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Photovoltaik-Steuer: Die wichtigsten Punkte einfach erklärt

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
13. Oktober 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Unter bestimmten Voraussetzungen entfällt für Sie mittels der Vereinfachungsregelung die Einkommenssteuer.
  • Bei einem jährlichen Umsatz von max. 22.000 Euro aus verkauftem Solarstrom zählen Sie als Kleinunternehmer und zahlen keine Umsatzsteuer.
  • Im Regelfall haben Sie innerhalb der ersten fünf Jahre den Anspruch auf eine Sonderabschreibung. Diese beträgt 20 Prozent der Nettoanschaffungskosten Ihrer Photovoltaikanlage.
  • Die anfallenden Kosten können Sie als Betriebsausgabe bzw. Werbungskosten in der Steuererklärung aufführen.

Betreiben Sie eine Solaranlage auf Ihrem privaten Hausdach, kommen verschiedene Steuerpflichten auf Sie zu. Diese sind in erster Linie davon abhängig, wie groß Ihre Anlage ist, ob Sie Solarstrom auch verkaufen oder nur selbst nutzen. Dabei existiert eine Reihe an Möglichkeiten, wie Sie Steuern einsparen können – von diversen Abschreibungen über Investitionsabzug bis hin zur Rückerstattung der Umsatzsteuer. Verschaffen Sie sich einen Überblick und sparen Sie bares Geld.

Wann müssen Sie Einkommenssteuer auf Ihren Solarstrom zahlen?

Steuerpflichtig sind Sie immer dann, wenn Sie einen Teil Ihres selbst erzeugten Solarstroms an andere liefern und dafür Geld erhalten, beispielsweise indem Sie Solarstrom einspeisen und dafür eine Einspeisevergütung bekommen. In diesem Fall sind Sie unternehmerisch tätig und somit fällt auf den erzielten Gewinn Umsatzsteuer an. Sie müssen demnach den Gewinn bei Ihrer Steuererklärung angeben und darauf Steuern zahlen.

Wie können Sie sich von der Einkommenssteuer befreien?

Es gibt jedoch zwei Möglichkeiten, wie Sie sich von der Einkommenssteuer befreien können:

Die einfachste Möglichkeit, die Einkommenssteuer zu umgehen, ist, wenn Sie Ihren Strom nicht verkaufen und ausschließlich selbst nutzen. Das ist häufig bei kleinen Stecker-Solar-Anlagen beispielsweise für den Balkon der Fall. Gleiches gilt für Inselanlagen. In diesem Fall ist Ihr System in der Regel nicht mit dem Stromnetz verbunden, wodurch die Möglichkeit entfällt, Strom über das öffentliche Netz zu verkaufen.

Eine weitere Möglichkeit, um sich von der Einkommenssteuer zu befreien, ist, von der Vereinfachungsregelung Gebrauch zu machen. Dabei müssen Sie mögliche Gewinne aus dem Anlagenbetrieb nicht mehr bei der Steuer angeben. Dazu müssen jedoch die vom Bundesfinanzamt festgelegten Voraussetzungen erfüllt werden.

Vereinfachungsregelung: Erfüllen Sie die Voraussetzungen?

Erst wenn Sie alle Voraussetzungen erfüllen, wird die Vereinfachungsregelung für Sie interessant:

  • Sie sind Inhaber:in der Photovoltaikanlage.

  • Die Anlagenleistung beträgt maximal 10 Kilowatt.

  • Die Anlage wurde erst nach 2003 in Betrieb genommen.

  • Die Anlage befindet sich auf einem Ein- oder Zweifamilienhaus oder auf einem anderen Gebäude auf demselben Grundstück, beispielsweise auf der Garage oder dem Gartenhaus.

  • Sie leben in dem Haus, auf dem sich die Anlage befindet (ob als Eigentümer:in oder zur Miete ist irrelevant), oder

  • Sie sind Eigentümer:in des Gebäudes, auf dem sich die Anlage befindet, wohnen aber nicht darin.

  • Ggf. nehmen Sie durch eine gelegentliche Vermietung von Räumen im Haus maximal 520 Euro pro Jahr ein (häusliche Arbeitszimmer bleiben unberücksichtigt).

Erfüllen Sie alle der oben genannten Voraussetzungen, haben Sie das Wahlrecht, ob Sie von der Vereinfachungsregelung Gebrauch machen möchten und somit keine Einkommensteuer auf Gewinne zahlen. Oder ob Sie weiterhin Ihre Gewinne aus dem Betrieb Ihrer Photovoltaikanlage versteuern möchten.

Vereinfachungsregelung zustimmen

Wenn Sie sich für die sogenannte Vereinfachungsregel entscheiden, geht das Finanzamt pauschal davon aus, dass Sie Ihre Anlage als Liebhaberei betreiben. Das heißt: Sie erwirtschaften mit Ihrer Anlage über die gesamte Betriebsdauer hinweg keine Gewinne. Ob dies wirklich zutrifft, überprüft das Finanzamt in der Regel nicht.

So beantragen Sie die Vereinfachungsregel

Um die Vereinfachungsregel zu nutzen, müssen Sie ein einfaches Schreiben an die Behörde aufsetzen, in dem Sie offen darlegen, dass Sie alle dafür notwendigen Anforderungen erfüllen. Diese Regelung gilt dann für alle Steuererklärungen innerhalb der Betriebsdauer und solange sich bei Ihrer Anlagenutzung nichts verändert. Wenn Sie beispielsweise die Modulleistung auf über 10 Kilowatt erhöhen, müssen Sie dies dem Finanzamt mitteilen. Die Vereinfachungsregel gilt dann nicht mehr für Sie.

Vereinfachungsregelung ablehnen

Entscheiden Sie sich gegen die Vereinfachungsregel, wird das Finanzamt überprüfen, ob Sie Ihre Anlage gewinnbringend betreiben können. Dazu müssen Sie Angaben zu Investitions- und Betriebskosten sowie zu den voraussichtlichen Erlösen machen. Erkennt das Finanzamt keine Gewinnerzielungsabsichten, wird Ihr Anlagenbetrieb als Liebhaberei und nicht als gewerblich eingestuft. Glaubt das Finanzamt hingegen, dass Sie über die gesamte Betriebsdauer Gewinn erzielen können, müssen Sie jedes Jahr eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) abgeben und den Gewinn versteuern.

Beachten Sie!

Die Einkommenssteuer und die Umsatzsteuer werden getrennt betrachtet. Fällt für Sie aufgrund der Vereinfachungsregelung die Einkommenssteuer weg, heißt das nicht, dass Sie auch automatisch keine Umsatzsteuer mehr zahlen müssen. Für die Befreiung der Umsatzsteuer ist die Kleinunternehmerregel von Relevanz.

Einspeisevergütung: Welche Steuern kommen auf Sie zu?

Das seit 2014 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) begünstigt auch private Stromproduzenten. Denn Besitzer:innen einer Photovoltaikanlage nutzen den produzierten Strom in den meisten Fällen nicht nur selbst, sondern speisen eine bestimmte Menge in das öffentliche Netz ein und erhalten dafür eine Einspeisevergütung vom Netzbetreiber. Sie gelten damit als Unternehmer und können sich die Umsatzsteuer für die Anschaffung der Anlage erstatten lassen.

Kleines Modellhaus mit Solaranlage auf Dach
Lohnt sich einspeisen noch?

Wann ist eine Einkommenssteuer auf die Einspeisevergütung zu zahlen?

Die Erlöse aus der Einspeisevergütung sind unter Umständen einkommensteuerpflichtig. Liegen die Einnahmen unter 22.000 Euro, reicht eine formlose Gewinnaufstellung. Bei Einnahmen bis 50.000 Euro nutzen Sie die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR), ein Formular des Finanzamts. Einnahmen (aus der Einspeisevergütung) und Ausgaben (z. B. Versicherung, Schuldzinsen, Miete für Stromzähler) werden gegengerechnet. Der übrig bleibende Gewinn oder Verlust ist steuerlich relevant. Staatliche Zuschüsse gelten nicht als Einnahmen.

Umsatzsteuerbefreiung durch Kleinunternehmerregelung?

Sie gelten als Unternehmer, wenn Sie als Eigentümer:in Ihrer Photovoltaikanlage Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Als Unternehmer sind Sie dazu verpflichtet, eine Umsatzsteuer auf Verkäufe abzuführen. Darüber hinaus haben Sie das Recht, sich die Vorsteuer von Einkäufen rückerstatten zu lassen.

Zur Info:

Als Vorsteuer wird die Umsatzsteuer bezeichnet, welche für Unternehmen beim Einkauf von Waren oder Dienstleistungen anfällt.

Zählen Sie als Kleinunternehmer?

Erfüllen Sie mit Ihrer Anlage allerdings zwei elementare Voraussetzungen, gelten Sie noch als Kleinunternehmer:

  1. Der geschätzte Ertrag Ihrer Anlage darf im laufenden Kalenderjahr einen Betrag von 50.000 Euro nicht überschreiten.
  2. Der reelle Ertrag der Anlage musste im vergangenen Kalenderjahr unter einem Betrag von 22.000 Euro liegen.

Da die Einnahmen aus der Einspeisevergütung in der Regel nicht den jährlichen Betrag von 22.000 Euro überschreiten, gelten die meisten Besitzer:innen einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage als Kleinunternehmer und fallen unter die Kleinunternehmerregelung.

Wann ist die Kleinunternehmerregelung sinnvoll?

Erfüllen Sie alle Bedingungen mit Ihrer Anlage, haben die Sie die Wahl, ob Sie die Regelung beanspruchen möchten oder ausschlagen wollen. Lehnen Sie die Regelung ab, ist Ihre Entscheidung für fünf Jahre gültig, sofern Sie die Maximalumsätze nicht überschreiten.

Entscheiden Sie sich für die Regelung für Kleinunternehmer, bedeutet das für Sie, dass Sie:

  • zukünftig die Rechnungen über die zu zahlende Einspeisevergütung ohne Mehrwertsteuer an das zuständige Energieversorgungsamt erstellen - es gilt brutto gleich netto.
  • keine Umsatzsteuer an das zuständige Finanzamt abführen müssen.
  • die entrichteten Umsatzsteuerbeiträge zur Anschaffung der Anlage nicht vorsteuerlich geltend machen können.

Entscheiden Sie sich gegen die Kleinunternehmerregelung, bedeutet das:

  • Sie können die Vorsteuer auf den Kauf der Solaranlage sofort geltend machen. Das können bei einem Steuersatz von 19 Prozent unter Umständen mehrere Tausend Euro sein.
  • Auf die Einnahmen aus der Stromeinspeisung muss die Umsatzsteuer aufgerechnet werden. Dazu geben Sie am besten Ihrem Netzbetreiber Bescheid.
  • Ihre Entscheidung ist für fünf Jahre gültig. Danach haben Sie erneut die Möglichkeit, die Regelung in Anspruch zu nehmen.

Häufig wird die Kleinunternehmerregelung aufgrund der vereinfachten Buchführung in Anspruch genommen. Eine einfache Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) ist in diesem Fall ausreichend.

Frau die Steuerberechnung durchführt
Die Rechnungen für die Steuererklärung als Kleinunternehmer sind vergleichsweise einfach.

Beispielrechnung gemäß Kleinunternehmerregelung

Eine EÜR ist im Vergleich zur doppelten Buchführung einfacher selbst aufzustellen und verlangt keine vertieften Buchhaltungskenntnisse.

  1. Einnahmeseite: Alle monatlichen Einnahmen, welche sich aus der Einspeisung Ihres Stroms ergeben, tragen Sie hier ein. Wichtig: Alle Daten müssen belegbar sein.
  2. Ausgabeseite: Alle für die Solaranlage anfallenden Ausgaben tragen Sie hier ein. Das sind beispielsweise monatliche Stromkosten für den Anlagenbetrieb sowie Auslagen für Wartung oder Reparaturen und Versicherungskosten. Weitere Unkosten für Steuerberatungen, Büromaterialien oder Portokosten können Sie ebenfalls hinzufügen. Auch Erstinvestitionsbeträge zählen zu den Ausgaben. Wichtig: Berücksichtigen Sie dabei zutreffende Abschreibungsmodalitäten wie Kosten für die Reinigung.

  3. Gewinn: Die Differenz aus der Einnahme- und Ausgabenseite zeigt Ihnen den Gewinn beziehungsweise Verlust aus Ihrer Photovoltaikanlage auf.

Der ermittelte Wert ergibt die Berechnungsgrundlage für Einkommens- und Gewerbesteuern. Letztere trifft jedoch nur zu, wenn sich die Gewinne durch das Gewerbe über 24.500 Euro pro Jahr belaufen. Er zeigt Ihnen außerdem die Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage auf.

Zur Info:

Beachten Sie, dass Sie trotz der durch die Kleinunternehmerregelung erwirkten Umsatzsteuerbefreiung dazu verpflichtet sind, eine Einkommenssteuer zu entrichten.

Vorteil der Kleinunternehmerregelung

Der Vorteil ist, dass Sie sich durch die Anwendung der Kleinunternehmerregelung allerlei Formalitäten ersparen. Der Abrechnungsaufwand ist deutlich geringer, da die Berechnung der monatlichen Umsatzsteuer für die Einspeisevergütung wegfällt. Jedoch verzichten Sie mit der Kleinunternehmerregelung auf den Erlass der Vorsteuer.

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Lineare Abschreibung berücksichtigen

Sobald Sie Strom aus Ihrer Photovoltaikanlage in das öffentliche Netz einspeisen und dafür die festgelegte Vergütung erhalten, erzielen Sie Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb. Im Rahmen der dazu notwendigen Gewinnermittlung (= EÜR) sind die Anschaffungskosten für ihre Anlage abzuschreiben. Die lineare Abschreibungsdauer für Solaranlagen ist auf 20 Jahre festgelegt. Das ist die gesetzlich angesetzte Nutzungsdauer.

Beispielrechnung einer linearen Steuerabschreibung Ihrer Anlage

Die lineare Steuerabschreibung soll den Verschleiß von Wirtschaftsgütern berücksichtigen und steuerlich aufwiegen. Sie beträgt jährlich fünf Prozent des Kaufpreises einer Solaranlage. Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die lineare Abschreibung:

Paar schaut sich Rechnungen an
Beachten Sie einige Sachen bei der Steuererklärung und sparen Sie bares Geld!

Mit Sonderabschreibung weitere 20 Prozent sparen

Neben der linearen Steuerabschreibung haben Sie im Regelfall innerhalb der ersten fünf Jahre den Anspruch auf eine Sonderabschreibung. Diese beträgt 20 Prozent der Nettoanschaffungskosten Ihrer Photovoltaikanlage. Sie können die Steuerabschreibung im Jahr der Anschaffung im vollen Umfang geltend machen oder auf die ersten fünf Jahre verteilen. Nehmen Sie die gesonderte Steuerabschreibung in Anspruch, ergibt sich nach Ablauf der fünf Jahre eine neue Abschreibungsberechnung. Grund dafür ist, dass insgesamt nur 100 Prozent der Kosten für die Anschaffung als Betriebsausgabe geltend gemacht werden dürfen.

Zur Info:

Um die Sonderabschreibung geltend machen zu können, dürfen im Jahr der Anschaffung und im Folgejahr nur maximal zehn Prozent des erzeugten Stroms für privaten Verbrauch genutzt werden. Die restlichen 90 Prozent müssen Sie laut § 7g EStG „betrieblich“ nutzen.

Beispielrechnung für eine Sonderabschreibung

Unabhängig von der Sonderregelung sind Sie als Gewerbebetrieb dazu verpflichtet, die Anschaffungskosten für Ihre PV-Anlage über 20 Jahre linear abzuschreiben. Das bedeutet, Sie machen jährlich 5 Prozent der Anschaffungskosten als Betriebsausgabe geltend. Wenn Sie sich zusätzlich für eine gesonderte Steuerabschreibung entscheiden, verändert sich die Abschreibungsberechnung nach 5 Jahren erneut. Im Rahmen einer korrekten Einnahme-Überschuss-Rechnung ist die unbedingt zu berücksichtigen, da Sie sonst keinen korrekten Gewinn ermitteln.

Vor dem Kauf Investitionsabzug sichern

Sie wissen, dass Sie sich zukünftig eine Photovoltaikanlage oder einen Batteriespeicher anschaffen möchten? Dann hilft Ihnen der Investitionsabzug. So kann die geplante Investition bereits im laufenden Jahr gewinnmindernd geltend gemacht werden: Das bedeutet für Sie, dass Ihr Einkommenssteuersatz niedriger ist und Sie somit weniger Steuern zahlen müssen. Den Überschuss können Sie dann in den Kauf der Anlage stecken. 40 Prozent der voraussichtlichen Anschaffungskosten können Sie sich maximal erstatten lassen. Für die Erstattung ist es ratsam, dem Finanzamt bereits eine konkrete Kostenaufstellung Ihrer Anlage vorlegen zu können. Beachten Sie, dass auch in diesem Fall gesonderte Regelungen des Einkommensteuergesetzes nach § 7g zu berücksichtigen sind.

Kombination verschiedener Steuersparmodelle

Wenn Sie alle Voraussetzungen mit Ihrer Anlage erfüllen, können Sie die lineare Abschreibung mit der Sonderabschreibung und/oder dem Investitionsabzug kombinieren. Als Ausgangswert für die gesetzlich verpflichtende lineare Steuerabschreibung berücksichtigen Sie dann den Wert, welcher nach Abzug der Sonderabschreibung und/oder des Investitionsabzugs übrig bleibt. Eine Beispielrechnung veranschaulicht Ihnen diesen Fall:

Beispielrechnung für die Abschreibung einer Solaranlage

Welche Kombinationen der verschiedenen Modelle der Steuerabschreibung infrage kommen bzw. sinnvoll sind, hängt vor allem von Ihrer Einkommenssituation und Ihrem Steuersatz sowie der geplanten Nutzung der Photovoltaikanlage ab. Die folgende Rechnung orientiert sich an einer Solaranlage, die am 1. Januar 2019 gekauft wurde und 46.000 Euro gekostet hat (inklusive Umsatzsteuer). Es wird ein Steuersatz von 42 Prozent angenommen.

Rechenbeispiel für eine Anlage im Wert von 46.000 Euro (Netto-Kaufpreis 38.655,46 Euro)

Bei einer Besteuerung des Einkommens von 42 Prozent ergibt sich bereits für das erste Anschaffungsjahr (auf 12 Monate gerechnet) eine Steuerrückerstattung von: 9.741,17 Euro (zzgl. Umsatzsteuer). In den kommenden 19 Jahren erhalten Sie jährlich den Betrag für die lineare Steuerabschreibung zurück: 773,11 Euro x 42 Prozent = 324,71 Euro

Familie berechnet Steuern
Eine Solaranlage rentiert sich für die ganze Familie.

Betriebsausgaben bei Steuerklärung

Die für die Photovoltaikanlage anfallenden Kosten können Sie als Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten in der Steuererklärung aufführen: Das können Reinigungs- oder Sicherungsmaterialien sein, Wartungs- oder Reparaturarbeiten, Ausgaben für die Dachrenovierung, aber auch die bei der Anschaffung angefallenen Kosten wie Material- und Fahrtkosten.

Mit einer individuell auf Sie abgestimmten Steuertaktik können Sie die fiskalischen Spielräume clever ausnutzen. Im Zweifelsfall hilft Ihnen Ihr:e Steuerberater:in bei der Zusammenstellung der für Sie infrage kommenden Abschreibungsmethoden. Bei weiteren Fragen beispielsweise zur Umsatzsteuer können Sie sich auch an Ihr zuständiges Finanzamt wenden.

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