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Podcast: Nachhaltig im Alltag Energie sparen

Redaktion Antonia Rupnow
Antonia Rupnow
5. Dezember 2023

Neugierig, wie Sie Ihre Energiekosten senken können? Unser Energieexperte Alexander Steinfeldt erläutert in dieser Episode, wie Sie Heiz- und Stromkosten reduzieren und gleichzeitig zum Umweltschutz beitragen können. Dafür beschreibt er verschiedene Maßnahmen für den Alltag bis hin zu umfassenden Heizungstausch. Schritt für Schritt erfahren Sie, wie Sie Ihre Energiekosten ermitteln, vergleichen und langfristig sparen können.

Podcast - Nachhaltig und zielführend Energie sparen

Kapitelübersicht

  • 02:27 Wichtigste Schritte zum Energiesparen
  • 04:07 Den eigenen Verbrauch überprüfen
  • 08:21 Sparpotenzial ermitteln
  • 12:55 Günstige Maßnahmen zum Energiesparen
  • 16:17 Heizkosten sparen
  • 22:02 Sparmaßnahmen langfristig umsetzen
  • 24:55 Kosten-Monitoring

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Unsere Experte: Alexander Steinfeldt

Das Bild zeigt ein Portrait von dem Energieexperten Alexander Steinfeldt. er hat kurze braune Haare, trägt eine Brille und ein graues Hemd.

„Wir sehen, dass es gerade eine sehr große Bereitschaft dazu gibt, Energie zu sparen. Und doch ja, bei vielen ist da noch nicht die Effektivität drinnen, sind noch nicht die richtigen Maßnahmen ausgewählt."

Alexander Steinfeldt ist als Pressesprecher für die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online GmbH tätig, die Verbraucher:innen rund um Klimaschutz und Energieeffizienz berät. Der Experte für Fördermittel und Energie ist selbst aktiver Klimaschützer.

Tipps zum Energiesparen

  • Überwachung des Energieverbrauchs: Regelmäßiges Dokumentieren der Zählerstände für Heizung, Strom und Wasser helfen, um ein klares Bild des Energieverbrauchs zu erhalten und Einsparpotenziale zu identifizieren.
  • Optimierung des Heizverhaltens: Passen Sie die Raumtemperaturen an den tatsächlichen Bedarf an. Zum Beispiel niedrigere Temperaturen im Schlafzimmer und Küche, während das Wohnzimmer wärmer gehalten wird.
  • Durchführung eines hydraulischen Abgleichs: Eine professionelle Einstellung des Heizsystems durch einen Fachmann stellt sicher, dass jeder Heizkörper effizient arbeitet und Energieverluste minimiert werden. Der Abgleich kostet wenige hundert Euro.
  • Dämmung und Modernisierung des Gebäudes: Investitionen in die Gebäudedämmung einschließlich Fassade, Dach und Keller sowie der Austausch alter Fenster sind effektive Methoden, um den Wärmeverluste zu reduzieren und den Energiebedarf zu senken.
  • Einsatz von energieeffizienten Geräten: Ersetzen Sie kaputte Haushaltsgeräte durch energieeffiziente Modelle, insbesondere bei großen Verbrauchern wie Kühlschränken und Beleuchtung.

„Und darüber hinaus muss natürlich gesagt werden, dass die Einsparungen, die wir jetzt vornehmen, wirklich sehr große, wichtige Ziele berücksichtigen. Einerseits die hohen Energiekosten, die auf uns alle zukommen werden, können wir somit wenigstens ein bisschen abfedern und dafür sorgen, dass die Kosten da nicht zu überhandnehmen. Außerdem geht es ja auch um die Versorgungssicherheit in Deutschland, das auch wirklich genug Energie für alle da bleibt. Und die Klimakrise ist ja auch noch nicht ausgestanden.“

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Die Episode mit Energieexperte Alexander Steinfeldt zum Nachlesen

Intro: Die Bereitschaft, Energie einzusparen, ist bei Verbraucher:innen aufgrund der aktuellen Situation besonders hoch — und das zu Recht. Denn laut der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online haben 90 Prozent der Haushalte in Deutschland das Potenzial, Energie einzusparen. Die größten Hebel dabei sind Heizung und Warmwasser. Den höchsten Energieverbrauch in Deutschland haben meistens Haushalte mit einem durchschnittlichen Einkommen. Dazu zählen auch viele Hauseigentümer:innen. Ihnen möchten wir in dieser Podcastfolge zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, Energie einzusparen und wie sie diese nachhaltig und zielführend in ihren Alltag integrieren können. Dazu spreche ich heute mit Alexander Steinfeldt, Energieexperte bei co2online. Ich bin Antonia Rupnow, Redakteurin bei Aroundhome und begrüße Sie zu unserem Aroundhome Expert:innen Podcast zu Fragen rund ums Zuhause.

Hallo und herzlich willkommen zu unserer Podcastfolge: "Ach so geht nachhaltig und zielführend im Alltag Energie sparen" und herzlich willkommen, Herr Steinfeldt! Schön, dass Sie da sind.

Alexander Steinfeldt: Hallo, guten Tag!

Aroundhome: Lassen Sie uns doch gleich in das Thema einsteigen: Wahnsinn! 90 Prozent der Haushalte in Deutschland haben noch Potenzial, Energie zu sparen, haben Sie gesagt. Viele Verbraucher:innen denken doch, dass sie bereits viel tun und zu Hause auch schon Energie sparen mit den Maßnahmen, die sie machen. Sind diese ganzen allgemeinen Spartipps nicht ausreichend?

Alexander Steinfeldt: Wir sehen, dass es gerade eine sehr große Bereitschaft dazu gibt, Energie zu sparen. Und doch ja, bei vielen ist da noch nicht die Effektivität drinnen, sind noch nicht die richtigen Maßnahmen ausgewählt. Denn viele unterschätzen auch das Potenzial, das manche Maßnahmen haben oder unterschätzen die wirklich wichtigen Maßnahmen. Deswegen ist es ganz wichtig, dass wir uns darüber heute austauschen, welches gute Maßnahmen sind, welche Maßnahmen wie viel bringen und wie ich dort auch strategisch an die Sache richtig gut rangehe. Dass sie am Ende ein gutes Ergebnis habe und auch wirklich die Sparerfolge feiern kann, die ich mir vorgenommen habe.

Aroundhome:Das heißt also, dass ein paar Sparmaßnahmen so hier und dort gar nicht so zielführend sind, wie immer gedacht wird. Was sind also die wichtigsten Schritte, die man beim Energiesparen beachten sollte aus Ihrer Perspektive?

Wichtige Schritte zum Energiesparen

„Denn wir wissen, es sind große Aufgaben vor uns. Energiesparen ist ein Thema, das alle angeht, wovon alle auch profitieren können. Und umso wichtiger ist es auch, darüber zu sprechen und andere dazu zu motivieren."

Alexander Steinfeldt: Wir empfehlen allen Eigentümern erst mal, sich einen Überblick über ihre Verbräuche zu verschaffen. Da gibt es ja wirklich sehr, sehr viel. Wir haben den Stromverbrauch da den Wärmebedarf, den Wärmeverbrauch, ob das Gas oder Öl oder ein anderer Energieträger ist. Da kommt auch das Wasser dazu. Und das ist so der erste Schritt, Bescheid zu wissen, wie viel verbrauche ich, wie viel bezahle ich eigentlich? Und dann, im nächsten Schritt geht es darum, sich zu informieren, zu schauen, was für Spartipps sind eigentlich die wirksamsten.

Da wollen wir heute helfen. Und sich dann wirklich Sparziele zu setzen, zu sagen, was man umsetzen will, dass man was geschafft haben will, in welchem Rahmen man Maßnahmen umgesetzt haben möchte und diese dann auch gut umsetzen. Manches kann man selber machen, für manches braucht man auch Hilfe.

Und am Ende dann auch zu schauen, okay, ist mein Verbrauch nun auch wirklich gesunken? Habe ich die Ergebnisse erreicht, die ich erreichen wollte? Und dann empfehlen wir das am Ende, wenn es dann gut ausgegangen ist, wenn man ein bisschen was gespart hat, diese Erfolge auch zu feiern und auch mit Freunden, Familie, Kollegen das zu teilen und weiter zu erzählen. Denn wir wissen, es sind große Aufgaben vor uns. Energiesparen ist ein Thema, das alle angeht, wovon alle auch profitieren können. Und umso wichtiger ist es auch, darüber zu sprechen und andere dazu zu motivieren.

Aroundhome: Erfolge zu feiern, klingt nach einem superguten Ziel und auch auf jeden Fall nach einem erstrebenswerten. Gerade wenn man dabei noch Geld spart und das vielleicht sogar einsetzen kann, um dann vielleicht sogar eine Freunde- oder Familienfeier zu machen. Okay, Sie haben also gesagt, der erste Schritt ist für den Verbraucher, erst mal seinen eigenen Verbrauch zu überprüfen. Wie gehen denn jetzt Verbraucher:innen und Hauseigentümer:innen dabei vor? Wie können sie ihren Verbrauch überprüfen?

Eigenen Verbrauch überprüfen

Alexander Steinfeldt: Genau. Für einen guten Überblick gibt es die Verbrauchszähler im Haushalt und das kann der Gaszähler sein oder der Öltankfüllanzeiger, natürlich der Stromzähler, der Wasserzähler. Und dieser Zählerstände zu dokumentieren, zu kennen, das ist erst mal ein wichtiger Schritt. In manchen Häusern, je nachdem wie sie ausgestattet sind, gibt es auch noch weitere Zähler. Also darüber sollte man sich auch einen Überblick verschaffen. Gibt es also vielleicht noch einen weiteren Heizkreis oder gibt es eine extra Zähleinheit für die Solaranlage auf dem Dach oder für das E-Auto? Also auch das sollte man alles berücksichtigen und dann versuchen, es festzuhalten.

Das ist auch so die Idee, die der Gründer von co2online vor 20 Jahren gehabt hat. Da unser Gründer Johannes Hengstenberg hatte sich auch diese Frage gestellt: Was mache ich dann mit den ganzen Zählerständen, die ich mir jetzt fleißig aufgeschrieben habe? Viele haben das und machen das immer noch mit Excel-Tabellen und schreiben das sogar per Hand auf. Und das bei Herrn Hengstenberg die Idee entstanden, ein Energiesparkonto zu schaffen, das bis heute sogar noch besteht, indem ich ganz digital die Verbraucherzählerstände eintragen kann und vergleichen kann und über einen gewissen Zeitraum beobachten kann. Das ist also immer noch eine Möglichkeit, die es heute gibt.

Und ansonsten gibt es noch eine weitere Möglichkeit, nämlich sich die eigenen Rechnungen vorzunehmen. Also alle Rechnungen, die mit Energie zu tun haben, zusammen zu sammeln und auszuwerten. Und so kann ich auch ein Gefühl dafür bekommen oder einen Überblick bekommen, wie viel ich eigentlich fürs Heizen tatsächlich bezahle und auch wie viel ich verbrauche. Und das ist nämlich der erste Schritt, um dann sich bewusst zu werden, wie viel Potenzial ist eigentlich noch da, um das dann auch umsetzen zu können, sparen zu können.

Aroundhome: Okay, also die eigenen Zähler im Haus alle zu finden und die Zählerstände zu notieren, das klingt noch einfach und machbar. Sie haben jetzt aber auch gerade erwähnt, auch Rechnungen sich anzuschauen, noch da zu gucken, was verbrauche ich? Das klingt auch erst mal nach ein bisschen Papierkram. Wer kann denn dabei vielleicht unterstützen, die Unterlagen durchzusehen oder vielleicht auch das Richtige aus den Unterlagen herauszusuchen?

Alexander Steinfeldt: Ja, das ist wirklich viel Papierkram und auch nicht immer ganz einfach zu durchschauen. Wenn man sich ein paar Rechnungen nebeneinanderlegt, dann fallen einem vielleicht auch schon Sachen auf, die anders sein könnten. Also waren in der Rechnung davor andere Grundlagen zugrunde gelegt. Gibt es falsch angegebene Abrechnungszeiträume? Meistens ist der Abrechnungszeitraum ein Jahr. Wenn das nicht der Fall war, wenn es mehr oder weniger als ein Jahr war, dann kann man noch mal nachschauen, warum eigentlich?

Bei Ölheizung wird häufig bei Rechnungen angegeben, dass die Füllmenge, die noch übrig geblieben ist, null betragen hat. Ist das realistisch? Also hat man eigentlich bis zum letzten Tropfen sein Öl verbraucht gehabt, bevor ein neues gekommen ist. Das sind so häufige Fehler, die passieren und da empfehlen wir das auf jeden Fall im Internet auch zu recherchieren, wo man noch solche Tipps und Tricks bekommt, um die Rechnungen gut durchschauen zu können.

Es helfen auch Eigentümerverbände dabei. Verbraucherzentrale ist auch immer ein guter Anlaufpunkt, um Informationen und Beratung zu bekommen, um dann den Fehlern in den Rechnungen auf die Schliche zu kommen. Ist nämlich gar nicht so selten, dass dann auch mal Fehler dort passieren. Und auf jeden Fall, wenn ich mich mit ein paar Rechnungen beschäftigt habe, dann habe ich schon ein sehr gutes Gefühl. Dann werde ich auch langsam zum Experten dieser Rechnungen und meines Energieverbrauchs und dann bin ich schon auf dem richtigen Weg.

Aroundhome: Das klingt doch machbar und ich glaube, dass auch Energieanbieter, vielleicht Heizungsanbieter, Stromanbieter sicherlich auch mal bei Fragen zur Verfügung stehen, wenn die Rechnung vielleicht nicht im ersten Schritt klar ist. Ich glaube auch, da ist vielleicht noch mal eine zusätzliche Anlaufstelle, um zu sagen, ich ruf da mal an und hinterfrage einfach mal eine Rechnung. Okay, das heißt, der Istzustand ist klar. Die Verbrauche:innen und Hauseigentümer:innen wissen jetzt, dass verbrauche ich ungefähr an Energie. Wie geht es dann weiter? Woher wissen die Hauseigentümer:innen zum Beispiel, wo sie sparen können?

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Sparpotenzial ermitteln

Alexander Steinfeldt: Die Verbraucher, die Eigentümer, haben sich jetzt einen guten Überblick verschafft. Wissen, wie viel sie verbrauchen und können dann schon mal so grob kalkulieren, grob einschätzen, wie viel sie davon eigentlich sparen wollen oder auch können. Was realistisch erscheint, nämlich wenn man bereit ist, sein Heizverhalten zu ändern.

Wenn man ein bisschen besser auf seinen Umgang mit der Energie achten möchte, dann sagt man so als Daumenregel kann man auf jeden Fall 10 Prozent Einsparung schaffen. Also wenn ich in einem Einfamilienhaus wohne, meine Heizkosten vielleicht erhöht sind oder liegen vielleicht bei ungefähr 2.000 € im Jahr. Und ich sage okay, mit dem Verändern meines Heizverhaltens kann ich 200 € im Jahr einsparen, dann hat man da schon mal so eine Hausmarke für sich, auf die man anpeilen kann. Und wenn man aber auch vorhat zu investieren, zu sanieren, zum Beispiel die Fassade zu dämmen, dann kann man auch mit höheren Prozentsätzen dort rangehen und sagen okay, wenn ich stemme, spare ich vielleicht 30 Prozents meines Energieverbrauchs.

„Oder ich nehme nur die Heizung, tausch die aus und versuche dann, 40 bis 50 Prozent Einsparung zu erreichen. Das sind so Größenordnungen, die bei guter Sanierung bei erfolgreicher Sanierung erreichbar sind."

Oder ich nehme nur die Heizung, tausch die aus und versuche dann, 40 bis 50 Prozent Einsparung zu erreichen. Das sind so Größenordnungen, die bei guter Sanierung bei erfolgreicher Sanierung erreichbar sind. Und damit motiviert man sich schon mal sehr, sehr gut. Dieses Ziel zu erreichen oder dort hinzukommen und weiß auch ungefähr, wie viel man selber bereit ist, auch reinzustecken an eigener Zeit oder auch an Geld in die Investition. Und es gibt auch viele Möglichkeiten, im Internet an Verbrauchszahlen, Vergleichszahlen zu kommen, also mal zu schauen, wie andere Eigentumshäuser in dem Bereich verbrauchen und um dann eine Einschätzung zu bekommen, wie viel mehr ich eigentlich verbrauche.

Und es gibt auch ein tolles Online-Tool dafür, das bei Aroundhome auch zu sehen ist, der Heizcheck, mit denen kann ich wirklich in wenigen Minuten herausfinden, ob mein Heizenergieverbrauch zu hoch ist und ob ich zu viel Heizkosten bezahle. Und da bekomme ich wirklich schnell ein Ergebnis, das auf mein eigenes Haus schon zugeschnitten ist. Und das ist schon mal ein sehr guter Weg. Ein guter Ansatz, um sich einordnen zu können.

Und ein noch besseres Tool gibt es mit dem Moderniesierungscheck, den es auch bei Aroundhome gibt, mit dem ich sogar Empfehlungen für Modernisierungsmaßnahmen bekomme. Also wenn ich auch noch weitergehen will, das Haus sanieren möchte, dann gibt es dort ganz konkrete Empfehlungen mit Einsparpotenzial, wie viel ich einsparen kann und wie wirtschaftlich diese Maßnahmen sind, inklusive der Fördermittel, die damit schon berücksichtigt sind. Und dann wird mir wirklich angezeigt, was sich wirklich lohnen könnte. Und damit habe ich wirklich dann schon sehr viel in Recherche und Information reingesteckt. Habe da schon eine sehr gute Grundlage für das Gespräch zum Beispiel mit dem Energieberater oder den Handwerkern, um dann wirklich die nächsten Schritte zu planen.

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Günstige Maßnahmen zum Energiesparen

Aroundhome: Okay, das heißt, bei den Tools gebe ich einfach so klassische Verbrauchsdaten, die ich ja auch zuvor schon herausgesucht habe, ein. Das sind meistens auch nur wenige Angaben und dann wird mir auch schon mal ein Sparpotenzial angezeigt. Da werden vielleicht sogar Maßnahmen genannt, die ich umsetzen kann. So ein Tool, wie Sie sie jetzt auch schon genannt haben, sind also die ersten Maßnahmen. Okay, wir haben jetzt den Istzustand, wir wissen, was wir verbrauchen und wir wissen jetzt auch, wie wir Sparpotenzial identifizieren können. Jetzt geht es an das Eingemachte darum, Energie zu sparen im Alltag. Welche Mittel und Wege gibt es hier denn?

Alexander Steinfeldt: Ich fange wirklich mal mit den Sachen an, die kostenlos sind, die sich leicht zu Hause umsetzen lassen. Weil dann kann ich damit sofort loslegen. Und ich sehe den Erfolg dann meistens auch schon nach kurzer Zeit. Wir fangen mit dem Heizverhalten an: Es wird immer noch viel zu viel geheizt, unnötig geheizt. Es geht also nicht darum zu frieren in der Wohnung im Winter, sondern die Temperatur, die Heizung, Temperatur so einzustellen, dass sie wirklich den Bedarf deckt, den ich auch wirklich brauche.

Ich befinde mich nicht zu jeder Zeit in jedem Raum und brauche dann immer 23 Grad, sondern als Faustregel sind so 20, 21 Grad sind die ideale Temperatur, die Wohlfühltemperatur fürs Wohnzimmer. Aber im Schlafzimmer braucht es nur 17 Grad zu sein, weil ich mich tagsüber dort nicht aufhalte. In der Küche können es auch 17 bis 18 Grad sein, weil dort gekocht wird, dort auch noch mehr Wärme entsteht. Auch dort muss es nicht zu heiß gewärmt werden. Und andererseits im Arbeitszimmer, vor allen Dingen, wenn man dort im Homeoffice zu Hause arbeitet, dann ist eine warme Temperatur doch wirklich notwendig. Dann brauch ich 20, 21 Grad mindestens. Und so kann ich in jedem Raum die ideale Temperatur für mich einstellen.

„Es wird immer noch viel zu viel geheizt, unnötig geheizt. Es geht also nicht darum zu frieren in der Wohnung im Winter, sondern die Temperatur, die Heizung, Temperatur so einzustellen, dass sie wirklich den Bedarf deckt, den ich auch wirklich brauche [...] als Faustregel [gilt] so 20, 21 Grad sind die ideale Temperatur."

Am einfachsten geht das natürlich mit Heizkörperthermostaten, um dort die richtige Temperatur einzustellen. Und es ist egal, ob man dort die mechanischen Standardthermostate verwendet mit den Stufen 1 bis 5, da ist die Stufe drei 20 Grad meistens. Man kann auch programmierbare Thermostate verwenden, mit denen kann man dann wirklich Grad genau die Temperatur einstellen und es lassen sich auch Heizkurven einstellen. Nämlich dann, wenn man nicht in der Wohnung ist, zum Beispiel tagsüber oder auch nachts. Wenn es nicht ganz so warm sein muss, dass dann automatisch die Heizkörper heruntergeregelt werden und ich auch sozusagen im Schlaf dann noch dazu spare.

Heizkosten sparen

Aroundhome: Okay, das waren jetzt schon mal ein paar Beispiele für geringinvestive Maßnahmen oder sogar kostenlose Maßnahmen, die ich einfach schon zu Hause umsetzen kann. Was wären denn jetzt Maßnahmen, wofür Hauseigentümer:innen vielleicht sogar etwas Geld in die Hand nehmen müssen, die aber auch sehr effektiv sind, um Energie zu sparen?

Alexander Steinfeldt: Dafür begeben wir uns in den Heizungskeller, steigen mal herab zum Heizkessel und müssen feststellen, dass 80 Prozent der Heizungen in Deutschland keinen hydraulischen Abgleich gemacht haben. Und das ist eine beeindruckende Zahl, wenn man weiß, dass man mit dem hydraulischen Abgleich doch mehrere 100 Euro Energie sparen kann.

Ja, das ist eine Einstellung, die man am Heizkessel und an den Heizkörpern vornimmt. Dazu muss der Handwerker, der Installateur vornehmen, vor Ort und das Heizsystem so einstellen, dass in jeden Heizkörper die benötigte Menge Wärme fließt. Häufig hat man es vielleicht so, dass es in manchen Räumen besonders heiß ist und der Heizkörper glüht richtig vor Wärme und in anderen Räumen wird die Heizung gar nicht richtig warm. Und dann weiß man, die Heizung ist falsch eingestellt und das übernimmt der Handwerker für wenige 100 Euro und kann dort alles richtig einstellen.

In dem Zuge kann man gleich daran denken, auch die alte Heizungspumpe rauszuschmeißen und durch eine hocheffiziente Pumpe zu ersetzen. Das spart dann vor allen Dingen Stromkosten, die Betriebskosten für die Heizung. Und diese beiden Maßnahmen zusammen, die vom Handwerker durchgeführt werden können und sich in den meisten Haushalten wirklich noch lohnen, kosten wenige 100 Euro und durch die eingesparten Heizkosten ist das Ganze auch innerhalb weniger Jahre, drei, vier Jahre amortisiert.

Wo wir schon beim Heizkessel sind: Auch selbst kann man dort Sachen vornehmen. Da gibt es zum Beispiel die Vorlauftemperatur, die man herunterstellen kann oder die automatische Absenkung einzustellen, dann muss man das nicht mal an den Heizkörperthermostaten machen. Also auch das ist eine Möglichkeit, dort die Heizung noch zu optimieren.

„Erneuerbare Heizanlagen sind im Durchschnitt teurer als eine neue Gasheizung zum Beispiel. Aber es wird kein Weg mehr daran vorbeiführen. Und wir haben noch dazu die hohe Förderung, die es immer noch gibt, die die Sanierungen zum Effizienzhaus sehr stark unterstützt. Und wir haben die steigenden Energiepreise für Öl und Gas, die die Amortisation, die Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahmen doch sehr rentiert."

Und wo wir weiter noch im Keller sind, wenn Sie dort sehen, dass einige Heizungsrohre im Keller noch unverkleidet sind, dann sollten die dringendst mit Isolierungsmaterial gedämmt werden. Das gibt es für ein paar Euro im Baumarkt und bewirkt wahre Wunder. Denn im Keller braucht man es ja nicht unbedingt warm, so wie in der Wohnstube, sondern da kann es ja ruhig kälter bleiben. Da wollen wir nicht mit Heizungsrohren die Räume mitheizen. Das ist schon mal eine gute Möglichkeit.

Für alle, die handwerklich ein bisschen begabt sind, bietet das auch an, die Kellerdecke selbst zu dämmen. Auch dieses Dämmmaterial gibt es für ein bisschen mehr Geld im Baumarkt und man kann auch selber an die Decke anbringen und sorgt dafür, dass die Wohnung die Wohnräume über dem Keller dann nicht allzu kalt im Winter werden.

Aroundhome: Okay, jetzt waren wir viel im Keller und haben uns auch viel um die Heizung gekümmert. Was wären denn so weitere Maßnahmen? Vielleicht, die auch unter anderem ein bisschen kostenintensiver sind, aber die man vielleicht doch angehen kann, Stück für Stück aufeinander aufbauend, um Energie noch einzusparen.

Alexander Steinfeldt: Die großen Sparpotenziale liegen tatsächlich noch woanders. Denn es geht darum, die Energiewende, die Wärmewende zu schaffen. Und das geht nur darin, indem wir unsere Gebäude und unsere Eigenheime so effizient wie möglich machen.

Das geschieht mit der Dämmung. Das ist die Fassadendämmung, die Dachdämmung von der Kellerdämmung haben wir schon gesprochen, sind aber auch neue Fenster, die besonders effizient sind. Das ist die Gebäudehülle.

Und dann ist natürlich noch viel wichtiger die Heizung. Und dort setzen wir darauf, moderne Heizungen zu haben. Und am besten sind natürlich erneuerbare Heizungen. Und hier bewegen wir uns einfach in einem Sparpotenzial von 50 bis 70 Potenzial der Energie, die sie vorher verbraucht haben. Und auch Passivhäuser oder Null-Energie-Häuser sind im Gebäudebestand möglich. Bloß da muss ich meistens schon deutlich mehr Geld in die Hand nehmen. Also das ist dann natürlich auch eine eigene Entscheidung, die man treffen muss, wie viel man dort wirklich investieren will. Denn Fakt ist: Instandhaltungskosten kommen ja auf jeden Fall die Jahre hinzu. Und das dann gleich noch mit einer sinnvollen energetischen Sanierung zu kombinieren, macht einen einfach unabhängig von den steigenden Preisen.

Aroundhome: Das heißt aber auch, dass Heizsysteme, die auf erneuerbaren Energien beispielsweise beruhen, die zunächst in der Anschaffung vielleicht etwas teurer sind, sich aber gut rentieren, also damit auch wiederum der Preis gar nicht so hoch ist, wie viele Verbraucher:innen meistens annehmen.

Alexander Steinfeldt: Erneuerbare Heizanlagen sind im Durchschnitt teurer als eine neue Gasheizung zum Beispiel. Aber es wird kein Weg mehr daran vorbeiführen. Und wir haben noch dazu die hohe Förderung, die es immer noch gibt, die die Sanierungen zum Effizienzhaus sehr stark unterstützt. Und wir haben die steigenden Energiepreise für Öl und Gas, die die Amortisation, die Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahmen doch sehr rentiert. Und wenn Sie von längeren Zeiträumen reden, — denn ein Haus ist ja auch mal eine Anlage für die Zukunft — und wenn wir da von zehn, zwanzig Jahren reden, dann sind das Maßnahmen, die wirklich gut investiert sind für die Zukunft. Dass wir das Haus wirklich zukunftsfest gemacht haben und klimafit gemacht haben, dass wir dort auch noch zehn und mehr Jahren gut und gerne leben können.

Aroundhome: Okay, das klingt doch erst mal schon nach guten und vielen Maßnahmen, die möglich sind. Gerade die eingangs von Ihnen genannten Maßnahmen, auch die man viel im Alltag umsetzt oder die kleinen Sachen, vielleicht auch die Temperaturen zu regeln, gut einzustellen. Das sind natürlich Sachen, die man erst mal schnell erledigen kann, auch kostengünstig erledigen kann. Wie schaffen aber Hauseigentümer:innen das jetzt beispielsweise im Alltag wirklich umzusetzen und nachhaltig diese Tipps immer wieder anzuwenden? Gibt es da Tricks oder Möglichkeiten, wie man das gut im Alltag integrieren kann?

Sparmaßnahmen langfristig umsetzen

Alexander Steinfeldt: Ja, genau. Ich finde, der richtige Umgang mit Energie muss genauso erlernt werden, wie zum Beispiel das Recycling, den Müll zu trennen oder Lebensmittel nicht zu verschwenden. Und wenn man früher gesagt hat, mach bitte das Licht aus, wenn du den Raum verlässt, so müssen wir noch viel stärker daran denken, jetzt die Heizung herunter zu drehen, wenn ich die Wohnung zum Beispiel verlasse. Das sind so kleine Tipps, mit denen man dann den Alltag auch schaffen kann, wenn man sich das bewusst macht. Wenn es in die einen in den Alltag übergeht.

Mir helfen auch mehr konkrete Sparziele, um motiviert zu bleiben, um das Ganze auch ein bisschen spielerisch zu gestalten. Wenn ich regelmäßig meine Zählerstände ablesen und merke, dass ich gegenüber dem Vorjahr schon ein Plus gemacht habe an Energieeinsparung, dann gibt es noch mal die richtige Motivation, um dranzubleiben. Da kann man auch die ganze Familie mit integrieren und sagen, alle machen mit beim Energiesparen und wir schauen, wie viel Energie wir eigentlich als Familie sparen können.

Und darüber hinaus muss natürlich gesagt werden, dass die Einsparungen, die wir jetzt vornehmen, wirklich sehr große, wichtige Ziele doch berücksichtigen. Einerseits die hohen Energiekosten, die auf uns alle zukommen werden, können wir somit wenigstens ein bisschen abfedern und dafür sorgen, dass die Kosten da nicht zu überhandnehmen.

Außerdem geht es ja auch um die Versorgungssicherheit in Deutschland, das auch wirklich genug Energie für alle da bleibt. Und die Klimakrise ist ja auch noch nicht ausgestanden. Und auch da müssen wir uns bewegen und müssen Sachen verändern. Also alles in allem doch gute Ziele, die man sich dort vornehmen kann, die aus sich heraus schon motivieren, um dort am Ball zu bleiben.

Aroundhome: Klingt auf jeden Fall sehr gut und ich finde auch die Idee sehr schön, dass man als Familie gemeinsam guckt, was hat man eingespart und das eingesparte Geld vielleicht sogar nutzt, um gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen oder vielleicht in den nächsten Urlaub auch zu stecken. Ich glaube, das kann auch noch mal gut motivieren, da jeden Tag für jede Person im Haushalt sich dann noch mal hinzusetzen und darüber nachzudenken. Klingt auf jeden Fall sehr gut. Wie sehen aber Hauseigentümer:innen jetzt, ob die Maßnahmen, die sie jetzt ergriffen haben, die Kosten, die sie zum Beispiel investiert haben, ob das jetzt fruchtet, dass sie wirklich Energie sparen?

„Mir helfen auch mehr konkrete Sparziele, um motiviert zu bleiben, um das Ganze auch ein bisschen spielerisch zu gestalten. Wenn ich regelmäßig meine Zählerstände ablesen und merke, dass ich gegenüber dem Vorjahr schon ein Plus gemacht habe an Energieeinsparung, dann gibt es noch mal die richtige Motivation, um dranzubleiben. Da kann man auch die ganze Familie mit integrieren und sagen, alle machen mit beim Energiesparen und wir schauen, wie viel Energie wir eigentlich als Familie sparen können."

Kosten-Monitoring

Alexander Steinfeldt: Ein richtiges Monitoring ist die Grundlage des Erfolgs fürs Energiesparen. Das ist superwichtig, dass man am Ende dann auch weiß, ob es was gebracht hat. Denn manche Maßnahmen wirken stärker, manche weniger. Das findet man erst raus, wenn man es ausprobiert. Und da haben wir uns wirklich schon gute Grundlagen erarbeitet. Die Eigentümer wissen jetzt schon, wo sie ihren Verbrauch finden. Sie haben sich regelmäßig die Zählerstände aufgeschrieben, sie haben ihre Rechnungen überprüft und können dann wirklich gute Aussagen dazu treffen, wie viel dann eingespart wurde. Und das sollte auch immer Teil des Energiesparens sein.

Dann spätestens ein Jahr später zu schauen, okay, wie viel Kilowattstunden verbrauche ich dann weniger als im letzten Jahr. Und je mehr Rechnungen man sich anschaut, je mehr Zählerstände man hat, desto besser kann man sehen, welche Ergebnisse man erzielt hat. Das sollte auf jeden Fall ein wichtiger Schritt sein, denn er ist entscheidend, dass da wirklich keine Fehler passieren.

Aroundhome: Was können Hauseigentümer:innen denn jetzt aber machen, wenn sich der gewünschte Erfolg nicht einstellt oder das Einsparpotenzial nicht so hoch ist wie ursprünglich gedacht?

Alexander Steinfeldt: Wir von co2online haben in einer Studie herausgefunden, dass die durchschnittliche Einsparung sogar bei einer kompletten Sanierung des Gebäudes zwischen 8 und 58 Prozent liegen. Und das ist eine wahnsinnig große Spanne. 58 Prozent klingt schon richtig gut. Für acht Prozent investiere ich doch keine 10.000 Euro. Da habe ich ja überhaupt nichts davon. Und wir haben herausgefunden, dass das an vielen Faktoren liegen kann, warum der Erfolg nicht zustande gekommen ist.

Das eine ist: Bei größeren Maßnahmen hat man sich nicht auf eine Energieberatung verlassen. Man ist nicht gut informiert gewesen, wurde nicht gut genug begleitet bei den einzelnen Maßnahmen. Das gilt genauso für die Umsetzung, wenn wirklich bauliche Maßnahmen gemacht wurden. Dass das unkoordiniert gelaufen ist, dass ein Gewerk nicht wusste, was das andere macht. Und dann stimmt natürlich die ganze Anlage und das ganze System Haus gar nicht mehr.

Das Dritte ist, dass auch der hydraulische Abgleich eben häufig nicht gemacht wurde, dass das etwas war, was man häufig gesagt hat, dass man das nicht braucht. Dabei ist der hydraulische Abgleich so wichtig, dass man am Ende die Heizung auch auf das neue Heizsystem auf die neuen Verbräuche gut einstellt.

Und das vierte ist eben, dass dieses Monitoring dieses Nachhalten, Nachschauen, ob denn wirklich was gebracht hat, die ganzen Maßnahmen, dass das häufig hinten runterfällt. Man hat die Maßnahme abgeschlossen und gibt sich wieder anderen Themen hin. Und das fehlt häufig. Deswegen ist da auch wirklich mein großer Wunsch, dass die Leute das mitnehmen, dass das Monitoring so wichtig ist.

Wir haben vor ein paar Jahren eine Familie dabei begleitet, wie sie ihre alte Ölheizung auf eine Pelletheizung mit Solarthermie umgestellt hat. Die Familie war superhappy, jetzt komplett erneuerbar heizen zu können und hatte natürlich auch Einsparungen. Die waren aber nach einem Jahr gar nicht so hoch, wie wir das gedacht haben. Also die Kosten für die Pellets-Holzstücke waren viel zu hoch, mehr als wir gedacht hatten. Dann hat ein Handwerker festgestellt, dass die Solarthermieanlage falsch angeschlossen war und gar nicht zum Heizen beigesteuert hat. Da ist also ein Jahr lang Solarenergie umsonst produziert worden, konnte gar nicht genutzt werden.

Da die Heizung natürlich funktionierte, die Pelletheizung immer gut Wärme gebracht hat, wäre das auch gar nicht aufgefallen, wenn wir uns die Zahlen nicht ganz genau angeschaut hätten. Deswegen ist es besonders wichtig, dort immer zu schauen, ob auch wirklich alles gut durchgeführt wurde. Denn viele Fehler lassen sich später eben doch noch beheben. Sei es, dass der Handwerker nachher vorbeikommt, dass die Heizung noch optimal eingestellt wird oder dass wir einfach die Maßnahmen, die wir umgesetzt haben, vielleicht beim Heizverhalten doch noch mal angepasst werden müssen. Also da gibt es viele Möglichkeiten. Und mit einem erfolgreichen Monitoring kann ich dann auch wirklich diese Potenziale noch mal ausschöpfen.

„... dieses Monitoring dieses Nachhalten, Nachschauen, ob denn wirklich was gebracht hat, die ganzen Maßnahmen, dass das häufig hinten runterfällt. Man hat die Maßnahme abgeschlossen und gibt sich wieder anderen Themen hin. Und das fehlt häufig. Deswegen ist da auch wirklich mein großer Wunsch, dass die Leute das mitnehmen, dass das Monitoring so wichtig ist.."

Aroundhome: Das heißt, es lohnt sich auf jeden Fall, sich auch eine Erinnerung zu machen; vielleicht nach einem halben oder ganzem Jahr noch mal den Verbrauch zu überprüfen im Vergleich zu vorher und wirklich zu schauen, was sind jetzt die Ergebnisse. Und weil Sie es auch schon erwähnt haben, beim hydraulischen Abgleich können Handwerker:innen gut unterstützen. Dass die Heizungsfirma, die die Heizung eingebaut hat, dass die einfach auch noch mal vorbeikommt, das wartet und auch noch mal die Heizung wieder gut einstellt. Oder eben in dem Beispiel von Ihnen genannt mit der Familie, dass die Solarthermie auch wirklich angeschlossen ist. Also lohnt es sich auch noch mal einen Fachmann oder eine Fachfrau hinzuzuziehen und noch mal alle Einstellungen auch gegebenenfalls überprüfen zu lassen.

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Aroundhome: Herr Steinfeldt, das waren viele hilfreiche Tipps, die Hauseigentümer:innen und natürlich auch Verbraucher:innen auch in Wohnungen gut umsetzen können, alltägliche Maßnahmen. Jetzt würde mich mal interessieren, Sie als Energieexperte in Ihrem eigenen Haushalt wird ja sicherlich gar keine Energie verschwendet, weil Sie ja auch bestens informiert sind und genau wissen, wo Sie sparen können. Gibt es doch eine Energiesünde, die Sie haben, irgendwo wo Sie viel zu viel verbrauchen?

Alexander Steinfeldt: Ja, ja, ich wohne in einer Berliner Mietwohnung und heize mit einer sehr ineffizienten, 20 Jahre alten Gasetagenheizung. Mein Warmwasser kommt durch einen alten Durchlauferhitzer, der ziemlich viel Strom verbraucht. Also da bin ich ziemlich schlecht aufgestellt und da muss ich auf meinen Vermieter hoffen, dass der dort die notwendigen Sanierungen und den notwendigen Austausch der Heizung vornimmt.

Aber ich habe mir andere Sachen angeschaut. Ich habe mir einen neuen Kühlschrank beschafft mit dem höchsten Energieeffizienzlabel. Ich habe auf LED-Lampen umgeschaltet, das waren meine zwei größten Stromverbraucher im Haushalt neben dem Warmwasser. Und damit konnte ich meinen Stromverbrauch schon sehr stark senken. Und in der Winterzeit, in der Heizperiode schaue ich ganz genau, wie hoch ich heize, wie viel Grad. Ich heize und drehe die Heizung immer dann herunter, wenn ich die Wohnung verlasse oder auch wenn ich für fünf Minuten stoßlüfte, dass dann auch die Heizung aus ist, damit wirklich von der teuren Energie so wenig wie möglich auch nur rausgeht.

Aroundhome: Das klingt natürlich auch nach guten Maßnahmen, aber als Mieter ist man auch immer ein bisschen eingeschränkt. Ich denke, viele Zuhörer:innen, die Hauseigentümer:innen sind, haben da den Vorteil, dass sie einfach ihre Grundvoraussetzungen selbst schaffen können, selbst optimieren können und viel mehr in der Hand haben, sich ein Stück weit vielleicht auch unabhängiger zu machen oder eben Energie sehr gut einzusparen.

Herr Steinfeldt, vielen Dank für das Gespräch und für die vielen tollen Tipps und Einblicke und ich hoffe, dass wir Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, jede Menge Tipps geben konnten und Maßnahmen wie Sie im Alltag künftig leichter Energie sparen können und vor allen Dingen, wie Sie nachhaltig Energie sparen können. Danke fürs Zuhören und bis bald.

Alexander Steinfeldt: Vielen Dank. Auf Wiedersehen.

Die Fragen stellte Antonia Rupnow, Redakteurin und Project Managerin Editorial bei Aroundhome.

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