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Mehr als heiße Luft:

Günstig Heizen mit einem Brennwertkessel

Anika Wegner
Anika Wegner
28. Oktober 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Für eine neue Brennwertheizung können Sie mit Kosten zwischen 6.000 und 25.000 Euro rechnen.
  • Sie können zwischen den Brennstoffen Gas, Öl und Holz wählen.
  • Bei einem Brennwertkessel liegt die Energieausnutzung bei 98 Prozent.

Mit einem Brennwertkessel lassen sich die Energiekosten senken und viele Heizkosten im Jahr einsparen. Erfahren Sie, ob die clevere Technik auch für Ihr Heizsystem geeignet ist und welche Kosten für eine Brennwertheizung auf Sie zukommen.

Brennwertkessel als Einsparpotenzial entdecken

Wussten Sie, dass Eigentümer:innen in Deutschland mit durchschnittlich 1,03 Euro pro Quadratmeter Heizkosten belastet sind? Damit machen die Kosten für Heizung und Warmwasser mittlerweile 50 Prozent der Betriebskosten aus. Einsparpotenziale gibt es genug, aber nur selten nutzen Betroffene die Möglichkeit, im eigenen Keller anzufangen. Dabei rät die Stiftung Warentest zu einem Austausch von Heizungen, die älter als 15 Jahre sind.

Sanierungsbedürftig sind insbesondere solche Heizsysteme, die einen zu hohen CO2-Ausstoß haben oder unwirtschaftlich laufen. Das merken Sie daran, dass die Heizkosten stetig steigen und kleinere Ausfälle und Defekte gehäuft auftreten. Eine Fachfirma berät Hausbesitzer:innen bei der Wahl der richtigen Heizung. Sowohl im Zuge einer Heizungssanierung, als auch bei der Modernisierung lohnt es sich, Informationen über die Installation eines Brennwertkessels einzuholen, um Heizkosten zu sparen und langfristig effizienter zu heizen.

Heizungsbauer installiert Heizung im Haus
Moderne Heizungen sind oftmals energiesparender.

Achtung

Nach dem GEG (Gebäudeenergiegesetz) § 72 müssen alle Ölheizungen und Gasheizungen ab einem Alter von 30 Jahren ausgetauscht werden. Ausnahmen greifen in bestimmten Einzelfällen, müssen aber sorgsam geprüft werden. Überschreitet Ihre Heizung diese Grenze demnächst, sollten Sie auf jeden Fall über eine baldige Modernisierung nachdenken.

Aufbau und Funktionsweise Brennwertkessel

Fast jede Heizung verfügt über eine kontrollierte Flamme, die durch Verbrennung eines Brennstoffes Wärme in das Heizsystem leitet. Dabei entstehen Abgase sowie darin enthaltener Wasserdampf, welche aus dem Schornstein entweichen können. Nicht jedoch bei einer installierten Brennwertheizung. Diese macht die im Wasserdampf versteckte Wärmeenergie durch Kondensieren nutzbar und führt sie zusätzlich in das Heizsystem ein. Deshalb heizt ein Brennwertkessel deutlich effizienter und dabei auch umweltschonender als andere Heizungen. Der Brennwertkessel benötigt dabei Luftzufuhr, entweder direkt aus dem Aufstellungsraum über Fenster und Luftschlitze oder raumluftunabhängig durch doppelwandige Rohre von außen.

Nicht zu verwechseln ist der Brenntwertkessel mit einem Niedertemperaturkessel, die sich nur in ihrer niedrigeren Vorlauftemperatur von einer Standardheizung unterscheiden und damit leicht energiesparender sind. Die Nutzbarmachung des Brennstoffs zur Wärme eines Niedertemperaturkessels liegt um die 87 Prozent. Zum Vergleich: Bei einem Brennwertkessel liegt die Energieausnutzung bei 98 Prozent.

Funktionsweise Brennwertkessel
Die Funktionsweise eines Brennwertkessels

Unser Tipp:

Nutzen Sie die Möglichkeit, einen hydraulischen Abgleich ihres Brennwertkessels vornehmen zu lassen. Dabei sorgt ein Fachbetrieb dafür, dass die Rücklauftemperatur niedrig genug ist, um einen optimalen Brennwertnutzen zu erhalten. Anders kann das Ergebnis bei einem Brennwertkessel mit Überstromventil ausfallen. Ob Ihr Modell darüber verfügt, lässt sich durch eine Fachfirma feststellen.

Das richtige Modell finden

Ein Brennwertkessel eignet sich für Gas-, Öl- und für den Pelletheizbetrieb. Bei allen drei Betriebsarten eröffnen sich große Einsparmöglichkeiten. Den Großteil der installierten Brennwertkessel macht jedoch die Variante mit Gas aus. Das liegt insbesondere daran, dass Heizöl-Brennwertkessel einen geringeren Zugewinn haben und zudem der im Kondensat enthaltene Schwefel zusätzlich neutralisiert werden muss.

Wirtschaftlicher ist daher eine Gas-Brennwertheizung, die bevorzugt zusätzlich mit einem Warmwasserspeicher für die Erwärmung von Brauchwasser kombiniert wird. Denkbar ist auch eine Kombitherme, die bereits über eine eigene Warmwasserbereitung verfügt.

Ein gewisser baulicher Aufwand ist bei jedem Modell einzukalkulieren. Durch den ständig anfallenden Wasserdampf muss ein separates Abgasrohr durch den Kamin gelegt werden. Dieses Rohr muss zusätzlich auch säurebeständig sein, da in dem Kondensat neben Feuchte auch Säure vorhanden ist.

Vor- und Nachteile eines Brennwertkessels im Überblick

Die wesentlichen Vorteile eines Brennwertkessels sind neben der energiefreundlichen und umweltschonenden Heiztechnik auch die messbaren Erfolge für den Verbraucher. Der Normnutzungsgrad, dessen Berechnung die DIN 4702 festlegt, gibt an, wie leistungsfähig der Brennwertkessel ist. Je höher die Prüfzahl, desto besser kann die Heizungsanlage die Energie, die im Brennstoff steckt, auch wirklich nutzen.

Was kostet ein Brennwertkessel mit Einbau?

Je nach Kesselleistung und der technischen Ausstattung sowie baulichen Gegebenheiten können die Kosten für den Brennwertkessel deutlich variieren. Rechnen Sie im Schnitt mit Preisspannen von 6.000 bis 10.000 Euro für Gas, 7.000 bis 9.000 Euro für Öl und 17.000 bis 25.000 Euro bei einer Pelletheizung.

Die Kosten einer Heizungsmodernisierung fallen und stehen in der Regel mit dem Preis des Brennwertkessels. Dennoch lohnt sich die Anschaffung, da sich die Kosten durch die Einsparung langfristig amortisieren. Genaueres zeigen wir Ihnen in unserem Preisbeispiel einer Gasheizung auf:

Staatliche Förderungen

Im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 werden unterschiedliche Fördermaßnahmen für den Einbau und Austausch von Heizungen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) angeboten. Weitere Informationen dazu können Sie unserer Übersicht zu Förderungen für Heizungen entnehmen.

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