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Robust und pflegeleicht:

Was macht Alufenster aus und lohnt sich der Kauf?

Christina Tobias
Christina Tobias
28. Juni 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Dank moderner Rahmenprofile erreichen Aluminiumfenster sehr gute Wärmedämmwerte.

  • Alurahmen werden beschichtet, damit sie besonders witterungsbeständig sind und chemischen Belastungen standhalten.

  • Preislich liegen Alufenster zwischen Kunststoff- und Holzfenstern - teurer sind Materialkombinationen aus Holz und Alu sowie Kunststoff und Alu.

  • Ein Aluminiumfenster mit den Maßen 110 cm x 140 cm kostet je nach Verglasung und Öffnungsart zwischen 240 und 520 Euro.

Alufenster haben eine Reihe von Vorteilen, die in vergleichbarer Ausprägung weder bei Kunststofffenstern noch bei Holzfenstern zu finden sind. Die hervorragenden Materialeigenschaften von Aluminium machen diesen Werkstoff zu einer leistungsstarken Alternative im Fensterbau.

Vor- und Nachteile von Aluminiumfenstern

Fenster aus Aluminium genießen einen hervorragenden Ruf: Sie gelten als besonders stabil, pflegeleicht und vielseitig. Die leichte Bauweise und die guten Materialeigenschaften sind jedoch nicht gerade günstig. Auch haben moderne Aluminiumfenster zwar hervorragende Dämmeigenschaften, diese können allerdings nur mit aufwendigen Rahmenprofilen und zusätzlichem Dämmaufwand erreicht werden. Deshalb sollten Sie die Vor- und Nachteile genau abwägen.

Alufenster mit optimaler Wärmedämmung

Fensterrahmen Modelle Aluminium

Aluminium besitzt eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit. Alte Aluminiumfenster besitzen meist eine vergleichsweise schlechte Wärmedämmung. Moderne Alufenster hingegen sind mehrschalig aufgebaut, wobei die einzelnen Schalen durch einen Isolationskern getrennt sind. So wird ein sehr guter Dämmwert erreicht.

Ausschlaggebend für die Energieeffizienz ist auch die Verglasung. Der Einsatz von Wärmeschutzglas beispielsweise hat einen besonders positiven Effekt auf die energetischen Eigenschaften des Fensters.

Entscheidend bei der Wahl von Fenstern ist der U-Wert oder Wärmedurchgangskoeffizient. Dieser gibt an, wie wärmedurchlässig ein Bauteil ist. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Wärmeisolation. Moderne Alufenster haben einen U-Wert von 1,3 W/m²K oder weniger, was in Kombination mit Mehrfachverglasung eine gute bis sehr gute Wärmedämmung bedeutet.

Beschichtungen von Alufenstern

Unterschiedliche Verfahren der Beschichtung ermöglichen auch bei Aluminium vielfältige Designs und Anwendungsmöglichkeiten. Die richtige Beschichtung ist aber auch deshalb nötig, weil blankes Aluminium oxidiert und so mit der Zeit vergraut. Zur Oberflächenveredelung kann das Alu für die Fenster eloxiert oder pulverbeschichtet werden. Außerdem lassen sich spezielle hochwetterfeste Beschichtungen oder Holzdekorbeschichtungen aufbringen.

Eloxieren

Durch das chemische Verfahren beim Eloxieren wird eine Oxidschicht auf die Aluminiumoberfläche aufgetragen. Dies verstärkt die natürliche Beschichtung um das Hundertfache. So wird die Widerstandsfähigkeit gegen Witterung und chemische Belastungen auf Dauer sichergestellt. Typische Eloxalfarben sind Gold, Silber oder Bronze. Es ist allerdings auch möglich, das Aluminium direkt nach dem Eloxieren zu färben. Dabei verbinden sich die Farbpigmente mit der Oxidschicht.

Artikelbild Fenster Alufenster
Alufenster können naturbelassen oder farbig gestaltet werden.

Pulverbeschichtung

Bei diesem Verfahren wird das Material zunächst gründlich gereinigt und entfettet. Das Pulver aus Polyester- oder Epoxidharz wird im Anschluss aufgesprüht, geschmolzen und am Ende eingebrannt. Bei der Pulverbeschichtung sind sämtliche RAL-Farben realisierbar. Herkömmliche Beschichtungen können mit der Zeit ausblassen und sind mit ihrer relativ weichen und glatten Struktur empfindlich gegenüber Kratzern. Neuartige Pulver weisen eine deutlich höhere Wetterbeständigkeit auf und sind dank der angerauten Oberfläche widerstandsfähiger.

Wie lassen sich Alufenster reinigen?

Pulverbeschichtung und Eloxieren schützen die Aluminiumrahmen zwar, aber trotzdem sollten Sie die Reinigung nicht vernachlässigen. Fett und Öl lassen sich problemlos mit handelsüblichen Neutralreinigern beseitigen. Bei stärkerer Verschmutzung, beispielsweise durch Ruß, helfen Neutralreiniger in Verbindung mit Abrasivstoffen. Je nach Standort empfiehlt es sich, die Oberflächen der Aluminiumprofile zweimal pro Jahr zu reinigen.

Was kosten Aluminiumfenster?

Alufenster mit guter Wärmedämmung sind etwa doppelt so teuer wie Fenster mit Kunststoffrahmen. Aufgrund ihrer Langlebigkeit und der selten notwendigen Wartungsarbeiten lohnt es sich aber durchaus, die höheren Anschaffungskosten in Kauf zu nehmen.

Auch ist der Unterschied zwischen alten und neuen Alufenstern hinsichtlich der Wärmedämmung und Energieeffizienz enorm. Deshalb amortisieren sich die Kosten für den Austausch alter Fenster sehr schnell durch die folgende Energieeinsparung. Ein einflügeliges Aluminiumfenster in den Maßen 110 cm x 140 cm kostet ohne Zubehör und je nach Öffnungsart und Verglasung zwischen 240 und 520 Euro.

Unser Tipp:

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Förderungen für Fenster

Unterschiedliche Förderprogramme unterstützen die Sanierung bestehender Gebäude und den Einbau energieeffizienter Fenster. Voraussetzung ist lediglich, dass sich die Energieeffizienz des Gebäudes durch die neuen Fenster erhöht. Außerdem muss der Fenstereinbau durch ein zertifiziertes Fachunternehmen durchgeführt werden. Beachten Sie, dass Fördergelder immer vor dem Kauf und Einbau der neuen Fenster beantragt werden müssen!

Materialkombinationen als Alternative

Eine Alternative zu Rahmen aus reinem Aluminium sind verschiedene Materialkombinationen. Dabei haben Sie die Wahl zwischen Holz-Alu-Fenstern und Fensterrahmen aus Kunststoff und Aluminium. Auf diese Weise lassen sich die positiven Eigenschaften mehrerer Materialien nutzen.

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