Handwerker vor Heizung
Kostenlos Heizungsangebote erhalten*

Nach der Erfassung Ihrer Wünsche verbinden wir Sie mit bis zu drei Fachpartnern.
*Der Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich. Wir finanzieren den Service über die Provision unserer Anbieter.

HomeHeizungGas- oder Ölheizung
Im Vergleich:

Gas- oder Ölheizung: was ist besser?

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
8. November 2021

Das Wichtigste in Kürze:

  • Moderne Gas-Hybridheizungen oder Gas-Brennwertsysteme haben auch in Zukunft Bestand und werden gefördert.
  • Öl-Brennwertheizungen können Sie noch bis 2025 einbauen lassen. Ab 2026 wird der Einbau von Ölheizungen jedoch größtenteils verboten.
  • Beide Heizsysteme haben vergleichsweise ähnlich günstige Anschaffungs- und Betriebskosten.
  • Gasheizungen lassen sich einfacher mit erneuerbaren Heizsystemen kombinieren.

Viele Verbraucher:innen stellen sich die Frage: Was ist eigentlich besser, eine Gas- oder Ölheizung? Beide Heizsysteme sind seit Jahren sehr beliebt und zählen zu den gängigsten Heizformen. Informieren Sie sich jetzt über die Unterschiede, Vorteile und Kosten beider Systeme und welche Heizung auch in Zukunft Bestand hat.

Das Wichtigste zur Ölheizung

Wenn Sie heutzutage mit Öl heizen, dann handelt es sich dabei in den meisten Fällen um eine Öl-Brennwertheizung. Ältere Modelle wie Niedrigtemperatur-Ölheizungen dürfen mittlerweile gar nicht mehr eingebaut werden, da sie zu ineffizient arbeiten und zu viel Heizöl verbrauchen.

Eine moderne Öl-Brennwertheizung arbeitet im Prinzip wie eine konventionelle Ölheizung: Die Hitze im Brenner fließt in den Heizkreislauf und die Warmwasserbereitung. Das Besondere hierbei ist jedoch, dass der bei der Verbrennung entstandene Wasserdampf mittels eines Wärmetauschers in nutzbare Heizenergie umgewandelt wird.

Ölheizungen größtenteils ab 2026 verboten

Wenn Sie sich für eine Ölheizung entscheiden, beachten Sie, dass im Rahmen des Klimaschutzprogrammes der Bundesregierung ab 2026 ein Verbot des Einbaus neuer Ölheizungen folgt: Dies gilt, sofern am Standort eine klimafreundlichere Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien prinzipiell installiert werden kann. Bestehende Ölheizungen dürfen jedoch weiter betrieben werden.

Wichtiges zu Gasheizungen

Gasheizungen gibt es viele verschiedene. Die gängigsten Formen sind Gasthermen und Gas-Brennwertthermen. Eine Gastherme ist in der Regel ein wandhängender Heizkessel, der durch die Verbrennung von Gas Heizwasser und Brauchwasser bereitstellt.

Eine Gas-Brennwerttherme ist eine Art Erweiterung der klassischen Gastherme. Sie nutzt die Vorzüge des Brennwerteffektes: Hierbei werden die Gase der Verbrennungen nachhaltig abgekühlt, um das Wasser in den Dämpfen zu kondensieren. Durch diesen Effekt können Sie fast die gesamte im Gas gespeicherte Energie für Ihre Heizung nutzen.

Thermostat an Heizung
Diese Modelle gibt es
Grafik Heizung Öl vs Gasheizung Vergleich

Vor- und Nachteile beider Heizsysteme

Sowohl Gasheizungen als auch Ölheizungen erzeugen mittels Verbrennung Wärme zum Heizen und für Warmwasser, womit Ihre Funktionsweise ziemlich ähnlich ist. Werfen Sie jetzt einen Blick in unsere Tabelle und erfahren Sie mehr über die Unterschiede beider Systeme und welche Vor- und Nachteile diese mit sich bringen.

Kostenvergleich von Öl- und Gasheizungen

Nicht selten spielen auch das Budget und die laufenden Kosten eine wichtige Rolle bei der Wahl der Heizung. Hier punkten beide Heizsysteme mit vergleichsweise günstigen Anschaffungskosten. Gasheizungen kosten Sie zwischen 6.000 bis 10.000 Euro, Ölheizungen etwa 7.000 bis 14.000 Euro.

Doch wie sieht es im Detail aus? Wir machen den Preischeck!

Für welche Heizform gibt es Fördergelder?

Beide Heizsysteme werden mit fossilen Brennstoffen betrieben und gelten deswegen nicht als sehr umweltfreundlich.

  • Ölheizungen: Der Einbau neuer Ölheizungen soll im Zuge des Klimaschutzprogrammes der Bundesregierung ab 2026 größtenteils verboten werden. Demzufolge gibt es keine Fördergelder für neue Ölheizungen.
  • Gasheizungen: Auch eine einfache Gasheizung ist mittlerweile nicht mehr förderfähig. Allerdings erhalten Sie Fördergelder für moderne Gas-Brennwertheizungen sowie für Gas-Hybridheizungen. Beides wird von der BAFA im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst.

CO2-Vergleich

Auch der Blick auf den CO2-Ausstoß beider Heiztypen ist nicht ganz unwichtig. Denn seit Beginn 2021 ist eine CO2-Steuer auf Öl und Gas zu entrichten. Aktuell zahlen Sie 25 Euro pro Tonne CO2. Die Steuer soll jedoch bis 2025 auf 55 Euro/Tonne CO2 angehoben werden. Ein Blick auf die Mehrkosten durch die Steuer zeigt, dass eine Gasheizung hierbei günstiger abschneidet.

Wie verändern sich die Heizkosten durch die CO2-Steuer?

Entwicklung der Preise von Öl und Gas

Gas und Öl sind fossile Brennstoffe. Aufgrund der steigenden CO2-Besteuerung und den sinkenden Vorräten sagen einige Ökonomen steigende Preise sowohl für Heizöl als auch für Erdgas voraus. Wie hoch die Preise letztlich ansteigen, ist jedoch ungewiss.

Für Ölheizungen gilt nach wie vor: Beim Heizöl gab es in der Vergangenheit immer wieder große Preisschwankungen. Deswegen sind Sie hierbei gut beraten, den Markt zu beobachten und bei einem günstigen Preis auf Vorrat zu kaufen.

Bei einer Gasheizung sind Sie auf externe Versorger angewiesen. In diesem Fall lohnt es sich, verschiedene Anbieter und deren Tarife regelmäßig zu vergleichen und so etwas Geld zu sparen.

Tablet mit Heizungssteuerung
Jetzt nachlesen & das passende Modell finden:

Welche Heizform hat in Zukunft Bestand?

Langfristig betrachtet, mit Ausblick auf das kommende Verbot für den Einbau neuer Ölheizungen ab 2026, sind moderne Gas-Hybridheizungen oder Gas-Brennwertheizungen die bessere Wahl. Stehen Sie vor einer Neuanschaffung, sind auch Förderungen, welche Sie für moderne Gasheizungen erhalten, eine attraktive Kostenerleichterung.

Wenn Sie noch eine alte Ölheizung und keinen Zugang zu Gas haben bzw. legen möchten, sollten Sie zumindest eine effizientere Ölheizung mit Brennwerttechnik in Betracht ziehen. Dies ist noch bis Ende 2025 möglich.

© 2022 Aroundhome. Eine Marke der be Around GmbH. Alle Rechte vorbehalten.