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Kaltwintergarten: Was ist das, was kostet er und welche Pflanzen eignen sich?

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Ein Kaltwintergarten verlängert die Terrassensaison und schafft einen geschützten, lichtdurchfluteten Raum. Er kann saisonal als zusätzlicher Raum oder für Pflanzen genutzt werden. Da er in der Regel unbeheizt ist, gelten meist geringere Anforderungen als für Warmwintergärten. Informieren Sie sich jetzt, ob ein Kaltwintergarten zu Ihrem Eigenheim passt.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Aktualisiert am
Wintergarten mit Pflanzen und Dach aus Glas
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Das Wichtigste in Kürze

  • Kaltwintergärten sind unbeheizt, kostengünstig und eignen sich als saisonale Wohnraumerweiterung, Hobbyraum oder Pflanzenschutz.

  • Die Kosten liegen meist zwischen 5.000 und 18.000 Euro, kleine Modelle (ca. 12 m²) kosten etwa 10.300 Euro.

  • Typische Materialien sind Aluminium, Holz oder Kunststoff für die Rahmen und Einfach- oder Isolierverglasung für die Fenster.

  • Kaltwintergärten erfordern weniger Bauvorschriften als Warmwintergärten.

Was ist ein Kaltwintergarten?

Ein Kaltwintergarten ist ein unbeheizter, meist aus Glas bestehender Anbau oder freistehender Raum, der vor Wind und Wetter schützt. Er wird vor allem in den wärmeren Monaten genutzt und dient beispielsweise als geschützter Sitzplatz oder Übergangsbereich zwischen Innen- und Außenraum.

Ein Kaltwintergarten mit Pflanzen und Austritt auf die Terrasse
Ein Kaltwintergarten bietet vielseitige Nutzungsmöglichkeiten und kann individuell an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Kaltwintergarten und einem Sommergarten?

Die Begriffe „Kaltwintergarten” und „Sommergarten” werden häufig synonym verwendet. Ein Kaltwintergarten ist jedoch meist stärker auf eine ganzjährige Witterungsbeständigkeit und eine bauliche Anbindung an ein Wohngebäude ausgerichtet. Ein Sommergarten ist dagegen meist eine einfachere Variante des Kaltwintergartens und wird hauptsächlich im Sommer genutzt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Kaltwintergarten und einem Warmwintergarten?

Ein Warmwintergarten ist vollständig gedämmt und beheizbar. Dadurch kann er ganzjährig als zusätzlicher Wohnraum genutzt werden. Ein Kaltwintergarten verfügt dagegen über keine oder nur eine geringe Wärmedämmung und wird vor allem als geschützter Außenbereich für die wärmeren Monate genutzt.

Wie funktioniert ein Kaltwintergarten?

Ein Kaltwintergarten nutzt den natürlichen Glashauseffekt, um sich durch Sonneneinstrahlung zu erwärmen. Er wirkt außerdem als Pufferzone zwischen Wohnhaus und Außenbereich.

  • Sonnenstrahlen dringen durch die Glasflächen ein und erwärmen Boden, Möbel und Luft.

  • Die Wärme bleibt teilweise im Innenraum gespeichert.

  • Dadurch kann es im Frühjahr, Sommer und Herbst angenehmer warm sein als draußen.

  • Im Sommer lässt sich die Temperatur durch geöffnete Türen, Fenster oder Lüftungselemente regulieren.

  • Im Winter bietet der Kaltwintergarten zusätzlichen Witterungsschutz. Die Temperaturen hängen jedoch von Verglasung, Konstruktion, Ausrichtung und Standort ab.

Grafik Glashausseffekt Kaltwintergarten

Wintergarten mit großen Glaswänden angebaut an eine Hauswand.
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Vorteile und Nachteile von Kaltwintergärten

Ein Kaltwintergarten schafft zusätzlichen, lichtdurchfluteten Raum und verbindet Wohnbereich und Garten. Im Vergleich zu einem beheizten Warmwintergarten ist er meist kostengünstiger, bietet jedoch weniger Komfort bei niedrigen Temperaturen.

Welche Vorteile bietet ein Kaltwintergarten?

Vorteil

Beschreibung

Zusätzlicher Raum

- Kaltwintergarten erweitert Wohnbereich

- kann in wärmeren Monaten als geschützter Aufenthaltsort genutzt werden

Verlängerte Terrassensaison

- Verglasung schützt vor Wind und Regen, sodass sich Terrasse auch im Frühjahr und Herbst länger nutzbar

Pufferzone zum Wohnhaus

- als Übergangsbereich ans angrenzende Gebäude

- Schutz vor Witterung und starken Temperaturschwankungen

Schutz für Pflanzen

- empfindliche Pflanzen geschützt vor Frost, Wind und starkem Regen

Geringere Anschaffungskosten

- keine Heizung und einfachere Dämmung halten Kosten geringer als für Warmwintergarten

Attraktive Optik

- zusätzliche Glasfläche kann Haus aufwerten und Übergang zum Garten ansprechend gestalten

Einfachere Planung

- häufig andere Anforderungen als bei Warmwintergarten

- konkrete Bauvorschriften hängen von Bundesland, Größe und Ausführung ab

Welche Nachteile hat ein Kaltwintergarten?

Nachteil

Beschreibung

Nur eingeschränkt ganzjährig nutzbar

- ohne Heizung an kalten Tagen Nutzung eingeschränkt

Geringe Wärmedämmung

- Verglasung hält Wärme weniger effektiv im Raum als bei Warmwintergarten

Hohe Temperaturen im Sommer

- bei direkter Sonneneinstrahlung kann sich Innenraum stark aufheizen

Zusätzlicher Pflegeaufwand

- Glasflächen müssen regelmäßig gereinigt werden

Feuchtigkeit und Kondenswasser

- bei großen Temperaturunterschieden kann sich Feuchtigkeit an Glasflächen bilden

Baugenehmigung möglich

- Genehmigung oder Abstands- und Bauvorschriften können erforderlich sein

Was kostet ein Kaltwintergarten?

Ein Kaltwintergarten kostet etwa 10.000 bis 25.000 Euro, inklusive Fundament und Montage. Kleinere, einfach ausgestattete Modelle können günstiger sein. Die tatsächlichen Wintergarten-Kosten hängen vor allem von der Größe, dem Material, der Verglasung, der Ausstattung und den örtlichen Gegebenheiten ab.

Kaltwintergarten-Kosten pro m²

Die Kosten für einen Kaltwintergarten liegen durchschnittlich bei etwa 500 bis 900 Euro pro m². In diesem Richtwert sind Material, Fundament und Montage bereits berücksichtigt.

Was kostet ein Kaltwintergarten mit Montage?

Für einen Kaltwintergarten inklusive Montage können Sie mit ungefähr 5.000 bis 18.000 Euro rechnen. Sonderausstattungen wie Schiebetüren, Sonnenschutz oder hochwertigere Verglasungen können den Preis erhöhen. Zudem können zusätzliche Kosten für Erdarbeiten oder eine Baugenehmigung entstehen.

Größe

Kosten*

10 m²

ca. 5.000 – 9.000 Euro

15 m²

ca. 7.500 – 13.500 Euro

20 m²

ca. 10.000 – 18.000 Euro

*Kosten sind Richtwerte zur Orientierung.

Beispiel: Kosten für einen kleinen Kaltwintergarten mit 12 m²

Ein einfach ausgestatteter Kaltwintergarten mit etwa 12 m² kostet circa 10.300 Euro. Dabei kann sich der Preis beispielsweise wie folgt zusammensetzen:

Position

Kosten*

Aluminiumrahmen und Verglasung

ca. 7.000 Euro

Fenster und einfache Schiebetür

ca. 1.100 Euro

Einfaches Fundament

ca. 1.500 Euro

Innenliegender Sonnenschutz

ca. 500 Euro

Baugenehmigung und Anträge

ca. 200 Euro

Gesamtkosten

ca. 10.300 Euro

*Kosten sind Richtwerte zur Orientierung. Die tatsächlichen Preise können je nach Region, Ausstattung und Montageaufwand abweichen.

Förderung für Kaltwintergärten

Unter bestimmten Voraussetzungen können Bauherr:innen, die einen wärmegedämmten Wintergarten errichten, staatliche Förderung erhalten. Im Rahmen der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) bezuschusst das BAFA Maßnahmen an der Gebäudehülle mit 15 bis 20 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal jedoch mit 12.000 Euro je Maßnahme. Ob ein Wintergarten im Einzelfall förderfähig ist, sollte vorab mit Energieberater:innen geklärt werden. Zusätzlich wird die Fachplanung und Baubegleitung mit 50 Prozent gefördert.

Wintergarten-Bausatz als Kaltwintergarten ans Haus angebaut.
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Welche Materialien gibt es für Kaltwintergärten?

Für einen Kaltwintergarten kommen vor allem Aluminium, Holz oder Kunststoff als Rahmenmaterial sowie unterschiedliche Verglasungen infrage. Verschiedene Materialien für Wintergärten bieten unterschiedliche Vorteile in Bezug auf Ästhetik, Wartung und Isolierung.

Rahmenmaterialien für Kaltwintergärten

  • Aluminium: Ein Wintergarten aus Alu ist leicht, stabil, korrosionsbeständig und pflegearm. Das Material eignet sich besonders für moderne und größere Kaltwintergärten.

  • Holz: Ein Wintergarten aus Holz wirkt warm und natürlich und bietet gute Dämmeigenschaften. Dafür benötigt es regelmäßige Pflege, um dauerhaft vor Feuchtigkeit geschützt zu bleiben.

  • Kunststoff: Ein Wintergarten aus Kunststoff ist kostengünstig und pflegeleicht. Kunststoffrahmen eignen sich vor allem für kleinere, einfach ausgestattete Kaltwintergärten.

Verglasung für Kaltwintergärten

  • Einfachverglasung ist günstig und ausreichend, wenn der Kaltwintergarten hauptsächlich als Witterungsschutz dient. Die Wärmedämmung ist jedoch gering.

  • Isolierverglasung bietet einen besseren Temperatur- und Schallschutz und erhöht den Nutzungskomfort in der Übergangszeit.

  • Sicherheitsglas bzw. Verbundsicherheitsglas (VSG) ist für die Dachflächen eines Wintergartens eine geeignete Sicherheitsverglasung.

  • Schiebetüren und Schiebeelemente erleichtern den Zugang zum Garten. Wintergärten zum Aufschieben schaffen zudem einen großzügigen Übergang zwischen Innen- und Außenbereich.

Welches Fundament braucht ein Kaltwintergarten?

Für einen Kaltwintergarten kommen beispielsweise ein Punkt-, Streifen- oder Plattenfundament infrage. Welches Wintergarten-Fundament für Ihr Projekt geeignet ist, sollte vorab fachgerecht geprüft werden, damit der Anbau sicher steht und vor Feuchtigkeit sowie Frost geschützt ist.

Gebäudeenergiegesetz (GEG) beachten!

Das GEG legt die energetischen Richtwerte bei Erweiterungen des Wohnraumes fest. Darunter zählt auch der Bau von Wintergärten. Damit es sich bei Ihrem Bau um einen Kaltwintergarten handelt, müssen laut GEG folgende Vorschriften erfüllt sein:

  • Keine Beheizung oder Beheizung auf weniger als 12 °C.

  • Beheizung in einem Zeitraum von weniger als vier Monaten im Jahr.

  • Beheizung für eine begrenzte Nutzungsdauer pro Jahr. In diesem Fall muss der Energieverbrauch weniger als 1/4 der Summe betragen, die bei durchgängiger Beheizung zu erwarten wäre.

Welche Dachformen gibt es für Kaltwintergärten?

Verschiedene Dächer für Wintergärten bieten unterschiedliche Vorteile und können je nach den spezifischen Anforderungen und dem Stil des Hauses gewählt werden.

Für Kaltwintergärten gibt es folgende Dachformen:

  • Pultdach

  • Satteldach

  • Flachdach

  • Walmdach

  • Über-Eck-Dachlösungen

  • Kombination aus mehreren Dachformen

Wintergartendachformen im Überblick

Wie wird ein Kaltwintergarten belüftet und beschattet?

Die Belüftung des Wintergartens reguliert die Feuchtigkeit und sorgt für frische Luft. Geeignete Lösungen zur Belüftung eines Kaltwintergartens sind:

  • Dachfenster: Lassen warme Luft nach oben entweichen; automatische Modelle können sich temperaturgesteuert öffnen.

  • Seitliche Fenster oder Schiebeelemente: Ermöglichen eine effektive Querlüftung.

  • Lüftungsklappen: Sorgen für einen kontinuierlichen Luftaustausch, auch bei geschlossenen Fenstern.

Eine Wintergartenbeschattung verhindert Überhitzung und schafft Privatsphäre. Als Beschattung Ihres Kaltwintergartens sind geeignet:

  • Außenliegende Markisen: Besonders wirksam an Dach- und Seitenflächen.

  • Innenliegende Jalousien oder Rollos: Regulieren Lichteinfall und Sichtschutz flexibel.

  • Sonnenschutzfolien: Verringern die Wärmeeinstrahlung, ohne den Raum vollständig abzudunkeln.

Wie warm ist ein Kaltwintergarten?

Im Jahresverlauf können in einem Kaltwintergarten zwischen etwa 0 °C im Winter und über 30 °C im Sommer liegen. Die Temperaturen hängen vor allem von Sonneneinstrahlung, Verglasung, Belüftung und Beschattung ab.

Wie warm ist ein Kaltwintergarten im Sommer?

Bei direkter Sonneneinstrahlung kann sich der Kaltwintergarten stark aufheizen und über 30 °C erreichen. Geöffnete Schiebetüren, Fenster und eine geeignete Beschattung sorgen für Luftaustausch und reduzieren die Wärmeentwicklung.

Wie warm ist ein Kaltwintergarten im Winter?

Im Winter ist ein Kaltwintergarten nicht wesentlich wärmer als die Außenluft. Je nach Sonneneinstrahlung, Verglasung und Standort liegen die Temperaturen häufig um den Gefrierpunkt und können bei längerem Frost auch darunter fallen.

Einrichtung und Nutzung von Kaltwintergärten

Ein Kaltwintergarten lässt sich vielseitig nutzen, zum Beispiel als geschützter Sitzplatz, Pflanzenbereich oder zusätzlicher Hobbyraum.

Bei der Einrichtung sollten Sie auf robuste, feuchtigkeitsbeständige Materialien achten, da die Temperaturen im Jahresverlauf stark schwanken können.

Wie lässt sich ein Kaltwintergarten nutzen?

  • Pflanzen überwintern: Empfindliche Pflanzen sind vor Wind, starkem Regen und leichtem Frost geschützt.

  • Geschützter Sitzplatz: Im Frühjahr, Sommer und Herbst eignet sich der Kaltwintergarten als Ess- oder Aufenthaltsbereich.

  • Hobbyraum: Er kann als Leseecke, Atelier oder Werkbereich genutzt werden.

  • Treffpunkt bei schlechtem Wetter: Bei Regen bietet er zusätzlichen Platz für gesellige Runden und Gartenpartys.

Welche Möbel eignen sich?

Wählen Sie Möbel, die Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit standhalten.

Geeignet sind beispielsweise:

  • Rattan oder Polyrattan

  • Teakholz und andere wetterbeständige Hölzer

  • Aluminium

  • Kunststoff

Textilien wie Kissen und Decken sollten Sie bei Nichtgebrauch trocken lagern. Für besonders kalte Tage kommen mobile Heizgeräte infrage. Sie ersetzen jedoch keine dauerhafte Heizung und sollten nur unter Beachtung der Herstellerangaben verwendet werden.

Welcher Bodenbelag eignet sich für einen Kaltwintergarten?

Der Boden sollte pflegeleicht, feuchtigkeitsbeständig und unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen sein.

Geeignet sind vor allem:

  • Fliesen

  • Naturstein

  • wetterbeständiges Holz

  • Vinyl- oder PVC-Böden

Welche Pflanzen eignen sich für einen Kaltwintergarten?

Ein Kaltwintergarten eignet sich vor allem für Pflanzen, die kühlere Temperaturen vertragen und im Winter eine Ruhephase benötigen.

Geeignete Pflanzen für kalte Wintergärten

  • Oleander

  • Olive

  • Zitruspflanzen

  • Bougainvillee

  • Feige

  • Lorbeer

  • Rosmarin und andere mediterrane Kräuter

  • Kakteen und Sukkulenten

  • Geranien und andere Kübelpflanzen

Worauf muss ich beim Überwintern achten?

  • Pflanzen möglichst hell, aber nicht direkt an kalten Glasflächen aufstellen.

  • Empfindliche Arten vor Frost schützen oder bei starkem Frost zusätzlich temperieren.

  • Nur sparsam gießen und Staunässe vermeiden.

  • Regelmäßig lüften, um Schimmel und Kondenswasser zu reduzieren.

  • Pflanzen nicht düngen, solange sie sich in der Winterruhe befinden.

  • Temperaturanforderungen der jeweiligen Pflanzenart beachten.

Baugenehmigung und rechtliche Regelungen für Kaltwintergärten

Kleine, einfache Kaltwintergärten können häufig genehmigungsfrei sein. Ob Sie eine Wintergarten-Baugenehmigung für Ihren Kaltwintergarten benötigen, hängt unter anderem vom Bundesland, der Größe, dem Standort und der Ausführung ab. Prüfen Sie die Vorgaben daher frühzeitig beim zuständigen Bauamt.

Wie groß darf ein Kaltwintergarten ohne Genehmigung sein?

In einigen Bundesländern können kleine, ebenerdige und unbeheizte Kaltwintergärten unter bestimmten Voraussetzungen genehmigungsfrei sein. Je nach Region gelten beispielsweise Grenzen von etwa 10 bis 50 m² oder ein maximales Bauvolumen. Eine bundesweit einheitliche Größenbegrenzung gibt es nicht.

In anderen Bundesländern ist auch für kleinere Kaltwintergärten eine Baugenehmigung erforderlich. Zusätzlich können Abstandsflächen, Bebauungspläne, Grenzbebauung oder eine Bauanzeige relevant sein.

Wichtig: Genehmigungsfrei bedeutet nicht automatisch anzeigefrei. Als Bauherr oder Bauherrin sind Sie weiterhin für die Einhaltung aller baurechtlichen Vorgaben verantwortlich.

Müssen Kaltwintergärten Standards wie das GEG einhalten?

Ein unbeheizter Kaltwintergarten muss häufig nicht dieselben energetischen Anforderungen erfüllen wie ein beheizter Warmwintergarten. Sobald er jedoch dauerhaft beheizt und als Wohnraumerweiterung genutzt wird, können die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) greifen.

Unabhängig davon sind auch bei einem Kaltwintergarten eine energieeffiziente Wintergartenplanung durch eine fachgerechte Konstruktion, ausreichende Belüftung und eine passende Verglasung wichtig. Sie verbessern den Komfort und helfen, Feuchtigkeit, Kondenswasser und Bauschäden zu vermeiden.

Regionale Wintergarten-Fachfirmen sind mit den aktuellen Vorschriften bestens vertraut. Sie unterstützen Sie bei der Planung und Baugenehmigung Ihres Wintergarten-Anbaus sowie der rechtssicheren Umsetzung. So können Sie sicher sein, dass Ihr Wintergarten am Ende allen gesetzlichen Bestimmungen entspricht.

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Häufig gestellte Fragen

Wann ist ein Kaltwintergarten sinnvoll?

Ein Kaltwintergarten ist sinnvoll, wenn Sie einen unbeheizten, wind- und regengeschützten Sitzplatz für die Übergangszeit von Frühjahr bis Herbst suchen, empfindliche Kübelpflanzen überwintern möchten oder eine preisgünstige Alternative zum Warmwintergarten bevorzugen.

Ist ein Kaltwintergarten im Winter nutzbar?

Ja, allerdings nur eingeschränkt. Er schützt vor Wind und Niederschlag, ist ohne Heizung aber meist nicht wesentlich wärmer als die Außenluft und kann bei Frost auskühlen.

Kann man aus einem Kaltwintergarten einen Warmwintergarten machen?

Grundsätzlich ja, dafür sind jedoch meist eine bessere Dämmung, geeignete Isolierverglasung, ein gedämmtes Fundament, eine Heizung und eine fachgerechte Planung erforderlich. Außerdem können eine Baugenehmigung und Nachweise nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) notwendig werden.

Kann man eine bestehende Terrassenüberdachung nachträglich zum Kaltwintergarten schließen?

In vielen Fällen ist das möglich, wenn die Konstruktion für die zusätzlichen Lasten geeignet ist. Vor dem Einbau von Wänden, Fenstern oder Schiebetüren sollten Sie die Statik prüfen und klären, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist.

Bringt ein Kaltwintergarten Schallschutz gegen Straßenlärm ins Haus?

Ja, eine geschlossene Verglasung kann den Straßenlärm im angrenzenden Wohnraum reduzieren. Wie stark der Schallschutz ausfällt, hängt unter anderem von der Verglasung, den Rahmen, den Dichtungen und der Ausführung der Anschlüsse ab.

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