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Alle Preise & Kosten auf einen Blick:

Was kostet eine Nachtspeicherheizung und ist sie noch zeitgemäß?

Christina Tobias
Christina Tobias
22. September 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Elektrische Nachtspeicherheizungen speichern in der Nacht Strom, der tagsüber in Wärme umgewandelt wird.

  • Eine Nachtspeicherheizung kostet Sie ca. 25 Euro pro m² pro Jahr. Sie zahlen durchschnittlich 21 Cent pro kWh.

  • Aufgrund der hohen Strompreise ist es unwirtschaftlich, ein Haus ausschließlich elektrisch zu beheizen – selbst, wenn Sie einen vergünstigten Heiz- oder Nachtstromtarif nutzen.

  • Ältere Modelle können mit Asbest gedämmt sein und sollten von Fachbetrieben demontiert und entsorgt werden.

In den 1950ern und 1960ern galten Nachtspeicherheizungen noch als kostengünstige Alternative zum Heizen mit Öl und Kohle. Spezielle Nachtstromtarife hielten die Betriebskosten niedrig und machten die elektrischen Heizungen attraktiv. Doch lohnt es sich heute noch, mit einer Nachtspeicherheizung zu heizen? Erfahren Sie, welche Kosten Sie erwarten.

Was ist eine Nachtspeicherheizung?

Nachtspeicherheizungen zählen zu den Elektroheizungen. Sie wurden in den 1950er- und 1960er-Jahren als günstige Alternative zum Heizen mit Öl und Kohle beworben. Tatsächlich war es zur damaligen Zeit sehr erschwinglich, mit Strom zu heizen. Das lag insbesondere an den vergünstigten Tarifen für Nachtstrom. Mithilfe einer Nachtspeicherheizung war es möglich, die Heizung in der Nacht zum vergünstigten Preis mit Strom aufzuladen, der dann am Tag genutzt werden konnte.

Der preisliche Vorteil schrumpfte allerdings über die Jahre. Das liegt unter anderem daran, dass mittlerweile viele Leute nachts ihre Smartphones, Laptops und andere elektrische Geräte laden. Daher sind die Stromnetze in der Nacht viel mehr ausgelastet als noch vor 50 Jahren.

Sind Nachtspeicherheizungen verboten?

In der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 wurde ursprünglich ein Verbot von Nachtspeicherheizungen beschlossen. Unter anderem sah das Verbot vor, dass vor dem 1. Januar 1990 eingebaute bzw. aufgestellte elektrische Speicherheizsysteme ab 2020 nicht mehr betrieben werden dürfen. Mit der EnEV 2014 wurden die genannten Beschlüsse jedoch wieder gekippt. Das gilt auch für das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG), das im November 2020 unter anderem die EnEV ersetzt hat.

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Die Kosten auf einen Blick

Monatliche Kosten einer Nachtspeicherheizung

Wie hoch Ihre monatlichen Kosten mit einer Nachtspeicherheizung werden, können Sie am besten herausfinden, indem Sie einen Blick auf Ihre Nebenkostenabrechnung werfen und den Verbrauch in kWh ablesen. Im Durchschnitt betragen die Ausgaben für den Energiebezug 21 Cent pro kWh. Ausgehend von einem Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 150 m² wären das circa 4.000 Euro an Heizkosten pro Jahr.

Im Vergleich zu anderen Heizarten wird der Stromverbrauch je Quadratmeter wie folgt geschätzt:

  • Nachtspeicherheizung: ca. 25 Euro pro m² pro Jahr

  • Ölheizung: ca. 14 Euro pro m² pro Jahr

  • Gasheizung: ca. 11 Euro pro m² pro Jahr

Damit Sie sich genauer vorstellen können, wie sich die Kosten einer Nachtspeicherheizung zusammen setzen und wieso diese Heizmethode für Sie vielleicht nicht mehr wirtschaftlich ist, haben wir im Folgenden die Kosten genauer aufgeschlüsselt.

Welche Anschaffungskosten sind zu erwarten?

Moderne Nachtspeicherheizungen haben relativ geringe Anschaffungskosten im Vergleich mit anderen Heizsystemen. Im Durchschnitt können Sie mit Kosten von 900 bis 2.500 Euro rechnen. Die Preise hängen hauptsächlich davon ab, welchen Hersteller und welche Leistung Sie auswählen. Außerdem wirkt sich auch das Design des Geräts auf den Preis aus. So sind flache oder niedrige Varianten oft teurer.

Wie hoch sind die Montagekosten?

Während Elektroheizungen ohne Speicher einfach in eine handelsübliche Steckdose gesteckt werden und betriebsbereit sind, werden Nachtspeicherheizungen üblicherweise von einem Fachbetrieb installiert. Schließlich müssen unter anderem der Stromzähler und die Ladesteuerung korrekt eingestellt werden. Teilweise kommt noch die Entsorgung des Altgerätes hinzu. Die Kosten für die Installation variieren regional und liegen je nach Anzahl der Heizkörper und Aufwand zwischen 900 und 1.200 Euro.

Nachtspeicherheizung
Nachtspeicherheizungen werden heute eher als unwirtschaftlich angesehen.

Wie hoch sind die Betriebskosten?

Der Strompreis liegt aktuell ungefähr bei rund 32 Cent/kWh – für Ökostrom müssen Sie mit etwa gleichen bis etwas höhere Preise rechnen. Spezialtarife für Nachtspeicherheizungen können günstiger sein. Während viele Besitzer von Nachtspeicherheizungen früher noch vom günstigen Nachtstrom profitierten, unterscheiden die meisten Stromtarife heute preislich jedoch nicht mehr zwischen den Tageszeiten. Vereinzelt gibt es aber noch sogenannte Niedertarife, die nachts bis zu 20 Prozent günstiger sind als tagsüber.

Um den Hochtarif (HT) am Tag und den Niedertarif (NT) in der Nacht korrekt abrechnen zu können, muss Ihr Stromzähler aber auch über zwei Zählwerke verfügen, die den Verbrauch zeitabhängig erfassen können. Des Weiteren werden der Verbrauch einer Nachtspeicherheizung und der Haushaltsstrom in der Regel jeweils mit einem eigenen Stromzähler gemessen. Diese zwei separaten Stromzähler sind die Voraussetzung dafür, dass Sie einen vergünstigten Tarif für Heizstrom in Anspruch nehmen können. Der Tarif für den Haushaltsstrom und der Heizstrom müssen nicht vom selben Energieversorger stammen.

Doch selbst wenn Sie ein paar Cent weniger als 32 Cent/kWh bezahlen, bleibt eine Elektroheizung die teuerste Art zu heizen. Zum Vergleich: Die Betriebskosten von Gas- und Pelletheizungen sind mit fünf bis sechs Cent pro Kilowattstunde deutlich günstiger.

Wie hoch sind die Wartungskosten?

Elektroheizungen haben den großen Vorteil, dass sie keine Wartungskosten verursachen. Der Besuch eines Schornsteinfegers ist nicht erforderlich und auch Reparaturen sind eher selten.

Gibt es Förderungsmaßnahmen?

Da elektrische Heizungen nicht als nachhaltig oder umweltfreundlich gelten, wird ihr Einbau nicht staatlich gefördert. Sie werden bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) dementsprechend keine Investitionszuschüsse oder Angebote für vergünstigte Kredite für Nachtspeicherheizungen finden können. Entscheiden Sie sich für eine modernere Art des Heizens, können Sie jedoch mit Förderungen rechnen.

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Lohnt sich eine Nachtspeicherheizung heute noch?

Nachtspeicherheizungen sind in vielerlei Hinsicht nicht mehr zeitgemäß. Sie gelten aufgrund der hohen Stromkosten als unwirtschaftlich und haben hohe CO2-Emissionswerte, wenn kein Ökostrom bezogen wird. Außerdem können die Bauteile alter Nachtspeicheröfen mit Schadstoffen wie Asbest, PCB oder einem erhöhten Chromatgehalt belastet sein. Beauftragen Sie deshalb für die Demontage und Entsorgung immer eine Fachfirma. Sie können für diese Dienstleistungen mit Kosten von etwa 300 Euro rechnen.

Was ist, wenn Sie noch eine alte Nachtspeicherheizung haben?

Oft wird der Austausch einer alten Speicherheizung gegen eine elektrische Infrarotheizung empfohlen. Diese hat den Vorteil, dass eine niedrigere Raumtemperatur benötigt wird, da nicht die Raumluft erwärmt wird, sondern der Körper direkt. So werden der Stromverbrauch und folglich auch die Heizkosten gesenkt. Allerdings liegt der Infrarotheizung ebenfalls der Strompreis zugrunde. In den meisten Fällen ist es ratsam, eine Nachtspeicherheizung gegen ein nicht-elektrisches Heizungssystem auszutauschen. Der Nachteil: Unter Umständen müssen Sie mit höheren Installations- und Erschließungskosten rechnen, wenn zum Beispiel kein Gasanschluss vorhanden ist. Einen Teil der Kosten können Sie aber durch Förderungsgelder der KfW oder des BAFAs decken, wenn Sie sich für eine umweltfreundliche Lösung aus erneuerbaren Energien entscheiden.

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