Lösung im Alter:

Elektromobil – selbstbestimmt und unabhängig leben

Mit einem Elektromobil, im Volksmund auch Seniorenmobil genannt, sichern Sie sich Ihre Unabhängigkeit – auch wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen keine weiten Gehstrecken mehr bewältigen können. Dank eines E-Mobils kaufen Sie selbstständig ein und müssen keine schweren Taschen tragen. Sie besuchen Freunde und Familie und nehmen selbstbestimmt und ohne fremde Hilfe am sozialen Leben teil.

Elektromobil-Typen – die Modelle im Überblick

Ein Elektromobil ist in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei der Auswahl des Fahrzeugs ankommt.

  • E-Mobil mit drei Rädern: Ein Rad vorn und zwei Räder hinten machen ein Seniorenmobil besonders wendig. Diese Modelle eignen sich auch für das Fahren innerhalb von Gebäuden. Ein Dreirad als Elektromobil ist vor allem für kurze Strecken wie Einkäufe und Arztbesuche das passende Gefährt.
  • E-Mobil mit vier Rädern: Ein solches Elektromobil benötigt ein wenig mehr Platz zum Rangieren. Dafür überwindet es Hindernisse wie Bordsteinkanten souverän und bietet hohen Fahrkomfort und Sicherheit auf Schotterpisten. Sind Sie viel unterwegs und möchten Ausflüge unternehmen, dann ist ein Vierrad-Modell die passende Wahl.
Ausflug mit einem Elektromobil an den Strand
Mit dem richtigen Emobil können Sie Ausflüge überall hin unternehmen.
  • Geländetaugliches E-Mobil: Wenn Sie sich mit Ihrem Seniorenmobil in unebenem und hügeligem Gelände bewegen möchten, bevorzugen Sie Modelle mit einer hohen Bodenfreiheit von etwa 15 Zentimetern, großen Rädern, Vollfederung und einer ordentlichen Steigleistung.
  • Zweisitzer: Möchten Sie das Elektromobil bevorzugt für Ausfahrten mit dem Partner oder der Partnerin nutzen? Ein E-Mobil als Zweisitzer hat einen verbreiterten Sitz und bietet zwei Personen ausreichend Raum. Dazu ist die Lenksäule versetzt, damit der Fahrer sie gut erreichen kann. Bedenken Sie aber, dass ein Zweisitzer deutlich breiter ist und nicht in jeden Aufzug oder Supermarktgang passt.
  • E-Mobil, faltbar und zerlegbar: Faltbare Seniorenmobile sind sozusagen das Klapprad der Elektromobile. Sie finden im Kofferraum Ihres Fahrzeugs oder als Reisegepäck in Bussen und Flugzeugen Platz. Somit eignen sie sich primär für reisebegeisterte Nutzer.
Ältere Frau auf Elektromobil
Faltbare Elektromobile lassen sich auch einfach ins Auto einladen.
  • Elektrorollstuhl: Wenn die Beweglichkeit und die Kraft in Armen und Beinen erheblich eingeschränkt sind, ist ein Elektromobil unter Umständen nicht nutzbar. Für Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, bietet ein Elektrorollstuhl mehr Komfort und Selbstbestimmung. Der Bewegungsradius vergrößert sich deutlich.
  Unser Tipp:
Überlegen Sie vor der Anschaffung genau, wie Sie Ihr Elektromobil einsetzen möchten, um das passende Modell zu finden. Stellen Sie sicher, dass ein Abstellplatz mit Lademöglichkeit vorhanden ist.

Tipps zum Kauf

Der Kauf Ihres ersten Elektromobils geht in der Regel mit einer ganzen Liste an Fragen einher. Welche Leistung muss ein passendes E-Mobil haben? Wie ist es mit der Versicherung? Wir bringen Licht ins Dunkel.

  • Reichweite: Wie weit soll die Batterie reichen?

Auf den ersten Blick erscheinen Reichweiten von 20 oder 30 Kilometern ausreichend. In der Praxis ist es allerdings sinnvoll, ganz genau zu kalkulieren. Je schwerer der Nutzer, je größer die Einkäufe und je hügeliger das Gelände, desto höher ist auch der Verbrauch – und die angegebene Reichweite wird gegebenenfalls nicht erreicht. Zudem ist die Lebensdauer der Batterie auf eine bestimmte Anzahl Ladezyklen begrenzt: Je öfter Sie aufladen, desto schneller kann ein Austausch erforderlich sein. Deshalb kann es empfehlenswert sein, Modelle mit einer möglichst hohen Reichweite zu bevorzugen.

  • Geschwindigkeit: Schritttempo oder flotter Flitzer?

Elektromobile sind mit einer maximalen Geschwindigkeit von 6, 10, 12, 15 und 25 Stundenkilometern erhältlich. Ein 6 Stundenkilometer schnelles E-Mobil ist versicherungs- und zulassungsfrei. Schnellere Modelle, wie beispielsweise ein Mofa oder Freerider, benötigen ein Versicherungskennzeichen. Die Kosten hierfür liegen bei etwa 80 Euro pro Jahr. Wenn Sie längere Strecken bewältigen möchten, entscheiden Sie sich für ein Modell, das 12 oder 15 Stundenkilometer erreicht. Vielen Nutzern ist die Schrittgeschwindigkeit auf Dauer zu langsam und es braucht sehr lange, sein Ziel zu erreichen.

Ältere Dame fährt auf Emobil
Dank Ihres Elektromobils können Sie mit bis zu 15 Stundenkilometern unterwegs sein.
  Unser Tipp:

Schließen Sie ein versicherungsfreies Elektromobil in Ihre private Haftpflichtversicherung mit ein, um sich vor Schadenersatzforderungen nach einem Unfall zu schützen.

  • Gewicht des Nutzers

Je höher das Gewicht des Fahrers, desto leistungsstärker sollte der Motor sein. Bedenken Sie vor der Anschaffung auch das Gewicht Ihrer Einkäufe. Ein Seniorenmobil, das stetig am Rande seiner Belastungsgrenze genutzt wird, verschleißt schneller. Beim zulässigen Gesamtgewicht sollte also immer „Luft nach oben“ sein.

  • Eignung und Einsatz von Elektromobilen

Ein Elektromobil ist für jeden geeignet, der in seiner Mobilität eingeschränkt ist. E-Mobile mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 10 Stundenkilometern dürfen bereits Kinder fahren. Für schnellere Modelle liegt das Mindestalter bei 15 Jahren. Für ein Fahrzeug, das schneller als 15 Stundenkilometer fährt, ist ein Führerschein erforderlich. Ein Elektromobil ist zur Unterstützung gedacht, wenn die Gehfähigkeit grundsätzlich vorhanden, aber aufgrund körperlicher Beschwerden eingeschränkt ist. Das kann zum Beispiel bei Arthrose in Hüfte oder Knie, bei Herz- und Kreislaufschwäche, Muskelschwunderkrankungen oder bei verletzungsbedingten Problemen der Fall sein.

  • Elektromobil oder Elektrorollstuhl?

Ein Elektromobil ist für Nutzer geeignet, die noch über eine zumindest eingeschränkte Gehfähigkeit verfügen. Ist die Bewegungsfähigkeit von Armen oder Beinen stark eingeschränkt, dann ist ein Elektrorollstuhl die richtige Wahl.

  • Steigungen – das E-Mobil am Berg

Wie groß die Steigungen sein dürfen, die Sie mit einem Elektromobil bewältigen können, das hängt von der Kraft des Elektromotors und der sogenannten Steigfähigkeit ab. Schließlich darf das E-Mobil am Berg nicht kippen. Lassen Sie sich dazu in Ihrem Sanitätshaus oder vom Fachhändler beraten.

Das Elektromobil im Straßenverkehr

Wo Sie mit Ihrem Seniorenmobil fahren dürfen und wann Sie einen Führerschein brauchen, das richtet sich nach der zulässigen Höchstgeschwindigkeit des Modells.

  • Bis 6 km/h: Diese E-Mobile dürfen ausschließlich auf Geh- und Radwegen sowie auf Feldwegen genutzt werden. Auf der Straße fahren dürfen Sie nur, sofern kein Gehweg vorhanden ist. Dafür ist die Nutzung in jedem Supermarkt und Einkaufzentrum erlaubt.
  • Mehr als 6 km/h: Hier haben Sie die freie Wahl, Sie dürfen auf dem Gehweg und auf der Straße fahren, allerdings sollten Sie auf Gehsteigen und in Fußgängerzonen die Schrittgeschwindigkeit einhalten.
  • Mehr als 15 km/h: Soll das Elektromobil schneller fahren, benötigen Sie eine Prüfbescheinigung oder einen Führerschein. Wenn Sie keine Prüfbescheinigung besitzen, ist ein Führerschein der Klasse AM nötig.
  Unser Tipp:
Seit 2009 dürfen Seniorenmobile in vielen Gemeinden nicht mehr in öffentlichen Verkehrsmitteln genutzt werden. Erkundigen Sie sich nach den Regelungen vor Ort.
  • Die richtige Pflege der Batterie

Der richtige Umgang mit der Batterie verlängert deren Lebensdauer. Ziehen Sie den Zündschlüssel ab, bevor Sie Ihr Elektromobil laden. Verbinden Sie das Ladekabel zuerst mit der Batterie und dann mit der Steckdose. Nutzen Sie die Kapazität der Batterie nie bis zum Ende aus, so vermeiden Sie schädliche Tiefentladungen. Laden Sie die Batterie immer vollständig. Wenn Sie Ihr Seniorenmobil eine Weile nicht nutzen, lagern Sie die Batterien geladen, trocken und frostfrei, kontrollieren Sie jeden Monat den Ladestand und laden Sie bei Bedarf nach.

Elektromobil wird aufgeladen
Warten Sie mit dem Aufladen der Batterien nicht zu lang.

Preise & Kosten für Elektromobile

Der Preis für ein Seniorenmobil richtet sich nach Leistungsfähigkeit und Ausstattung. Ein einfaches Modell für Einsteiger mit niedriger Geschwindigkeit und geringer Reichweite ist bereits ab etwa 1.500 Euro erhältlich. Ein leistungsstarker Motor, eine Batterie mit hoher Kapazität und Zusatz- und Komfortausstattungen lassen den Preis leicht bis auf 10.000 Euro ansteigen.

Im Unterhalt ist das Elektromobil günstig. Der Elektromotor ist wartungsfrei, alle paar Jahre müssen die Bereifung und die Batterie erneuert werden. Die Stromkosten richten sich nach der Fahrleistung. Auf Antrag erstatten die Krankenkassen rund 3,50 Euro monatlich für den Strom, höherer Verbrauch ist nachzuweisen. Eine Standardbatterie können Sie bei durchschnittlichen Strompreisen damit etwa alle drei Tage laden.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Das Elektromobil ist als Sonderform des Krankenfahrstuhls im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen aufgeführt. Damit gilt das E-Mobil als anerkanntes Hilfsmittel und ist verordnungsfähig. Die Kostenübernahme ist grundsätzlich möglich. Allerdings gewähren die Krankenkassen in der Regel lediglich ein Elektromobil mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 6 Stundenkilometern. Ob die Krankenversicherung die Kosten für ein Seniorenmobil ganz oder nur anteilig übernimmt, hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab. Sie benötigen für eine Kostenübernahme auf jeden Fall eine Verordnung über ein E-Mobil von Ihrem behandelnden Arzt.

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