Aroundhome Logo
Hausprojekte
Fachfirmen
Fokus

Förderungen für energieeffizientes Wohnen ab 2024: Das sollten Sie wissen

Lina Strauss, Online-Redakteurin bei Aroundhome
Lina Strauss
9. Januar 2024

Auch 2024 gibt es viele staatliche Förderungen für Hausbesitzer:innen, die ihre Gebäude energetisch sanieren oder erneuerbare Energien nutzen möchten. Vor allem beim Heizungstausch kann gespart werden – wir haben die wichtigsten Änderungen für Sie zusammengefasst.

Welche staatlichen Förderungen gibt es 2024?

Nach langen politischen Diskussionen ist die Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) am 1. Januar 2024 in wesentlichen Teilen in Kraft getreten. Neben einigen Fördersätzen hat sich auch die Zuständigkeit der Förderinstitutionen teilweise geändert:

  • Nach wie vor ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) der Oberbegriff.
  • Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist für die Zuschüsse der Heizungsförderung zuständig und vergibt weiterhin zinsgünstige Kredite für Komplettsanierungen.
  • Vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) können Sie weiterhin Zuschüsse zu Gebäudehülle, Gebäudetechnik und Heizungsoptimierung erhalten.

Folgende Bereiche sollen auch 2024 Förderungen erhalten:

  • Heizungstausch
  • Heizungsoptimierung
  • Einzelmaßnahmen der Anlagentechnik (Smart Home, Lüftungen etc.)
  • Einzelmaßnahmen der Gebäudehülle (Dämmung, Fenstertausch etc.)
  • Bau, Umbau oder Kauf von Wohneigentum
  • energiesparendes Bauen und Sanieren
  • Altersgerechter Umbau und Genossenschaftsanteile
Der große Förder-Ratgeber zur energetischen Sanierung
Informieren Sie sich jetzt zum Thema Förderungen und senken Sie Ihre Kosten!

Welche Förderung für Heizungen gibt es 2024?

Durch die neuen Beschlüsse zum GEG, besser bekannt als das Heizungsgesetz, gibt es 2024 einige Änderungen, die Sie als Hausbesitzer:in kennen sollten. Vor allem hat sich die Förderung von Heizungen geändert:

  • Grundförderung: Statt unterschiedlicher Fördersätze gibt es eine einheitliche Grundförderung von 30 Prozent für den Heizungstausch.
  • Einkommensbonus: Zusätzlich können selbstnutzende Eigentümer:innen einen Bonus von 30 Prozent erhalten, wenn ihr jährliches Haushaltseinkommen bei höchstens 40.000 Euro liegt.
  • Geschwindigkeitsbonus: Steigen Sie bis Ende 2028 auf Erneuerbare Energien um, erhalten Sie 20 Prozent extra. Ab 2029 sinkt der Bonus alle zwei Jahre um drei Prozentpunkte. Gewährt wird der Bonus nur für Eigenheimbesitzer:innen, die selbst in der Immobilie wohnen.
  • Effizienzbonus: Wärmepumpen, die ein natürliches Kältemittel verwenden oder als Wärmequelle Wasser, das Erdreich oder Abwasser nutzen, erhalten zusätzlich 5 Prozent Förderung.
  • Emmissionsminderungszuschlag: Pauschal 2.500 Euro bekommen Sie bei einer Biomasseanlage mit einem Emissionsgrenzwert für Staub von höchstens 2,5 mg/m3.
Grafik zur Förderhöhe eines Heizungstauschs bei der KfW im Jahr 2024 inklusive der möglichen Boni

Ab wann können Anträge für die Förderungen gestellt werden?

Die Antragsstellung bei der KfW für die Heizungsförderung für Eigenheimbesitzer:innen, die selbst im Einfamilienhaus wohnen, wird ab 27.02.2024 möglich sein. Für Mehrfamilienhäusern ist die Antragsstellung ab Ende April geplant, für Vermieter:innen und gewerbliche Antragssteller:innen ab Ende Juli. Der Heizungstausch kann jedoch trotzdem schon in Auftrag gegeben und der Förderantrag nachgereicht werden. Diese Übergangsregelung gilt für Vorhaben, die bis zum 31. August 2024 begonnen wurden. Der Förderantrag kann bis zum 30. November 2024 eingereicht werden.

Fördersätze für Heizungen ab 2024

GEG-Förderungen gibt es 2024 nur noch für klimafreundliche Heizsysteme, die mit 65 Prozent Erneuerbarer Energie betrieben werden können. Das heißt, dass Gas- oder Ölheizungen weiterhin nicht gefördert werden. Lediglich wenn Sie eine Gasheizung so umrüsten, dass sie mit Wasserstoff betreibbar ist (H2-Ready), sind die zusätzlichen Kosten dafür förderfähig. Demnach soll es nach aktuellem Stand ab 2024 folgende Förderungen für Heizungssysteme geben:

Neue Regelung der förderfähigen Kosten ab 2024

Seit 2024 gibt es einige Änderungen bei den förderfähigen Kosten:

  • Die Grenze der förderfähigen Kosten für den Heizungstausch im Einfamilienhaus sinkt 2024 von derzeit 60.000 Euro auf 30.000 Euro. Bei einem maximalen Fördersatz von 70 Prozent können Sie also einen Zuschuss von höchstens 21.000 Euro für den Heizungstausch erhalten.
  • Bei Eigentümergemeinschaften wird die Förderhöhe gestaffelt: 30.000 Euro für die erste Wohneinheit; je 15.000 für die zweite bis sechste Wohneinheit; je 8.000 Euro ab der siebten Wohneinheit.
  • Die neue Grenze von 30.000 Euro gilt nur für den Heizungstausch; für andere Maßnahmen wie Dämmung, Anlagentechnik und Heizungsoptimierung soll die Grenze weiterhin bei 60.000 Euro liegen.
  • Weiterhin sind 60.000 Euro nur im Rahmen eines Sanierungsfahrplans möglich. Ohne Sanierungsfahrplan sind die förderfähigen Kosten auf 30.000 Euro begrenzt.

Neu: Höchstgrenzen können addiert werden

Über eine Neuerung können sich Eigentümer:innen freuen: Die Höchstgrenze beim Heizungstausch (30.000 Euro) und die Höchstgrenze für weitere Effizienzmaßnahmen (60.000 Euro) lassen sich ab 2024 addieren. Die kombinierte Grenze für förderfähige Kosten liegt bei insgesamt 90.000 Euro, wenn Sie zum Beispiel eine Ölheizung gegen eine Wärmepumpe austauschen und zusätzlich die Wände dämmen wollen.

Frau sitzt vor Elektroheizung
Fachfirmen für Heizung in Ihrer Region

Wir finden die passenden Fachfirmen für Sie!

Neue BEG-Förderungen für Einzelmaßnahmen 2024

Für Sanierungsmaßnahmen wie Dämmung, Fenstererneuerung und Heizungsoptimierung wird ein Basisfördersatz in Höhe von 15 Prozent gewährt. Der 5-Prozent-Bonus für die Erstellung eines individuellen Sanierungsplans (iSFP) bleibt weiterhin erhalten. Daraus ergeben sich folgende Fördersätze für Einzelmaßnahmen:

Weitere Neuerungen für BEG EM 2024 geplant

Neben der neuen Fördersätze soll im Bereich der Förderung für Einzelmaßnahmen 2024 Folgendes gelten:

  • Einführung eines zinsvergünstigten KfW-Kredits für den Heizungs­tausch und weitere Effizienzmaß­nahmen bei einem Haushaltseinkommen von bis zu 90.000 Euro (attraktiv z. B. auch für Senior:innen).
  • Statt Zuschüssen soll auch eine Steuerminderung von bis zu 30 Prozent der Sanierungskosten über drei Jahre möglich sein (max. 40.000 Euro pro Gebäude).
  • Beibehalten werden soll die Neuerung von 2023, dass wieder Materialkosten bei Eigenleistungen gefördert werden, um auf den Handwerkermangel zu reagieren.
  • Weiterhin können Sie für Fachplanung und Baubegleitung 50 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst bekommen (bei Ein- und Zweifamilienhäusern bis zu 5.000 Euro, bei Mehrfamilienhäusern bis zu 2.000 Euro je Wohneinheit)

Kredite für Hausbau, Umbau und Sanierung ab 2024

Neben den Zuschüssen von der BAFA können Sie auch 2024 weiterhin zinsgünstige Kredite bei der KfW bekommen. Teilweise können sich die Konditionen noch ändern. Den Antrag stellen Sie wie gehabt über Ihre Hausbank.

Fachfirmen für Ihr energieeffizientes Hausprojekt beauftragen

Mit diesen Projekten und passenden Fachfirmen können Sie den Energiebedarf Ihre Hauses optimieren und langfristig Energiekosten senken.
Alle Hausprojekte ansehen

Haben Sie Fragen oder wünschen eine Beratung per Telefon?

Sie erreichen uns kostenlos per E-Mail und Telefon.

Erreichbarkeit:
Mo - Fr 08:00 - 20:00 Uhr

Häufig gestellte Fragen

Werden Wärmepumpen 2024 noch gefördert?

Ja, Sie können auch 2024 eine Förderung für Wärmepumpen beantragen. Die möglichen Förderhöchstsätze für Wärmepumpen werden sich voraussichtlich von 40 auf 70 % erhöhen.

Werden Ölheizungen 2024 noch gefördert?

Nein, fossile Heizungen wie Ölheizungen werden 2024 nicht gefördert. Förderungen können ausschließlich Heizungen erhalten, die mindestens zu 65 % mit Erneuerbaren Energien betrieben werden können.

Welche neuen Förderungen gibt es 2024?

Vor allem die Förderung für Heizungen wird sich 2024 ändern. So soll es eine Grundförderung in Höhe von 30 % für den Tausch einer fossilen Heizung gegen eine klimafreundliche Variante geben. Außerdem gibt es verschiedene Boni, mit denen sich der Förderhöchstsatz auf 70 Prozent steigern lässt. Es soll aber auch Änderungen für andere energeieffiziente Maßnahmen geben, die teilweise noch final ausformuliert werden.