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Zum Einkuscheln warm:

Heizkosten sparen mit Wärmeschutzglas & Wärmeschutzfenstern

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
19. März 2020

Moderne Wärmeschutzfenster reduzieren Wärmeverluste und helfen Ihnen dabei, Heizkosten zu sparen. Wir informieren Sie, wie das Prinzip von Wärmeschutzglas funktioniert und warum sich die Investition aus energetischer Sicht lohnt. Außerdem erfahren Sie, mit welchen Kosten Sie für Wärmeschutzfenster rechnen müssen und auf welche Details Sie beim Kauf achten sollten.

Fenster sind ein entscheidender Faktor für den Energieverbrauch eines Hauses. Einerseits dringen durch die Scheiben wärmende Sonnenstrahlen in das Haus, andererseits entweicht gerade dort viel Wärme. Wie viel Wärme verloren geht, hängt von der Verglasung und Rahmenkonstruktion des Fensters ab. Beides hat sich in den letzten Jahren entscheidend verbessert. Doch nicht nur die energetische Technologie ist vorangeschritten, auch die Gesetzgebung unterliegt häufigen Änderungen.

Wichtige Kennzahlen für Wärmefenster

Mit der Energieeinsparverordnung von 2009 (EnEV 2009) ist ausreichender Wärmeschutz sogar Pflicht. Wer noch über kein Wärmeschutzglas verfügt, sollte seine alten Fenster also schnell austauschen. Vorschrift für Fenster ist laut EnEV 2009 ein maximaler U-Wert von 1,3 W/m²K. So lassen sich mit dem Einbau moderner Fenster bis zu 50 Prozent Energie sparen.

Was ist der U-Wert?

Wichtiges Maß für den Wärmeschutz eines Fensters ist der U-Wert (auch Uw-Wert oder k-Wert genannt). Der Wärmedurchgangskoeffizient gibt an, wie gut die Wärmedämmung eines Bauteils ist. Für Fenster beschreibt er den Wärmestrom, der von einer Fensterseite durch das Fenstermaterial hindurch zur anderen Fensterseite übertreten kann. Es gilt: Je niedriger der Wert, desto energieeffizienter die Wärmedämmung.

Was ist der g-Wert?

Auch der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) ist ein wichtiges Maß für die Energieeffizienz von Fenstern. Er beschreibt die Wärme, die von außen nach innen dringen kann. Ein Wert von 0,4 bezeichnet einen 40-prozentigen Durchlass von Wärme in den Raum. Problem: Je höher die Wärmedämmung (U-Wert), desto geringer ist die Wärmegewinnung durch die Sonneneinstrahlung (g-Wert). Bei günstiger Sonnenlage sollte daher ein hoher g-Wert gewählt werden, während der U-Wert eher vernachlässigt werden kann. Bei wenig Sonne ist ein guter U-Wert hingegen wichtiger.

Mutter und Kind am Fenster
Wärmeschutzfenster lohnen sich für die ganze Familie

Vom Einfach- zum Wärmeschutzglas

Der technische Fortschritt beim Wärmeschutz für Fenster verläuft rasant. Der U-Wert der Fenster hat sich in den letzten 40 Jahren um mehr als das Achtfache verbessert. Übliche zweifachverglaste Wärmeschutzfenster haben gute U-Werte von 1,3 W/m²K bis 1,1 W/m²K und entsprechen den Anforderungen der EnEV 2009. Optimalen Wärmeschutz bieten neueste Modelle mit einer Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung. Mit U-Werten von 0,8 W/m²K bis 0,4 W/m²K sind sie die effizienteste Technologie in der Wärmedämmung.

Zum Vergleich: Noch Anfang der 70er Jahre waren die meisten Fenster in Deutschland einfachverglast und hatten einen durchschnittlichen U-Wert von 5,5 W/m²K. Erste Isolierglasscheiben brachten Besserung, doch erst mit der zweischeibigen Wärmeschutzverglasung konnte die Wärmedämmung deutlich gesteigert werden.

Unser Tipp:

Nicht immer müssen ältere Fenster gegen moderne Wärmeschutzfenster ausgetauscht werden. Eine Alternative wäre eine energetische Sanierung, um den Hitzeschutz zu erhöhen, ohne die Optik zu beeinflussen.

Wie funktionieren moderne Wärmeschutzfenster?

Moderne Wärmeschutzfenster bestehen aus zwei-, für optimale Dämmung sogar aus dreifachem Wärmeschutzglas. Das Grundprinzip: Sonnenwärme dringt durch das Fenster in den Wohnraum, während die Raumwärme an der Scheibe reflektiert wird und im Raum erhalten bleibt. Hochisolierte Wärmeschutzfenster halten Wärme im Raum und Kälte draußen. Für ein effektives Wärmeschutzsystem müssen die einzelnen Komponenten perfekt zusammenarbeiten.

Folgende Faktoren entscheiden über den Wärmeverlust eines Fensters:

Verglasung

Eine Wärmeschutzverglasung aus drei Glasscheiben ist ein abgeschlossenes System. Ein Randverbund hält die einzelnen Scheiben auf Distanz zusammen, gleichzeitig wird der Scheibenzwischenraum hermetisch versiegelt. Der Grund für die gute Dämmwirkung liegt zum einen in der Dreifachverglasung, zum anderen in einer unsichtbaren, hauchdünnen Edelmetallschicht, die auf die Innenseite der Scheibe aufgedampft wird. Langwellige Wärmestrahlen werden so reflektiert und in den Wohnraum zurückgeworfen, kurzwellige Lichtstrahlen hingegen durchgelassen.

Unterstützt wird dieser Effekt durch Edelgase, meist Argon oder Krypton, die sich im Scheibenzwischenraum der Glasscheiben befinden und weniger wärmeleitend sind. Ein Trocknungsmittel zwischen den Glasscheiben unterbindet das Auftreten von Kondenswasser. Noch weiterentwickelter sind Vakuum-Verglasungen. Sie können mit deutlich geringeren Fensterstärken und nur einer zweischeibigen Verglasung ähnliche Dämmwerte erzielen wie Dreifach-Wärmeschutzverglasungen. Modernste Technik ermöglicht es, dass Fenster mithilfe einer elektrisch variierbaren Licht- und Strahlungsdurchlässigkeit selbstständig auf äußere Bedingungen reagieren (intelligentes Glas).

Unser Tipp:

Je besser ein Fenster die Wärme im Raum behält (U-Wert), desto weniger Sonnenwärme wird durch die Scheibe durchgelassen (g-Wert). Da es kein Modell gibt, das g-Wert und U-Wert perfekt miteinander kombiniert, sollten Wärmeschutzfenster immer ihrem Bestimmungsort nach ausgesucht werden. Bei günstiger Sonnenlage ist in der Regel ein höherer g-Wert besser. Für sonnenarme Hausseiten eignen sich Fenster mit einem möglichst niedrigen U-Wert. Der g-Wert spielt hier nur eine zu vernachlässigende Rolle.

Gasfüllungen

Im Raum zwischen den einzelnen Scheiben befand sich früher getrocknete Luft. Heute wird der Scheibenzwischenraum mit Edelgasen gefüllt, welche die Wärme schlechter leiten als Luft. Am häufigsten wird Argon verwendet, das eine verbesserte Wärmedämmung von etwa zehn Prozent bringt. Deutlich teurer und minimal besser ist das Gas Krypton.

Randverbund

Der Randverbund hält die Glasscheiben auf Distanz zusammen und verhindert, dass die Gasfüllung entweicht und Umgebungsluft oder Feuchtigkeit eindringt. Bis heute werden Randverbunde in der Regel zweistufig geklebt. Nachteil: Bei einem geklebten Randverbund ist es nicht zu vermeiden, dass Gase mit der Zeit entweichen. Pro Jahr darf dabei höchstens ein Prozent Gas verlorengehen. Die durchschnittliche Lebensdauer einer mit Gas gefüllten Isolierglasscheibe liegt daher bei rund 20 bis 30 Jahren.

Rahmen

Früher waren Fensterrahmen die Schwachstellen in der Wärmedämmung. Heute haben sich ihre Dämmeigenschaften deutlich verbessert. Verschiedene Rahmenmaterialien haben dabei unterschiedliche Dämmeigenschaften:

  • Kunststoff: Kunststoffrahmen sind weit verbreitet, relativ günstig, lange haltbar und dabei nahezu wartungsfrei. Ein von Dichtungen eingeschlossenes Luftpolster mindert den Wärmeverlust. Sowohl Rahmen als auch Fensterflügel müssen dabei mindestens in zwei Ebenen abgedichtet sein.
  • Holz und Holz-Alu: Rahmen aus Holz sind aufgrund der Lufteinschlüsse in den Fasern besonders wärmedämmend. Allerdings müssen sie regelmäßig gepflegt werden. Besonders beliebt sind Holz-Aluminium-Kombinationen, die die positiven Eigenschaften beider Materialien voll ausnutzen. Das Holz dient als inneres Rahmenmaterial, das Aluminium als wetterfeste Außenschale.
  • Aluminium: Aluminiumrahmen sind gute Wärmeleiter und daher eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Deshalb werden Innen- und Außenebene von Rahmen und Flügel mit Kunststoffstreifen gegeneinander isoliert und thermisch getrennt.

Unser Tipp:

Beim Austausch der Fenster gegen neue Wärmeschutzfenster sollte unbedingt der Zustand der Außendämmung geprüft werden. Grundsätzlich gilt: Die Fenster sollten immer die kältesten Stellen der Wand bilden. Werden bei einer schlecht gedämmten Wand hochdämmende Fenster eingesetzt, kann es zu einer Verschiebung der thermischen Verhältnisse und zu erhöhter Schimmelgefahr kommen. In einem solchen Fall muss im Zuge eines Fensteraustausches auch die Dämmung der Außenwand verbessert werden.

Balkontür und Fenster
Auch größere Fensterflächen wie Balkontüren und -fenster eignen sich für Wärmeschutzglas.

Wärmeschutzfenster vom Fachmann einbauen lassen

Ein entscheidender Faktor für die Dämmwirkung eines Wärmeschutzfensters ist die fachgerechte Verbindung zur Wand. Nur exakt eingesetzte Fenster gewährleisten den angegebenen Wärmeschutz. Deshalb sollte der Einbau in jedem Fall vom Fachmann erledigt werden. Der alte Fensterflügel wird ausgehängt, der Rahmen zersägt und herausgeschlagen. Der neue, hochdämmende Rahmen wird mit Montagedübeln in der Mauer befestigt und rundherum abgedichtet. Aroundhome vermittelt Ihnen kostenlos und unverbindlich* bis zu drei passende Fenster-Anbieter aus Ihrer Region, die Sie miteinander vergleichen können. Der Anbieter Ihrer Wahl berät Sie bei der Suche nach dem passenden Wärmeschutzfenster und übernimmt den fachgerechten Einbau.

Preise und Kosten von Wärmeschutzfenstern

Die Preise von Wärmeschutzfenstern hängen in erster Linie von drei Faktoren ab:

  1. Verglasung (Doppel- oder Dreifachverglasung)
  2. Isolierschicht (Luft, Edelgas, Vakuum)
  3. Rahmenmaterial (Kunststoff, Holz, Aluminium)

Für ein Fenster mit Dreifachverglasung müssen Sie durchschnittlich rund 25 Prozent mehr zahlen als für ein zweifachverglastes Fenster. Möchten Sie Ihre kompletten Fenster austauschen, sollten Sie mit einem durchschnittlichen Preis von 100 bis 400 Euro/m² rechnen. Hinzu kommen die Kosten für den fachgerechten Einbau. Folgende Preisangaben sind Orientierungswerte für handelsübliche Wärmeschutzfenster mit Dreifachverglasung inklusive Einbau:

Kosten Wärmeschutzfenster mit Dreifachverglasung

Genaue Preisangaben sind nur schwer zu treffen, da es je nach Art und Größe des Wärmeschutzfensters zu erheblichen Abweichungen kommen kann. Sonderanfertigungen für bestimmte Fensterformen oder einem erhöhtem Hitzeschutz sind sehr viel teurer. Soll das Fenster neben dem Wärmeschutz noch weitere Anforderungen erfüllen, wie beispielsweise Schall- oder Einbruchschutz, ist mit einem weiteren Anstieg der Kosten zu rechnen.

Fördermittel für die Fenstersanierung

Zahlreiche staatliche Förderungen unterstützen die Sanierung bestehender Gebäude und den Einbau energieeffizienter Fenster. Verschaffen Sie sich zu aktuellen Fördergeldern in unserer Übersicht einen Überblick oder fragen Sie bei verschiedenen Fachfirmen nach Förderungen für Fenster. Diese wissen in der Regel, welche Möglichkeiten der Finanzierung es in Ihrer Umgebung gibt.

Beachten Sie, dass Fördergelder immer vor dem Kauf und Einbau der neuen Fenster beantragt werden müssen!

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