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Einbauküche – Definition, Planung, Kosten & Tipps vom Experten

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Mit einer Einbauküche nutzen Sie den vorhandenen Raum optimal aus. Schränke, Geräte und Stauraumlösungen lassen sich nämlich an Ihre individuellen Kochgewohnheiten anpassen. So erhalten Sie eine ergonomisch und praktisch eingerichtete Küche. Wir zeigen Ihnen die verschiedenen Varianten und Gestaltungsmöglichkeiten und worauf Sie bei der Planung achten sollten.

Unsere Autorin Christina Tobias ist als Senior Editor Expertin für die Bereiche Küche und Heizung.
Christina Tobias
Aktualisiert am
Einbauküche in Weiß mit U-Form, Glasfronten und Edelstahlherd
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Welche Form soll Ihre Küche haben?

Was ist eine Einbauküche?

Eine Einbauküche ist eine fest installierte Küche, deren Elemente exakt auf die Raummaße abgestimmt sind. So kann jeder Zentimeter optimal ausgenutzt werden. Die Küchenschränke, Elektrogeräte, die Spüle und die Arbeitsfläche haben eine einheitliche Front und sind durch die Arbeitsplatte miteinander verbunden. Die einzelnen Elemente lassen sich flexibel kombinieren. Um die Küche perfekt an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, ist eine gut durchdachte Planung nötig.

Welche Bestandteile umfasst eine Einbauküche?

Eine Einbauküche umfasst meist folgende Komponenten:

  • Unterschränke tragen die Arbeitsplatte und bieten Stauraum.

  • Oberschränke nutzen den Raum an der Wand, um Küchenutensilien griffbereit zu lagern.

  • Arbeitsplatten verbinden die Unterschränke miteinander und dienen als Arbeitsfläche.

  • Elektrogeräte machen die Küche funktional.

  • Spüle und Armaturen sind wichtig für die Wasserversorgung.

  • Die Beleuchtung sorgt für eine schattenfreie Ausleuchtung der Arbeitsfläche und macht sie damit sicherer.

Was ist der Unterschied zwischen einer Einbauküche und einer Küchenzeile?

Eine Küchenzeile ist gerade und wird einzeilig entlang einer Wand aufgestellt. Eine Einbauküche ist maßgeschneidert geplant und kann eine L-Form oder U-Form haben oder eine freistehende Kochinsel umfassen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Einbauküche und einer Modulküche?

Während eine Einbauküche für einen spezifischen Raum geplant, fest montiert und mit einer durchgehenden Arbeitsplatte verbunden wird, besteht eine Modulküche aus flexiblen Einzelblöcken. Jedes Modul lässt sich bei einem Umzug mitnehmen und völlig neu anordnen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Einbauküche und einer Anbauküche?

Eine Einbauküche wird vom Küchenplaner individuell für den Raum entworfen. Eine Anbauküche basiert auf standardisierten Einzelteilen oder Modulen mit festen Rastermaßen. Sie wählen also aus vorgefertigten Schränken und Geräten der Küchenhersteller. Das macht die Anbauküche in der Anschaffung meist günstiger und schneller lieferbar.

Küche mit Arbeitsplatte aus Marmor
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Welche Formen von Einbauküchen gibt es?

Die einzelnen Elementen, aus denen eine Einbauküche besteht, sind in ihrer Größe und Funktionalität standardisiert und lassen sich je nach den Gegebenheiten in verschiedenen Formen anordnen:

  • einzeilige Küchenzeile

  • L-Küche

  • U-Küche

  • G-Küche

  • Einbauküche mit Kochinsel

  • Zweizeilige Einbauküche

Einzeilige Küchenzeile

Die eingebaute Küchenzeile wird nur an einer Wand befestigt und eignet sich so für kleine und offene Einbauküchen, die nahtlos ins Wohnzimmer übergehen. Bei dieser Variante gibt es keine verwinkelten oder schwer zugänglichen Bereiche. Planen Sie jedoch mindestens eine Länge von drei Metern ein, um alle Geräte unterzubringen. Oberschränke bis kurz unter der Decke sorgen für genügend Stauraum.

Küchenzeile mit Einbaugeräten – Illustration
Illustration einer Küchenzeile

L-Küche

Die klassische Küche in L-Form eignet sich sowohl für kleine und große Küchen. Denn die einzelnen Küchenzeilen können unterschiedlich oder gleich lang sein und passen sich so den Raumgegebenheiten an. In einer L-Einbauküche kann mithilfe von Eckschränken und Einschüben jeder Winkel effizient genutzt werden.

L-Küche – Illustration
Illustration einer L-Küche

U-Küche

In kleinen Küchen sorgt eine Einbauküche als U-Küche für mehr Stauraum. Damit die Küche nicht beengt wirkt, platzieren Sie nur an einer Seite Oberschränke. Wird ein Fenster integriert, sorgt eine Angleichung der Arbeitsplatte an das Fensterbrett für einen einheitlichen Look. In großen Küchen kann eine Küchenseite auch gut als Raumteiler oder Tresen dienen.

U-Küche – Illustration
Illustration einer U-Küche

G-Küche

Die G-Küche ist eine Erweiterung der U-Küche, bei der eine vierte Zeile in den Raum ragt. Diese Form eignet sich für offene Wohnräume und bietet ein Maximum an Stauraum. Achten Sie bei der Planung auf genügend Bewegungsfreiraum in der Mitte der Küche, damit auch mehrere Personen gleichzeitig komfortabel kochen können.

G-Küche – Illustration
Illustration einer G-Küche

Einbauküche mit Kochinsel

Wer mindestens 15 Quadratmeter und einen quadratischen Raum zur Verfügung hat, kann seine Einbauküche mit einem frei stehenden Block ergänzen. Hierauf kann je nach Anschluss das Kochfeld oder die Spüle installiert werden oder Sie nutzen die Kochinsel als Tresen und Arbeitsfläche.

Weiße Landhausküche mit Kücheninsel, Holzarbeitsplatte und dunkelgrauer Fliesenrückwand
Kochinseln können als Küchentresen genutzt werden.

Zweizeilige Einbauküche

Die zweizeilige Küche, die aus zwei parallel gegenüberliegenden Küchenzeilen besteht, ist die perfekte Lösung für schmale, längliche Räume. Sie ermöglicht extrem kurze Laufwege zwischen den Arbeitsbereichen Spülen, Kochen und Kühlen. Wichtig: Planen Sie unbedingt einen Mindestabstand von 1,20 Metern zwischen den Zeilen ein. So stellen Sie sicher, dass sich Schranktüren, Auszüge und der Backofen auf beiden Seiten bequem und gefahrlos öffnen lassen.

Wie sollte man eine Einbauküche planen?

Für die Küchenplanung sind vor allem diese Punkte entscheidend:

  • Bedarf und Budget: Klären Sie, wie oft gekocht wird, wie viel Stauraum nötig ist und wo Ihre preisliche Obergrenze liegt.

  • Aufmaß: Messen Sie den Raum exakt aus. Markieren Sie alle Fenster , Türen, Heizkörper sowie Wasser-, Abwasser- und Stromanschlüsse.

  • Küchenform: Wählen Sie abhängig vom Grundriss und den Anschlüssen zwischen einer L-Form, einer U-Form, einer G-Form und einer Küchenzeile.

  • Arbeitsdreieck: Ordnen Sie die drei Zonen „Kochen“, „Spülen“ und „Kühlen“ so an, dass die Wege zwischen ihnen möglichst kurz und frei von Hindernissen sind.

  • Ergonomie: Passen Sie die Höhe der Arbeitsplatte an die Körpergröße der Person an, die am häufigsten kocht.

  • Material und Geräte: Setzen Sie auf pflegeleichte Arbeitsplatten und energieeffiziente Elektrogeräte.

  • Beratung: Lassen Sie Ihre Planung vor dem Kauf immer von einem Fachberater im Küchenstudio oder Möbelhaus auf technische Machbarkeit prüfen.

dunkelblaue Landhausküche im englischen Stil mit altem Backofen
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Welche Materialien und Gestaltungsmöglichkeiten gibt es?

Die Wahl der Materialien und des Designs der Küche hat Einfluss auf die Optik und ist entscheidend für die Langlebigkeit, den Pflegeaufwand und den finalen Preis.

Frontmaterialien

Küchenfronten entscheiden über den Charakter des Raumes:

  • Holz sorgt für ein natürliches, warmes Raumklima und ist sehr langlebig. Es benötigt aber regelmäßige Pflege und ist anfälliger für Feuchtigkeit.

  • Lack bietet eine hochwertige Optik und ist gut vor Feuchtigkeit geschützt. Besonders Hochglanzlack ist jedoch etwas anfälliger für Kratzer und Fingerabdrücke.

  • Folie ist die preisgünstigste Variante und bietet eine riesige Auswahl an Farben und Dekoren. Ein Nachteil ist, dass sich die Folie an stark beanspruchten Stellen durch Hitze oder Dampf mit der Zeit ablösen kann.

  • Acryl ist eine robuste und oft günstigere Alternative zu Hochglanzlack. Es punktet mit einer brillanten Farbtiefe und lässt sich bei leichten Kratzern sogar polieren.

  • Glas wirkt besonders edel und modern. Einscheibensicherheitsglas (ESG) ist bruchfest, extrem hygienisch und sehr pflegeleicht, gehört aber ins obere Preissegment.

Arbeitsplatten

Die Küchenarbeitsplatte muss im Alltag den größten Belastungen standhalten. Die Materialien unterscheiden sich stark in ihrer Robustheit:

  • Naturstein ist hitzebeständig, kratzfest und wasserunempfindlich, allerdings auch schwer und kostenintensiv.

  • Quarz ist ähnlich robust wie Naturstein. Aufgrund seiner porenfreien Oberfläche ist Quarz noch hygienischer und pflegeleichter.

  • Holz schafft eine gemütliche Atmosphäre, muss aber regelmäßig gepflegt werden und ist anfällig für Kratzer.

  • Keramik ist hitzebeständig, kratzfest und sieht modern aus.

  • Edelstahl ist in Profiküchen weit verbreitet, da es hygienisch sowie hitze- und feuchtigkeitsresistent ist. Allerdings ist es empfindlich gegenüber Kratzern und Fingerabdrücken.

Beliebte Küchenstile

Der Stil der Küche sollte harmonisch zum Rest der Einrichtung passen.

  • Moderne Küchen setzen auf gerade Linien, glatte Oberflächen und praktische Funktionalität. Häufig werden hier kühle Materialien wie Glas und Edelstahl mit dezenten Farben kombiniert.

  • Küchen im Landhausstil stehen für Gemütlichkeit. Typische Merkmale sind Kassettenfronten, verspielte Griffe, natürliche Materialien und warme Farben.

  • Grifflose Küche wirken puristisch und minimalistisch. Anstelle von Griffen kommen Griffmulden oder elektrische Öffnungsmechanismen zum Einsatz.

Farbtrends bei Einbauküchen

Während weiße Küchen lange Zeit den Markt dominierten, geht der Küchentrend heute zu natürlicheren Farbkonzepten. Erd- und Naturtöne wie Salbeigrün, warme Sand- und Beigetöne sowie Holzoberflächen mit spürbarer Maserung bringen Ruhe und Natürlichkeit in den Raum.

Vorteile und Nachteile einer Einbauküche

Einbauküchen bieten Ihnen eine hohe Funktionalität, mit jeder Menge Stauraum und einer Vielzahl an Gestaltungs- und Ausstattungsmöglichkeiten. Umso individueller sie geplant, desto funktionaler sind sie. Das bietet Vor- und Nachteile gleichermaßen:

Vorteile einer Einbauküche

Nachteile einer Einbauküche

perfekt an den Raum angepasst

hoher Planungsaufwand

einheitliches Design

nicht mitwachsend

maximaler Stauraum

eingeschränkte Flexibilität

hohes Maß an Hygiene

Vorteile einer Einbauküche

  • Maßanfertigung: Ecken, Kanten, Vorsprünge oder Fensternischen können perfekt eingeplant werden. So lässt sich der vorhandene Platz mit einer Einbauküche bestmöglich nutzen. Standardisierte Elemente erleichtern die Planung und bieten dennoch Flexibilität.

  • Einheitliches Design: Schränke und Einbaugeräte werden mit gleichen Fronten, abschließenden Blenden und passenden Griffen versehen. So erhalten Sie eine Kücheneinrichtung in einheitlichem Design, bei der alles zueinander passt.

  • Stauraum: Dank der platzsparenden Bauweise der Einbauküche können alle nötigen Geräte und Schranktypen untergebracht werden. Die Schränke und Schubladen bieten dabei viel Stauraum und praktische Aufbewahrungsmöglichkeiten.

  • Hygiene: Bei der Einbauküche wird mit nahtlosen Übergängen zwischen den Schränken und Geräten sowie mit eingearbeiteten Fensterbrettern gearbeitet. So wird verhindert, dass sich Schmutz in Ritzen oder Staub zwischen den Schränken festsetzen kann.

Nachteile einer Einbauküche

  • Planungsaufwand: Eine Einbauküche muss ausführlich geplant werden. Form, Material, Farbe und die Anordnung der einzelnen Elemente sollten gut durchdacht sein. Das nimmt viel Zeit in Anspruch.

  • Nicht mitwachsend: Die Anordnung der einzelnen Elemente wird während der Planung festgelegt und kann im Nachhinein nur schwer korrigiert oder ergänzt werden. Auch Umzüge sind nur schwierig möglich.

  • Weniger Flexibilität: Wenn Nachrüstungen oder Reparaturen erforderlich werden, sind Sie meist an den Hersteller gebunden, da nur dieser über die passenden Ersatzteile und das nötige Fachwissen verfügt. Wenn Sie neue Geräte kaufen, müssen diese in die vorhandenen Aussparungen passen.

Langfristige Anschaffung

Durch die optimale Anpassung an den Raum ist es aufwendig die Küche bei einem Umzug mitzunehmen. Eine Einbauküche empfiehlt sich daher eher für Eigentum oder ein langfristiges Mietverhältnis.

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Was kostet eine Einbauküche?

Eine einfache Einbauküche ist bereits für 1.000 bis 3.000 Euro erhältlich. Hier gibt es jedoch nur wenig Spielraum für individuelle Anpassungen, da es sich in der Regel um Standardausführungen handelt. Für individuell geplante Küchen mit mehr Gestaltungsfreiheit beginnt das Budget dagegen bei 3.000 Euro. Wer sich eine Kochinsel wünscht, kann einfache Ausführungen bereits ab etwa 6.000 Euro finden. Für eine hochwertigere Ausstattung, beispielsweise mit Massivholzfronten, sollte man rund 10.000 Euro einplanen. Echte Design- und Luxusküchen mit exklusiver Vollausstattung beginnen hingegen erst bei etwa 20.000 Euro.

Generell variieren die Preise für Küchen stark, je nach Größe, Form, verwendeten Materialien, Ausstattung und Design.

Montage und Lieferung einer Einbauküche

Professionelle Monteure benötigen durchschnittlich einen halben bis zwei Arbeitstage für die komplette Montage einer Einbauküche. Die Montage und Lieferung der Küche sind bei den meisten Fachhändlern im Preis inbegriffen. Die Küchenmonteure übernehmen den kompletten Aufbau inklusive Technik- und Wasseranschluss.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Küche und einer Einbauküche?

Der Begriff „Küche“ bezeichnet ganz allgemein den Raum selbst, unabhängig davon, ob oder wie er eingerichtet ist. Eine Einbauküche ist dagegen die passgenaue, fest montierte Möblierung für diesen Raum. Sie besteht aus maßgefertigten Schränken, Arbeitsplatten und integrierten Elektrogeräten.

Ist bei einer Einbauküche ein Kühlschrank dabei?

In der Regel sind Elektrogeräte wie Kühlschränke fester Bestandteil der Planung und im Gesamtpaket einer neuen Einbauküche enthalten. Sie können sich jedoch auch dafür entscheiden, bereits vorhandene Geräte weiterzunutzen und die Küche ohne Kühlschrank zu bestellen.

Was kostet eine gute Einbauküche?

Der Preis einer soliden Einbauküche beginnt meist bei etwa 3.000 bis 5.000 Euro, ist nach oben hin durch individuelle Wünsche jedoch völlig offen. Maßgebliche Faktoren für die finalen Kosten sind vor allem die Raumgröße, die gewählten Materialien der Fronten und Arbeitsplatten sowie die Marke und Qualität der Elektrogeräte.

Wie lange hält eine Einbauküche?

Bei normaler Beanspruchung und guter Pflege hat eine hochwertige Einbauküche eine durchschnittliche Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren. Oft müssen nach etwa 10 bis 15 Jahren lediglich die Elektrogeräte ausgetauscht werden, während der Küchenkorpus selbst noch einwandfrei ist.

Kann man eine Einbauküche bei einem Umzug mitnehmen?

Grundsätzlich ist eine Mitnahme möglich, erfordert jedoch fast immer Kompromisse und handwerklichen Aufwand, da die Küche ursprünglich millimetergenau für den alten Raum maßgeschneidert wurde. In den meisten Fällen müssen zumindest die Arbeitsplatten neu gekauft werden. Außerdem müssen die Schränke mit zusätzlichen Blenden oder neuen Elementen an den neuen Grundriss angepasst werden.

Wer baut eine Einbauküche auf?

Idealerweise wird der Aufbau von professionellen Küchenmonteuren des Möbelhauses oder Küchenstudios übernommen, um eine fachgerechte und sichere Installation – gerade bei Wasser und Starkstrom – zu garantieren. Wer handwerklich sehr versiert ist, kann die Montage auch selbst durchführen. In diesem Fall trägt er jedoch das volle Risiko für eventuelle Fehler beim Einbau und den Anschlüssen.

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