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Kosten & Preise für Solaranlagen und ihre Bestandteile

Claudia Mühlbauer
24. Januar 2024

Der Ausbau der Solarenergie ist ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität und Energiesouveränität. Was eine Photovoltaikanlage für Privatpersonen kostet, hängt hauptsächlich von der Leistung und den verbauten Komponenten ab. Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Bestandteile und die Kosten, die bei der Anschaffung und dem Betrieb einer Photovoltaikanlage anfallen.

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Was kostet eine Solaranlage für ein Einfamilienhaus?

Die Kosten einer Solaranlage für ein Einfamilienhaus können stark variieren, je nachdem welche Anlage benötigt wird, um den erforderlichen Strombedarf abzudecken. Im Durchschnitt kann man von Kosten zwischen 13.300 und 38.500 Euro für eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 5 bis 10 kWp und Speicher für ein Einfamilienhaus ausgehen. Regionale Unterschiede, mögliche Förderungen oder steuerliche Vorteile spielen eine Rolle bei den Gesamtkosten. Wichtige Faktoren, die den Preis beeinflussen, sind dabei

  • die Größe der Anlage (bestimmt durch die Anzahl und Leistung der Solarmodule),
  • die Qualität und Marke der Komponenten,
  • der Installationsaufwand
  • und eventuelle Zusatzkosten wie Speichersysteme oder der Austausch des Wechselrichters.

Preisbeispiele für Solaranlagen für ein Einfamilienhaus ohne Speicher

Preisbeispiele für Solaranlagen für ein Einfamilienhaus mit Speicher

Was kostet eine Solaranlage in der Anschaffung?

Die Kosten einer Photovoltaikanlage werden von vielen Faktoren beeinflusst. Im Allgemeinen gilt jedoch: Je größer die Anlage ist, desto niedriger werden die Kosten je kWp. In der Regel erhalten Sie Ihre Photovoltaikanlage als Gesamtpaket von einer Fachfirma. Ein Viertel der Kosten sollten Sie jeweils für die Solarmodule, den Wechselrichter und dessen Montage sowie das Montagesystem und die Installation der Module veranschlagen. Die restlichen Kosten verteilen sich auf die Planung und Inbetriebnahme der Anlage sowie kleinere Komponenten.

Preise für Solarmodule

Je nachdem, welche Modulart Sie wählen, variieren die Preise stark. Je höher der Wirkungsgrad eines Moduls ist, desto mehr steigt auch der Endpreis. So sind leistungsstarke kristalline Module teurer als schwächere Dünnschichtmodule. Sie sollten sich aber nicht ausschließlich am Preis orientieren: Steht Ihnen nur eine kleine Fläche zur Verfügung, benötigen Sie zwar teurere Module mit hohem Wirkungsgrad, aber auch die Anzahl der Module ist geringer. Ein Blick in unseren Preisvergleich von Solarmodulen kann Ihnen eine erste Entscheidungshilfe für die passende Wahl sein.

Kosten für den Wechselrichter

Ein Wechselrichter wandelt den von den Solarmodulen produzierten Gleichstrom in für uns nutzbaren Wechselstrom um. Somit ist er unverzichtbar, wenn Sie den Strom Ihrer Photovoltaikanlage für Ihren eigenen Haushalt nutzen möchten. Die Kosten für das Gerät sind von der Nennleistung abhängig. Das bedeutet, je weniger Energie bei der Umwandlung des Stroms verloren geht, desto teurer ist das Produkt.

Für private Photovoltaikanlagen sind Wechselrichter mit einer niedrigeren Nennleistung meist ausreichend. Je nach Anlagengröße bzw. PV-Leistung können Sie mit Kosten zwischen 1.500 bis 4.000 Euro rechnen. Höherpreisige Wechselrichter verfügen in der Regel über einen guten Wirkungsgrad und Möglichkeiten zur intelligenten Steuerung sowie Anlagenüberwachung. Die Angebotspreise unterscheiden sich demnach ebenso stark wie die Installationskosten eines Wechselrichters. Sie variieren je nach Aufwand und können etwa zwischen 500 und 1.500 Euro liegen.

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Preise für Stromspeicher

Ein Stromspeicher sichert den erzeugten Strom, sodass Sie ihn zu einem späteren Zeitpunkt nutzen können. Somit kann ein Speicher den Eigenverbrauch Ihres Solarstroms von etwa 30 Prozent auf 60 bis 80 Prozent erhöhen. Die Kosten eines Solarspeichers variieren je nach Größe, Leistung und Speichertechnologie. Die Preisspanne ist mit 5.000 bis 15.000 Euro daher recht groß. Je kWh Speicherkapazität sollten Sie im Schnitt mit 700 bis 1.600 Euro rechnen. Je größer der PV-Speicher, desto niedriger der Preis pro kWh Speicherkapazität. Einbau und Montage des Speichers kosten noch einmal 1.000 bis 2.500 Euro.

Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung ist eine staatliche Vergütung, die pro eingespeiste Kilowattstunde ausgezahlt wird. Haben Sie keinen Speicher, können Sie demzufolge Ihren ungenutzten Strom einspeisen und dafür eine Vergütung erhalten. Ist die Einspeisevergütung niedrig und der Netzstromspeis hoch, ist das Speichern und die Selbstnutzung von Solarstrom meist rentabler. Weil die Preise für Solarspeicher aber zuletzt deutlich gestiegen sind, sollten Sie die Amortisation mit und ohne Speicher durchrechnen.

Entwicklung der Photovoltaik-Kosten

Laut Erhebungen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) sind die Preise für PV-Kraftwerke seit 2006 um ca. 75 Prozent gefallen. Dank technologischer Entwicklungen sind immer größere Produktionskapazitäten zu günstigeren Preisen möglich. Dadurch haben Photovoltaikanlagen mittlerweile eine deutlich kürzere Amortisationszeit von durchschnittlich 10 Jahren.

Sanken die Preise für PV-Anlagen in den letzten Jahren kontinuierlich, zeigt sich seit 2020 wieder ein leichter Anstieg. So zahlten Besitzer:innen einer Photovoltaikanlage im Jahr 2006 noch über 4.500 Euro pro kWp. Aktuell liegen die Kosten dagegen bei ca. 2.000 Euro pro kWp.

Über die letzten beiden Jahre sind die Kosten für Photovoltaik wieder gestiegen. Ursache dafür waren etwa der Materialmangel und Schwierigkeiten in der Herstellung und Lieferung vieler Solarkomponenten. Neben den Folgen der Corona-Pandemie war zuletzt auch die angespannte Marktlage in Folge des Angriffskriegs in der Ukraine ein Preistreiber. Die Klimaziele der Bundesregierung und die damit verbundenen staatlichen Förderungen und Steuervergünstigungen für Photovoltaik sorgen außerdem für eine weiter steigende Nachfrage.

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Laufende Kosten für Photovoltaikanlagen

Wie bei anderen technischen Geräten müssen Sie auch bei einer Photovoltaikanlage mit laufenden Betriebskosten rechnen. Im Schnitt betragen sie jährlich ein bis zwei Prozent der Investitionskosten.

Stromkosten

Trotz eigener Stromproduktion ist Ihr Solarstrom für Sie nicht vollkommen kostenfrei. Die sogenannten Stromgestehungskosten für das Erzeugen von Solarstrom fallen im Vergleich zum öffentlichen Netzstrom allerdings viel günstiger aus:

Wartungs- und Reinigungskosten

Eine Wartung und die Reinigung der Solaranlage sind nicht allzu oft nötig, sollten aber nicht vernachlässigt werden. Schäden können dadurch frühzeitig erkannt werden, was die Lebensdauer Ihrer Anlage erhöht und hohe Folgekosten verhindert.

Wartung

Photovoltaikanlagen sind generell sehr wartungsarm, da sie keine beweglichen Teile haben. Trotzdem ist eine regelmäßige Wartung im Abstand von zwei bis vier Jahren zu empfehlen. Dabei werden etwa die Befestigungen, die Kabelverbindungen und der Wechselrichter geprüft und nötige Einstellungen optimiert, damit die Anlage dauerhaft wirtschaftlich arbeitet. Für die Wartung fallen meist zwischen 200 und 300 Euro an. Wartungsverträge beinhalten oft auch die Reinigung der Moduloberflächen.

Reinigung

Ist Ihre Moduloberfläche stark verschmutzt, kommt es zu Ertragseinbußen. Wann eine Reinigung vorgenommen werden sollte, hängt zum Beispiel von den Wettereinflüssen, der Feinstaubbelastung und dem Neigungswinkel der Module ab. Bei hohem Verschmutzungsgrad kann eine Modulreinigung den Ertrag um bis zu 20 Prozent steigern. Rechnen Sie für eine professionelle Reinigung mit Kosten von etwa 2,50 Euro pro Quadratmeter – oft werden auch Pauschalpreise angeboten.

Versicherungen für Photovoltaik

Eine Einzelversicherung für Ihre Photovoltaikanlage kann sinnvoll sein, da sie häufig auch Ertragsausfälle abdeckt. Die Jahresbeiträge reichen je nach Versicherungsumfang von etwa 60 bis 250 Euro je Jahr. Fragen Sie allerdings zuerst bei Ihrer Wohngebäudeversicherung nach, ob Sie die Anlage mit in den Vertrag aufnehmen können. Mieten oder leasen Sie eine PV-Anlage, ist die Versicherung in der Regel Bestandteil des Vertrags.

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Kosten senken: Förderung & Steuer

Die Investition in eine Solaranlage müssen Sie meist nicht allein stemmen. Da Solarenergie vom Staat als sehr umweltfreundlich eingestuft wird, gibt es mehrere Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten für Photovoltaikanlagen. Dazu gehören zum Beispiel zinsgünstige Kredite über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Informieren Sie sich bei Ihrer Fachfirma auch, welche regionalen Förderungen für Sie infrage kommen.

Die Anschaffungskosten einer PV-Anlage und eines Solarspeichers fallen seit Januar 2023 niedriger aus, denn in der Regel entfallen die zuvor erhobenen 19 Prozent Umsatzsteuer vollständig. Diese Änderungen bleiben auch in diesem Jahr bestehen. Zudem können Sie die Kleinunternehmerregelung mit einer Anlage bis 30 kWp Leistung jetzt von Beginn an nutzen. Dadurch ist auch der Betrieb der Anlage umsatzsteuerbefreit.

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Aktuell zahlen Sie für eine schlüsselfertige PV-Anlage etwa 2.000 Euro pro kWp. Je höher die Leistung Ihrer Anlage ist, desto geringer werden die Kosten je kWp.

Was kostet ein Stromspeicher?

Die meisten Solarspeicher kosten zwischen 1.000 und 1.600 Euro je kWh Speicherkapazität. Der Speicher für eine komplette Anlage bewegt sich etwa in einem Rahmen von 5.000 bis 15.000 Euro.

Was bedeutet die Abkürzung kWp bei Photovoltaikanlagen?

Die Abkürzung kWp steht für Kilowatt Peak und beschreibt die optimale Leistung von Solarmodulen während eines Tests im Labor. Da die Bedingungen in einem Labor anders sind als in der Realität, lässt sich aus dem kWp nicht direkt darauf schließen, wie viel Ertrag eine Photovoltaikanlage erreichen kann.

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