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Wichtige Tipps für den Anbau

So planen Sie einen Wintergarten energieeffizient

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
27. September 2021

Aktuelle Bauvorschriften müssen Sie jederzeit beachten. Doch vor allem beim Wintergarten sollten Sie auch auf eine gute Energieeffizienz Wert legen. Informieren Sie sich jetzt darüber, wie Sie Ihren Wintergarten energieeffizient planen und welche energetischen Vorgaben Sie dabei einhalten müssen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für die Energieeffizienz eines Wintergartens sind Ausrichtung, Material, Heizung sowie Belüftungs- und Beschattungssysteme wichtig.

  • Ein Kaltwintergarten kann als klimatische Pufferzone zwischen Anbau und Haus dienen.

  • Für einen Wohnwintergarten müssen Sie eine separate Heizung einplanen, da sonst die Wärmezirkulation nicht ausreicht und es zur Kondenswasserbildung kommen kann.

  • Planen Sie Ihren Wintergarten im Rahmen einer energieeffizienten Sanierung Ihres Hauses, können Sie Förderungen der KfW erhalten.

Kann beim Wintergarten überhaupt Energie eingespart werden?

Ein Wintergarten kann bei falscher Nutzung schnell zum Energiefresser werden. Wenn Sie jedoch ein paar Grundregeln beachten, kann dieser sogar zu einer positiven Energiebilanz Ihres Hauses beitragen. Wichtig sind dabei die richtige Ausstattung und eine sorgfältige Planung.

Grundsätzlich lassen sich zwei Wintergarten-Systeme unterscheiden:

Kaltwintergarten

Ein Kaltwintergarten ist unbeheizt und thermisch getrennt vom Wohnhaus. Ein solcher Wintergarten wirkt als klimatische Pufferzone zwischen der Außenluft und dem Haus. Durch die fehlende Heizung und die Sonnenwärme werden Kosten gespart.

Wohnwintergarten

Ein Wohnwintergarten ist beheizt, sodass ganzjährig angenehme Temperaturen herrschen. Dieser Wintergartentyp erfordert ein gut aufeinander abgestimmtes System aus Belüftung, Heizung, Dämmung und Beschattung.

Wintergarten Energieeffizient

Wichtige Planungsschritte eines energieeffizienten Wintergartens

Ein Wintergarten nutzt die Energie der Sonne. Doch ohne eine effektive Regulierung können die Temperaturen in einem Wintergarten schnell über 60 °C steigen. Gleichzeitig gilt es, die Heizkosten im Winter nicht in die Höhe zu treiben, da die großen Fensterflächen leicht Energie nach außen abgeben. Für einen energieeffizienten Wintergarten brauchen Sie demzufolge eine spezielle Ausstattung. Folgende Planungsschritte helfen Ihnen dabei:

Schritt 1: Die Ausrichtung

Als ersten Planungsschritt sollten Sie sich die gewünschte Ausrichtung des Wintergartens überlegen. Diese entscheidet darüber, wie viel Sonne in den Wintergarten fällt und damit als Energiequelle nutzbar wird.

Schritt 2: Einsatz von wärmespeichernden Elementen

Um die Wärme der Sonnenenergie optimal auszunutzen, sollten die sonnenbeschienenen Wände aus wärmespeichernden Materialien bestehen.

Für das Dach eignen sich beispielsweise ungebrannte Tonziegel oder Sie lassen tragende Wände aus Backstein mauern. Die Ziegel heizen sich über den Tag auf und geben nachts die Wärme langsam wieder an die Umgebung ab. Ton hat darüber hinaus noch weitere Vorteile: Er reguliert das Raumklima, indem er Feuchtigkeit aufnimmt und nach Bedarf wieder abgibt.

Wintergarten mit Holztisch
Das Material spielt eine wesentliche Rolle für die Energieeffizienz.

Schritt 3: Die Glasart

Glas ist ein wichtiges Element eines Wintergartens. Einerseits ermöglicht es den gewünschten Heizeffekt, doch andererseits kann durch die großen Glasflächen bei mangelnder Dämmung viel Wärme verloren gehen. Als Faustregel können Sie sich merken: Je einfacher die Verglasung und je größer die Glasflächen, desto höher ist der Energieverlust.

Grafik Wintergarten Sonneneinstrahlung
Funktion von Wärmeschutzglas

Bei einem energieeffizienten Wintergarten ist es empfehlenswert, Isolierglas einzuplanen. Zweifach oder dreifach isoliertes Glas verringert effektiv Wärmeverluste und kann so dazu beitragen, im Winter Heizkosten zu sparen.

Experten empfehlen ein 2-Scheiben-Wärmeschutzglas, das zwischen beiden Scheiben eine Edelgaskammer hat. Die Isolierwirkung von Glas wird im sogenannten U-Wert wiedergegeben: Je kleiner der U-Wert, umso geringer ist der Wärmeverlust durch die Scheiben.

Schritt 4: Beschattungssysteme

Eine Beschattung des Wintergartens ist sehr wichtig, um zu hohe Temperaturen bei Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Auf diese Weise können Sie auf eine elektrische Kühlanlage verzichten und damit Stromkosten einsparen. Eine gute Sonnenschutztechnik bewahrt Sie nicht nur vor Hitze, sondern dient bei Bedarf auch als Blend- und Sichtschutz.

  • Besonders effektiv ist eine Beschattung von außen, da sie die Sonnenwärme bereits reflektiert, bevor diese auf die Glasflächen treffen kann.

  • Für die innen liegende Beschattung können Sie zwischen Sonnensegeln, Jalousien oder Rollos wählen. Beachten Sie, dass sich dabei zwischen Sonnenschutz und Glasflächen eine Wärmeschicht bildet, der Sie wiederum mit einer Belüftung entgegenwirken sollten.

Wintergarten mit Rollos
Für eine bessere Energieeffizienz

Schritt 5: Belüftungssysteme

Für einen energieeffizienten Wintergarten ist neben der Beschattung eine Belüftung unentbehrlich. Im Sommer hilft sie gegen zu hohe Temperaturen, in der kalten Jahreszeit verhindert sie die Bildung von Kondenswasser.

Belüftungsanlagen können zudem so konstruiert werden, dass sie in der kühleren Jahreszeit die durch die Sonne erwärmte Luft des Wintergartens in das Wohnhaus leiten. Dadurch kann ein Teil der Heizkosten gespart werden. Sie können zwischen manueller oder automatischer Lüftung wählen.

Wichtig zu wissen!

Egal, wofür Sie sich entscheiden: Mindestens 10 bis 20 Prozent der Glasflächen eines Wintergartens sollten zu öffnen sein, um einen ausreichenden Luftaustausch sicherzustellen.

Schritt 6: Eine Heizung

Eine Heizung im Wintergarten bietet sich an, falls Sie diesen auch bei kälteren Außentemperaturen nutzen möchten. Damit Ihr Wintergarten dann nicht zur Energiefalle wird, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Nutzen Sie nicht Ihre Hausheizung, um den Wintergarten mitzuheizen. Die entstehende Wärmezirkulation reicht dafür nicht aus. Die Folge sind Wärmeverluste und die Bildung von Kondenswasser im Wintergarten.

  • Planen Sie die Belüftung so, dass diese bei Bedarf die erwärmte Luft ins Wohnhaus leitet. Zu diesem Zweck eignet sich besonders eine Wärmepumpe. Diese vereint Heizung und Klimaanlage in einem Gerät. Sie misst die Raumtemperatur mithilfe von Sensoren und gleicht ihre Heizleistung entsprechend an.

Schritt 7: Pflanzen fürs Raumklima

Neben ihren dekorativen Eigenschaften können Pflanzen auch zum energieeffizienten Wintergarten beitragen: Geschickt platziert sorgen sie für Schatten und verbessern nebenbei das Raumklima.

Laubbäume, die in der Nähe des Wintergartens stehen, spenden im Sommer Schatten. Im Winter werfen sie die Blätter ab und die Sonnenstrahlung kann ungehindert die Glaswände passieren. Aber ein ausgeklügeltes Beschattungssystem können Bäume trotzdem nicht ersetzen.

Inneneinrichtung eines warmen Wintergartens
Ein Wintergarten kann Ihre Immobilie aufwerten.

Anforderungen an Wintergärten aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Das Gebäudeenergiegesetz (kurz: GEG) regelt, welche energetischen Vorgaben bei der Verwirklichung Ihrer Projekte eingehalten werden müssen. Wintergärten unterliegen in bestimmten Fällen dieser Verordnung, und zwar wenn sie

  • größer sind als 15 qm,

  • mehr als vier Monate im Jahr als Wohnraum genutzt werden oder

  • im Winter über 12 Grad beheizt werden.

Vor allem die Außenbauteile von beheizten Modellen bzw. Wohnwintergärten müssen gewisse Anforderungen erfüllen. Die Bauteile dürfen nur bestimmte Höchstwerte des Wärmedurchgangskoeffizienten aufweisen. Gemessen wird dieser in [W/(m²*K)]. Welche Höchstwerte für welche Bauteile gelten, entnehmen Sie folgender Tabelle:

Fördermöglichkeiten und Steuervergünstigungen

Der Bau eines Wintergartens ist eigentlich nicht förderfähig. Wenn Sie im Rahmen einer Haussanierung einen energieeffizienten Wintergarten planen, kommen unter Umständen zwei Förderungen für der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Sie infrage:

  • Der zinsgünstige Wohngebäude-Kredit der KfW unterstützt das energieeffiziente Bauen und Sanieren von Eigenheimem. Dabei erhalten Sie bis zu 60.000 Euro je Wohn­einheit für Einzelmaßnahmen.

  • Mit dem Wohngebäude-Zuschuss der KfW erhalten Sie einen Sanierungszuschuss bis zu 75.000 Euro je Wohneinheit. Bedingung hierbei ist ebenfalls ein energieeffizientes Bauen, Kaufen oder Sanieren einer Immobilie.

Neben der Förderung der KfW-Bank haben Sie die Möglichkeit, Handwerkskosten, die beim Neubau eines Wintergartens entstehen, steuerlich abzusetzen.

Nutzungsverhalten ist entscheidend

Auch wenn Sie Ihren Wintergarten energiesparend eingerichtet haben – letztendlich entscheidet das Nutzungsverhalten über den Energieverbrauch. Beachten Sie folgende Punkte, um Energie zu sparen:

  • Halten Sie so weit wie möglich alle Türen und Fenster geschlossen und lüften Sie nur, wenn es nötig ist.

  • Heizen Sie nur so viel wie nötig.

Wenn Sie weitere Informationen zu einem energiesparenden Wintergarten haben möchten, so empfehlen wir Ihnen, sich an einen Fachanbieter zu wenden. Sollten Sie noch auf der Suche sein, füllen Sie gern unverbindlich und kostenfrei* unseren Online-Fragebogen aus. Anhand Ihrer Angaben empfehlen wir Ihnen bis zu drei passende Firmen aus Ihrer Region.

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