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HomeSolaranlageSolaranlage Checkliste Planung
In 6 Schritten zur PV-Anlage

Solaranlage planen - mit dieser Checkliste vergessen Sie nichts

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
4. Februar 2022

Das Wichtigste in Kürze

  • Die vorhandene Dachfläche bestimmt die Größe der Solaranlage.
  • Kennen Sie Ihre Anlagenleistung, können Sie die passenden Module auswählen.
  • Ein Stromspeicher kann Ihren Eigenverbrauch von 30 auf bis zu 60 Prozent erhöhen.
  • Nachdem die Solaranlage montiert und angeschlossen wurde, müssen Sie diese beim Netzbetreiber und im Markstammdatenregister anmelden.

Sie planen, eine Solaranlage zu installieren? Unsere Solaranlagen-Checkliste führt Sie in sechs Schritten durch die Planung: von der Berechnung der Montagefläche und der Leistung über die Auswahl der einzelnen Komponenten bis hin zur Montage und der Anmeldung Ihrer Solaranlage. So behalten Sie alle wichtigen Faktoren im Blick und sind auf das Gespräch mit dem Fachbetrieb bestens vorbereitet. Die zusätzlichen Tipps unterstützen Sie bei der Entscheidungsfindung.

Information vorab

Die aufgeführten Angaben beziehen sich ausschließlich auf Photovoltaikanlagen zur Stromherstellung. Informationen zu solarthermischen Anlagen zur Wasseraufbereitung finden Sie auf unserer Seite sowie bei geeigneten Fachbetrieben.

1. Montagefläche berechnen

Um die Größe Ihrer Anlage zu bestimmen, müssen Sie zunächst die verfügbare Montagefläche ermitteln. In den meisten Fällen wird eine Solaranlage auf dem Dach montiert, dementsprechend gilt es die Größe dessen zu berechnen. Durch Schornsteine, Fenster und andere Objekte kann nicht immer die gesamte Dachfläche für den Aufbau der Solaranlage genutzt werden. Die Flächengröße dieser Elemente müssen Sie nachträglich von der Montagefläche abziehen. Dazu kommen noch die Flächen, die von den Objekten beschattet werden und dadurch nicht für die Energieerzeugung genutzt werden können. Bedenken Sie: Neben Dachobjekten wie Schornsteinen oder Satellitenschüsseln können auch umliegende hohe Bäume oder nahestehende Nachbarhäuser zeitweise für Verschattungen sorgen.

  • Dachfläche ermitteln: Multiplizieren Sie dafür die Hauslänge mit der Hausbreite.
  • Objekte herausrechnen: Ziehen Sie die Flächengröße von Elementen auf dem Dach von der Montagefläche ab.
  • Potenzielle Schattenflächen abziehen: Für einen groben Richtwert der Verschattungsflächen verdoppeln Sie die Flächengrößen der Schattenspender.
Solaranlage Anforderungen Verschattungen

2. Solarmodule wählen

Die Solarmodule sind die kleinen Kraftwerke Ihrer Photovoltaikanlage. Sie wandeln Sonnenenergie in Strom um und bestimmen maßgeblich die Leistungsstärke Ihrer Anlage: Je höher der Wirkungsgrad der Module, desto leistungsstärker ist die Energieerzeugung. Welche Module Sie wählen, hängt auch von dem Gebäude, der gewünschten Montage sowie von den Kosten ab, mit denen Sie kalkulieren. In unserer Checkliste zur Planung einer Solaranlage unterteilen wir die Modularten in drei Leistungskategorien:

3. Anlagenleistung und -größe ermitteln

Die Leistung der Anlage ergibt sich aus der vorhandenen Montagefläche, Ihrem jährlichen Stromverbrauch und der benötigten Modulfläche um ein Kilowattpeak (kWp) zu erzeugen. Auf Ihrer Stromabrechnung finden Sie Ihren jährlichen Stromverbrauch. In der Regel können Sie mit etwa 800 bis 1.100 kWh pro 1 kWp rechnen. Um eine Anlagenleistung von 1 Kilowattpeak (kWp) zu erzeugen, benötigen Sie circa sechs bis acht Quadratmeter Fläche. Meist ist die Leistung der Solaranlage höher als der tatsächliche Verbrauch, sodass Sie überlegen können, wie viel Sie davon über Ihre Solaranlage abdecken möchten. So sieht die Rechnung aus:

Beispielrechnung* Anlagenleistung

Anlagenleistung mit Montagegröße abgleichen

Gleichen Sie Ihren Wunsch-Ertrag mit der zur Verfügung stehenden Montagefläche ab. Ziehen Sie hierbei sicherheitshalber einen Fachbetrieb hinzu. Dieser kann Ihnen genau sagen, welcher Anlagenertrag auf Ihrem Dach realisierbar ist. Eine passende Fachfirma können Sie mit Aroundhome finden. Füllen Sie dazu kostenlos und unverbindlich* unseren Online-Fragebogen aus und Sie erhalten anschließend bis zu drei Solar-Fachfirmen aus Ihrer Umgebung.

Wie rentabel ist eine Solaranlage?

4. Stromspeicher - ja oder nein?

Möchten Sie möglichst viel Solarstrom selbst nutzen, sollten Sie einen Stromspeicher miteinplanen. Mit einem Stromspeicher kann der Eigennutzen von etwa 30 auf bis zu 60 Prozent erhöht werden. Ohne einen Speicher müssten Sie den Strom immer direkt verbrauchen, ins Stromnetz einspeisen oder ungenutzt verfallen lassen. Mit einem Speicher können Sie den Solarstrom zwischenspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt nutzen.

  • Passende Speichergröße wählen: Die passende Speichergröße hängt von Ihrer Anlagenleistung und Ihrem Verbraucherverhalten ab. Verbrauchen Sie beispielsweise oft tagsüber Strom, reicht ein kleinerer Speicher. Unsere Checkliste gibt Ihnen nur erste Informationen zur Solaranlagenplanung. Ein Fachbetrieb kann Ihnen bei der Beratung genau sagen, welcher Speicher für Ihren Anlagentyp infrage kommt.

  • Einspeisevergütung sichern: Sie können Ihren überschüssigen Strom auch ins Stromnetz einspeisen. Dafür erhalten Sie vom Staat eine sogenannte Einspeisevergütung. Aktuell beträgt der Vergütungssatz je nach Anlagenleistung zwischen 6,73 und 5,11 Cent pro eingespeiste Kilowattstunde. Das Einspeisen von Strom ergibt vor allem dann Sinn, wenn Sie sich gegen einen Stromspeicher entscheiden.

5. Montage und Anschluss der Solaranlage

Nachdem Sie die Ertragsleistung, die Solarmodule und die Frage nach einem Speicher geklärt haben, kann die Solaranlage auf dem Dach montiert und am Versorgungsnetz angeschlossen werden. Die Montage der Solaranlage auf dem Hausdach ist meist die ertragreichste Lösung. Weitere nutzbare Flächen sind zudem Garagen, Carports oder sogar senkrechte Wandflächen. Planen Sie Ihre Anlage für ein bereits vorhandenes Dach, ist eine Aufdachmontage mit weniger Aufwand und Kosten verbunden. Planen Sie Ihr Dach gemeinsam mit der Solaranlage neu, kann auch eine Indachmontage für Sie interessant sein. Dabei werden die Solarmodule bündig im Dach verbaut, wodurch höhere Kosten anfallen. Daneben sind auch die Neigung und die Ausrichtung der Solarpaneele wichtig, um einen hohen Ertrag zu erzielen. Der optimale Winkel beträgt dabei 30 Grad südlicher Ausrichtung.

Solaranlage für Flachdächer

Auch auf Flachdächern kann eine Solaranlage installiert werden. Mit dem passenden Montagesystem wird die Solaranlage aufgeständert und in die richtige Position gebracht. So profitieren Sie trotz geringer Dachneigung von einer Solarstromanlage.

Wer soll die Montage durchführen?

Die Montage sollte möglichst von Solarteur:innen vorgenommen werden. So stellen Sie sicher, dass alles funktioniert und erhalten eine Gewährleistung. Wer fachlich versiert ist, kann die Anlage unter Umständen auch selbst aufbauen. Beachten Sie, dass Sie ausschließlich bei einer Montage durch einen Fachbetrieb rechtlich abgesichert sind. Montieren Sie die Solaranlage selbstständig, müssen Sie im Zweifelsfall für eventuelle Folgeschäden selbst aufkommen.

Elektriker:in oder Solarteur:in für Anschluss?

Der Anschluss ans Stromnetz und an die Hausversorgung muss immer durch Elektriker:innen oder Solarteur:innen durchgeführt werden. Organisieren Sie sich also rechtzeitig einen Fachbetrieb, der Ihnen dabei zur Seite steht.

Förderungen rechtzeitig beantragen

Möchten Sie einen Zuschuss oder eine Förderung für Ihre Solaranlage in Anspruch nehmen, müssen Sie diese vor Baubeginn und Kaufabschluss beantragen. Das heißt für Sie: Steht die Planung Ihrer Solaranlage und haben Sie diese mit einem Solarfachbetrieb abgestimmt, lassen Sie sich gleich vom Betrieb beim Förderantrag unterstützen.

Handwerker montiert eine Solaranlage auf einem Hausdach
Nicht nur handwerklich geschickt, auch schwindelfrei müssen Sie für die Montage sein.

6. Anmeldung der Solaranlage

Nachdem Ihre Solaranlage fertig geplant und angeschlossen ist, müssen Sie diese bei verschiedenen Instanzen anmelden. Zwar steht dieser Punkt ganz am Ende unserer Checkliste für die Solaranlagenplanung, er sollte allerdings nicht vergessen werden. Drei Anmeldungen sind von Ihnen durchzuführen:

  • Anmeldung beim Netzbetreiber: Um die Anmeldung beim Netzbetreiber brauchen Sie sich nicht zu kümmern. In der Regel übernimmt das Ihre Solarinstallateur:in. Allerdings sollten Sie Ihrem Netzbetreiber sicherheitshalber ein Inbetriebnahmeprotokoll zuschicken. Dabei handelt es sich um ein Dokument von der Monteur:in, welches den Zeitpunkt der Inbetriebnahme und die Funktionstüchtigkeit der Anlage festhält. Sie dient dem Netzbetreiber als Nachweis, dass der Strom vorschriftsmäßig erzeugt wird.

  • Anmeldung im Marktstammdatenregister (MaStR): Als Betreiber einer Photovoltaikanlage sind Sie dazu verpflichtet, die Stammdaten der Anlage im sogenannten Marktstammdatenregister, kurz MaStR, einzutragen. Diese Anmeldung kann nur der oder die Anlagenbetreiber:in selbst durchführen. Beachten Sie, dass die Anmeldung im MaStR spätestens am Tag der Inbetriebnahme erfolgen muss!

  • Meldepflicht bei der Bundesnetzagentur: Mit der Registrierung im MaStR sind Sie automatisch bei der Bundesnetzagentur gemeldet. Dennoch sind Sie als Anlagenbetreiber:in dazu verpflichtet, jährlich den im Vorjahr erzeugten Solarstrom der Bundesnetzagentur manuell mitzuteilen. Bei Nichteinhaltung drohen Ihnen Sanktionen. Alle wichtigen Informationen dazu finden Sie bei der Bundesnetzagentur.

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