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Alle Infos auf einen Blick

Worauf kommt es beim Wintergartendach an?

Claudia Mühlbauer
9. Juli 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Häufige Dachformen bei Wintergärten sind das Flachdach, Pultdach, Satteldach und Kegeldach.
  • Das Glasdach eines Wintergartens muss aus Verbundsicherheitsglas mit Durchbruchschutz bestehen.
  • Den Dämmwert des Daches können Sie am U- und am g-Wert erkennen.
  • Eine hohe Schalldämmung geht meistens mit einer schlechteren Wärmedämmung einher.
  • Beschattung und Belüftung sind unbedingt zu beachtende Faktoren beim Wintergartendach.

Ein Wintergartendach muss bis ins kleinste Detail geplant werden. Wir haben die wichtigsten Informationen rund um Dachformen, Aufbau und technische Anforderungen für Sie zusammengefasst. Beginnen Sie noch heute mit der Planung Ihres neuen Wintergartens.

Typische Dachformen für einen Wintergarten

Bei der Überdachung eines Wintergartens stehen weit mehr Dachformen zur Verfügung als bei einem herkömmlichen Wohnhaus. Aufgrund der einfachen Konstruktion des Wintergartens können auch außergewöhnliche Dachformen umgesetzt werden:

Wintergarten Dächer
Pultdächer können auf viele verschiedene Arten umgesetzt werden.

Typische Überdachungen für einen Wintergarten sind folgende:

  • Flachdach
  • Pultdach
  • Satteldach
  • Kegeldach

Auch Mischformen aus verschiedenen Dachvarianten und exotischen Dächern wie ein Polygon-Dach oder Pagodendächer können im Zuge der Wintergartenplanung umgesetzt werden. Als Faustregel gilt jedoch: Je aufwendiger das Dach und je mehr kleine Glasflächen eingeplant werden müssen, desto teurer ist es in der Herstellung. Im Klartext heißt das: Ein Pultdach ist günstiger als ein Pyramidendach. Bei einem Flachdach muss eine Abflussmöglichkeit für Regenwasser und Verschmutzungen eingeplant werden. Im Zweifelsfall sollten Sie immer einen Fachbetrieb zurate ziehen.

Aufbau eines Wintergartendaches

Eine klassische Bedachung für den Wintergarten setzt sich wie das herkömmliche Hausdach aus fünf Hauptelementen zusammen:

Aufbau Elemente Wintergarten
Der Aufbau eines Wintergartendaches
  1. Der First ist der höchste Punkt des Daches. Je nach Art des Daches kann hier auch die Belüftung eingeplant werden.
  2. Als Traufe wird die Tropfkante am Dach bezeichnet. Sie ist die untere Begrenzungslinie des Wintergartendaches.
  3. Die Dachpfosten tragen die Dachkonstruktion.
  4. Die Sparren verlaufen von der Traufe bis zum First und tragen die Dachhülle
  5. Die Dachriegel sind für die schräge Verstrebung unter den Dachsparren zuständig

Genehmigungsfreie Anbauten?

Besonders die Angaben von First- und Traufhöhe sind oftmals von regionaler oder lokaler baurechtlicher Bedeutung. Je nach den Vorschriften des jeweiligen Bauamtes sind Anbauten wie Wintergärten unter bestimmten Umständen baugenehmigungsfrei. Da die baurechtlichen Bestimmungen Ländersache sind, sollten sich Bauherren vorab unbedingt bei der zuständigen Baubehörde informieren.

Geschlossenes Dach oder Glasdach für Wintergarten?

Eigenheimbesitzer:innen, die einen Wintergarten planen, müssen sich neben der Dachform auch für eine Dachart entscheiden. Hier stehen grundsätzlich ein Glasdach und ein geschlossenes Dach zur Auswahl. Beide Arten haben Vor- und Nachteile.

Glasdach

Geschlossenes Dach

Energiegewinnung auf dem Wintergartendach

Sowohl ein geschlossenes Wintergartendach als auch ein Glasdach bieten die Möglichkeit, mit einer Solaranlage Energie zu gewinnen. Auf einem geschlossenen Dach wird die Solaranlage wie auf einem herkömmlichen Hausdach installiert. Bei einem Glasdach ersetzen spezielle kristalline und in Dünnschichttechnik gefertigte Aufmaßkollektoren das eigentliche Glasdach.

Eine variable Laserung sorgt hier gleichzeitig für eine teilweise Beschattung und hübsche optische Akzente. Die spezielle Solarzellenverglasung ist für eine Anlage mit etwa 2,35 Kilowatt Peak (kWp) Leistung und einem Preis von etwa 30.000 Euro allerdings nicht gerade günstig. Dieser Preis kann jedoch nur als Richtwert gelten und ist je nach Wintergarten individuell zu bestimmen.

Wintergarten Solarzellenverglasung
Mit einer Solarverglasung des Wintergartendachs lässt sich zusätzliche Energie gewinnen.

Stabiles Glas fürs Wintergartendach

Das Glasdach des Wintergartens ist einer weitaus höheren Beanspruchung ausgesetzt als die Verglasung an den Seiten. Herabfallende Äste, aber auch eine intensive Sonneneinstrahlung sowie Schnee-und Windlasten setzen dem Wintergartendach besonders zu.

Ganz gleich wie groß die Dachfläche ist: Bei einem Glasdach müssen bestimmte Vorschriften eingehalten werden. Diese gelten für alle sogenannten „Überkopfverglasungen“. Die Regeln sind nach der Bauverordnung der technischen Regeln (TRLV, TRAV) aufgestellt. Inhaltlich ist darin die Verwendung von Verbundsicherheitsglas (VSG) mit Durchbruchschutz vorgeschrieben. Eine Einscheibenverglasung aus Verbundsicherheitsglas ist für Glasdächer nicht zulässig.

Verbundsicherheitsglas besteht aus zwei Scheiben, die mit einer Spezialfolie aus Polyvinylbutyral (kurz PVB) aneinandergeschweißt sind. Werden die Scheiben beschädigt oder zerstört, verhindert die Folie das Durchschlagen und Zersplittern des Glases. Neben dem gesundheitlichen Sicherheitsaspekt bietet Verbundsicherheitsglas auch einen effektiven Einbruchschutz. Im Gegensatz zu einer Scheibe mit drahtverstärktem Glas ist Verbundsicherheitsglas völlig transparent, aber auch kostenintensiver. Es hat auch ein höheres Gewicht als herkömmliches Glas.

Die Kosten für Verbundsicherheitsglas liegen mit 50 bis zu 150 Euro Aufpreis pro Quadratmeter deutlich über dem Preis für herkömmliches Fensterglas.

Gute Dämmwerte für eine positive Energiebilanz

Neben der Stabilität und Sicherheit ist der Dämmwert ein wichtiger Faktor bei der Auswahl des Wintergartendaches. Hier sollten zukünftige Wintergartenbesitzer:innen auf zwei Werte achten:

U-Wert:

Der U-Wert gibt an, wie viel der Energie aus dem Innern des Wintergartens nach außen gelangt. Im Klartext heißt das: Je kleiner dieser Wert ist, desto höher ist die Wärmedämmung des Glases. Der U-Wert eines gläsernen Wintergartendaches sollte nicht unter 1,2 liegen. Der maximale U-Wert für Wintergärten liegt nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) bei 2,0.

g-Wert:

Der g-Wert gibt den gesamten Energiedurchlass an und damit den Grad der Sonnenenergienutzung. Je höher dieser Wert ist, desto mehr Sonnenenergie gelangt durch die Verglasung. Der g-Wert einer Wintergartenverglasung sollte nicht unter 58 Prozent liegen.

Effektiver Schallschutz

Die Schalldämmungseigenschaften eines Wintergartendaches sind ebenfalls von hoher Bedeutung für den späteren Wohnkomfort im Wintergarten. Zwar gibt es spezielle Schallschutzgläser, die auch gleichzeitig hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen. In der Regel leiden aber die wärmedämmenden Eigenschaften unter einer besonders hohen Schallisolierung. Hier müssen Wintergartenbesitzer:innen an manchen Stellen also noch Kompromisse eingehen.

Weniger Reinigungsaufwand mit dem richtigen Glas

Bei Glasdächern von Wintergärten kann ein sogenanntes selbstreinigendes Glas eingesetzt werden. Eine spezielle Beschichtung löst in Verbindung mit UV-Strahlen organische Verschmutzungen direkt an der Scheibe. Der Prozess wird als Photokatalyse bezeichnet, auch bekannt als Lotuseffekt. Durch Regen wird der gelöste Schmutz dann vom Glasdach gespült. Somit werden die Unfallgefahr sowie der Einsatz umweltschädigender Reinigungsmittel minimiert.

Funktion Selbstreinigendes Glas
Ein selbstreinigendes Glasdach erspart lästiges Putzen.

Der Aufpreis für selbstreinigendes Glas beträgt je nach Hersteller etwa 27 Euro pro Quadratmeter Glasdachfläche.

Doppelstegplatten als alternative Dacheindeckung

Manche Eigenheimbesitzer:innen wünschen sich ein lichtdurchlässiges Dach, wollen aber kein reines Glasdach. Hier sind Doppelstegplatten eine sinnvolle Alternative. Sie gelten als geringfügig kostengünstigere Alternative zum Verbundsicherheitsglas.

Gefertigt werden Doppelstegplatten aus Polycarbonat. Bei einer Dicke von 25 Millimeter erreichen sie einen ähnlich hohen Dämmwert wie 26 Millimeter starkes Verbundsicherheitsglas. Stegplatten sind lichtdurchlässig, allerdings ist der Blick nach außen wegen der milchigen Optik nur schemenhaft.

Hohlkammerplatten Stegplatten
Stegplatten im Querschnitt: Es handelt sich um Hohlkammerplatten.

Technische Anforderungen an das Wintergartendach

Bei einem Wintergartendach müssen die folgenden technischen Elemente unbedingt eingeplant werden:

Die entsprechende Wintergartenbeschattung:
Die Beschattung eines Glasdaches ist unbedingt erforderlich. Andernfalls heizt sich der Wintergarten während der warmen Jahreszeit unangenehm auf. In der Regel reicht eine natürliche Beschattung mit Pflanzen nicht aus. Stattdessen kommen Rollläden, Markisen oder entsprechende Beschattungssysteme zum Einsatz.

Eine ausreichende Wintergartenbelüftung:
Die Belüftung erfolgt nicht immer über eine Lüftungsanlage, sondern auch über eine entsprechende Dachlüftung. Hier können die Dachfelder individuell mit Kippfenstern und Dachlüftungsklappen zur manuellen oder automatischen Öffnung ausgestattet werden. In der Regel kommt ein Hebe-Schiebe-Lüfter zum Einsatz:

Manuelle Wintergartenbelueftung Artikelbild
Die manuelle Belüftung des Wintergartens ist auf verschiedene Weise möglich.

Die Dachplanung – Eine detailgenaue Angelegenheit

Bei der Planung der Überdachung eines Wintergartens gibt es viele Faktoren zu berücksichtigen. Beziehen Sie neben den optischen Komponenten auch Sicherheitsaspekte mit ein. Erfahrener Wintergartenhersteller:innen können Ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite stehen. Aroundhome hilft Ihnen kostenlos und unverbindlich* bei der Suche nach passenden Firmen aus Ihrer Nähe. Füllen Sie dazu einfach unseren Online-Anfragebogen aus.

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