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Schutz vor der Witterung

Überblick der Arbeiten und Leistungen, die am Dach möglich sind

Claudia Mühlbauer
14. Juni 2022

Das Dach eines Gebäudes erfüllt gleich mehrere Funktionen und muss dabei einiges aushalten: Es bietet Schutz vor Witterung, reguliert das Wohnklima und bewahrt die Gebäudesubstanz vor Schäden durch Regen und Schmutz. Wir zeigen Ihnen, wie ein Dach aufgebaut ist, und geben Ihnen einen Überblick über die Bau- und Sanierungsmaßnahmen, die daran vorgenommen werden können.

Wie ist ein Dach aufgebaut?

Um zu wissen, welche Baumaßnahmen bei einem Dach infrage kommen, sollten Sie sich zuerst vor Augen führen, wie es aufgebaut ist. Dächer setzen sich aus vier grundlegenden Bestandteilen zusammen:

  • Tragwerk: Hierdurch entscheidet sich, ob es sich um ein Steildach oder um ein Flachdach handelt. Auch die Dachform wird durch das Tragwerk festgelegt.

  • Dacheindeckung: Sie schließt das Dach nach außen ab und verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit. Während bei Steildächern zum Beispiel Dachziegel, Dachpfannen und Schiefer übliche Eindeckungen sind, werden Flachdächer durch Bitumen- oder Kunststoffbahnen geschützt.

  • Dämmung: Die Dachdämmung sorgt dafür, dass möglichst wenig Wärme durch das Dach entweicht. Sie kann von außen, von innen oder zwischen den Dachsparren angebracht werden.

  • Innenverkleidung: Der Innenraum des Dachs wird häufig mit Trockenbauwänden verkleidet. Dadurch sind die Balken der Dachkonstruktion nicht mehr sichtbar. Darauf kann aus optischen Gründen allerdings auch verzichtet werden.

Was beinhaltet die Sanierung eines Dachs?

Ein intaktes Dach hält normalerweise mehrere Jahrzehnte lang, bevor es ausgebessert werden muss. Haben Sie allerdings ein älteres Haus, können unterschiedliche Dachreparaturen nötig werden, damit die Widerstandsfähigkeit erhalten bleibt. Dabei müssen Sie nicht immer das komplette Dach sanieren – auch Teilsanierungen sind möglich. Folgende Baustellen kann es geben:

  • Neudämmung des Dachs bzw. Verbesserung der bestehenden Dämmung

  • Reparatur oder Neuaufbau des Dachstuhls

  • Erneuerung oder Ausbesserung der Dacheindeckung

  • Entfernung von Asbestplatten, z.B. für die Installation von Solarmodulen

Dachdämmung für einen optimalen Wärmeschutz

Ein zentrales Thema bei der Sanierung von Gebäuden spielt die Energieeffizienz. Durch eine Dachsanierung können Sie Ihre Energiekosten senken und den Wohnkomfort erhöhen. Mit einem sanierten und gut gedämmten Dach lässt sich der jährliche Energieverlust um etwa 25 Prozent verringern. Dadurch schonen Sie außerdem die Umwelt, denn durch die niedrigere Heizleistung, die nach einer Dachdämmung nötig ist, sinkt auch der CO2-Ausstoß.

Die Dämmung eines Steildachs funktioniert anders als eine Flachdachdämmung. Bei beiden Arten gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, über die Sie sich von einem Fachbetrieb beraten lassen sollten.

Wichtig:

Bei einem Eigentumswechsel sind Sie dazu verpflichtet, das Dach innerhalb von zwei Jahren energetisch zu sanieren. Dabei müssen Sie einen durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vorgegebenen Dämmwert von 0,24 W/m²K erreichen.

Dachstuhlerneuerung bei Beschädigungen

Wenn die Balken eines Dachstuhls morsch sind oder sich Schimmel durch eindringende Feuchtigkeit gebildet hat, sollte eine umfassende Dachstuhlerneuerung erfolgen. Eine Komplettsanierung der Konstruktion kann unter Umständen vermieden werden, wenn nur einzelne Balken oder Pfosten betroffen sind und diese einfach ausgetauscht werden können. Ist die Statik allerdings stark gefährdet und zusätzliche Stützen verbessern die Situation nicht ausreichend, muss der Dachstuhl entfernt und neu aufgebaut werden.

Oft ist eine Komplettsanierung nötig, wenn die Statik des Dachs gefährdet ist.

Eindeckung erneuern und Asbest entfernen

Zu den klassischen Aufgaben eines Dachdeckerbetriebes gehören das Ein- und Abdecken von Dächern. Die Arbeiten können vom einfachen Austausch einzelner Dachziegel bis zur Erneuerung der gesamten Dachhaut reichen. Dabei werden auch die alten Latten entfernt und durch neue ersetzt. Die Materialien der Eindeckung unterscheiden sich bei Steil- und Flachdächern:

  • Steildächer: Unterschieden wird hier zwischen Weich- und Hartdächern. Erstere werden zum Beispiel mit Reet oder Stroh gedeckt, sind heute aber kaum noch verbreitet. Auf Hartdächern kommen meist Dachziegel oder -steine, Schiefer oder Dachplatten aus Metall zum Einsatz. Das Material der Dacheindeckung kann mitunter auch zur Schornsteinverkleidung genutzt werden.

  • Flachdächer: Ein Flachdach wird lediglich abgedichtet, aber nicht im klassischen Sinne gedeckt. Für so eine Flachdachabdichtung kommen etwa Bitumenbahnen, Flüssigkunststoff und Kautschuk infrage.

Gut zu wissen:

Eine intakte Dacheindeckung ist eine Voraussetzung für die Installation von Solaranlagen. Dafür dürfen sich außerdem keine Asbestplatten auf dem Dach befinden, da diese nicht angebohrt werden dürfen.

Systeme zur Dachentwässerung

Ein Dachentwässerungssystem besteht immer aus mehreren Komponenten. Welche zum Einsatz kommen, hängt von der Art des Systems ab:

  • Außenliegende Systeme: Steildächer werden mit diesen Entwässerungssystemen ausgestattet. Die Hauptbestandteile sind die Regenrinne und das Fallrohr, wodurch Regen- und Schmelzwasser nach unten abgeleitet wird. Ein Ablauf im Boden führt es weiter in das öffentliche Abwassersystem.

  • Innenliegende Systeme: Bei dieser Variante wird das Regenwasser durch mehrere Gullys und Fallrohre abgeleitet. Dazu werden mehrere Teilflächen des Dachs mit einem Ablauf ausgestattet. Das gesammelte Wasser wird durch ein Fallrohr im Hausinneren abgeleitet. Flachdächer werden ausschließlich mit solchen Systemen ausgestattet.

Dachreinigung zur Entfernung von Bewuchs

Eine Reinigung des Dachs ist mitunter sinnvoll, wenn sich Flechten, Moose und Algen darauf festgesetzt haben. Weil sie Wasser speichern, kann die Dacheindeckung dadurch im Laufe der Zeit angegriffen werden. Im schlimmsten Fall folgen daraus Feuchtigkeitsschäden, Schimmelbildung und Fäulnisprozesse im Dach.

Auch die Optik des Dachs wird durch die Entfernung des Bewuchses deutlich verbessert. Eine Dachreinigung sollte allerdings nur durchgeführt werden, wenn die Dacheindeckung noch nicht beschädigt ist. Sie ist außerdem Voraussetzung für eine Dachbeschichtung, die verhindert, dass sich neuer Bewuchs festsetzt.

Wohnraum durch einen Dachausbau vergrößern

Durch den Ausbau des Dachgeschosses lässt sich zusätzlicher Wohnraum gewinnen, etwa durch eine Erhöhung des Kniestocks. Bei einem Neubau sollte ein möglicher Dachausbau auch dann mitgeplant werden, wenn der Raum vorerst nicht zum Wohnen genutzt werden soll. Die nachträgliche Installation von Rohrleitungen und Anschlüssen ist deutlich teurer.

In einem Bestandsgebäude müssen Sachverständige zunächst feststellen, ob sich die Dachkonstruktion für einen Ausbau eignet. Wird die Statik durch die Baumaßnahme beeinflusst oder das Erscheinungsbild des Gebäudes verändert, brauchen Sie eine Baugenehmigung.

Kosten für die Arbeiten am Dach

Das Leistungsspektrum von Dachdecker:innen variiert je nach Handwerksbetrieb. Daher ist es wichtig, sich über das jeweilige Angebot zu informieren, um den passenden Fachbetrieb für Ihr Vorhaben zu finden. Wie hoch die Kosten für die Arbeiten am Dach ausfallen, hängt stark vom Aufwand und von den gewählten Materialien ab. Beeinflusst werden sie außerdem von folgenden Faktoren:

  • Größe der Dachfläche

  • Komplexität der Dachkonstruktion

  • Vorhandensein von Dachgauben und Schornsteinen

Kostenersparnis durch staatliche Förderungen

Für Sanierungen am Dach können Sie Förderprogramme in Anspruch nehmen. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Energiebilanz des Gebäudes verbessert. Zuschüsse für Einzelmaßnahmen beantragen Sie über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Kredite bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Beide Institute sind Bestandteil der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Wollen Sie das komplette Gebäude sanieren und erreichen dadurch eine Effizienzhausstufe, vergibt die KfW die entsprechenden Fördergelder.

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