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Heimwerker aufgepasst:

Wie wird eine Solaranlage montiert und aufgebaut?

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
21. Januar 2020

Mit einer Solaranlage können Sie Ihren eigenen Strom mittels Sonnenenergie erzeugen. Dazu wird die Anlage auf dem Hausdach montiert und richtig ausgerichtet. Erfahren Sie, wie eine Photovoltaikanlage aufgebaut ist und welche Möglichkeiten der Montage Sie haben.

Solaranlage auf dem Dach
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Aufbau einer Solaranlage einfach erklärt

Zu einer Solaranlage gehören weit mehr Bauteile als nur die dunkelblau bis schwarzen Solarmodule, die auf Ihrem Hausdach montiert werden. Damit Sonnenenergie in für Sie nutzbaren Strom umgewandelt werden kann, werden vier Hauptelemente benötigt:

  • die Solarmodule
  • ein Wechselrichter
  • ein Montagesystem und
  • gegebenenfalls ein Stromspeicher

Außerdem werden noch ein Stromzähler und diverse Verkabelungen benötigt. Bei einer Montage des Photovoltaiks durch eine Firma, werden die Solar-Bauteile in der Regel nicht einzeln, sondern als eine Komplettanlage bereitgestellt und installiert. Häufig macht es wenig Sinn, Solarmodule oder andere Bestandteile einzeln zu erwerben, da die Komponenten aufeinander abgestimmt werden müssen.

Infografik Solar Funktionsweise

Verschiedene Montagesysteme

So unterschiedlich wie die individuellen Gegebenheiten sind, so verschieden sind auch die Montagemöglichkeiten für Solaranlagen. So bietet sich zum Aufbau nicht nur das Hausdach, sondern auch die Garage, Anbauten wie Wintergärten oder sogar die Hausfassade an.

Grafik verschiedene Montagen Solaranlagen

Dennoch ist die Installation einer Solaranlage auf dem Dach in den meisten Fällen die ertragreichste Lösung und sollte deswegen immer als erstes in Betracht gezogen werden. Unterschieden wird dabei zwischen zwei Montagesystemen für Flach- und Schrägdächer:

Montagesysteme für Flachdächer

Entgegen der Vermutung vieler, sind Flachdächer sehr gut für die Installation einer Solaranlage geeignet. Die Solarmodule können nämlich aufgeständert montiert und optimal südlich ausgerichtet werden.

Dabei wird zwischen zwei Varianten beim Flachdach unterschieden:

  1. In der Regel wird ein entsprechendes Metallgestell aus Aluminium mit Schrauben auf dem Flachdach montiert. An diesem werden dann die Module mit passenden Klammern befestigt. Durch das Festschrauben dieser Systeme wird jedoch die Dachhaut durchdrungen, wodurch Undichtigkeiten entstehen können. Eine Alternative wäre, die Systeme miteinander zu verschrauben und nur die Außenseiten am Dach zu befestigen.
  2. Es gibt aber auch Befestigungssysteme oder Kunststoffwannen, die mit Gewichten auf dem Dach beschwert werden und die Dachhaut nicht beschädigen. Bei dieser Variante wird allerdings auch die Statik des Daches mehr belastet, wodurch sie nicht für jedes Hausdach geeignet ist.
Flachdach mit Solaranlage
Auf Ihrem Flachdach können Sie Solarmodule aufgeständert montieren.

Montagesystem für Schrägdächer

Die meisten Eigenheimbesitzer haben Schrägdächer. Hierbei können die Solarmodule im Vergleich zum Flachdach weniger individuell ausgerichtet werden. Dennoch gibt es drei unterschiedliche Montagesysteme, um den größtmöglichen Ertrag zu ermöglichen.

  1. Die Aufdach-Montage ist gängigste Methode, um eine Solaranlage auf einem Schrägdach zu montieren. Bei der Aufdach-Montage werden die Solarmodule auf dem bestehenden Dach montiert, sodass das Dach selbst unverändert bleibt.

    Drei Bestandteile sind für das Aufdach wichtig: Die Dachbefestigung (in der Regel in Form von Dachhaken), die Trägerkonstruktion (in Form von Schienen) und die Modulbefestigung. Die Dachhaken werden auf dem Dachstuhl befestigt. Dafür wird an den entsprechenden Stellen vorübergehend die Dachbedeckung abgenommen. Anschließend wird eine Trägerkonstruktion aus Metall angebracht. Sie bildet die Halterung für die Solarmodule. Sind alle Module verlegt, verbinden Klemmen die Module miteinander. Erst nach Abschluss der Montage des Aufdaches erfolgt das Verlegen der Elektronik.

  2. Bei der Indach-Montage wird die Solaranlage nicht auf das Dach, sondern anstelle der Dachziegel verbaut. Unter den Solarmodulen wird das Indach durch spezielle Abdeckplatten oder einer Folie zusätzlich abgedichtet. Das Indach ist optisch ansprechender, da die Solarmodule mit dem Rest des Daches eine ebene Oberfläche bilden.
  3. Mit einem Solardach sorgen Sie für eine maximale Integration Ihres Photovoltaik. Einheitliche Dachziegel mit integrierter Photovoltaikfunktion bedecken dabei das komplette Dach.

Unser Tipp:

Um die beste Montagelösung für Sie zu finden, haben wir die Auf-Dach und Indach-Photovoltaikanlage einmal für Sie verglichen. Sprechen Sie sich zudem immer mit einem Solarteur ab.

Schrägdach mit einer Solaranlage
Die Aufdach-Montage ist die beliebteste, da sie schnell und einfach funktioniert.

Montage an der Fassade

Unter Umständen kann auch die Montage an der Hausfassade in Betracht gezogen werden. Bei dieser Methode sollten Sie jedoch sicherstellen, dass sich ringsum keine potenziellen Schattenspender befinden. Es wird zwischen zwei Arten der Fassadenmontage unterschieden:

  1. Bei einer Kaltfassade werden die Solarmodule vor der Fassade montiert. Ähnlich wie bei einer Aufdachmontage sorgen spezielle Schienen für eine ausreichende Hinterlüftung der PV-Module.
  2. Die Warmfassade ist ähnlich dem Indach und wird auch als gebäudeintegrierter Photovoltaik (GIPV) bezeichnet. Sie bietet die Möglichkeit, die Solaranlage vollständig in das Gebäude zu integrieren. Bei dieser Variante fungieren die Module zugleich als Wärmedämmung und Fassadenschutz des Hauses. Die Warmfassade wird bereits beim Bau des Hauses geplant und integriert und ist noch recht neu auf dem Solarmarkt.
Hausfassade mit einer Solaranlage
Wenn Ihre Hausfassade ein sonniger Ort ist, bietet sich auch dort eine Solaranlage an.

Was kostet die Montage durch eine Fachfirma?

In der Regel sind die Montagekosten beim Kauf einer Solaranlage inklusive des Kaufpreises. Sollte dies bei Ihnen nicht so sein, ist es empfehlenswert, mehrere Photovoltaik-Montagefirmen zu vergleichen. Die Montagekosten setzen sich aus unterschiedlichen Faktoren wie der Anlagengröße und den individuellen Gegebenheiten auf dem Dach zusammen. Folgende Kosten können auf Sie zukommen:

Kosten Montage Photovoltaikanlage

Kosten Montage Solarthermieanlage

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Weitere Hinweise zur Montage

Die optimale Lage bestimmen

Bevor Sie mit der Montage Ihrer neuen Solaranlage beginnen, stellen Sie sicher, dass der Installationsort frei von Beschattungen ist. Auch Teilbeschattungen beispielsweise durch Bäume, Nachbargebäude oder einen Schornstein können die Leistung beeinflussen. Außerdem sollte die Umgebung beim Aufbau frei von übermäßigem Staub und aggressiven Dämpfen sein.

Stabilität des Daches prüfen

Überprüfen Sie die Dachbeschaffenheit, bevor Sie mit der Montage Ihrer Photovoltaikanlage beginnen. Eine gute Stabilität sowie die Unversehrtheit des Daches sind Grundvoraussetzungen für die Montage Ihrer Solaranlage.

Richtige Neigung & Ausrichtung beachten

Alle Module müssen die gleiche Ausrichtung und Neigung haben. Optimal ist eine südliche Ausrichtung mit einem Winkel von 30 Grad. In dieser Position erzeugt die Photovoltaikanlage den maximalen Ertrag. In keinem Fall sollte die Winkelgröße weniger als 15 Grad betragen, da in diesem Fall mit einer Ertragsminderung zu rechnen ist sowie die Selbstreinigung der Solaranlage beeinträchtigt wird.

Unser Tipp:

Bei solarthermischen Anlagen, welche keinen Strom, sondern Warmwasser bereitstellen, ist ein Neigungswinkel von 45 Grad empfehlenswert.

Witterungsbedingungen beachten!

  • Windstärken: Wenn Sie in einem Gebiet mit starken Winden wohnen, ist eine zusätzliche Dachbefestigung an den Ecken Ihrer Module empfehlenswert. Anderenfalls kann durch starken Wind auf der Rückseite von Aufdachmodulen ein Sog entstehen, der das Montagesystem aus seiner Verankerung reißt.
  • Blitzschutz: Blitzeinschläge können Photovoltaikanlagen schwer beschädigen. Oft ist die Solaranlage der höchste Punkt des Hauses, weshalb ein Blitzschutz ratsam ist. In den meisten Fällen reicht es, die Solaranlage an das bereits vorhandene Blitzschutzsystem für das Gebäude mit anzuschließen. Überlassen Sie die Installation einem Spezialisten, damit Sie im Fall eines Blitzschlags versichert sind.
  • Schneelast: Berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung auch das Schneeaufkommen in Ihrer Region. Allgemein gilt: Je stärker der Neigungswinkel der Photovoltaikanlage, desto besser kann der Schnee von den Modulen rutschen.

Lassen Sie sich einen Anlagenpass ausstellen!

Zusammen mit einer neuen Solaranlage erhalten Sie einen Anlagenpass. Dieser hält fest, welche Informationen und Dokumente nach der Montage, sprich bei der Übergabe der montierten Photovoltaikanlage, vorliegen und welche Richtlinien bei der Installation beachtet wurden. Außerdem enthält der Pass ein Muster für das Abnahmeprotokoll. Dieses soll dokumentieren, dass die Anlage bei der Übergabe fehlerfrei funktioniert. Der Pass ist vom Installateur auszufüllen. Er ersetzt zwar nicht die Garantie, wird aber bei vielen Versicherern positiv bedacht, da er ein Qualitätsmerkmal für den Betrieb der Solaranlage darstellt.

Einen geeigneten Installateur finden

Bei recht hohen Anschaffungskosten kann der Gedanke aufkommen, bei der Montage zu sparen. Doch eine Solaranlage soll 20 bis 30 Jahre störungsfrei laufen. Die fachmännische Montage der Module in der Halterung sowie die Installation der Elektrik sind die Voraussetzung hierfür. Für die Selbstmontage empfehlen sich gute handwerkliche Fähigkeiten. Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie über das nötige Fachwissen verfügen, überlassen Sie die Montage einem Solarfachmann. Damit sichern Sie sich auch in einem Versicherungs- oder Gewährleistungsfall ab.

Handwerker montiert eine Solaranlage auf dem Dach
Mit der passenden Fachfirma haben Sie im Handumdrehen eine PV-Anlage auf Ihrem Dach.

Die Montage einer Solaranlage erfordert viele Kenntnisse und Fertigkeiten. Um sicherzugehen, dass Sie einen richtigen Solarfachmann engagieren, sollten Sie diese drei Hinweise beachten:

  1. Besitzt der Installateur das RAL-Gütezeichen für Solarenergieanlagen?
  2. Handelt es sich um einen Meisterbetrieb für Photovoltaik?
  3. Haben Sie einen transparenten Kostenvoranschlag von ihm erhalten?

Unser Tipp:

Der Preis für die Installation eines richtet sich in der Regel nach der Leistung der Photovoltaikanlage. Einheitliche Preise werden von den Fachverbänden jedoch nicht bekannt gegeben. Daher ist es wichtig, dass Sie sich mindestens zwei Angebote einholen.

Solaranlage auf dem Dach
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