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Photovoltaik Förderung Niedersachsen 2024

Claudia Mühlbauer, Online-Redakteurin
Claudia Mühlbauer
21. Dezember 2023

Die Installation von Photovoltaik über eine Förderung bezuschussen zu lassen, ist in Niedersachsen aktuell nicht mehr auf Landesebene möglich. Je nach Region stehen allerdings verschiedene kommunale Förderprogramme zur Verfügung. Verschaffen Sie sich hier einen Überblick zur aktuellen Solarförderung Niedersachsens.

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Solarförderung in Niedersachsen im Überblick

Region

Förderprogramm und Art der Förderung

Förderhöhe

Braunschweig

Förderprogramm für regenerative Energien (Zuschuss)

  • Derzeit ausgeschöpft, aber bald wieder erhältlich

Göttingen

KlimaFonds Göttingen (Zuschuss)

  • 180 Euro/kWp für PV Anlagen
  • 180 Euro für Balkon-PV-Module
  • Innovationsbonus

Lüneburg

Förderprogramm zur Nutzung regenerativer Energien (Zuschuss)

  • 150 Euro/kWp für PV Anlagen bis 10 kWp
  • 1.500 + 125 Euro/kWp für PV Anlagen mit 11 bis 35 kWp
  • Innovationsbonus von 1.000 Euro für PVT-Module oder fünf Fassadenmodule
  • 200 Euro für Umstellung auf Überschusseinspeisung
  • 30 Prozent der Investitionskosten für Steckersolargeräte

Region Hannover

proKlima - Förderprogramm Energiewende - SolarStrom (Zuschuss)

  • Derzeit ausgeschöpft, aber bald wieder erhältlich
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Kommunale Photovoltaik Förderungen in Niedersachsen

PV Förderung Braunschweig

Wer ein Steckersolargerät in Braunschweig installieren will, kann eine Förderung der Stadt in Anspruch nehmen. Der Fördertopf, der 500.000 Euro umfasste, ist aktuell allerdings ausgeschöpft. Im Jahr 2023 standen Zuschüsse über jeweils 250 Euro für Geräte zwischen 250 und 400 Wp zur Verfügung, Geräte bis 600 Wp wurden mit 400 Euro gefördert. Darüber hinaus wurden Fassadenanlagen bis 20 kWp Leistung mit 200 Euro je kWp bezuschusst. Für das kommende Jahr ist eine Neuauflage des Förderprogramms geplant. Weitere Informationen erhalten Sie ab Januar 2024 auf der Webseite zum Förderprogramm für regenerative Energien.

PV Förderung Göttingen

Mit dem KlimaFonds Göttingen hat die Stadt Göttingen ein Förderprogramm für klimafreundliche Investitionen aufgesetzt, durch das auch Solaranlagen bezuschusst werden können. 2024 gelten aktualisierte Förderbedingungen. Bei der Errichtung von Photovoltaik können Sie mit dieser Förderung Niedersachsens bis zu 5.000 Euro sparen.

Was wird gefördert?

Förderanträge können ab 2024 für PV Anlagen mit einer Leistung von mehr als 5 kWp gestellt werden. Förderfähig sind sowohl Neuinstallationen als auch Erweiterungen bestehender Anlagen an Gebäuden und auf Freiflächen. Balkon-PV-Module sind ab kommendem Jahr nur noch für Mieter:innen, aber nicht mehr für Eigentümer:innen förderfähig.

Wie hoch ist die Förderung?

Je kWp Leistung werden PV Anlagen mit 180 Euro gefördert. Einen Innovationsbonus erhalten Sie zum Beispiel für Fassadenanlagen, für die Kombination mit einem Gründach, für eine Vollbelegung mit PV und für kombinierte Photovoltaik- und Solarthermiekollektoren. Die Höhe der Bonuszahlung beträgt die Hälfte der Fördersumme, die für die Errichtung der Solaranlage beantragt wurde. Für Balkon-PV-Module bekommen Sie einen pauschalen Zuschuss in Höhe von 180 Euro. Leistungsempfänger:innen erhalten zusätzlich 200 Euro. Insgesamt beträgt die maximale Fördersumme 5.000 Euro.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Hauseigentümer:innen und deren Vertretungsberechtigte sowie Mieter:innen. Die Photovoltaik-Förderung kann nur innerhalb des Göttinger Stadtgebiets in Anspruch genommen werden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Damit eine Solaranlage über diese Förderung bezuschusst werden kann, muss der Förderantrag gestellt werden, bevor Sie mit Ihrem Vorhaben beginnen. Als Beginn zählt etwa die Bestellung bzw. der Kauf einer Anlage oder die Beauftragung eines Fachbetriebs. Eigenleistungen und gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen werden nicht bezuschusst.

zwei Solarteure montieren Photovoltaik auf einem Ziegeldach
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PV Förderung Lüneburg

Das Förderprogramm der Hansestadt Lüneburg zur Nutzung regenerativer Energien ist Bestandteil des Klimafonds zur Förderung von Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung. Die Solarförderung ist ein Baustein des Programms.

Was wird gefördert?

Die Photovoltaik-Förderung der Hansestadt umschließt den Einbau von PV Anlagen, Hybridanlagen mit PVT-Modulen zur Erzeugung von Wärme und Strom sowie Steckersolargeräten mit Wechselrichter. Daneben wird die Umstellung auf Überschusseinspeisung gefördert.

Wie hoch ist die Förderung?

Für PV Anlagen sind gestaffelte Fördersätze vorgesehen. Bei einer Anlagenleistung zwischen 3 und 10 kWp beträgt die Förderung 150 Euro/kWp. Bei Anlagen bis 35 kWp gelten für die ersten 10 kWp die gleichen Konditionen, die übrige Leistung wird mit 125 Euro/kWp bezuschusst. Eine Solaranlage mit 35 kWp Leistung wird mit 4.625 Euro gefördert.

Für Hybridanlagen, die mit PVT-Modulen Wärme und Strom erzeugen, und die zusätzliche Installation von mindestens fünf Fassadenmodulen erhalten Antragsteller:innen zusätzlich einen Innovationsbonus von 1.000 Euro.

Wer eine Solaranlage auf Überschusseinspeisung umstellen will, erhält dafür einen Förderbetrag in Höhe von 200 Euro.

Mieter:innen, die ein Steckersolargerät installieren wollen, erhalten einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der Investitionskosten. Dazu zählen auch die Kosten für einen Elektrofachbetrieb.

Wer wird gefördert?

Eine PV-Anlage kann durch die Förderung in Lüneburg bezuschusst werden, wenn Sie Eigentümer:in des Gebäudes sind, auf dem die Anlage installiert werden soll. Von den Eigentümer:innen bevollmächtigte Personen sind ebenfalls antragsberechtigt. Die Förderung von Steckersolargeräten ist ab 2024 nur noch für Mieter:innen möglich.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Eine PV Anlage darf nur auf einem Wohngebäude oder einem dazugehörigen Nebengebäude installiert werden. Zuvor muss eine Beratung durch eine:n unabhängige:n Energieberater:in stattgefunden haben. Erst wenn Sie eine schriftliche Zustimmung zu Ihrem Antrag erhalten haben, können Sie den Auftrag an eine Fachfirma vergeben und mit der baulichen Ausführung beginnen. Für die Umsetzung und die Inbetriebnahme der Anlage haben Sie nach Erhalt des Förderbescheids 12 Monate Zeit. Die Förderzuschüsse dürfen nicht höher als 49 Prozent der Gesamtkosten (brutto) sein.

Eine PV Anlage, die nicht mehr nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert wird, kann auf Überschusseinspeisung umgestellt werden. Dazu muss der Messstellenbetreiber den Stromzähler austauschen und die Anlage muss auf den Hausanschluss umgestellt werden.

PV Förderung Region Hannover

Die Photovoltaik Förderung in Niedersachsens Hauptstadt ist Teil des enercity-Fonds proKlima. Finanziert wird er von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze sowie der enercity Netz GmbH. Das Förderprogramm Energiewende - SolarStrom gliedert sich in drei Teile: Über den Baustein „DachVollToll“ wird die Vollbelegung von bestehenden Wohngebäudedächern mit Solarmodulen gefördert. Der Bestandteil „SolarGrünDach“ ist für Sie interessant, wenn Sie ein neues Flachdach als Gründach errichten und dabei auch eine PV Anlage installieren. Mit dem Förderbaustein „SolarStromFassade“ können Sie fassadenintegrierte Solarmodule oder Solarmodule vor der Fassade bezuschussen lassen. Die beiden letztgenannten Module gelten für Wohn- und Nichtwohngebäude im Bestand und im Neubau.

Die Vollbelegung von Dächern mit Solarmodulen wurde im Jahr 2023 mit 100 Euro/kWp bezuschusst. Maximal wurden 3.000 Euro vergeben. Die Kombination aus Gründach und Photovoltaik wurde mit 200 Euro/kWp und höchstens 6.000 Euro gefördert. Für eine Solarfassade mit integrierten Modulen erhielten Sie einen Förderbetrag von 300 Euro/kWp und maximal 9.000 Euro. Standardmodule, die vor einer Fassade angebracht werden, gingen mit einer Förderung über 100 Euro/kWp und höchstens 3.000 Euro einher.

Das Förderbudget für 2023 ist bereits ausgeschöpft, das Programm wird 2024 aber weitergeführt. Neue Anträge können voraussichtlich ab Januar 2024 gestellt werden.

Haben Sie ein Förderprogramm entdeckt, das in unserer Übersicht fehlt? Oder ist eine aufgeführte Förderung nicht mehr verfügbar? Dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an editorial@aroundhome.de. Wir freuen uns über Ihre Mithilfe, um unsere Artikel für Solarförderungen stets auf dem neuesten Stand zu halten.

Bundesweite Förderungen für Ihre Solaranlage

Neben den regionalen Photovoltaik Förderungen in Niedersachsen können Sie über den bundesweiten Erneuerbare-Energien-Kredit 270 für Strom und Wärme eine Förderung für Ihre Photovoltaikanlage erhalten. Beantragen lässt sie sich über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Förderfähig sind Dach- und Fassadenanlagen, Anlagen auf Freiflächen und Batteriespeicher. Außerdem fördert der Staat Photovoltaik über steuerliche Entlastungen: Seit Januar 2023 fällt keine Mehrwertsteuer beim Kauf einer PV Anlage mehr an. Beim Betrieb einer Anlage bis 30 kWp Leistung entfällt außerdem rückwirkend seit Januar 2022 die Einkommensteuer. Durch das EEG 2023 wurden die Vergützungssätze für die Stromeinspeisung ins öffentliche Netz erhöht.

Fachfirmen in Niedersachsen beraten Sie zur passenden Solarförderung

Fachfirmen aus Niedersachsen können Sie zur passenden Förderung für Photovoltaik informieren, denn sie kennen die Förderlandschaft genau. Sie wissen, welche regionalen und bundesweiten Förderungen miteinander kombinierbar sind, und unterstützen Sie bei der Antragstellung.

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Diese Seite wurde zuletzt am 21.12.2023 aktualisiert. Die Informationen in diesem Beitrag basieren auf gründlichen Recherchen der Redaktion. Leider können sich die rechtlichen Bestimmungen regelmäßig ändern, sodass Aroundhome für die Aktualität der im Artikel gemachten Angaben keine Verantwortung tragen kann.

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