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Verschiedene Varianten

Treppen-Grundrisse: So können sie gestaltet werden

Jessica Tomala
27. Juni 2019

Sie planen eine Sanierung oder sind in der Bauphase auf der Suche nach passenden Treppen für Ihr Heim? Die verschiedenen Treppen-Grundrisse unterscheiden sich hinsichtlich ihres Platzbedarfs, ihres Steigungsverhältnisses sowie ihrer Stufenanzahl zum Teil deutlich. Deshalb kommt nicht jede Treppe für jede Wohnsituation infrage. Wir sagen Ihnen, welche Treppen-Grundrisse es gibt und welche Variante sich für welche Raumlösung eignet.

7 verschiedene Treppen-Grundrisse im Überblick

Vom Klassiker, der geradeläufigen Treppe, bis hin zur repräsentativen Bogentreppe reichen die Grundrisse, die Sie für den Bau Ihrer Treppe auswählen können. Bei allen Verläufen ist grundsätzlich wichtig, dass sie einfach begehbar sind, der Geschosshöhe gemäß ausgewählt werden und nicht zuletzt auch zum Wohn- und Baustil des Hauses passen.

1. Geradeläufige Treppe (einläufig/zweiläufig)

Geradläufige Treppe aus Holz im Flur
Eine freischwebende, geradläufige Treppe kann zum echten Hingucker werden.

Die geradeläufige Treppe wird in ihrer heutigen Form seit Jahrhunderten geplant und gebaut. Sie zeichnet sich durch ihre klare Konstruktion aus und kommt vor allem in großzügigen Wohnsituationen zum Einsatz, da sie relativ viel Platz benötigt. Bei der Gestaltung haben Sie weitgehend freie Hand: Die geradeläufige Treppe lässt sich als klassische und vergleichsweise günstige Wangentreppe planen. Sie ist auch als frei schwebende Bolzentreppe sowie in weiteren Varianten verfügbar. Bei der Planung und beim Einbau ist eine möglichst große nutzbare Laufbreite zu berücksichtigen – 80 Zentimeter sollten es mindestens sein.

Geradeläufige Treppen lassen sich als einläufige oder zweiläufige Varianten planen: Die einläufige Treppe stellt die einfachste Form dar. Sie verbindet ohne Zwischenpodest zwei Etagen miteinander. Werden die Aufgänge durch ein Podest verbunden, spricht man von der zweiläufigen Treppe. Diese kann etwa einen Zugang auf halber Ebene zulassen oder zu einer weiteren Etage führen.

2. Viertelgewendelte Treppe

Viertelgewendelte Treppen aus Holz und Stahl
Viertelgewendelte Treppen eignen sich besonders für kleine Räume.

In knapp bemessenen Räumen finden Sie in einer viertelgewendeten Treppe eine Alternative zur geradeläufigen. Sie erfreut sich vor allem in Einfamilienhäusern und auch in Maisonette-Wohnungen großer Beliebtheit. Die viertelgewendete Treppe lässt sich sehr platzsparend installieren und bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Ihr charakteristisches Merkmal ist der um circa 90 Grad abgewinkelte, durchgehende Treppenlauf. Die geraden Stufen werden wahlweise im Antritt oder im Austritt durch gewendelte Stufen ergänzt. Das lässt ausreichend Spielraum in der Gestaltung zu. Außerdem gewinnen Sie insbesondere an der Wendelung viel Platz. Die Platzersparnis hat allerdings seinen Preis: Die gewendelten Stufen lassen sich nur direkt in der Mitte in ihrer vollen Breite begehen. Betreten Sie die Treppe weiter innen oder außen, machen Sie aufgrund der gewendelten Konstruktion kürzere beziehungsweise längere Schritte.

3. Halbgewendelte Treppe

Halbgewendelte Treppe im Flur
Mit einer halbgewendelten Treppe können Sie den Raum optimal ausnutzen.

Noch platzsparender zeigt sich die halbgewendelte Treppe. Das Raumwunder wird gern in engen Wohnräumen eingesetzt und lässt sich auch nachträglich einplanen, etwa im Rahmen einer Sanierung. Die halbgewendelte Treppe findet sich heute in rund einem Drittel der Ein- und Zweifamilienhäuser und stellt damit einen der häufigsten Treppen-Grundrisse dar. Die Treppe vollzieht vom Antritt bis zum Austritt eine 180-Grad-Drehung. Dabei erweist sich die Stufenanordnung als sehr flexibel. So kann sie im An- und Austritt jeweils aus geraden oder gewendelten Stufen bestehen.

Wichtig bei der Planung dieses Grundrisses ist die Symmetrie: Die Treppe sollte sowohl im An- als auch im Austritt dieselbe Tiefe aufweisen. So wird eine konstante Steigung ohne Absätze und Unterbrechungen realisiert. Auch die Stufen weisen, anders als bei der viertelgewendelten Treppe, während des kompletten Treppenverlaufs eine gleichbleibende Schrittlänge auf. Das erleichtert die Begehung der Treppe.

4. Podesttreppe

Podesttreppe im großen Wohnbereich
Vor allem für offene Wohnräume eignen sich Podesttreppen wie diese.

Die auch als gegenläufige oder gewinkelte Treppen bezeichnete Variante bezeichnet alle Treppenkonstruktionen mit einem Zwischenpodest. Dabei lassen sich zahlreiche unterschiedliche Treppenarten planen: Gerade Formen sind ebenso möglich wie gewinkelte und gewendelte. Das Material wählen Sie ebenso flexibel aus – von Holz über Stahl bis hin zu Beton stehen Ihnen zahlreiche Varianten zur Verfügung. Diese Treppenform wird gerne für Häuser und Maisonette-Wohnungen mit versetzten Wohnebenen oder für großzügig geplante Treppenhäuser verwendet. Sie strahlt Weite und Freizügigkeit aus und ist daher auch ein beliebter Grundriss für offene Wohnräume. Das Zwischenpodest verbindet Halbgeschosse und ganze Etagen miteinander oder stellt bei hohen Geschosshöhen einen Zwischenschritt dar.

Podesttreppen sparen Platz und bieten eine ästhetische Optik. Da im Treppenverlauf die Gehrichtung wechselt, erfordern die Treppen jedoch eine sorgsame Konzeption insbesondere bei der Gestaltung des Podestes. Wird dieses optisch nicht klar erkennbar von den Stufen abgegrenzt, besteht die Gefahr, es zu übersehen. Planen Sie das Podest daher mit einem gut sichtbaren Kontrast und verzichten Sie auf vorstehende Antritte.

5. Spindeltreppe

Spindeltreppe aus Metall
Auch in größeren Räumen kann eine Spindeltreppe reizvoll sein.

Spindeltreppen, auch Raumspartreppen genannt, kommen insbesondere in knapp bemessenen Räumen zum Einsatz. Sie lassen sich gut nachträglich planen, zum Beispiel nach einem Dachgeschossausbau. Optisch ähnelt die Spindeltreppe der klassischen Wendeltreppe, sie benötigt jedoch wesentlich weniger Platz. Die Stufen befestigt man radial an einer zentralen durchgehenden Säule, der Spindel.

Aufgrund der Bauweise lassen sich vergleichsweise geringe Durchmesser ab 125 Zentimetern realisieren und bequem begehen. Die nutzbare Mindestlaufbreite sollte zwischen Spindel und Handlauf mindestens 80 Zentimeter betragen, der Austritt 23 Zentimeter. Planen Sie zusätzliche Podeste ein, sollten diese mindestens so breit wie der Treppenlauf sein, um Unfällen vorzubeugen und einen bequemen Verlauf zu gewährleisten. Die Spindeltreppe lässt sich hervorragend als Außentreppe planen. Dann sind allerdings umfangreiche baurechtliche Vorgaben zu beachten.

6. Wendeltreppe

Wendeltreppe im Treppenhaus
Wendeltreppen werden gerne für Treppenhäuser genutzt, können aber auch in Wohnungen oder Ein- oder Zweifamilienhäusern schick aussehen.

In der Form ähnelt die Wendeltreppe der Spindeltreppe. Allerdings windet sie sich nicht um eine zentrale Säule, sondern um ein Treppenauge, eine lichte Öffnung, die von einem Geländer umschlossen wird. Die Wegführung entspricht einer Spirale mit konstanter Steigung. Die Wendeltreppe stellt eine platzsparende Treppenlösung dar, die sich auch nachträglich einbauen lässt und aus diesem Grund häufig in Wohnräumen eingesetzt wird. Zudem überzeugt sie durch ihren filigranen und lichten Aufbau. Der Verzicht auf die zentrale Spindel sorgt für einen hohen Lichteinfall. Aufgrund der Helix-Struktur der Wendeltreppe ist der Tritt oftmals nicht ausgewogen, vielmehr verknappen sich die Stufen zur Treppenmitte. Das kann bei Kindern und älteren Menschen zu einer Trittunsicherheit führen. Ob Sie Ihre Wendeltreppe aus Holz oder Metall planen, hängt von Ihrer Wohnumgebung ab, aber auch davon, wie viel Sie investieren möchten. Metall-Treppen sind grundsätzlich günstiger, allerdings schwerer. Hier kommt es darauf an, ob die Gegebenheiten im Haus zu dieser vergleichsweise schweren Konstruktion passen.

7. Bogentreppe

Bogentreppe aus Holz im Flur
Eine breite Bogentreppe lässt offenen Wohnraum noch größer erscheinen.

Haben Sie viel Platz zur Verfügung und legen Wert auf eine opulente Gestaltung, finden Sie mit einer Bogentreppe eine ästhetische Lösung. Sie lässt sich auf vielfältige Weise planen, so etwa als breiter Bogen oder in einer tiefen U-Form. Je breiter der Verlauf, desto eindrucksvoller wirkt die Konstruktion. Die Bogentreppe kann flexibel gestaltet und sowohl als klassische Wangentreppe als auch als Harfen- oder Faltwerktreppe geplant werden. Hinsichtlich des Materials haben Sie ebenfalls eine vielfältige Auswahl, darunter Holz, Stahl und Beton als mögliche Varianten. Charakteristisch für die Bogentreppe sind die keilförmig verzogenen Trittstufen. Im An- und Austritt weisen sie mitunter auch vollständig gerade Formen auf.

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Die wichtigsten Eigenschaften der Treppen-Grundrisse

Für welchen Treppen-Grundriss Sie sich entscheiden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen die gewünschte Steigung, der Platzbedarf und die Stufenbreite. Die benötigte Stufenanzahl berechnen Sie aus der Geschosshöhe und multiplizieren diese Summe mit 18 Zentimeter – dem optimalen Maß für eine Tritthöhe. Je höher das Geschoss, desto mehr Stufen müssen eingeplant werden, da die maximale Steigung ansonsten nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften entspricht.

Hier finden Sie die wichtigsten Werte der verschiedenen Treppen-Grundrisse:

Wichtige Vorschriften für die Treppenplanung

Maßgeblich für die Planung einer Treppe in Wohnräumen ist die Norm DIN EN 18065. Sie umfasst die vorgeschriebenen Mindest- und Höchstmaße für die verschiedenen Treppen-Grundrisse. Die DIN-Norm soll sicherstellen, dass die gängigen Sicherheitsanforderungen im Treppenbau Anwendung finden. In den Bauordnungen sind dagegen keine bestimmten Maße vorgeschrieben, vielmehr bestehen sie aus allgemeinen Sicherheitsleitlinien.

Die DIN EN 18065 gibt detailliert Auskunft über die notwendigen Maße der gesamten Treppe, des Geländers, des Seitenabstands und der Durchgangshöhe. Bei der Auswahl eines bestimmten Treppengrundrisses müssen diese und weitere Punkte zuvor exakt ausgemessen werden, um den idealen Grundriss für Ihre baulichen Gegebenheiten auszuwählen. Ein Beispiel: Der Seitenabstand der Handläufe zur Wand muss mindestens 5 Zentimeter betragen. Die Durchgangshöhe liegt in Wohngebäuden einheitlich bei 200 Zentimeter und 210 Zentimeter in öffentlichen Räumen. Wenden Sie sich bestenfalls an einen von uns vermittelten Fachbetrieb, um bei der Planung Ihrer Treppe alle Aspekte zu berücksichtigen.

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