukten sind mit +5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahrjahr deutlich schwächer geworden. Der verhältnismäßig geringe Wert resultiert aber vor allem aus dem Vergleich mit dem hohen Preisniveau 2022 – hier lag die Teuerungsrate für Energie bei +29,7 Prozent. Aktuell wirken sich die Preise für Nahrungsmittel besonders stark auf die Inflationsrate aus: Im Jahresdurchschnitt verteuerten sie sich um 12,4 Prozent.

Sinkende Bauzinsen machen Finanzierungen einfacher

Wer sich den Kauf einer Immobilie finanzieren will, braucht heute etwa 20 Prozent Eigenkapital. Zusätzlich nötig ist in den meisten Fällen ein Immobiliendarlehen. Die Tilgung so eines Kredits ist allerdings durch die gestiegenen Bauzinsen teurer geworden. Diese Erhöhung geht mit der Zinswende der Europäischen Zentralbank (EZB) einher. Sie hatte den Leitzins seit Juli 2022 in mehreren Schritten auf nunmehr 4,5 Prozent erhöht. Der Leitzins wirkt sich auch auf den Bauzins aus.

Seit November 2023 ist bei den Bauzinsen wieder ein Rückgang zu sehen. Lagen die durchschnittlichen Zinsen in der Spitze bei etwa 4,4 Prozent, so sind mittlerweile wieder Zinssätze von 3,4 bis 3,6 Prozent üblich. Expert:innen rechnen zum größten Teil damit, dass die Zinsen in den nächsten Monaten stabil bleiben werden, von einem mittel- bis langfristigen Rückgang geht laut dem Interhyp-Bauzins-Trendbarometer etwa ein Drittel der Expert:innen deutscher Kreditinstitute aus. Erneute Anstiege werden nicht prognostiziert.

Wie stark sich der Bauzins auf die Immobilienfinanzierung auswirkt, zeigen folgende Beispiele:

Abhängig davon, wie hoch der Zinssatz ist, ergibt sich ein anderes Gesamtbild bei den Kosten:

Jetzt noch sanieren oder lieber verkaufen?

Umfragen unter Kaufwilligen zeigen, dass Immobilien mit modernen Heizungssystemen und guter Isolierung besonders gefragt sind. Modernisierungen und energetische Sanierungen erhöhen den Verkaufspreis einer Immobilie. Das ist auf lange Sicht gut gedacht, wenn Käufer:innen diese höheren Preise stemmen können und die Lage auf dem Immobilienmarkt sich entspannt. Sinnvolle Modernisierungsmaßnahmen vor dem Hausverkauf sind zum Beispiel eine neue Wärmedämmung oder der Austausch der Heizungsanlage, wenn Sie aktuell noch auf Gas oder Öl setzen. Zudem gibt es Förderungen für energetische Sanierungen und die Förderquote für einen Heizungstausch hat sich mit Inkrafttreten des neuen Gebäudeenergiegesetzes 2024 auf bis zu 70 Prozent erhöht.

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Eine Immobilie zu veräußern, erfordert weitreichende Kenntnisse über die aktuelle Marktlage und die bürokratischen Erfordernisse. Bei allen Aufgaben rund um den Immobilienverkauf können professionelle Makler:innen Sie mit Ihrer Erfahrung bestmöglich unterstützen.

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