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Planung, Umsetzung & Kosten

Terrasse als Wintergarten - geht das so einfach?

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
21. Juli 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Sie können einen leichten Wintergarten, sogenannte Kaltwintergärten oder Sommergärten, auf Ihrer Terrasse errichten.
  • Dabei handelt es sich um eine flexible Terrassenüberdachung und Seitenwänden aus Glas.
  • Für einen Wintergarten, der als weiterer Wohnraum genutzt werden soll, empfiehlt es sich, ein neues Fundament zu legen.

Viele Hausbesitzer:innen planen nachträglich die Umrüstung ihrer Terrasse zum Wintergarten. Wir zeigen Ihnen, was Sie bei der Planung und Umsetzung beachten müssen und informieren Sie über die Kosten eines Terrassenwintergartens.

Nutzung eines Wintergartens auf der Terrasse

In der Regel wird die vorhandene Terrasse mit einer Glasüberdachung versehen, um deren Nutzungszeit zu verlängern. Für die warme Jahreszeit wollen die meisten Eigenheimbesitzer:innen eine einfache Terrassenüberdachung anstatt eines Wintergartens. Bei dieser Konstruktion spricht man von einem sogenannten Sommergarten, Saison-Wintergarten, kalten Wintergarten oder auch Glashaus. Der Terrassencharakter bleibt dabei in der Regel erhalten und wird durch die Glaskonstruktion ergänzt.

Vorteile und Nachteile des Terrassenwintergartens

Der große Vorteil eines nachträglichen Wintergartenanbaus gegenüber einer schlichten Terrassenüberdachung liegt auf der Hand: Die Terrasse kann je nach Wettersituation zu einem geschlossenen Glashaus umgewandelt werden. Die leicht beweglichen Öffnungselemente erlauben es Eigenheimbesitzern, bei gutem Wetter im Freien zu sitzen. So sind sie nicht einer überhitzten und geschlossenen Glaskonstruktion ausgeliefert.

Grafik Wintergarten Terasse
Öffnungselemente erlauben die passende Nutzung bei jedem Wetter

Ein Nachteil: Der Anbau eignet sich aufgrund seiner leichten Bauweise nicht als Wohnraum. Die Nutzung beschränkt sich daher auf die Jahreszeiten Frühling, Sommer und Herbst. Für den Fall, dass der Anbau auch als Wohnraum genutzt werden soll, kommen relativ hohe Kosten auf Sie zu. Eine stabilere Konstruktion und zusätzliche Aspekte wie Heizung oder Lüftung müssen eingeplant werden. Die Umwandlung einer bereits vorhandenen Terrasse zum ganzjährig nutzbaren Wohnwintergarten ist aufwendig und bietet sich in der Regel nicht an.

Sparvorteil Terrassenwintergarten:

Zusätzlich ist die Energiebilanz eines unbeheizten Wintergartens auf der Terrasse wesentlich besser als die eines Wohnwintergartens. Sie bringt sogar eine kleine Energieersparnis ein: Das angrenzende Zimmer wird durch den Wintergarten auf der Terrasse vor Kälte und Zugluft geschützt. Dieser dient sozusagen als Kältepuffer.

Wintergarten Pufferzone Grafik

Umbauvoraussetzungen: Das Fundament

Als Fundament soll in diesem Fall die bereits vorhandene Terrasse genutzt werden. Für einen problemlosen Anbau müssen auch hier bestimmte Kriterien erfüllt sein. Das Fundament muss tragfähig und idealerweise frostsicher sein. Für eine Frostsicherheit sollte daher eine Mindesttiefe von 80 bis 100 Zentimetern gegeben sein.

Fundament Terrassenwintergarten:

Für ein Glashaus, das nicht beheizt wird und das als reiner Terrassenwintergarten dient, müssen deshalb in der Regel zusätzlich nur Punktfundamente gelegt werden.

Fundament Wohnwintergarten:

Bei einem beheizten Wohnwintergarten gestalten sich die Vorschriften anders. Hier empfiehlt sich die Anlage eines frostsicheren und ausreichend tiefen Streifenfundaments. Außerdem schreibt die Energiesparverordnung (EnEV) die Mindestdämmung der gesamten Grundfläche vor. Die Bodenplatten eines beheizten Raumes grenzen an das Erdreich.

Der nachträgliche Anbau muss dann zumindest einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von 0,5 aufweisen. Bei Neubauten ist sogar ein U-Wert von 0,35 vorgeschrieben.

Im Zweifelsfall sollten Sie einen Anbieter für Wintergärten zur Planung hinzuziehen. Diese können prüfen, ob die baulichen und statischen Gegebenheiten ausreichen, oder ein zusätzliches Fundament nötig ist.

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Baurechtliche Vorschriften

Neben einem stabilen Fundament sind bei einem nachträglichen Terrassenwintergarten auch andere baurechtliche Anforderungen einzuhalten.

Baugenehmigung einholen

Auch der nachträgliche Wintergartenanbau auf der Terrasse muss in der Regel von der örtlichen Bauaufsichtsbehörde genehmigt sein. Da die Genehmigung aber Ländersache ist, können die Anforderungen in den einzelnen Bundesländern variieren. Wer auf Nummer sichergehen will, informiert sich direkt bei der zuständigen Baubehörde.

Einhaltung der Grenzabstände

Als Faustregel für den Grenzabstand eines Anbaus gilt: Fünf Meter Abstand zur Straße und drei Meter Abstand zum Grundstück des Nachbarn sollten eingehalten werden. Ist der Abstand zum Nachbarn geringer, muss dieser in der Regel schriftlich sein Einverständnis erteilen.

Vorschrift Überkopfverglasung

Für das Wintergartendach als sogenannte Überkopfverglasung ist die Verwendung von Verbundsicherheitsglas (VSG) vorgeschrieben.

Bauweise eines Wintergartens auf der Terrasse

Die optischen Unterschiede zum Wohnwintergarten sind für die meisten Personen auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Ein Terrassenwintergarten ist ein Wohnwintergarten in Leichtbauweise. In der Regel werden Aluminiumprofile eingesetzt, die schlank sind und viel Platz für die Glasflächen lassen. Der Anbau auf der Terrasse ist in seiner Bauweise so wesentlich filigraner als ein klassischer Wohnwintergarten.

Öffnungselemente

Für die einfach zu handhabende, großzügige Öffnung des Terrassenwintergartens ist die Installation des passenden Öffnungsmechanismus notwendig. Hier haben Eigenheimbesitzer:innen die Wahl zwischen

  • einer Faltanlage aus Komplettglas,
  • einer Aluminium-Faltanlage oder
  • einer Schiebe-Anlage aus Komplettglas beziehungsweise Aluminium.

Alternativ zu den Falt- und Schiebeanlagen können auch feste Elemente, Dreh oder Dreh-Kipp-Elemente und Dachfenster eingebaut werden. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zu Wintergartenelementen.

Technische Anforderungen an einen Terrassenwintergarten

Ein Terrassenwintergarten erfordert im Vergleich zu einem klassischen Wohnwintergarten keine besondere technische Ausstattung.

Heizung

Auf eine Heizung kann aufgrund der Nutzungsabsichten in der Regel verzichtet werden. Da es sich bei dem Wintergarten auf der Terrasse in der Regel um einen sogenannten „kalten Wintergarten“ handelt, aufheizbar bis maximal 12 °C, müssen hier auch keine besonderen Richtlinien der Energiesparverordnung beachtet werden. Wer die Nutzungsphase noch verlängern will, kann zusätzliche energieeffiziente Terrassenstrahler einbauen.

Lüftung

Die Belüftung erfolgt automatisch durch die Leichtbauweise und mechanisch durch die Fenster sowie die großen Öffnungsmechanismen und Spalten der Schiebeelemente. Der Einbau einer zusätzlichen Lüftung ist nicht erforderlich.

Beschattung

Um eine Überhitzung zu verhindern, empfiehlt es sich, auch bei einem Wintergarten auf der Terrasse eine ausreichende Beschattung einzuplanen. Wie bei einem Wohnwintergarten können auch hier Markisen oder Rollläden angebracht werden.

Grafik Wintergarten Terasse Elemente

Kosten für einen Wintergarten auf der Terrasse

Der Preis für den Anbau variiert je nach Terrasse und Ausführung. In der Anschaffung ist der Anbau auf der Terrasse erheblich günstiger als ein Wohnwintergarten. Außerdem unterscheidet sich der Terrassenwintergarten auch im Bereich Betriebskosten von einem Wohnwintergarten. Die Nebenkosten sind niedriger, da die Kosten für Heizung und Lüftung entfallen.

Anschaffungskosten Wintergarten auf der Terrasse

Als groben Richtwert kann man bei einem Terrassenwintergarten in Leichtbauweise von etwa 900 bis 1.150 Euro pro Quadratmeter ausgehen. Zusätzlich kommen noch Kosten für Beschattung und Montage dazu. Ein 20 Quadratmeter großer Anbau kann so bis zu 30.000 Euro kosten.

Anschaffungskosten Wohnwintergarten

Die Kosten für einen Wohnwintergarten reichen hingegen – je nach Hersteller und Angebot – von rund 1.150 Euro pro Quadratmeter für eine Standardausführung bis zu circa 2.300 Euro für ein Modell mit Dreifachverglasung und der entsprechenden Temperierung.

Die Preise können jedoch natürlich nur als grobe Richtwerte verstanden werden. Ein individuelles und detailgenaues Angebot kann Ihnen ein Anbieter vor Ort erstellen.

Anbieter finden

Das Ziel eines Terrassenwintergartens ist es, den Nutzungszeitraum der Terrasse um mehrere Monate zu verlängern. Eine ganzjährige Nutzung als Wohnwintergarten ist allerdings durch die leichte Bauweise ausgeschlossen. Für Eigenheimbesitzer:innen, die ihre Terrasse durch einen Wetterschutz länger in Gebrauch haben wollen, ohne einen Wintergarten zu bauen, ist der Terrassenwintergarten die richtige Alternative.

Bei der Suche nach dem passenden Anbieter in Ihrer Nähe, füllen Sie einfach unseren Online-Fragebogen aus. Anhand Ihrer Angaben können wir Ihnen bis zu drei passende Fachfirmen aus Ihrer Region empfehlen. Dabei ist unser Service für Sie jederzeit kostenlos und unverbindlich*.

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