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Unterstützung beim Sanieren

Staatliche Förderungen für energieeffiziente Sanierungen im Überblick

Claudia Mühlbauer
20. Mai 2022

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein altes Haus energieeffizient zu sanieren, ist durch Maßnahmen an den Fenstern, am Dach, an der Fassade und an der Heizung möglich.

  • KfW und BAFA fördern das energieeffiziente Sanieren mit Zuschüssen und Krediten.

  • Viele Förderungen setzen eine Energieberatung voraus, die selbst allerdings auch gefördert wird.

Mit einem niedrigen Energieverbrauch im Haus sparen Sie bares Geld. Weil er darüber hinaus auch ökologisch sinnvoll ist, werden energieeffiziente Sanierungen vom Staat gefördert. Wir stellen Ihnen die Zuschüsse und Kredite von KfW und BAFA vor.

Was zählt zu energieeffizienten Sanierungen?

Energieeffizientes Sanieren hat zum Ziel, den Energieverbrauch im Haus zu senken. Solche Sanierungen können unterschiedliche Maßnahmen umfassen, die sich auf verschiedenste Bereiche des Gebäudes beziehen. Zu den energieeffizienten Sanierungsmaßnahmen zählen zum Beispiel folgende:

  • Fenster- und Außentürsanierung

  • Dämmung des Dachs

  • Fassadendämmung

  • Heizungssanierung

  • Einbindung von Solarthermie

  • Einbau eines Smart-Home-Systems

Damit solche Sanierungen wirklich erfolgreich sind, reicht es nicht, einzelne Bauteile gegen effizientere Modelle auszutauschen. Vielmehr müssen sich die einzelnen Maßnahmen zu einem großen Ganzen zusammenfügen und zum übrigen Haus passen.

Beispiel:

Wollen Sie einen Altbau energieeffizient sanieren, müssen Sie oft mehrere Maßnahmen kombinieren. Hochdämmende Wärmeschutzfenster in eine schlecht gedämmte Fassade einzusetzen, kann zum Beispiel zu Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung führen. Wird aber gleichzeitig eine Fassadendämmung vorgenommen, passen die Bauteile wieder zusammen. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand: Sie müssen deutlich weniger Energie zum Heizen aufwenden, weil weniger Wärme nach außen entweichen kann. Dadurch sparen Sie Heizkosten und verringern Ihren CO2-Fußabdruck.

BEG-Förderung des Bundes

Fördermittel gibt es sowohl für Einzelmaßnahmen als auch für Komplettsanierungen. In beiden Fällen können Sie die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) nutzen. Wer die jeweiligen Fördermittel anbietet, hängt von der geplanten Maßnahme und von der Förderungsart ab. Ihr Ansprechpartner ist entweder die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA):

Förderung BEG Haus
Quelle: Darstellung in Anlehnung an © Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 2021

Förderprogramme für einzelne energetische Sanierungen

Für Heizungen gibt es weitere BEG-Zuschüsse. Die Förderhöhe unterscheidet sich dabei nach Heizungsart. Ersetzen Sie eine Ölheizung durch eine neue förderfähige Anlage, erhöht sich der Fördersatz um zehn Prozent.

Übersicht: Förderungen

Förderungen für Komplettsanierungen

Förderungen für eine effiziente Dachdämmung, eine Verbesserung der Fassadendämmung oder eine Solarthermieanlage können miteinander kombiniert werden. Haben Sie allerdings ein älteres Haus, genügen Einzelmaßnahmen mitunter nicht aus, um das gewünschte Energieeffizienzlevel zu erreichen.

Wollen Sie eine Erneuerung des gesamten Hauses vornehmen, vergibt die KfW die Zuschüsse und Kredite für das energieeffiziente Sanieren. Das ist allerdings nur dann der Fall, wenn Sie durch die Maßnahmen eine Effizienzhausstufe erreichen. Je besser diese Stufe ist, desto höher können die Förderungen ausfallen. Die Investitionszuschüsse sind auf 75.000 Euro je Wohneinheit gedeckelt, Kredite werden bis zu einer Höhe von 150.000 Euro vergeben.

KfW Effizienzklassen

Diese Voraussetzungen müssen Sie erfüllen

Damit Sie einen Zuschuss oder Kredit für das energieeffiziente Bauen und Sanieren in Anspruch nehmen können, müssen Sie bei den meisten Maßnahmen eine Energieberatung in Anspruch nehmen. Passende Energieeffizienz-Expert:innen können Sie in der Expertenliste der Deutschen Energie-Agentur (dena) finden. Auf diese Weise erhalten Sie eine „Bestätigung zum Antrag (BzA)“, die Sie mit dem Förderantrag einreichen müssen.

Bis zu 80 Prozent der Kosten für die Energieberatung können bezuschusst werden. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern werden höchstens 1.300 Euro der Beratungskosten von staatlicher Seite übernommen. Den dafür vorgesehenen Zuschuss können die Energie-Expert:innen selbst beantragen und die Erstattung auf Ihre Rechnung umlegen.

Eine Ausnahme bei der Energieberatungspflicht ist die Heizungserneuerung bzw. -optimierung: Statt eines Energie-Experten oder einer Energie-Expertin kann hier ein Fachunternehmen die nötige Bestätigung ausstellen.

Wichtig:

Wollen Sie eine Förderung in Anspruch nehmen, müssen Sie diese zuerst beantragen und bewilligen lassen. Erst dann können Sie die neuen Fenster, die neue Heizungsanlage oder andere Materialien kaufen und den Einbau durchführen lassen.

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