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Was ist besser?

Heizsysteme im Vergleich: Gasheizung vs. Pelletheizung

Claudia Mühlbauer
22. April 2022

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Anschaffungs- und Wartungskosten sind bei Gasheizungen deutlich geringer als bei Pelletheizungen.

  • Mit einer Pelletheizung nutzen Sie einen nachwachsenden Rohstoff und sind unabhängiger.

  • Beide Heizsysteme lassen sich mit erneuerbaren Energien kombinieren.

  • Sowohl Gasheizungen als auch Pelletheizungen können staatlich gefördert werden.

Die Entscheidung für eine neue Heizung sollte gut überlegt sein. Der Klassiker war früher die Ölheizung, heute sind Pelletheizungen und Gasheizungen häufige Varianten. Beide haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Wir zeigen Ihnen die Unterschiede und Kosten beider Heizungssysteme.

Übersicht: Gasheizungen

Seit 2015 dürfen Gas-Heizwertgeräte nicht mehr eingebaut werden. Weiterhin gängig sind allerdings Gas-Brennwertheizungen. Mit diesen ist es möglich, fast die gesamte Energie, die im Gas gespeichert ist, auszunutzen. Einerseits gebraucht der Heizkessel die Wärme, die bei der Verbrennung entsteht. Daneben wird auch die Wärme der Abgase genutzt.

Im Vergleich zu einer Pelletheizung braucht eine Gasheizung deutlich weniger Platz. Hier ist kein Lagerraum für den Brennstoff nötig, was dieses Heizsystem ebenfalls von der Ölheizung unterscheidet. Eine Ausnahme ist eine Heizung, die Flüssiggas nutzt. Hier brauchen Sie Tanks zur Lagerung. So eine Heizung kann sich anbieten, wenn Ihr Grundstück nicht an das Gasnetz angeschlossen ist. Zwar brauchen Sie dann mehr Platz für die Anlage, aber Sie sind unabhängiger von zeitweisen Preisschwankungen, da Sie den Brennstoff auf Vorrat kaufen können, wenn er günstig ist.

Übersicht: Pelletheizungen

Eine Pelletheizung ist mit einem Ofen ausgestattet, der meist automatisch über eine Förderschnecke mit Holzpellets befüllt wird. Daraufhin startet der Verbrennungsvorgang und die Anlage heizt entsprechend der voreingestellten Temperatur. Überschüssige Wärme kann in einem Pufferspeicher aufgefangen und später genutzt werden. Im Vergleich zu anderen Holzheizungen ist der Platz, den Sie für den Brennstoff brauchen, geringer.

Mit einer Pelletheizung können Sie unter Umständen klimaneutral heizen. Bei der Verbrennung des Rohstoffs wird zwar CO2 ausgestoßen, aber Bäume absorbieren im Laufe der Jahre auch viel Kohlenstoffdioxid. Ihr Wachstum nimmt allerdings mehrere Jahrzehnte in Anspruch. Werden schon junge Bäume gefällt, geht die Rechnung nicht mehr auf. Holzpellets haben außerdem oft lange Transportwege hinter sich, was den CO2-Fußabdruck erhöht. Achten Sie darauf, dass Ihre Pellets aus regionaler, nachhaltiger Waldwirtschaft kommen, können Sie damit aber deutlich ökologischer heizen als mit Gas. Problematisch ist hingegen der Feinstaub, der in älteren Anlagen bei der Verbrennung entsteht. Neue Pelletheizungen haben dieses Problem jedoch nicht mehr.

Heizung Heizungsvergleich Gas Pellet

Vor- und Nachteile der Heizsysteme

Für die Entscheidung, ob Sie eine Pelletheizung oder eine Gasheizung einbauen lassen sollten, ist ein Vergleich der beiden Systeme wichtig. Folgende Vor- und Nachteile gehen mit den beiden Heizungen einher:

Andere Heizungsvergleiche

Kosten: Pelletheizung vs. Gasheizung

Im Betrieb ist eine Pelletheizung minimal günstiger, der Unterschied zur Gasheizung ist aber zu vernachlässigen. Deutlich größer sind die Unterschiede bei den Anschaffungs- und Wartungskosten. Gasheizungen für ein Einfamilienhaus kosten zwischen 8.000 und 15.000 Euro, für eine Pelletheizung können zwischen 12.000 und 22.000 Euro anfallen. Weil die Wartung einer Pelletheizung aufwendig ist, müssen Sie im Vergleich zu einer Gasheizungswartung etwa die doppelten Kosten einplanen – bis zu 300 Euro im Jahr.

Preisentwicklung von Gas und Holzpellets

Seit 2021 fällt eine CO2-Steuer auf Gas an. Aktuell liegt der Steuersatz bei 30 Euro pro Tonne CO2, bis 2025 soll er allerdings schrittweise auf 55 Euro je Tonne angehoben werden. Dadurch wird das Heizen mit Gas jährlich teurer. Hinzu kommt, dass Gas ein fossiler Brennstoff ist und damit nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Auch das sorgt für steigende Preise. Weil die aktuelle Marktlage außerdem angespannt ist, könnten sich die Gaspreise auch zukünftig erhöhen.

Kosten Entwicklung Heizung
Heizen ist in den vergangenen Jahren immer teurer geworden.

Auch bei Holzpellets kann es starke Preisschwankungen geben. Meist sind die Preisunterschiede saisonal. So verlaufen die Änderungen im Preis häufig in einem ähnlichen Muster wie in den letzten Jahren. Das hat den Vorteil, dass Sie mehr Pellets kaufen können, wenn Sie gerade günstig sind, denn sie müssen nicht sofort verbraucht werden. Allerdings haben sich die Preise in den letzten beiden Jahren ebenso wie die Gaspreise stark erhöht. Je Tonne Holzpellets wurden am 01. April 2020 etwa 223 Euro fällig, zum gleichen Datum im Jahr 2022 waren es bereits 345 Euro.

Wann können Sie Förderungen nutzen?

  • Einfache Gasheizungen werden mittlerweile nicht mehr gefördert. Allerdings können Sie Förderungen in Anspruch nehmen, wenn Ihre Gas-Brennwertheizung „renewable ready“ ist. Dafür muss sie auf den Kombi-Betrieb mit erneuerbaren Energien vorbereitet sein. Auch Gas-Hybridheizungen, die mit regenerativen Energieträgern arbeiten, werden durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert.

  • Pelletheizungen werden durch die BEG mit 35 bis 45 Prozent gefördert. Gleiches gilt für verschiedene Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Erreichen Sie Feinstaub-Emissionswerte von höchstens 2,5 mg/m³, können Sie einen Kredit mit einem Tilgungszuschuss von 40 bis 50 Prozent beantragen.

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