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Was kostet der altersgerechte, barrierefreie Umbau?

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Der barrierefreie oder altersgerechte Umbau kostet im Durchschnitt zwischen 3.400 und 24.000 Euro. Typische Maßnahmen sind Türverbreiterungen, schwellenlose Hauseingänge, Badsanierungen und der Einbau eines Treppenlifts. Lesen Sie im Überblick, wie viel die Maßnahmen für den barrierefreien Umbau kosten und welche Förderungen es gibt.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Aktualisiert am
Hände älterer Personen zeigen auf einen Plan zum altersgerechten Umbau
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Durchschnittliche Kosten für den barrierefreien Umbau

Die durchschnittlichen Kosten für einen altersgerechten oder barrierefreien Umbau liegen zwischen 3.400 Euro für Sicherheits- und Notrufsysteme und 23.600 Euro für eine Komplettsanierung zum Standard „Altersgerechtes Haus“. Zu diesem Ergebnis kommt eine Evaluationsstudie des Instituts Wohnen und Umwelt, die im Auftrag der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erstellt wurde.

Die Studie untersucht, welche Maßnahmen bei Eigenheimbesitzer:innen und Mieter:innen wie häufig und in welcher Höhe gefördert werden. Am häufigsten, nämlich in 79 Prozent der Fälle, werden Badsanierungen gefördert. Die durchschnittlichen Kosten dafür liegen bei 10.700 Euro. Die Förderkosten entsprechen etwa den tatsächlichen Maßnahmenkosten, da der Kredit oft die volle Investition abdeckt.

Maßnahme

Ø Kosten

Förderungshäufigkeit

Beispiele

Maßnahmen an Sanitärräumen

7.949 €

79 %

Bodengleiche Dusche, unterfahrbares Waschbecken

Wege zu Gebäuden und Wohnumfeld

3.584 €

75 %

Stufenlose, ebene, rutschhemmende und feste Wege

Anpassen der Raumgeometrie

7.718 €

29 %

Türen verbreitern, Wände versetzen

Eingangsbereich und Wohnungszugang

3.918 €

22 %

Schwellenlose Eingänge, breitere Haustüren

Überwindung von Treppen

5.341 €

16 %

Treppenlift, Rampen

Sicherheit, Orientierung, Kommunikation

3.408 €

10 %

Sicherheits- und Notrufsysteme, Bewegungsmelder

Barrierefreiheit nach DIN 18040-2

7.060 €

9 %

Standardisierte Türbreiten, Bewegungsflächen und Sanitärräume

Standard „Altersgerechtes Haus“

23.618 €

5 %

Komplettumbau für Barrierefreiheit, rollstuhlgerechtes Wohnen in allen Räumen

Quelle: Institut Wohnen und Umwelt

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten?

Die Kosten für einen altersgerechten, barrierefreien Umbau hängen von mehreren Faktoren ab:

  • Bausubstanz und Zustand der Immobilie: Ältere Häuser mit vielen Treppen oder engen Fluren erfordern größere bauliche Anpassungen als moderne Gebäude.

  • Umfang der Barrierefreiheit: Wird nur das Badezimmer altersgerecht angepasst oder das gesamte Haus rollstuhlgerecht umgebaut?

  • Individuelle Bedürfnisse und Komfortstandard: Unterfahrbare Möbel, automatische Türöffner, Notrufsysteme oder spezielle Sicherheitsvorrichtungen erhöhen die Kosten, bieten aber mehr Sicherheit und Komfort.

  • Technische Anforderungen und gesetzliche Vorgaben: Standards wie die DIN 18040-2 oder weitere Vorschriften wirken sich auf die notwendigen Maßnahmen und ihre Kosten aus.

  • Förderfähigkeit: Wer sich frühzeitig über staatliche Förderprogramme informiert, kann Teile der Umbaukosten sparen.

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Kostenbeispiele für typische Maßnahmen beim altersgerechten bzw. barrierefreien Umbau

Was kostet eine altersgerechte, barrierefreie Badsanierung?

Die durchschnittlichen Kosten für einen altersgerechten Badumbau liegen laut der KfW-Evaluationsstudie bei 7.949 Euro. Typische Barrieren im Bad sind zu wenig Platz für Gehhilfen, fehlende Haltegriffe und Sitzmöglichkeiten. Die WC- oder Wannennutzung erfordert zu viel Kraft oder ist ohne fremde Hilfe nicht möglich. Zusätzlich besteht ein erhöhtes Risiko, auszurutschen oder zu stürzen. Bereits mit kleineren Handgriffen können Sie den barrierefreien Badumbau angehen. Mit einer vollständigen Sanierung erhalten Sie ein barrierefreies Badezimmer.

Kosten für kleine Maßnahmen der Badsanierung:

Maßnahme

Kosten*

Antirutschmatten

ab 10 €

Haltegriffe

ab 30 €

Toilettensitzerhöhung

ab 40 €

Duschstuhl

ab 60 €

Badewannenlift (Stuhllift)

ab 200 €

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Kosten für einen seniorengerechten Badumbau:

Maßnahme

Kosten*

Badewanne mit Tür

ab 2.000 €

Tuchlifter

ab 1.000 €

Höhenverstellbares WC

ab 3.000 €

Umbau einer Badewanne zur ebenerdigen Dusche

ab 4.000 €

Kosten für eine Komplettsanierung zum barrierefreien Bad

ab 3.500 € pro m²

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Barrierefreies Bad
Die Kosten für ein barrierefreies Bad mit ebenerdiger Dusche beginnen bei ca. 4.000 Euro.

Was kostet der Umbau zu barrierefreien und seniorengerechten Wohnräumen?

Kleine Sicherheitsmaßnahmen in Wohnräumen, wie Anti-Rutsch-Streifen auf der Treppe, sind bereits ab 50 Euro erhältlich. Umfangreichere Maßnahmen wie Türverbreiterungen kosten ca. 500 bis 1.000 Euro. Der Einbau eines Treppenlifts kostet mindestens 5.000 Euro. Mit einer altersgerechten Wohnraumsanierung können Sie typische Barrieren wie Treppen, zu enge Türen oder zu schmale Durchgänge beseitigen.

Kleinere Maßnahmen und Kosten für eine altersgerechte Wohnraumanpassung:

Maßnahme

Kosten*

Anti-Rutsch-Streifen für Treppen

ab 50 €

Schwellenrampe

ab 80 €

Handlauf an Treppe

ab 100 €

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Umfangreichere Maßnahmen und Kosten für eine altersgerechte Wohnraumanpassung:

Maßnahme

Kosten*

Rollengeeignete und rutschhemmende Fußböden

ab 30 € pro m²

Sicherheitssysteme wie Gegensprechanlage, Notrufsystem oder Videoüberwachung

ab 350 €

Smart-Home-Systeme für Rollläden, Lampen, Heizung, Fenster und Türen

ab 300 €

Türverbreiterung

ab 500 €

Treppenlift

ab 5.000 €

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Sitzlift an offener Holztreppe
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Was kostet ein barrierefreier Eingangs- und Außenbereich?

Sie können Ihren Außenbereich mit wenigen Maßnahmen für unter 1.000 Euro von Barrieren befreien. Ein Handlauf ist ab 90 Euro erhältlich und sorgt für mehr Sicherheit. Treppenstufen lassen sich mit einer mobilen Rampe ab 200 Euro leichter überwinden. Für den Bau einer festen Rampe müssen Sie mit mindestens 2.000 Euro rechnen, ein Rollstuhllift kostet mindestens 10.000 Euro.

Kleinere Maßnahmen und Kosten für eine altersgerechte Wohnraumanpassung:

Maßnahme

Kosten

Bewegungsmelder

ab 30 €

Geländer/Handlauf

ab 90 €

Mobile Rampe

ab 200 €

Umfangreichere Maßnahmen und Kosten für eine altersgerechte Wohnraumanpassung:

Maßnahme

Kosten

Barrierefreier Gartenweg

ab 140 € pro m²

Überdachung für Eingang oder Gehhilfen

ab 300 €

Stellplatz für Elektrorollstühle oder Elektromobile

ab 500 €

Barrierefreie Haustür

ab 1.500 €

Fest eingebaute Rampe

ab 2.000 €

Außenlift

ab 4.000 €

Rollstuhllift/Hublift

ab 10.000 €

Rampe für altersgerechten Hauseingang
Viele Hauseingänge lassen sich auch nachträglich barrierefrei umbauen.

Kosten für die alters- und behindertengerechte Küche

Eine komplette barrierefreie Küche ist ab etwa 10.000 Euro erhältlich. Doch auch mit kleineren Umbaumaßnahmen können Sie Ihre Küche altersgerechter gestalten. Der Einbau einer unterfahrbaren Arbeitsplatte kostet mindestens 1.500 Euro, ein höhenverstellbarer Tisch und ein rückenfreundlicher Hochschrank kosten jeweils ca. 400 Euro. Platzieren Sie häufig benötigte Gegenstände in bequemer Greifhöhe. Das reduziert das Sturzrisiko, das beim Greifen über Kopf oder beim Suchen in tiefen Unterschrankecken entsteht.

Kurzfristige Maßnahmen und Kosten:

Maßnahme

Kosten

Zusätzliche Sitzgelegenheiten

ab 30 €

Schrankauszüge

ab 50 €

Wandklapptisch

ab 100 €

Höhenverstellbarer Tisch

ab 400 €

Langfristige Maßnahmen und Kosten:

Maßnahme

Kosten

Hochschrank für Backofen/Mikrowelle

ab 400 €

Unterfahrbare Arbeitsplatte/Elektroherd

ab 1.500 €

Komplette alters- und behindertengerechte Küche

ab 10.000 €

Seniorengerechte Küche
In seniorengerechten Küchen stehen Geräte häufig in Hochschränken, damit sie besser erreichbar sind.
Rollstuhlfahrer an einer unterfahrbaren Spüle
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Fördermöglichkeiten und Zuschüsse für barrierefreie, altersgerechte Umbauten

Im Video sehen Sie, wie Sie den Antrag für den KfW-Förderkredit Nr. 159 „Altersgerecht Umbauen“ stellen.

Was bedeutet barrierefreier Umbau?

Ein barrierefreier Umbau bedeutet, Hindernisse in Haus oder Wohnung so weit wie möglich zu beseitigen. Ziel ist es, älteren Menschen und Menschen mit Behinderung ein sicheres, komfortables und selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen. Durch angepasste Räume können sie sich freier bewegen, Stürze vermeiden und ihren Alltag länger ohne fremde Hilfe gestalten.

Angehörige von einem rechtzeitigen altersgerechten Umbau zu überzeugen, ist jedoch oft nicht leicht. Viele Menschen schieben das Thema auf, bis die Einschränkungen groß sind. Dabei ist ein frühzeitiger Umbau meist günstiger, stressfreier und sorgt dafür, dass Betroffene im Ernstfall bestens vorbereitet sind.

Barrierefrei, Altersgerecht, Behindertengerecht – Definitionen und Unterschiede

  • Barrierefreies Umbauen folgt klaren Standards, die hauptsächlich in der DIN 18040‑2 geregelt sind. Wer Fördermittel nutzen will, muss diese Vorgaben einhalten. Alle Bereiche der Wohnung oder des Hauses müssen für Menschen mit Behinderung uneingeschränkt nutzbar sein – unabhängig vom Alter.

  • Altersgerecht bedeutet, das Zuhause so anzupassen, dass ältere Menschen ihren Alltag leichter bewältigen können. Der Fokus liegt auf Sturzprävention, Bewegungsfreiheit und selbstbestimmtem Wohnen. Es gibt keine festen Vorschriften bei der Umsetzung eines altersgerechten Umbaus.

  • Ein behindertengerechter Umbau beschreibt Maßnahmen, die auf individuelle Einschränkungen zugeschnitten sind. Dazu zählen zum Beispiel spezielle Badlösungen, niedrige Arbeitsflächen oder leicht zu bedienende Türen und Fenster.

Für wen ist ein barrierefreier Umbau sinnvoll?

Ein barrierefreier Umbau lohnt sich für Sie, wenn:

  • Sie langfristig selbstständig in Ihrem Zuhause wohnen möchten.

  • Sie bereits Mobilitätseinschränkungen haben oder auf Gehhilfen bzw. einen Rollstuhl angewiesen sind.

  • Sie für unvorhergesehene Situationen vorsorgen möchten (z.B. nach Operationen oder Unfällen).

  • Sie den Immobilienwert steigern wollen.

Mit einem barrierefreien Umbau reduzieren Sie Stolperfallen, erhöhen die Sicherheit im Alltag und erweitern den Kreis potenzieller Käufer:innen.

Bei der Planung und Umsetzung helfen Ihnen erfahrene Fachfirmen. Diese kennen die aktuellen Standards, wissen worauf bei der Sanierung zu achten ist und beraten Sie zu den Möglichkeiten in Ihrem Zuhause. Mit dem kostenlosen Anbietervergleich von Aroundhome finden Sie schnell und unkompliziert passende Fachfirmen in Ihrer Region – für alle Arbeiten rund ums Haus.

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Wir von Aroundhome unterstützen Sie dabei, Ihre Hausprojekte erfolgreich und stressfrei umzusetzen – durch individuelle Beratung und die Vermittlung passender Fachfirmen. Unser Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich, wir finanzieren uns über die Zusammenarbeit mit den Fachfirmen.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Zuschüsse gibt es für den altersgerechten Umbau?

Ab Frühjahr 2026 gibt es wieder den KfW-Zuschuss Nr. 455-B Barriere­reduzierung – Investitions­zuschuss. Über die KfW können Sie außerdem einen zinsgünstigen Kredit aufnehmen, wenn Sie Barrieren reduzieren wollen. Für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 Euro pro Person. Kosten für Produkte aus dem Hilfsmittelverzeichnis übernimmt die Krankenkasse in vielen Fällen vollständig.

Wer muss einen behindertengerechten Umbau bezahlen?

Die Kosten für einen behindertengerechten Umbau trägt in der Regel die betroffene Person. Sie können jedoch finanzielle Unterstützung von der Pflegekasse, von staatlichen Förderbanken, Versicherungen, Berufsgenossenschaften oder Stiftungen erhalten.

Kann ich einen behindertengerechten Umbau steuerlich geltend machen?

Ja, die Kosten für einen behindertengerechten Umbau können Sie steuerlich geltend machen. Sie können medizinisch notwendige Maßnahmen wie den Einbau eines Treppenlifts steuerlich absetzen, wenn sie als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG zählen. Arbeitskosten für Handwerkerleistungen sind bis zu 20 Prozent steuerlich absetzbar. Allerdings können Sie nur die Kosten geltend machen, die durch keine andere Förderung abgedeckt wurden.

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