Wintergarten-Fundament: Arten, Bodenplatte & Anleitung
Ein solides Wintergarten-Fundament ist entscheidend für die Stabilität und Langlebigkeit Ihres Anbaus. Je nachdem, ob es sich um einen Warm- oder Kaltwintergarten handelt, stehen Ihnen verschiedene Arten wie eine Betonbodenplatte, ein Schrauben-, Punkt- oder Ringfundament zur Auswahl. Erfahren Sie, wann welche Bodenplatte geeignet ist und was ein Fundament für einen Wintergarten kostet.
Das Wichtigste in Kürze
Es gibt verschiedene Fundamentarten für Wintergärten: Betonbodenplatte, Streifenfundament, Punktfundament, Schraubfundament und Ringfundament.
Für Warmwintergärten ist meist eine isolierte Bodenplatte sinnvoll; für
Kaltwintergärten kommen je nach Konstruktion auch Streifen-, Punkt-, Schraub- oder Ringfundamente infrage.
Fundamente sollten in Deutschland frostfrei gegründet werden; als Faustregel gilt eine Tiefe von ca. 80 bis 120 cm.
Hochwertige Fundamente für Warmwintergärten liegen häufig bei ca. 160 bis 280 Euro pro m²; einfachere Varianten oft bei ca. 90 bis 300 Euro pro m².
Ein fachgerecht geplantes Fundament schützt vor Frostschäden, Feuchtigkeit, Wärmeverlusten und Setzungen.
Welche Arten von Fundamenten eignen sich für einen Wintergarten?
Die Wahl des Fundaments ist entscheidend für die Stabilität und Langlebigkeit Ihres Wintergartens. Dabei wird zwischen verschiedenen Fundamentarten und Bodenplatten für Wintergärten unterschieden.
Fachfirmen können Sie bei der Wahl des passenden Fundaments unterstützen und berücksichtigen dies direkt bei der Planung Ihres Wintergartens.
*Kosten sind Durchschnitts- und Orientierungswerte und können je nach Region, Bodenverhältnissen, Ausführung, Zugänglichkeit der Baustelle und Anbieter abweichen.
Betonbodenplatte für den Wintergarten
Eine Bodenplatte, auch als Plattenfundament bekannt, ist eine 30 bis 40 cm dicke Schicht aus armiertem Beton. Sie ist stabil und langlebig und kann eine Last von 200 bis 500 Kilogramm pro Quadratmeter tragen. Die Armierung mit Stahlmatten verhindert Risse im Beton. Diese Platten bieten eine solide Basis für Wintergärten und sind besonders geeignet für ungleichmäßige oder weniger tragfähige Böden, da sie eine gleichmäßige Lastverteilung ermöglichen.
Isolierte Bodenplatte für den Wintergarten
Eine isolierte Bodenplatte für den Wintergarten besteht aus einer Betonplatte mit einer integrierten Isolierschicht. Bei unterseitig isolierten Bodenplatten wird auf den Kies eine lastenabtragende Dämmschicht aus Styropor, etwa 30 bis 40 cm dick, gelegt, auf die der Beton gegossen wird. Diese Bauweise verbessert die Energieeffizienz und reduziert Wärmeverluste. Dies macht sie ideal für Warmwintergärten, die das ganze Jahr über genutzt werden, insbesondere in kälteren Klimazonen.
Streifenfundament für den Wintergarten
Ein Streifenfundament besteht aus Betonstreifen, die unter den tragenden Wänden des Wintergartens gegossen werden und kontinuierlich entlang dieser verlaufen. Diese Bauweise sorgt für eine gleichmäßige Lastverteilung und benötigt weniger Beton als eine vollständige Bodenplatte. Streifenfundamente sind ideal für ebene, tragfähige Böden und Wintergärten mit einer klaren, rechteckigen Form.
Punktfundament für den Wintergarten
Ein Punktfundament besteht aus einzelnen Betonblöcken, die an den tragenden Punkten des Wintergartens gegossen werden. Diese Bauweise ist materialeffizient und dadurch kostengünstig. Punktfundamente eignen sich besonders gut für kleine Wintergärten aus Aluminium, die eine geringere Belastung aufweisen. Die Tiefe der Fundamente sollte frostsicher je nach Region etwa 80 bis 100 cm betragen.
Schraubfundament für den Wintergarten
Ein Schraubfundament besteht aus ein bis zwei Meter tiefen Metallpfählen, die in den Boden geschraubt werden und als Ankerpunkte für den Wintergarten dienen. Diese Methode ermöglicht eine schnelle Installation mit minimalen Eingriffen in die Bodenstruktur. Auf den eingeschraubten Fundamentstützen werden Holzbalken oder Stahlprofile als Grundgerüst befestigt. Darauf folgen Kunststoffplatten, Wärmedämmung, Trockenestrichplatten und schließlich der Fußboden.
Schraubfundamente sind besonders geeignet für unebene oder schwer zugängliche Standorte, vorausgesetzt, der Wintergarten hat ein geringes Eigengewicht. Ein großer Vorteil ist, dass kein Beton gegossen werden muss, es keine Trocknungszeit gibt und sie kostengünstiger sind.
Ringfundament für den Wintergarten
Ein Ringfundament besteht aus einem durchgehenden Betonstreifen, der etwa 80 bis 100 cm tief ist. Dieser verläuft unter den Außenwänden des Wintergartens und bildet eine stabile Umrandung, die die Last gleichmäßig verteilt. Ein Ringfundament kann auch mit Schraubfundamenten kombiniert werden, um die Last in der Mitte des Wintergartens aufzunehmen.
Fundament für Warmwintergarten
Ein Warmwintergarten ist für die ganzjährige Nutzung konzipiert und erfordert daher eine gute Isolierung und Energieeffizienz. Für gemauerte Wintergärten oder Wintergärten aus Aluminium oder Holz-Aluminium ist eine isolierte Betonbodenplatte oder ein Schraubfundament mit isoliertem Bodenaufbau gut geeignet.
Fundament für Kaltwintergarten
Für einen Kaltwintergarten eignet sich ein kostengünstiges Fundament ohne umfangreiche Isolierung. Empfehlenswert sind ein Streifenfundament, Punktfundament oder Schraubfundament. Alternativ kann auch eine einfache Betonbodenplatte ohne Isolierung gegossen werden.
Wie tief muss ein Fundament für einen Wintergarten sein?
Grundsätzlich sollten in Deutschland Fundamente frostfrei sein, was eine Tiefe von 80 bis 120 cm für den gesamten Fundamentaufbau erfordert. Diese Tiefe gilt unabhängig von der Art des Wintergartens, um Schäden durch Frostbewegungen im Boden zu vermeiden.
Betonbodenplatte: ca. 30 bis 40 cm tief, Traglast 200 bis 500 kg pro m²
Streifenfundament: ca. 80 cm tief, 30 bis 40 cm dick, Traglast 100 bis 300 kg pro laufenden Meter
Punktfundament: ca. 80 bis 100 cm tief, 30 bis 40 cm dick, Traglast 200 kg bis 500 kg pro m²
Schraubfundament: je nach Boden ca. 50 cm bis 30 Meter tief, Traglast 14,50 kN = 145 kg pro Fundamentpfosten
Ringfundament: ca. 80 bis 100 cm tief, 30 bis 40 cm dick, Traglast 200 kg pro m²
Allerdings können spezifische Anforderungen je nach Bodenbeschaffenheit und Bauvorschriften variieren, daher ist es ratsam eine Fachfirma für Wintergärten zu konsultieren.
Welche weiteren Anforderungen muss ein Fundament für den Wintergarten erfüllen?
Der Bundesverband Wintergarten fasst die Kernanforderungen an Wintergärten zusammen. Dazu zählen vor allem die sichere Lastaufnahme, der Schutz vor Feuchtigkeit, eine zuverlässige Wasserableitung, Frostsicherheit und eine ausreichende Wärmedämmung.
Standsicherheit, Tragfähigkeit und Statik
Das Fundament muss alle Lasten des Wintergartens sicher aufnehmen und in den Baugrund übertragen. Dazu zählen neben dem Eigengewicht auch Schnee-, Wind- und Nutzlasten, etwa durch Personen oder Möbel.
Je nach Bundesland und Verfahren wird ein Standsicherheitsnachweis (Statik) als Bestandteil der Bauunterlagen verlangt.
Die Statik entscheidet darüber, welche Fundamentart geeignet ist und wie sie konstruktiv ausgeführt werden muss, etwa als Bodenplatte, Streifenfundament oder Punktfundament.
Baugrund und Gründung: Setzungen vermeiden
Welche Gründung geeignet ist, hängt von den Bodenverhältnissen am Standort ab. Entscheidend sind unter anderem Bodenart, Tragfähigkeit, Wasserverhältnisse und das Risiko von Setzungen.
Grundlage der Planung ist die geotechnische Bemessung des Baugrunds. Maßgeblich ist dabei unter anderem Eurocode 7 - DIN EN 1997. Die geotechnische Bemessung prüft, wie tragfähig der Baugrund ist und welche Gründung dafür geeignet ist.
Eine ordentliche Gründung vermeidet spätere Schäden, zum Beispiel Risse, verzogene Profile oder Undichtigkeiten.
Frostschutz und Wasserführung: Frostaufbrüche verhindern
Ein frostsicheres Fundament muss nicht nur ausreichend tief gegründet sein. Ebenso wichtig ist, dass kein Niederschlags- oder Tauwasser unter die Bodenplatte gelangt.
Gefriert Wasser unter dem Fundament, kann es zu Frostaufbrüchen und damit zu Schäden kommen.
Je nach Gelände und Sickerfähigkeit des Bodens sind Frostschürzen oder frostfrei gegründete Streifenfundamente zuverlässige Lösungen.
Abdichtung und Feuchteschutz nach DIN 18533
Bodenplatten mit direktem Kontakt zum Erdreich müssen gegen Feuchtigkeit abgedichtet werden.
Die geeignete Abdichtung richtet sich nach der Wassereinwirkung am Standort, etwa durch Bodenfeuchte, nicht drückendes Wasser oder stärkere Feuchtebelastung. Diese Einordnung ist ein wichtiger Bestandteil der Planung nach DIN 18533.
Eine Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit, beispielsweise in Form einer Dicht- oder Bitumenbahn, verhindert, dass Nässe in den Bodenaufbau und später in den Wintergarten zieht.
Wärmeschutz und Dämmung für Wohnwintergärten
Bei beheizten Wintergärten oder Wintergärten als Wohnraum, muss auch das Fundament einschließlich Bodenaufbau ausreichend gedämmt sein.
Wärmeverluste nach unten müssen begrenzt und der Fußboden vor Kälte aus dem Erdreich geschützt werden.
Vor allem die Perimeterdämmung in den Randbereichen einschließlich Frostschürze sind wichtig.
Als wichtiger Orientierungswert gilt DIN 4108-2 zum Mindestwärmeschutz.
Wärmebrücken, Taupunkt und Kondensat
An Übergängen von der Bodenplatte zur Wand bzw. zum Profil entstehen schnell Wärmebrücken.
Eine sorgfältige Planung von Randdämmung und Anschlüssen hilft, den Taupunkt aus der Konstruktion herauszuhalten und Kondenswasser zu vermeiden.
Die Abdichtungen müssen so ausgeführt werden, dass die Feuchtigkeit kontrolliert nach außen ablaufen kann und nicht im Bauteil verbleibt.
Anschlusshöhen und Türschwellen barrierearm planen
Die Fundamenthöhe, die Dämmung, der Estrich und der Bodenbelag beeinflussen gemeinsam die spätere Höhe der Türschwelle.
Soll der Wintergarten barrierearm ausgeführt werden, sollte die gewünschte Schwellenhöhe frühzeitig festgelegt werden, um die Abdichtung und Entwässerung abzustimmen.
Leitungen und Technik vor dem Betonieren planen
Heizungsleitungen, Fußbodenheizung, Elektro-Leerrohre und Abläufe sollten bereits vor dem Betonieren in die Planung einbezogen werden.
Nachträgliche Anpassungen sind nach dem Fundamentbau meist nur mit hohem Aufwand möglich.
Wichtig: Ob Sie für Ihren Wintergarten eine Baugenehmigung benötigen, regeln der Bebauungsplan und die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Je nach Vorhaben kann der Bauantrag Pflicht sein oder es gibt Vereinfachungen bzw. Verfahrensfreiheit.
Können Sie einen Wintergarten einfach auf den Terrassenboden bauen?
Ihren Wintergarten auf einen Terrassenboden zu bauen sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn sich unter der Terrasse ein solides Betonfundament befindet. Vor Baubeginn ist deswegen entscheidend, die folgenden Punkte zu überprüfen:
die nötige Wärmedämmung,
eine thermische Trennung unter den Außenwänden des Wintergartens,
eine Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit und
die erforderliche Tragfähigkeit.
Handelt es sich bei Ihrem Wintergartenmodell um einen Warmwintergarten oder größeren Kaltwintergarten, ist diese Baulösung nicht empfehlenswert. Häufig fehlt bei einer offenen Terrasse das notwendige Gefälle für einen Wintergarten. Auch Versorgungsleitungen beispielsweise für die Heizkörper werden in der Regel direkt mit der Bodenplatte des Wintergartens geplant. Eine Nachrüstung bringt meist einen großen Aufwand mit sich, weswegen ein neues Fundament häufig unumgänglich ist.
Was kostet ein Fundament für den Wintergarten?
Für ein Fundament können Sie grob mit ca. 80 bis 280 Euro pro Quadratmeter rechnen. Die finalen Kosten für einen Wintergarten unterscheiden sich je nach Fundamentart, Dämmung, Abdichtung, Bodenverhältnissen und Region.
Als grobe Orientierung können Sie von einem Komplettpreis von 230 bis 280 Euro pro Quadratmeter für Material und Fachbetrieb sowie von 80 bis 130 Euro pro Quadratmeter nur für Material ausgehen.
*Kosten sind Durchschnitts- und Orientierungswerte inkl. Material und Ausführung. Sie können je nach Region, Bodenverhältnissen, Ausführung, Zugänglichkeit der Baustelle und Anbieter abweichen.
Beispielkostenrechnung für einen 20 qm Warmwintergarten
Für einen beheizten Wintergarten ist in der Praxis häufig eine gedämmte Betonbodenplatte die passende Lösung. Wenn Sie die groben Richtwerte als Komplettpreis mit Fachfirma ansetzen, ergibt sich ein Gesamtpreis von ca. 4.600 bis 5.600 Euro.
Preis pro m² (Bodenplatte, Komplettpreis): ca. 230 bis 280 Euro pro m²
Gesamtkosten für 20 m²: ca. 4.600 bis 5.600 Euro (20 m² \ 230 bis 280 Euro)
Wie wird ein Fundament für den Wintergarten angelegt?
1. Planung der Bodenplatte
Für den Bau einer unterseitig gedämmten Bodenplatte wird als Erstes die Fläche für das Fundament ausgemessen und der Bereich abgesteckt. Rings um die Fläche sollten zudem etwa 15 cm Arbeitsraum dazugerechnet werden.
Ist alles abgesteckt, wird eine Bauschnur um die Fläche gespannt und alles mit Markierungsspray gekennzeichnet. Die Bauschnüre können dann entfernt werden.
2. Boden ausheben
Anschließend wird im Bereich Ihres geplanten Fundaments rund 30 cm Boden abgetragen. Bevor es mit der Frostschürze weitergeht, ist es wichtig sicherzustellen, dass der Boden in alle Richtungen waagerecht ist.
Für die Frostschürze wird am äußersten Rand des Fundaments in ungefähr 30 cm Breite eine Grube ausgegraben. Diese sollte mindestens 80 bis 140 cm tief sein.
3. Boden verdichten mit Rüttelplatte
Damit das Fundament sich später nicht absenkt, muss alles mit einer Rüttelplatte verdichtet werden.
Als Heimwerker:in möchten Sie das Fundament selbst legen? Dazu notwendige Maschinen wie eine Rüttelplatte oder einen Betonmischer können Sie sich im Baumarkt ausleihen.
4. Sauberkeitsschicht und Dämmung verlegen
Um Frost vom Wintergarten fernzuhalten und Wärmeverluste zu vermeiden, muss die zukünftige Bodenplatte durch eine geeignete Schichtung vom Untergrund getrennt werden.
Zuerst wird ein PP-Filtervlies auf das Erdreich gelegt. Darauf folgt eine Schicht aus Kies, die in den ausgehobenen Fundamentgraben geschüttet und mit einer Rüttelplatte verdichtet wird. Anschließend wird das Dämmmaterial, wie zum Beispiel XPS-Platten, auf der Kiesschicht verlegt. Zum Schluss wird die Fläche mit einer wasserdichten PE-Folie, idealerweise zweilagig, abgedeckt. Diese Folie sollte die Größe des Fundaments plus 20 cm auf jeder Seite haben.
5. Schalung bauen
Als Nächstes folgt die Schalung. Dabei handelt es sich um einen Holzrahmen aus Schalbrettern, der genau so hoch ist wie später die Fundamentplatte. Wichtig ist dabei ebenso, die Stärke der Dielen mit einzuberechnen, da das Innenmaß der Schalung der Fundamentgröße entspricht. Anschließend werden die Bretter in Position gebracht und von außen vernagelt.
6. Frostschürze und Betonplatte gießen
Im letzten Schritt werden die Frostschürze und die Bodenplatte als ein durchgehendes Element aus Stahlbeton gegossen. Die Dicke der Betonplatte richtet sich nach der Belastung, die der Wintergarten verursacht. Dabei ist es entscheidend, dass die Bewehrung sowohl in die Frostschürze als auch in die Platte integriert wird, um die Stabilität zu gewährleisten und Risse zu vermeiden. Abschließend wird die Betonoberfläche mit einer Richtlatte glatt abgezogen.
Lassen Sie den Beton mehrere Tage aushärten und schützen Sie die Fläche während der Trocknungsphase mit einer Baufolie vor Feuchtigkeit. Nach ca. zwei Tagen können Sie die Schalung entfernen und nach etwa sechs Tagen kann das Fundament genutzt werden.
Bevor Sie mit Ihrem Bau starten, erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde oder dem Landesbauamt nach einer Wintergarten-Baugenehmigung. In den meisten Bundesländern sind Wintergärten genehmigungspflichtig. Beachten Sie außerdem bei der Planung die nötigen Abstände zu Nachbargrundstücken einzuhalten.
Häufige Fehler beim Wintergarten-Fundament - und wie man sie verhindert
Fundament nicht frostfrei gegründet
Wenn die Gründung zu flach ist oder Wasser unter die Bodenplatte gelangen kann, drohen Frosthebungen, Risse und Undichtigkeiten.
So verhindern Sie das: Gründen Sie frostfrei und halten Sie Niederschlags- sowie Tauwasser konsequent vom Fundament fern. Dies kann beispielsweise durch eine Frostschürze oder ein frostfrei gegründetes Streifenfundament sowie eine saubere Wasserführung erreicht werden.
Untergrund nicht ausreichend verdichtet
Ein nicht tragfähiger oder schlecht verdichteter Unterbau kann zu Setzungen und Setzrissen führen, wodurch sich der Wintergarten mit der Zeit verziehen kann.
Häufige Ursachen hierfür sind ein fehlendes Schotterbett oder eine unzureichende Verdichtung des Baugrunds.
So verhindern Sie das: Lassen Sie den Untergrund prüfen und einen tragfähigen Aufbau herstellen, beispielsweise in Form einer Schotter- oder einer Frostschutzschicht. Achten Sie außerdem darauf, dass die Verdichtung fachgerecht ausgeführt wird.
Dämmung unterbrochen oder falsch geplant
Lücken in der Dämmung sowie fehlende thermische Trennung erzeugen Wärmebrücken. Der Boden wird kalt und das Risiko für die Bildung von Kondenswasser und Schimmel steigt.
Ein durchlaufender Belag von innen nach außen wirkt wie eine große Wärmebrücke und sollte daher vermieden werden.
So verhindern Sie das: Dämmen Sie die Randbereiche konsequent, planen Sie die thermische Trennung sorgfältig und achten Sie auf eine lückenlose Ausführung der Dämmung.
Abdichtung fehlerhaft ausgeführt
Abdichtungsfehler können dazu führen, dass Feuchtigkeit in den Bodenaufbau oder den Anschlussbereich zum Haus gelangt. Die Folgen sind feuchte Baustoffe, Schimmel und langfristige Bauschäden.
Erdberührte Bodenplatten müssen grundsätzlich gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgedichtet werden. Dafür wird die DIN 18533 als Regelwerk herangezogen.
So verhindern Sie das: Planen Sie die Abdichtung unter Berücksichtigung der Wassereinwirkung und lassen Sie Anschlüsse und Details besonders sorgfältig ausführen.
Höhenlage und Aufbauhöhen zu spät festgelegt
Werden Fundamenthöhe, Dämmung, Estrich und Belag nicht frühzeitig aufeinander abgestimmt, kann es zu Problemen bei Türschwellen, Dichtanschlüssen und Entwässerung kommen. Im schlimmsten Fall läuft Wasser in Richtung Haus.
So verhindern Sie das: Legen Sie die Aufbauhöhen, die Türschwelle und die Entwässerung bereits in der Fundamentplanung fest und lassen Sie sie anschließend entsprechend ausführen.
Bestehende Terrasse als Fundament angenommen
Eine vorhandene Terrasse verfügt häufig weder über eine ausreichende Dämmung noch über eine Feuchtesperre oder eine ausreichende Tragfähigkeit. Dadurch drohen Wärmebrücken, Feuchteprobleme und Schäden.
So verhindern Sie das: Lassen Sie den bestehenden Aufbau prüfen. Planen Sie bei Bedarf ein neues Fundament mit entsprechender Abdichtung, Dämmung und tragfähigem Unterbau.
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Häufig gestellte Fragen
Brauchen Sie für einen Wintergarten immer ein neues Fundament?
Ja, ein neues Fundament wird häufig empfohlen. Eine bestehende Terrasse eignet sich nur, wenn darunter ein tragfähiges, frost- und feuchtesicheres Fundament vorhanden ist und Aufbauhöhen, Dämmung sowie Abdichtung wirklich passen. Das sollten Sie vorab prüfen lassen, um spätere Bauschäden zu vermeiden.
Welche Fundamentart ist die beste für einen Warmwintergarten?
Für beheizte Warmwintergärten ist eine gedämmte Bodenplatte meist die sinnvollste Lösung. Sie vereint Tragfähigkeit und Wärmeschutz und hilft dabei, Wärmebrücken im Bodenbereich besser zu vermeiden.
Woran erkennen Sie, dass Ihr Fundament nicht richtig ausgeführt ist?
Zu den Warnzeichen zählen Risse, absackende Bereiche, klemmende Türen sowie Feuchteflecken oder Schimmel im Anschlussbereich. Hier sollte frühzeitig ein Fachbetrieb hinzugezogen werden, um Folgeschäden zu vermeiden.
Kann ein beschädigtes Wintergarten-Fundament nachträglich repariert werden?
Ja, oft sind Reparaturen möglich. Zum Beispiel durch Rissinstandsetzung, Abdichtungsnachbesserungen oder das Unterfüttern bzw. Stabilisieren bei Setzungen. Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt von der Ursache ab und sollte von einem Fachbetrieb bzw. Statiker beurteilt werden.
Können Sie ein Wintergarten-Fundament selbst machen?
Da Fehler am Fundament später nur mit hohem Aufwand zu beheben sind, ist es meist sinnvoll, die Kernarbeiten von einer Fachfirma ausführen zu lassen und höchstens unterstützende Arbeiten selbst zu übernehmen, zum Beispiel das Abstecken, den Aushub oder das Einbringen einer Schotter- oder Frostschutzschicht.
Kritisch sind jedoch Planung und Ausführung der tragenden und bauphysikalisch wichtigen Details: Statik und Dimensionierung, Bewehrung, Betonage sowie Abdichtung und bei Warmwintergärten eine lückenlose Dämmung ohne Wärmebrücken.