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Weniger Verlust von Wärmeenergie:

Diese Faktoren sind für eine optimale Fensterdämmung wichtig

Claudia Mühlbauer
2. August 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • U- und g-Wert bestimmen bei Fenstern die Dämmung nach innen und außen.

  • Die optimale Wärmedämmung wird durch ein Zusammenspiel aus Rahmenaufbau, Verglasung und der fachgerechten Fenstermontage erreicht.

  • Die Dichtung zwischen Fensterrahmen und -flügel ist maßgeblich für die Luftdichtigkeit und damit auch für die Wärmedämmung.

Für ein gutes Wohnklima ist die richtige Fensterdämmung unabdingbar. Aber nicht nur das: Auch um Energie und Heizkosten in der kalten Jahreszeit zu sparen, sollten Ihre Fenster über eine gute Dämmung verfügen. Wir erklären Ihnen, wie Sie Bestwerte in der Wärmedämmung erreichen können, wie eine Fensterertüchtigung funktioniert und was Fenster mit guter Dämmung kosten.

Wie berechnet sich die Wärmedämmung von Fenstern?

Die Energieeinsparverordnung (EnEV 2016) verhindert, dass neue Fenster ohne ausreichende Dämmung in Wohngebäuden verbaut werden. Die EnEV ist für alle Gebäude, für die ein Bauantrag vor dem 01. November 2020 gestellt wurde, verbindlich. Ab diesem Datum gilt das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG), das mehrere alte Gesetze zusammenfasst.

U-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient oder U-Wert ist der maßgebliche Wert für die Dämmung von Fenstern. Je kleiner er ist, desto weniger Raumwärme entweicht durch das Fenster. Ein geringer U-Wert bedeutet also auch, dass Sie weniger Energie zum Heizen aufwenden müssen. Maßgebliche Faktoren für den Wert sind zum Beispiel das Rahmenmaterial, die Anzahl der Luftkammern und der Scheiben, der Scheibenabstand und die Füllung zwischen den Scheiben.

g-Wert

Der Gesamtenergiedurchlassgrad oder g-Wert spielt bei der Fensterdämmung zwar eine untergeordnete Rolle, ist aber dennoch nicht zu vernachlässigen. Er beschreibt die Sonnenstrahlung, die direkt durch das Fenster gelangt, und die Wärmeabgabe, die vom Glas in den Innenraum erfolgt. Ein hoher g-Wert führt dazu, dass die Sonnenstrahlen nahezu ungehindert ins Innere gelangen, was im Sommer schnell zur Überhitzung führen kann. Ein zu niedriger g-Wert bedeutet wiederum, dass nur noch wenig Tageslicht ins Rauminnere gelangt.

Waermeschutzglas Fenster Funktionsweise

Unser Tipp:

Welche U- und g-Werte für Ihre Situation passend sind, hängt unter anderem davon ab, ob Ihre Fenster an der Süd- oder der Nordfassade verbaut werden sollen. Auch das Klima in Ihrer Wohngegend ist ein relevanter Faktor. Eine Fachfirma kann Sie zu diesem Thema eingehend beraten und durch eine Besichtigung vor Ort die Fenster mit der optimalen Dämmung für Sie finden. Sind Sie noch auf der Suche nach dem passenden Anbieter? Geben Sie Ihre Wünsche einfach in unseren Online-Fragebogen ein und wir finden bis zu drei Fachfirmen aus Ihrer Region, die Ihnen jeweils ein Angebot ausstellen.*

Was ist bei der Dämmung für Fenster entscheidend?

Bei Fenstern ist die Dämmung von mehreren Faktoren abhängig. Zu den wichtigsten zählen das Material und der Profilaufbau der Fensterrahmen, die Art der Verglasung und der korrekte Fenstereinbau.

Rahmenmaterial und -aufbau

Die häufigsten Materialien für Fensterrahmen sind Holz, Kunststoff und Aluminium, von denen jedes besondere Vorteile hat. Auch Materialkombinationen aus Holz und Aluminium werden häufig gewählt, da sich hier die positiven Eigenschaften beider Werkstoffe nutzen lassen.

  • Fensterrahmen aus Holz dämmen optimal, denn das Material ist ein schlechter Wärmeleiter. Sie regulieren darüber hinaus auch die Raumfeuchte, da Holz überschüssige Luftfeuchtigkeit aufnimmt und wieder abgibt. Der Werkstoff hat zwar grundsätzlich die besten Wärmedämmungseigenschaften, aber bei Fensterrahmen aus anderen Materialien gibt es ebenfalls Möglichkeiten, gute Wärmedämmwerte zu erreichen.

  • Bei Kunststofffenstern sorgen etwa Mehrkammerprofile für eine gute Wärmedämmung. Ursprünglich wurden Fensterrahmen aus Kunststoff lediglich mit einer Hohlkammer hergestellt, die mit Luft gefüllt war. Diese sorgt zwar für eine annehmbare Wärmedämmung, aber es geht noch besser: Mehrere isolierende Kammern im Profil erhöhen den Dämmwert ebenso wie das Einfüllen zusätzlicher Dämmstoffe. Zu beachten ist auch, dass Kunststoffrahmen in der Regel mit Metallaussteifungen versehen werden, die sich wiederum negativ auf die Wärmedämmung auswirken. Durch die Kombination aus Dämmkammersystem und Isolierstoffen können Kunststofffenster dennoch sehr gute Wärmedämmwerte erreichen.

  • Fensterrahmen aus Metall bilden bei der Wärmedämmung das Schlusslicht, denn diese Materialien haben eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit. Abhilfe schaffen mehrschalige Profile mit Isolationskern. Innen- und Außenschale können durch Kunststoffstege thermisch voneinander getrennt werden, sodass sich die Wärmedämmung erhöht.

  • Holz-Aluminium-Fensterrahmen bestehen größtenteils aus Holz, werden außen aber mit einer Aluminiumverblendung versehen. So können Sie zugleich von der wohnlichen Atmosphäre sowie der hervorragenden Dämmung nach innen und von der Witterungsbeständigkeit an der Außenseite profitieren. Der Pflegeaufwand, den reine Holzfenster benötigen, entfällt auf diese Weise.

Moderne Verglasung

Wollen Sie die optimale Wärmeisolierung für Ihre Fenster erreichen, brauchen Sie die richtige Verglasung. Neue Fenster mit Einfachverglasung werden heute nicht mehr angeboten, da sie kaum Wärmeschutz bieten. Sie haben die Wahl zwischen Isolier- und Wärmeschutzverglasung, wobei es auch hier Unterschiede gibt.

Isolierverglasungen sind mit zwei oder drei Gläsern, die durch einen Randverbund zusammengehalten werden, erhältlich. Die Zwei- oder Dreifachverglasung enthält Zwischenräume, die zur besseren Wärmedämmung mit Edelgas befüllt werden können. Dafür wird üblicherweise Argon, Xenon, Krypton oder eine Mischung aus diesen Gasen verwendet. Eine Zweifachverglasung mit Edelgasfüllung eignet sich bereits, um den GEG-Mindeststandard zu erreichen.

Noch besser lassen sich die Fenster isolieren, wenn das Glas mit einer Spezialbeschichtung versehen wird. Dabei handelt es sich um eine dünne, nicht sichtbare Metallschicht, welche die Wärme zurück in den Raum reflektiert, Sonnenwärme aber hineinlässt. Auf diese Weise entsteht Wärmeschutzglas, das sich auch für Passivhausfenster eignet.

Wichtig:

Laut Energieeinsparverordnung und Gebäudeenergiegesetz dürfen Fenster einen U-Wert von 1,3 W/(m²K) nicht überschreiten. Für Passivhäuser gilt sogar ein Höchstwert von 0,8 W/(m²K).

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Korrekter Einbau

Nur die Kombination aus dem richtigen Fensterrahmen, der Verglasung, dem passgenauen Einbau und der Abdichtung stellt eine optimale Fensterdämmung sicher. Die Dämmung von Fensterrahmen und Verglasung kann durch einen unsachgemäßen Einbau der Fenster leicht zunichtegemacht werden. Hier besteht die Gefahr von Wärmebrücken, welche die Isolierung mindern. Bildet sich dadurch Kondenswasser, kann es darüber hinaus zur Schimmelbildung kommen. Den Fenstereinbau sollten Sie daher unbedingt in fachkundige Hände geben.

Dämmung Fenster Einbau
Bei fachkundig eingebauten Fenstern haftet der Betrieb für die Wärmedämmung und die Funktionalität.

Eine Fachfirma stellt sicher, dass die Fugen zwischen Fenster und Maueranschluss dauerhaft vor Luft und Feuchtigkeit geschützt sind und gewährleistet die optimale Funktionalität. In der Regel empfiehlt sich beim Einbau neuer Fenster auch eine Dämmung der Außenwand. Planen Sie diese Arbeiten aktuell nicht, können die Fenster unter Umständen bündig mit der Außenwand eingebaut werden. So ist später ein optimaler Fensteranschluss an die Dämmung der Außenwand möglich.

Unser Tipp:

Rollläden können den Wärmeschutz zusätzlich erhöhen, denn beim Herunterlassen entsteht eine isolierende Luftschicht zwischen Rollpanzer und Fensterscheibe. Bei Isolierverglasung lässt sich der Wärmeverlust so um bis zu 80 Prozent reduzieren, bei Wärmeschutzglas immerhin noch um bis zu 35 Prozent. Wärmedämmende Rollläden erhöhen diesen Effekt zusätzlich, da ihre Stäbe mit Dämmstoff statt nur mit Luft gefüllt sind.

Was kosten Fenster mit guter Wärmedämmung?

Welche Kosten jeweils auf Sie zukommen, hängt unter anderem von der Größe, der Form und der konkreten Ausstattung der Fenster ab. Auch der Hersteller und die Wahl des Fachbetriebs für den Fenstereinbau spielen eine Rolle. Relevante Kostenfaktoren sind darüber hinaus folgende:

  • Rahmenmaterial
  • Rahmenprofil mit Ein- oder Mehrkammersystem
  • Anzahl der Glasscheiben
  • Beschichtung
  • Füllung der Scheibenzwischenräume
  • U-Wert
  • Schallschutz
  • Extras, z.B. Aufbohrschutz für Fenstergriffe, Sicherheitsbeschläge oder Fensterbankanschluss
Alte Fenster Fensterdämmung
Ein Fenstertausch lohnt sich, wenn die alten Fenster schlechte Wärmedämmwerte haben.

Anhand der folgenden Tabelle können Sie sich einen groben Überblick über die Kosten verschaffen. Zugrunde liegen die exemplarischen Fenstermaße von 1,30 m x 1,30 m:

Förderungen von KfW, BAFA, Ländern und Kommunen

Für den Einbau und die Sanierung von Fenstern kommen unterschiedliche Förderungen infrage. Diese können Sie nutzen, wenn sich die Energieeffizienz des Gebäudes durch die Maßnahme erhöht. In unserer Übersicht über aktuelle Förderprogramme erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt.

Sanierung als Alternative zu neuen Fenstern

Nicht immer müssen Sie alte, schlecht isolierte Fenster komplett austauschen, um den Wärmedämmwert zu erhöhen. Auch eine Fenstersanierung kann den Wohnkomfort deutlich erhöhen und die Heizkosten sowie den CO2-Ausstoß senken. Hierbei wird auch von der Ertüchtigung der Fenster gesprochen. Sie kann folgende Maßnahmen umfassen:

  • Erneuerung der Dichtungsprofile
  • Einbau nachträglicher Dichtungen
  • Austausch der Fensterverriegelung
  • Einstellen der Fensterflügel
  • Austausch der Verglasung

Damit eine Fensterertüchtigung infrage kommt, müssen die Fensterrahmen technisch intakt sein und dürfen nicht durch die Witterung in ihrer Form verändert worden sein. Auch ist eine ausreichende Dicke des Rahmens notwendig, damit genügend Platz für eine wärmedämmende Verglasung vorhanden ist.

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