Außentreppe aus Stein im Garten
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Sicherheitsvorschriften:

Das müssen Sie bei der Lage der Treppen beachten

Jessica Tomala
2. Juli 2019

Gebäudetreppen verbinden nicht nur Stockwerke miteinander und sind meist sogar ganz besondere Hingucker in Ihrem Heim. Sie dienen auch als Fluchtweg im Gefahrenfall oder als wichtiger Zuweg für Rettungskräfte. Für Treppen im Außen- und Innenbereich gelten daher unterschiedliche Sicherheitsvorschriften, die Sie bei der Treppenplanung berücksichtigen sollten.

Sicherheitsvorschriften für Treppen im Außenbereich

Holztreppe im Garten
Mit einer Freitreppe gelangen Sie schnell in den Garten und können den Außenbereich auch noch aufhübschen.

Treppen, die sich außerhalb von Gebäuden befinden und mindestens drei Stufen besitzen, werden als Außentreppen bezeichnet. Sie führen zum Beispiel von einem Stockwerk in das nächste oder vom Erdgeschoss zu einem Kellerzugang. Möchten Sie von einem Balkon direkt in den Garten gelangen, benötigen Sie ebenfalls eine Außentreppe. Es gibt sie in unterschiedlichen Bauformen, wie der Freitreppe, der Eingangstreppe oder der Gartentreppe. Beträgt das Steigungsverhältnis weniger als 1:6, spricht man von einer Treppenrampe.

Treppen im Außenbereich, die als Gebäudetreppen dienen, unterliegen der Norm DIN 18065. Sie müssen deshalb darauf achten, dass die Stufen rutschhemmend sind und das Material verschiedenen Witterungen standhalten kann. Wenn für die Entwässerung der Stufen ein Funktionsgefälle notwendig ist, darf dieses maximal drei Prozent betragen.

Die Steigung einer Außentreppe beträgt oft 16/31, 15/33, 14/35 oder 12/39 Zentimeter. Dabei bezeichnet die erste Zahl die Steigungshöhe und die zweite die Auftrittstiefe. Ob und wann ein Zwischenpodest notwendig ist, hängt von der Treppenneigung ab.

  • Bei einer mittleren Treppenneigung von 24 bis 36 Grad muss das Zwischenpodest nach spätestens 18 Stufen (laut DIN 18065 Gebäudetreppen) erfolgen.
  • Ist die Treppenneigung größer als 36 Grad, muss das Zwischenpodest spätestens nach einer Steigungshöhe von drei Metern erfolgen.

Die Freitreppe: Ein echter Hingucker

Folgende Merkmale kennzeichnen eine Freitreppe:

  • Sie befindet sich im Außenbereich.
  • Sie ist nicht überdacht.
  • Die Symmetrieachse der Treppe verläuft senkrecht auf die Gebäudefassade zu.

Eine Freitreppe muss also nicht zwangsweise senkrecht auf ein Gebäude zulaufen. Auch Formen, bei denen zwei Treppen links und rechts parallel zur Fassade verlaufen, werden als Freitreppe bezeichnet. Solche Freitreppen findet man häufig an großen öffentlichen Gebäuden wie einer Kirche, einem Theater, einem Schloss, einem Tempel oder einem Denkmal. Dient die Freitreppe als einziger Zugang zum Gebäude, unterliegt sie der DIN 18065 für Gebäudetreppen.

Treppen für Balkon, Garten und Terrasse

Das Wetter ist schön und Sie möchten so schnell wie möglich in den Garten? Das ist nicht nur im Erdgeschoss möglich. Aus den oberen Stockwerken heraus verkürzt eine Balkontreppe den Weg. Sie ist direkt in die Brüstung des Balkons integriert und verfügt in der Regel über ein Metallgerüst. Die Treppenstufen sind entweder aus Holz oder ebenfalls aus Metall gefertigt. Ein Handlauf erleichtert das Hinabsteigen.

Unser Tipp:

Mit einer Balkontür sichern Sie Ihren Balkonzugang ab und bewahren zum Beispiel Ihre Kinder oder auch Hunde davor, unerlaubt hinabzusteigen.

Zunehmender Beliebtheit erfreut sich die Holzterrasse. Oftmals ist der Unterbau etwas höher gestaltet, sodass eine Veranda entsteht. Der Zugang zum Pflanzenteil des Gartens erschließt sich über eine Terrassentreppe. Eine abgerundete Optik erreichen Sie, wenn die Treppenstufen im gleichen Stil der Terrasse gestaltet sind.

Terrasse mit Holztreppe
Eine Holzveranda mit angedockter Außentreppe sorgt für einen mediterranen Look im Garten.

Wunderschön wirkt eine Gartentreppe aus Naturstein. Sie fügt sich perfekt in die grüne Umgebung ein. Wenn Sie die Treppe mit einem Mäuerchen seitlich begrenzen, können Sie dort eine zusätzliche Bepflanzung mit Sukkulenten oder Kräutern planen.

Die Eingangstreppe als schmückender Hauszugang

Bei Gebäuden, deren Erdgeschoss höher liegt als die Straße, benötigen Sie eine Eingangstreppe. Dieses gleicht die unterschiedlichen Niveaus aus. Eingangstreppen werden häufig in massiver Bauform aus Beton gegossen oder gemauert. Daneben können Sie auch verschraubte Modelle aus Holz oder Metall erwerben.

Eingangstreppe aus Stein zum Haus
Auch Eingangstreppen aus Naturstein können sehr edel wirken.

Eingangstreppen bestehen oft nur aus drei oder vier Stufen und haben meist kein Geländer. Bei der Gestaltung der Eingangstreppe gilt es zu berücksichtigen, von wie vielen Seiten sie begehbar sein soll. Das hat Einfluss auf die Form der Treppe:

  • Möchten Sie eine Treppe, die von drei Seiten begehbar ist, dann eignen sich halbrunde oder ovale Formen besonders gut. Moderner wirken eckige Formen.
  • Von zwei Seiten sind viele halbrunde Treppen begehbar. Dreieckige Treppenformen sind ebenfalls beidseitig zugänglich.
  • Eine Treppe, die nur von einer Seite begehbar ist, kann auf dem Absatz beziehungsweise Podest in verschiedenen Formen ausgestaltet sein.

Unser Tipp:

Um die Eingangstreppe vor Witterung zu schützen, installieren Sie ein weit vorgezogenes Vordach. So vermeiden Sie Glätte durch Nässe, Schnee und Eis.

Sicherheitsvorschriften für Innentreppen

Alle Treppen, die von Gebäudeteilen allseitig vollständig umschlossen sind, nennt man Innentreppen. Im Eigenheimbau mit bis zu zwei Vollgeschossen müssen Innentreppen nicht allseitig umschlossen sein. Die DIN 18065 unterscheidet nicht prinzipiell zwischen Innen- und Außentreppen, sondern differenziert nur, ob Treppen mit einem Gebäude konstruktiv verbunden sind oder nicht.

Innentreppe aus Holz im Flur
In Ihrem eigenen Haus können Sie auch Holz für Ihre Innentreppen verwenden.

In der Landesbauordnung wird zwischen notwendigen Treppen und nicht notwendigen Treppen unterschieden. Notwendige Innentreppen unterliegen strengen Vorschriften der einzelnen Landesbauordnungen, da sie im Gefahrenfall als Fluchtwege dienen oder von Rettungskräften benutzt werden. Deshalb müssen Innentreppen in Geschosswohnbauten Auflagen zum Brandschutz erfüllen. Im Eigenheimbau gelten abgeschwächte Vorschriften, die auch Holztreppen zulassen.

  • Je nach Anzahl der Bewohner gelten unterschiedliche Anforderungen an die Anzahl und Breite von notwendigen Treppen.
  • Zusätzlich müssen notwendige Treppen auch in angemessener Entfernung von nicht mehr als 35 Metern von jedem Punkt des Hauses erreichbar sein.
  • Besitzt das Gebäude mehr als drei Vollgeschosse, schreibt die Landesbauordnung ein allseits umschlossenes Treppenhaus mit Fenster an der Gebäudeaußenseite vor.
  • In Hochhäusern benötigt man zwei getrennte Treppenhäuser mit einer Laufbreite von mindestens 1,25 Metern. Liegt der Ausgang in einem Gebäudeteil unter 22 Metern Höhe, müssen nicht beide Treppenhäuser bis ins Erdgeschoss führen.

Nicht notwendige Treppen unterliegen keinen so strengen Regeln. Es handelt sich hierbei um zusätzliche Treppen, die im Gefahrenfall nicht als Fluchtweg dienen. Das Steigungsverhältnis darf über 45 Grad liegen und eine Laufbreite von 50 bis 80 Zentimeter ist zulässig.

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Kellertreppen erleichtern den Weg ins Untergeschoss

Wie der Name verrät, erschließt die Kellertreppe das Untergeschoss eines Gebäudes. Laut Landesbauordnung muss jedes Geschoss eines Gebäudes über zumindest eine Treppe zugänglich sein. Darum ist die Kellertreppe eine notwendige Innentreppe, für die alle entsprechenden Vorschriften gelten.

Eine Ausnahme bilden Ein- und Zweifamilienhäuser. Hier dürfen Kellertreppen auch außerhalb des Gebäudes liegen und müssen nicht in einem Treppenhaus mit den anderen notwendigen Treppen liegen, um einen Fluchtweg zu bilden. Es ist außerdem möglich, zusätzlich zur innenliegenden Treppe eine außenliegende Kellertreppe zu bauen.

Die Bodentreppe als platzsparende Alternative

Versteckbare Bodentreppe
Bei Dachbodentreppen ist neben dem Sicherheitsaspekt auch an eine entsprechende Wärmedämmung zu decken.

Bei der Bodentreppe handelt es sich um eine auszieh- oder ausklappbare Zusatztreppe, die zu einem nicht bewohnten Speicher eines Gebäudes führt. Die Musterbauordnung schreibt vor:

  • Sie ist nur in Ein-oder Zweifamilienhäusern zulässig.
  • Sie darf nicht als notwendige Treppe zur Erschließung des Dachbodens als Wohn- oder Arbeitsraum dienen.

Weitere Vorschriften für die Bodentreppe finden Sie in der DIN EN 14975 für Bodentreppen. Demnach müssen Bodentreppen am oberen Ende dauerhaft verankert sein und besitzen ausklapp- oder ausfahrbare Elemente.

Unser Tipp:

Statten Sie die Einstiegsluke mit einem umlaufenden Geländer aus und achten Sie auch bei der Bodentreppe selbst auf einen Handlauf. Das erhöht die Sicherheit enorm.

Wohnungstreppen machen die Wohnung zum Stadthaus

Innerhalb einer Wohneinheit verbinden Wohnungstreppen verschiedene Geschossebenen. Der Neigungswinkel beträgt 30 bis 41 Grad.

Wohnungstreppen finden Sie in sehr unterschiedlichen Ausführungen:

  • als Spiral- oder Wendeltreppe
  • als mehrläufige Treppe
  • als gewandelte Treppe
  • als gerade Treppe

Je nachdem, wie viel Platz für die Wohnungstreppe zur Verfügung steht, wird die optimale Bauform ausgewählt. Was das Steigungsverhältnis und die Laufbreite angeht, unterliegen Wohnungstreppen der DIN 18065. Zudem benötigen Sie einen bauaufsichtlichen Standsicherheitsnachweis nach DIN 1055.

Industrietreppe – die Treppe für Ihre betriebliche Sicherheit

Die Industrietreppe wird klassischerweise in einer Fertigung oder einem Lager eingesetzt, um höhere Ebenen zu erreichen oder an hochgelegene Lagerplätze zu kommen. Um im Notfall ein Gebäude schnell und sicher auch aus oberen Stockwerken heraus verlassen zu können, brauchen Sie ebenfalls eine Industrietreppe. Diese Form ist unter dem Begriff Fluchttreppe bekannt. Industrietreppen können sich sowohl im Inneren als auch im Äußeren eines Gebäudes befinden.

Industrietreppe als Fluchtweg
Fluchttreppen müssen je nach Größe des Hauses eine unterschiedliche Breite aufweisen.

Die Industrietreppe unterliegt einer eigenen Norm, der DIN EN ISO 14122. Folgende Vorschriften sind dabei von Bedeutung:

  • Das Material einer Industrietreppe muss feuerfest sein, um im Notfall auch einem Brand standzuhalten.
  • Eine Rutschfestigkeit muss zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein. Das bedeutet, dass sich auf den Stufen kein Wasser ansammeln oder Eis auftreten darf. Auch andere Flüssigkeiten wie Reinigungsmittel oder Maschinenöl müssen sofort abfließen können. Lochprofile oder Rillen erfüllen diese Vorgaben.
  • Ein seitlicher Handlauf ist fest vorgeschrieben, wenn die Treppenaufstiegshöhe mehr als 500 Millimeter und der seitliche Spalt mehr als 120 Millimeter betragen.
  • Beidseitige Handläufe sind ab einer Laufbreite von 1.200 Millimetern Pflicht.
  • Der Neigungswinkel der Industrietreppe beträgt im Normalfall 45 Grad. Dient die Treppe als Maschinenzugang, darf der Neigungswinkel bis zu 75 Grad betragen.

Bei jedem Treppenvorhaben – ob Außen-, Innen- oder Fluchttreppe – sollten Sie auf einen professionellen Fachbetrieb zurückgreifen, um sich umfassend beraten zu lassen.

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