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Schornsteinverkleidung
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Von Klinker bis Kunststoff:

Welche Möglichkeiten der Schornsteinverkleidung gibt es?

Christina Tobias
Christina Tobias
9. Januar 2020

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Schornsteinverkleidung kann die Lebensdauer Ihres Schornsteins verlängern.
  • Sie kann aus Metall, Klinker, Dachziegel oder Kunststoff bestehen.
  • Stülpköpfe können besonders einfach montiert und demontiert werden.
  • Eine Schornsteinverkleidung kann eine Alternative zur Komplettsanierung des Schornsteins sein.

Eine Schornsteinverkleidung sorgt dafür, dass Ihr Kamin vor allerhand Witterungsbedingungen geschützt wird. Es stehen Ihnen verschiedene Materialien zur Auswahl. Erfahren Sie, welche Varianten es gibt, und was Sie bedenken sollten.

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Warum braucht Ihr Schornstein eine Verkleidung?

Kamine sind viele Jahre lang tagtäglich den verschiedensten Witterungsbedingungen ausgesetzt. Eine Schornsteinverkleidung kann die Lebenszeit Ihres Kamins erhöhen, indem sie ihn vor Wind und Wetter bzw. Nässe und daraus folgendem Frost schützt. Wird sie frühzeitig angebracht, kann sie eine Alternative zur Komplettsanierung sein. Prüfen Sie jedoch vorher genau, ob der Kamin bereits starke Beschädigungen aufweist. Dann ist eine Sanierung unverzichtbar.

Bei der Auswahl Ihrer Schornsteinverkleidung sollten Sie außerdem auf die Optik achten. Das zur Dacheindeckung verwendete Material (z. B. Dachziegel aus Schiefer) sollte gut mit der Ummantelung des Schornsteins harmonieren.

Selbst anbringen oder Profi beauftragen?

Wenn Sie ein passionierter Heimwerker oder eine passionierte Heimwerkerin sind, wollen Sie die Schornsteinverkleidung vielleicht selbst anbringen. Allerdings sollte Ihnen bewusst sein, dass das Verletzungsrisiko hoch ist. Auf Schutzeinrichtungen gegen den Absturz und herunterfallendes Material sollten Sie ab einer Höhe von drei Metern keinesfalls verzichten. Unter Umständen wird für das Anbringen auch Spezialwerkzeug benötigt. Außerdem können bei unsachgemäßer Montage Schäden durch Feuchtigkeit entstehen.

Wir empfehlen Ihnen, aus den genannten Gründen, lieber auf Fachkräfte zurückzugreifen, die über das passende Werkzeug, die nötige Erfahrung sowie Schutzeinrichtungen verfügen. Bei der Suche nach einem geeigneten Betrieb kann Ihnen unser Service helfen. Füllen Sie dazu einfach unseren Online-Fragebogen aus und bekommen Sie bis zu drei Dachdecker:innen aus Ihrer Region empfohlen kostenfrei und unverbindlich*.

Welche Materialien stehen zur Auswahl?

Stülpkopf aus Metall

Stülpverkleidungen, auch Stülpköpfe genannt, bestehen oft aus Edelstahl, Kupfer oder Zink. Sie sind beliebt, weil sie besonders leicht montiert und demontiert werden können. Wichtig ist allerdings, dass bei der Planung und Fertigung von Spengler:innen oder Metallbauer:innen präzise gearbeitet wird. Nachträgliche Anpassungen auf der Baustelle sind in der Regel nicht umsetzbar. Vereinzelt bieten Hersteller:innen auch fertige Stülpköpfe an.

Vorsicht bei Zink und Kupfer in Kombination

Sollten Sie einen Stülpkopf aus Kupfer wählen und Dachrinnen aus Zink besitzen, können die beiden Metalle chemisch miteinander reagieren. Es kann passieren, dass die Dachrinnen beschädigt oder sogar zerstört werden. Die Kombination aus einer Stülpverkleidung aus Kupfer und einer Dachrinne aus Zink ist also nicht zu empfehlen.

Klinker/Dachziegel

Kaminklinker und Dachziegel zählen zu den Klassikern unter den Schornsteinverkleidungen. Wählen Sie sie in der gleichen oder einer ähnlichen Gestaltung wie das Dach, entsteht ein besonders harmonisches Gesamtbild. Sowohl Klinker als auch Dachziegel werden auf einer Hinterlüftung angebracht. Die Hinterlüftung verhindert, dass sich Nässe zwischen Kamin und der Verkleidung bildet. So wird die Bausubstanz vor Beschädigungen geschützt.

Zuerst wird eine Lattenkonstruktion rund um den Kamin angebracht, an der Holzplatten befestigt werden. Zusätzlich wird Bitumen oder Dachpappe eingesetzt, um für einen verbesserten Schutz zu sorgen. Anschließend werden die Dachziegel oder Klinkersteine sowie eine Abdeckung zum Schutz vor Regen daran befestigt.

Faserzementplatten

Platten aus Faserzement sehen dem beliebten Material Schiefer sehr ähnlich. Sie sind in unterschiedlichen Farben erhältlich und passen auch zu verschiedenen Dachformen. Für die Montage ist eine Unterkonstruktion nötig, die auf dem Schornstein mit Dübeln befestigt wird.

Kunststoff

Es gibt auch Kunststoffe, die für Schornsteinverkleidungen eingesetzt werden. Diese bestehen oft unter anderem aus Fiberglas. Kunststoff gilt dabei als langlebig und weist eine gute Resistenz gegen aggressive Stoffe auf. Es gibt sie in verschiedenen Varianten: als individuelle Anfertigung, als Kunststoffplatten oder als Stülpverkleidung. Sie benötigen meist keine Unterkonstruktion, sondern werden mithilfe von Abstandshaltern angebracht. Kunststoff gibt es außerdem in unterschiedlichen Farben und Ausführungen.

Was kostet eine Schornsteinverkleidung?

Die Kosten der Verkleidung eines Schornsteins lassen sich nur schwer pauschal bestimmen. Je nachdem, für welches Material und welche Konstruktionsart Sie sich entscheiden, variieren die Preise stark. Eine Konstruktion aus Metall ist beispielsweise deutlich teurer als Platten aus Schiefer oder Klinker. Die Preise für Stülpköpfe aus Metall beginnen bei 500 Euro. Hinzu kommen weitere Kosten für die Anpassung und die Montage. Holen Sie am besten mehrere Angebote zum Vergleich ein.

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