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Im Vergleich:

Öl- oder Pelletheizung: Lohnt sich der Wechsel?

Christina Tobias
Christina Tobias
10. Mai 2022

Das Wichtigste in Kürze:

  • Pelletheizungen verwenden einen nachwachsenden Brennstoff, Ölheizungen einen fossilen Brennstoff.
  • Öl-Brennwertheizungen können Sie noch bis 2025 einbauen lassen. Ab 2026 wird der Einbau von Ölheizungen jedoch größtenteils verboten.
  • Pelletheizungen sind teurer in der Anschaffung, punkten jedoch mit niedrigeren Betriebskosten und werden mit staatlichen Fördergeldern unterstützt.
  • Beide Anlagen können auch als Hybridheizungen verwendet werden.

Ölheizungen sind in Deutschland immer noch weit verbreitet. Doch aufgrund steigender Energiepreise und der Sorge um den Klimawandel findet in vielen Köpfen ein Umdenken statt. Eine beliebte und umweltfreundliche Alternative zu Öl und Gas ist das Heizen mit Holz. Doch inwiefern unterscheiden sich Öl- und Pelletheizungen? Wie groß ist die Preisdifferenz hinsichtlich Anschaffungs- und Betriebskosten und welche Förderungen gibt es? Aroundhome hat beide Heizungssysteme miteinander verglichen und verrät, ob sich der Wechsel lohnt.

Das Wichtigste zur Ölheizung

Moderne Öl-Brennwertheizungen arbeiten effizienter als veraltete Konstanttemperaturkessel, die heutzutage nicht mehr eingebaut werden dürfen. Sie nutzen die Abgaswärme: Das in den Abgasen enthaltene Wasser beginnt zu kondensieren und so wird zusätzliche Energie (Kondensationswärme) gewonnen. Dadurch kann nahezu 100 Prozent der im Heizöl gespeicherten Energie nutzbar gemacht werden.

Ölheizungen größtenteils ab 2026 verboten

Entscheiden Sie sich für eine Ölheizung, sollten Sie das im Rahmen des Klimaschutzprogrammes der Bundesregierung ab 2026 geltende Verbot des Einbaus neuer Ölheizungen kennen. Es gilt unter der Bedingung, dass am Standort eine klimafreundlichere Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien prinzipiell installiert werden kann. Außerdem dürfen bestehende Ölheizungen weiterhin betrieben werden.

Wichtiges zu Pelletheizungen

Pelletheizungen erzeugen Wärme durch die Verbrennung von Holz. Sobald die eingestellte Temperatur erreicht wurde, kann überschüssige Wärme in einem Pufferspeicher bewahrt werden. Moderne Anlagen punkten mit einer automatischen Beschickung. Das bedeutet, die Pellets werden mit einer Förderschnecke in den Ofen gefüllt. Im Vergleich zu anderen Holzheizungen ist für eine Pelletheizung weniger Platz zur Brennstofflagerung nötig. Pellets aus regionaler, nachhaltiger Waldwirtschaft sorgen für eine klimafreundliche CO2-Bilanz. Außerdem ist der Ausstoß von Feinstaub bei modernen Anlagen nur noch minimal.

Heizungsvergleich Pellets oder Öl

Vor- und Nachteile beider Heizsysteme

Zwischen Ölheizungen und Pelletheizungen gibt es einen deutlichen Unterschied: Öl ist ein fossiler Brennstoff und gilt damit als klimaschädlich. Pelletheizungen gelten dagegen als umweltfreundlich und als grüne Alternative zu Gas und Öl. Trotzdem bringt das Heizen mit Holz auch Nachteile mit sich. Unsere Tabelle vergleicht alle Vor- und Nachteile der beiden Systeme:

Hybridheizungen

Sowohl Ölheizungen als auch Pelletheizungen können mit anderen Energieträgern kombiniert werden, um die Effizienz und Umweltfreundlichkeit zu erhöhen. Die intelligente Steuerung sorgt dabei dafür, dass immer die Heizungsart genutzt wird, die gerade die wirtschaftlichste Energiegewinnung bietet. Denkbar ist zum Beispiel eine Kombination von Pelletheizung und Solarthermie, die in den sonnigen Jahreszeiten als Haupt-Wärmequelle dienen kann. Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Übersichtsseite zum Thema Hybridheizungen.

Solarthermie Solaranlage Kollektoren
Die Kombination aus Pelletheizung und Solarthermie macht Ihre Heizung noch umweltfreundlicher.

Kostenvergleich von Öl- und Pelletheizungen

Selbstverständlich spielen auch die Kosten eine wichtige Rolle bei der Wahl einer neuen Heizung. Pelletheizungen sind in der Anschaffung deutlich teurer als Ölheizungen, können dafür aber mit aktuell günstigeren Betriebskosten überzeugen. Außerdem sollte bedacht werden, dass das Heizen mit Pellets staatlich gefördert wird, sodass Sie nicht die vollen Kosten selbst tragen müssen. Der Einbau einer neuen Heizung mit Öl als Energieträger wird dagegen nicht mit Fördergeldern unterstützt. Vielmehr winkt ein Bonus, wenn Sie Ihre alte Anlage austauschen lassen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im nächsten Abschnitt. Hinsichtlich der Wartungskosten liegen beide Anlagentypen auf einem ähnlichen Niveau.

Für welche Heizform gibt es Fördergelder?

Während Pelletheizungen mit staatlichen Fördergeldern unterstützt werden, werden Ölheizungen nicht mehr mit finanziellen Mitteln vom Staat gefördert. Vielmehr winkt ein Bonus in Höhe von 10 Prozent der förderfähigen Kosten für jeden, der seine alte Ölheizung gegen ein umweltfreundliches Heizsystem tauscht.

  • Pelletheizungen: Es kann ein Zuschuss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit einer Fördersatzhöhe zwischen 35 und 45 Prozent beantragt werden. Alternativ stehen zinsgünstige Kredite im Rahmen der Programme „Erneuerbare Energien - Premium 271, 281“, der „Wohngebäude-Kredit 261, 262“ und der „Kommunen-Kredit 264“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung.

  • Ölheizungen: Der Einbau neuer Ölheizungen soll im Zuge des Klimaschutzprogrammes der Bundesregierung ab 2026 größtenteils verboten werden. Demzufolge gibt es keine Fördergelder für neue Ölheizungen.

Lohnt sich der Wechsel von Öl auf Pellets?

Der Wechsel von einer Ölheizung auf eine Pelletheizung lohnt sich aktuell sehr. Das liegt zum einen an der attraktiven staatlichen Förderung, die für den Austausch einer alten Ölheizung einen Bonus in Höhe von 10 Prozent der förderfähigen Kosten vergibt. So können Sie ingesamt eine staatliche Föderung von 45 Prozent erhalten. Zum anderen ist der Ölpreis in letzter Zeit so stark angestiegen (13,02 Cent pro kWh), dass Pellets mit Betriebskosten von 7,54 Cent pro kWh klar punkten können. Außerdem sind moderne Holzheizungen anderen Heizungstypen hinsichtlich des Komforts nicht mehr unterlegen. Möglich macht das die automatische Beschickung und die Regeltechnik, die je nach Modell auf Wunsch sogar per Smartphone eingestellt werden kann.

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